Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

c 24 Th.n. %s*xvii,( g.xviK Von denen so genan nten Lmbustasiest

das zwiefache essest gehalten wer-uotiii,^ > 'den das geistliche ist nichts nützchhftedas leibliche / wir nntfsenja eure»leib haben / der mit Christi gecreutzig-

' '»Jfi'vWiiff ii« / ttrtft h/>a leiht

tcm leibe gleichförmig sty/ und daslerb-i mer fressen ihn / da ist die verderbunü

und erlogen / wahr ist es somast'die^E.würcknng oder frucht der fünden be-^Eu.trachtet / wie die substänz des ktbeög#r hinweg muß / und die wür-

liche ist nichts stütz ohne das Seistliche. (x)

(t) Vid. Studium ÜniTcrs. pag.H. z. ^ 1. Lcc. (ujVid. Postlila k. I. p> z8. zs. St 78. ?. II. pag.13. 17. 24. 29.57. II). 2j)i. P. III. pag. 68.Dialogüs de Christian, pag, 12. (x) Postill.T* I. p. 214 213»

... 19, Von deck zustand des menschen nachWEM dem fall / findet mau folgende beschreibungfall/ ' bey ihm: ist GOTT dem Schopsserstine Cteaeur miffgerathen / und ausmuthwillen oder ungehorsüm aus DeMparädieß getrieben worden/und indieser auchagung hat Adam/ und wirallein Adam verlohren Zwey dinge / alsden Geist des und den leib

aus der erden / der da gany tödlich undsterblich ist worden / und den wvrmerngegeben. Also ist die seele backet undbloß blieben in der verdammnüß. Zweydinge / sag ich euch / sind von Adamgefallen/ der Geist der bildnüß und derleib des lirm oder rcrrE, nicht daß als-bald des tagss der Geist GOTTES von ihm sty gewichen / sondern in derfchetdung des leibes und der stelen/stach neunhundert jähren ist er vonihm gewi-chen / wäre auch Nimmermehr wieder-kommen/wo Christus uns'nicht erlö-set hätte / also ist auch sein leib nichtbald hindan gefallen / sondern durchden rod von ihm geschieden / der Geistward gedampfst rndenAdams-kinbern/blut und fleisch brach Herfür / und derMensch ließ sich nicht regieren den GeistGGTTES / das urfachee das fleisch /welches dein ^Gerste allezeit wider--Dkk erb, strebet. (y) Von dir erb * fünde undfünde / derselben bewandnüß : West» manod sie ein shrüche der mensch ist accidentaliter ver-üder stid. derbe / die ssjstde ist accidens , und derstanz skp; mensch ist wesentlich verderbt / und die!fünde ist eine substänz /ist beydes wahrund erlogen ; der mansch, ist Zufälligerweise verderbet/die fünde ist ein accideris,so man die soll betrachten/wie aus dem!willen die sünde entspringe / und allefünde sey nur im willen / und ohne demwillen kan keine fünde geschehen / da istdie fünde em accidens und Zufall /denn diestele bleibte seele und der Wille rst nurbrüchig worden/und der seelenist nichtsVerlohren: Wenst man aber stehet auffdie fruchte der fünden/ daß der leib ver-derbt ist/ da ist es nicht wahr/da ist diefünde kein accidens, sondern etwe iubstanz,denn substantialiter ist der Mensch verder-bet / den gantzen leib hat der menschverloren durch die fünde / und da istauch die renascentia substantialiter Und leib-lich/denn einen neuen himmlischen leibbekommt der mensch aus Christo / alsoist die fünde Nie substänz. ist auch wahr

kein 'accidens . stndern eine weseMicheVeränderung / aber erlogen ist es / soman die wurtzel der fünden ansiehev andem willen / da ist die fünde ein accidenzund keine substänz denn weder der Wil-le noch die seele hat auffgehöret zu je^tian ihrer substänz , der leib rst nurbrüchig / und nicht die seele verlohren/und also ist die widergeburth und ver-nsurung auch nur em accidens 3 deim einnettes Hertz muß seyn / der Wille wird nurnach der geschicklichkeitvollbracht/undGOTT schaffe keine neue seele/wre er ei-tten neuen himmlischen lerb schaß

fet.(z)

(/) Postill. P,II. pag. 107.XVlI.p.33»

(z) Güld. Griff cap,

her,

wieder.

20 . Die erlöfung / so durch JEsum Chri-Ävriderstum geschehen / beschreibet er uberhaubl aiis^M/der Schliffe als allgemein warhaffeigund kräffrig. Insonderheit setzet er vvndem objecto , daß Christus nicht das altefeindliche fleisch / sondern die fiele eigentlichcrlvfir habe / und daß folglich auch diese al-lein wiidergcbohren / und mit Christi fleischund blut als einemneuen lcib angezogen wcrdenOb (ist»müsse-. Als wenn er saget : Es ist fvrgc-lcib mpbildet die allerwerteste/ ferneste/flemb-^'deste erkantnvß Christi bey dieflnZweyenjüngern/im anfange/ da man Christumvermeint ausAdams faamcn zu seyn/undihn nach dem fleisch erkennet/ ncmlichnach dem vergänglichen/ verweßlicheufleische aus der erden/ und hostet leib-liche hülste von rhm/da Man auchgläü-bet/Chrlstus habe unser AdaMisch fleischetlöstt / und wolle es mit sich in dieVerklärung führest / als wäre die Gort-heitTHRISTI vom Himmel/undstine Menschheit aus der erden/ ausumstrm fleische / ist weit gnug. (a) Hicr-nachst tadelt er auch die gemeine mtinung/wie selbige M sicherheit und gortlosigkcit ge-brauchet wird / daß ncmlich Christus vor unsgestvrhen/wirabernichls weiter weberju leidennochzu thun Hütten / wenn er schreibet : EinW,trefflicher irrsal ist es bey dett fab drc^cbschen Christen/ daß sie einen andern las des »«»stn Das gesttz thun / leiden / sterben; Abund sie wollen ohne busse sich bchelsscn^^Mit der imputativa justitia oder Zugcrech-neten gerechtigkeir. lAcist in der war/

^ heie/es hilfst dich nichts von ausstn an/spring hoch oder nieder / das leben Chri-sti ist dir muß es thun / Christus der inusts Iwohnct/strcht der aufstr uns bleibet;tXim bringet der wahre glaube / der daist das leben CHrrstr in uns / mit sichohn alle Widerrede: das mlt'getaussckwerben / das mit - leiden/mit' creutzigetwerden / mit-sterben / »nie - begrabestWerdest und Mit - aufferstehen / die