Von denen Socinlancf tU
-«hrLwL.zu wohnen vergönnet / wo diePheologl NichtAß mdc besorget hätten/ der König möchte ein Aria-liXxxvill- m Eden. Zumahl da sie gesehen / daß ermit diesem Edelmann sehr gnädig geredet /und allerhand neue und gelehrte dinge von >ihm gefragt. Wie er dann auch mit deß 'Königs Beichtvatter Magister Erico Gra-vio , und mit einem andern Prediger DanielPheis anno SL.in beyseyn deß Königes vonder Religion disputiret/und/ wie man schrei-bet / selbige durch die klaren schrifflworte ein-getrieben haben solle. Er hat aber endlichauff deß Superintendenten Johann Rein-boths antrieb auß Friederichstadt/ da er mitandern zu bleiben gedacht/werchen müssen, (r)IoHam, Welches rhm auch zu Hamburg wiedersah-
st
Genff.
borg' xm i da er erst auff deß Raths beseht / her-nach nach etlichen jähren durch der Predigererster anno 1674. sonderlich auff deß Herrn!Licentiat Elzardi gnhalten außgetriebenwor,den / biß er anno 75. daselbst gestorben/ undzu Altenau / wiewol/auff der Prediger ur-theil/ohne Leichenproceß kaum begraben wer-den dürsten, (r)
(q) Ex Marquardi Gupii aliorumque Epistolis Act.Etud.Lips. Anno XC VII. p.146. ItemHopf-HcrusEpist.ot^oj-f ad B.Meiinerum Volum.
I I.n.61 & Joh.Schiödcrusibid.Vol.I.n.2jo.(r) Vita ap. Benthemium l.c. p.216, (s) Vitaejus pra:fixa Historia; Reformat. Poion.
13* Ich finde noch einen seltzamen Pw-cest derer Reformirten Prediger zu Genffwi-der einen / den sie vor irrig in diesen Punct«*gehalten / und deßwegen jämmerlich hinge-'richtet. Dieser war Nicolaus Antonius, DeeS zu Metz von den Jesuiten zu den Refor-sÄß. wirken bekandt / hernach zu Genff Collegiain der Philosophie gehalten / und endlichbey einem Baron Prediger worden war. Nach-mahls klagte ü)n dieser Baron an/ als wanner ein Jüde wäre / man sahe aber augen-scheinlich / daß er im Haupt verrückt / undnicht wol bey sinnen war. Dem ungeachtsperrte man ihn weiter ein / schloß ihn anketten / und machte ihn damit noch verwirr-ter und desperater. In dieser raserey soll ernun Christum gelästert haben / weßwegenman ihn anno 1632 . öffentlich an den gal-gen gehenckt und verbrandt hat / mit demvorwand / er wäre nun klüger worden / undhätte sich selbst deß todtes würdig geachtet.Er solle zuletzt diese 12. sätze hinterlassen ha-ben/ wie man sie ihm ohne fernern gründ oderbeweis zuschreibet:
1. Es sey nur ein Göttliches Wesen /vnd eme perstur.
2. Die warheit der persdn deß Sohns
Gottes sey nichtig
3. Wie auchseittemenschwerdung.
4. Und der Person und deß avßgangsdeß H.Geistes.
5. Es sty weder eine PrädestinationNoch reprobation.
6. Die Haltung deß gesttzes sty nichtunmöglich/sondern nöthig zur seligkeit.
7. Das Ceremonial-gesttz sey ewig /
deßwegen man noch opsser zum vorbrldbringen solle/auffdie die snndendeß 0 PPferen sen gelegt würden 1
b-Der unterscheid der speisen sey Zährte
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9. Wie auch die beschneidung. r.xxxvul
ic>. Der Messias werde als ein blostsermensch auß demsaamen Davids baldkommen/Jerusalem wieder auffrichten/und die opsser erneuern.
I r. Er würde die gantze Welt Uttter-thanig machen.
i2. Das N.T.sey dem Alten und sichselbst zuwider. '
Bey seiner Hinrichtung soll er sich selbst voreinen Märtyrer gehalten / und gantz freudig
zum tod gewesen seyn/auch den Schöpffer/denGottAbrahams/ Jsaacs und Jacobs/epseriaangeruffen haben (t)
(t) Prevostus in Epist. inter Epistolas Arminian, p.
9ji.(edit.i66o.Amstelod.) *
14. Weil wir noch inerzehlung deß ausser- Vor-lichm Zustandes derer Socinianer begrissen nehmstesind / will ich die vornehmsten Lehrer und gc & rer 6{fScrifaentm derselben kürtzlich auß diesemculo benennen / in dem sie im Teutschen we-nig bekant / und gleichwol zur erlautenmgdieser Historie sehr dienlich sind. Oben sindschon unterschiedene Socinianer specificiit /die von den Lutheranern abgegangen. Da- fanemrunter war schon umb das jähr 1570. Jo. abgetnf*hannes Sommeruz V0N Pima / klN Schul- ten.diener zu Clausenburg in Siebenbürgen / wo- Süinme -selbst er Francisco Davidis in seinen meinun- tus *gen beygepflichtet hat / auch in einer schrifftdenselben wider Petrum Carolium deken-dirk- (u) Christophorus Ostorodus war V 0 N Ostoro-
Goßlar / eines Lutherischen Predigers söhn/und erstlich Schul-Rector in Pommern/ derer/ weil er wider den Lutherischen Gottes-dienst geredet/ abgesetzet worden. Er isthier-auffanno 1585. m Polen kommen /und da-selbst Prediger worden. Von semen schriff-ten hat man auch in Teutscher spräche einbuch von der Gottheit Christi/ unb deßHeiligen Geistes / wie auch die unter»richtmrg von den vornehmsten Haupt»
Puncten der Christlichen Religion / inwelchen begriffen ist sirst die gantze Con-feffion oder bekäntnrß der Gemeinden imRönigreich polen . (x) Johannes V ölke- Volke-lius von Grimmq auß Meisten / war auch ein u»-.Pastor inPolen/ und sonderlich durch die 5.bücher devera religione berühmt/welche erst-lich zu Nackau/ hernach zu A msterdam (allwosie weggenommen und verbrank worden/- undendlich von Marefio mit einer Refutation zuGröningen/wie auch in Niederländischer sprä-che zu Rotterdam anno 1649. herauß gegebenworden. JnFranckreich soll man vor ein Ex-emplar davon wegen dst'rarrtat 2s.UngarifcheDucatcn bezchlt haben, (y)
(u) Vid.SandiusBiblioth Anti-Trinit.p.;;». Conf.exeoSiütarusPropylam H.E.p.*79.(x) Ibid. p.90. SCSliit.p. 278- (y) Sandius p.?6.
I s. Valentinus Smalcius,geboreN ß&OtfydSmalziuitin Thüringen anno i f7 2 -ge|lorben zu Rackauanno 1622. war erstlich Scbul-Restor , her-nach Pastor in Polen / und nächst Fausto Soci-
no, Petro Statorio und HieronymoMoscoro-
vio der vornehmste Auctor deß RackauischcnCatechismi / neben welchem er auch sonste» inA-L.H'ÄndkrerTH-rl. Bbbb Teut--