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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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9a?rMBC.honesta scortatio. darum Wir auch VÜN ae--

teßri oe "burthgemeiniglich ftyndhurer/ ehebrrcher/^'drebe/morder /Wucherer / hoffartige / lägner /zaubcrer/falscheEhristen/ falsche buchschrei- ber/sallche Prediger / in hurerey werden wirgebühren/ in hurerey leben wir und sterben auch offt darinnen, (m)

cz?

i^) P-1I. Post. p.ajf,p.70.

(1) P.I,-p.9j, (m) P.III.

lindhim.

lischcn

Fleisch.

Äusserste, 4f* Endlich wollen wir auch seine mey-huag nung von Aufferstehung des Fleisches undVerklarung des Menschen anhören/ welcheer kürtzlich also zusammen fasset:Das Reichin einem Gottes stehet imGeiste hie un dort/und Gottgeistlichenist und bleibt einGeist in ewigkeit/daräm müs--senwir einen neuen/himlischen/ geistlichen/ ü-

bernatürlichen leib haben / derverkiäret/ver-.. geistet/und vergottet sey/auffdaß er keinerna- turlichen ausser» hülffe/weder lichts noch lufftbedürffe / und wir Gott nicht von aussen zumit leiblichen augensehen an einem gewissenorte/sondem in uns von angestchte zu ange- sichte. Was aus der natur ist / ist indisch /viehisch und zeitlich/ und muß auch mit der,, natur auffhören / das rhier körnt nicht! inden Himmel / sondern der mensch: Der leib aus Adam ist nickst der mensch / er ist ausdem limo terra, tödtlich/ sterblich/der in-nere leib aus dem Munde GOtres ist derMensch / derselbe muß durch die neue Ge- durch vom Heil. Geist incarniret / ein neu» fleisch gen Himmel bringen/ also daß wirgantz einen übernatürlichen himlischen/ ver-klarten leib haben / welcher nicht einer ausfern hülste bedürffe / sondern in ihm selbstwohne/ wie GOtt - Denn so unsere lei-be im Himmel sotten grobe äusserliche A-damische knochm und gliedmassen habenaus dem limo terra . so wäre es wider denGlauben und die Schrifft/ die da unsweisen in der zeit allemahl auffdem Geist/auff das rechte Vaterland / in dem innernGegensatz » gründ zu GOTT . Wiewol die ungeüb-der fleisch.ten / und sonderlich die fleischpatzen / dielichen Heilige Schrifft nur leiblich wollen ver-sus Job. --stehen / als da Job sagt: Ich werde inxix.meinem Fleisch GOTT sehen / und dasSymbolum, Ich glaube eine Aufferste-hung des Fleisches; da achten sie nichtanders/ sie werden mit ihrem natürlichengroben Adamischen Leibe auffstehen / undsolche äusserliche natürlicheglieder haben/daßsieMeinem ortsitzen/unddergleichen. DasFleisch Ada wird erwecket zum Gerichte in gutem und bösem. Wir müssen alle im todt- lichen Adamischen Fleische für das Gerichte mit guter vernunffc und sinnen / aber nachgehaltenem Gerichte fället dieser AdamffcheLeib abe / und allein der neue HimllscheLeib kömt mitEHRisto in sein Reich. Anden verdamren bleibet auch der Adamffcheleib mehr / er fället abe / vergeht mitdenElementen/ und mit ihren ewigen leibemwerden sie geworffen in den femigen pful.Die rede der Schrifft gehet nicht auff dasfleisch aus Adam/ sondern auffs fletschausLHRisto dem Erlöser durch die neue ge- burtb. Darum redet Job nicht auffGOtt den Schöpffer/ der das fleisch Ada aus dem

^r^schuff/sondern auff GOtt bett« 3*1 *mdc.Erlöser/auffdenSohn/durch welchenwir«b.k voneu gebühren / im Glauben ein neu fleisch be-"kommen/in demselben wil er GOTT schau- «m/in diß fleisch müssen wir verkleidet wer-«den aus der neuen gebmch/ sonst werden wir"mcht eingehen mögen in das Himmelreich."

Es f ein grosser unterscheid zwischen dem«flersch Ada und dem fleisch CHRisii zwischen "der alten geburth und neuen geburth/ denn"das fleisch aus dem limo terra wird nichtvon Job gemeynet/ sondern das fleisch auö"der neuen geburth. (a)

(n) Im Trattätl. vom Ort Der Welt.

k'74. 75-

46. Auff was.art aber WeigeUus bey so ^ei»einvielen ungewöhnlichen/und paradoxen mey- Meinungnungen gleichwol im Predig-Ampte / ja im^ande und unter den Lutheranern biß an sei- Ä,nen tod bleiben können / siehet man aus sei-kastnüß.nererklarung/ da er folgenden rath giebt:

So du wärest an einem ort/ da man mäste"zur Beichte gehen/ und für dem Priester«da dre fünde bekennen/es würde dirgeboten« Ob sie all.zu beichten/so laß den aussern menschen deich-«zeit.,ten/und Hinknien für dem Priester / da die" s c ^fünde bekennen/ und behüte den innern/daß«derselbe nicht beichte/das ist/daß er nicht« Z»m E,gedencke/der innere Mensch verdiene etwas/" rcuvci moder erlange die Absolution vom Priester/" ^rBeichksondern daß der innere Mensch GOTT ^beichte und bekenne / und keinem Priester;«laß den aussern Menschen das joch tragen/"mache keinen krieg darüber / denn du weist«wohl/ daß der Priester nicht möge sünoe"vergeben/und daß solches beichten ein men-"scheu-gedichte sey/ und wider CHRistum ."item : Es würde dir geboten die Fahnen« Bey Cere,zu tragen/ mit dem Creutz zu gehen/ so laß« momm/das geschehen nach dem aussern Menschen/«allein siehe/daß dein innerer Mensch nicht«verhenget werde/ daß er die Fahnen trage"etwas zuverdienen/oder einen Gottesdienst«damit zu vollbringen / sondern laß dir es ein«creutz und joch seyn / ja eine Versuchung des "Teuffels/ der dich also angreifft/ daß erst-«he/ob du wollest ungedultig werden / und"einen krieg ansahen / oder ob du wollest mit"dem innern Menschen auch die Fahnen tra-"gen. Item / bist du in der zahl der Prie-" Beymster/ und wirst gewahr/daß dein stand «Predig,falsch und ungöttlich ist / laß den äußern "Ampte,Menschen einen Priester seyn / laß ihn das "joch oder das creutz tragen / klage du es"GOTT / und hüte dich ja / daß du nach"dem innern Menschen kein Priester ftyst/das«ist/daß du wollest meynen du hättest gewalt"fände zu vergeben / du sässest an GOttes"statt/ du hättest gewalr zu segnen/ die lich-«ter/die kertzen/ die speise/zu weihen daswas-"ser/welches alles aus dem Trüffel ist/ so es "der innere Mensch auch thäte/ das ist/wenn«dein innerlicher Mensch wäre solcher gestatt«ein Priester. (0)

(o) Partei. Postill* p.108.

47. Und Wich beschmbetermch/ i»,«»to-set« er Die Symboli, ch-n Buche- /sonderlich der iormula Concordia unter- bolzen

' Llll 3 schrieben:Bücher.