Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

6z8

rh. II. Buch XVII. Cap.xvn.

3,i6tMDc. schrieben : » Der Glaube ist nicht 'jedermans!!«^viu»^ng/ wareEHRisius erkannt bey allen'»standen / so würde er auch sein Regiment»und Hmschafft in euch / und in ihnen haben/und ihr alle würdet seine spräche verneh-niest / und gerne leiden können. Jchha- be mich zwar auch unterschrieben etlichmahl»aus beweglichen Ursachen / aber keinen eyd hab ich auff Menschm-Bücher damitErd dar- » gerhan / sondern ich habe mich mit solcherauff. verschreibung versprochen/ auff den Schriff-»rcn der Propheten und 'Aposteln zu blei-ben / und darvon nimmermehr zu weichen/>fündeichauchetwasdarnebcnindenSchriff-

48. Dieses waren nun Weigelu vor-I»ht!»vcinehmste Lehren / mit welchen die Orthodoxi'^ 1'-freylich nicht zufrieden seyn konten/als welche 11wol sahen/daß dieses Mannes Principia nicht Schaff,nur ihre Lchr-Sätze fast alle umstieffen undlm äauffhoben/sondcrn auch die äusserllchenCele-Vaz,.monien/UbungenundSahungen/wovondoch^'die meisten ehren-einkünffte herkommen / ver-nichteten. Dahero freylich ihres eigenen be-stens wegen nichts anders rrfolgre / als daßsie wider diese leute als weiFeliamlcheMord-Brenner schrien / die ihre kirchenundalles/wovonsie sich nchrten/anstecken / undrulniren wolten / wie mter andern Nkolaus

riitt

ist

is'l

2UV I .V.W M.UU H.a/uuiviwiaus

ten der Lehrer / das der Apostolischen Leh-! Zapfe eitterreu-hertzrFowachrer-silmme"re gemäß wäre / so wolte ichs auch annch-! wcgcir der an lmterfthredllchen orten,,mrn. Aber daß ich solle inchie bächer der jder ftadrGOrrcs von weit emsichler-

menschen schweren / das sey ferne. Es soll»kein Lehrer so viel bey mir gelten / daß ichauff ihn sterben wolle / wie sich denn esti- ehe so hart hengen an den Pabst/ an denErwcy-Luther / an den Philippum/ an den Zwing- '-'um / an den Schwenckfeldt / an den* KUX1,Äsiandrum/ an den Mahomet / und an-dere Menschen / daß sie sich auch darüberverjagen und todten lasten. Nein/ mirnicht also / an JEsum EHRisium henge»ich mich/bey den Schriffren der Propheten

chenden WclgcAain sct)cn Mord-Bren-nern angelegten feucrs-br»nst schrieb.Jedoch mögen unter Weigclii wicdcrlcgcmunterschiedliche gewesen seyn / welche nicht sowol zu rcrtung ihres respects oderandernvor-theils gegen chn geschrieben / als weil sie nachihrer crkantniß diesen oder jenen prmcc vor ir-rig und schädlich angesehen. Wohin dennM§Joh.Amds kurtze fthrisst/ davon wir beysei,Schnittner Historie gedacht/gehöret/ wie auch V.Io-^rchn/haNN Gerhardt Disputariones cie GloriaDei.Gcihatd;,

TSti» /ItlSstrtl / Ct\ hrV l./.

Die andern/so dieWcigclianer in eigenen-chernangegriffen und wieder legen wollcn/smdmr Me-folgende: Schon Anno 21. kam Andrea: rst,

bkib ich biß in den tod.

»v uchr ihrer lehre oder menschen-büchern hab»rcy mich unterschrieben / solidem dieweil sie

Concordi»

bey unter-den. Hätten sie aber ein wenig anderefchrifftdcrchn'über die Schrifften der Propheten undxoMul-Apostel gesetzct/ würde ich nicht zugeplatzet" »haben. Zudem war es eine schnelle über-hujrmg oder Übereilung / daß man nicht er-liche tage oder wochen solch ding einem je-oen insonderheit zu überlesen vergönnet/son-»dern nur in einer stunde den gantzen hauf-fen vorgelesen/und darauff die subfenptionerfordert. Zum dritten wolte mir armen»zuhörer nicht gebühren / dem Trüffel einUrsachenfreuden-mahl anzurichten / daß der gantzeseimr um,,hauste geschrien hatte/ da/ da/wir Habensttrschrist. ^^^ gx^ust/ er sey nicht unser lehre gemäß.»Also hätte mein unbeweglicher Apostolischergründ müssen für eine verlogene lehre gehgl-ten werden/ welches GOrc nicht gefällig/»die perlen für die saue zu schütten / oder das»Hestigthum den Hunden zu geben/ zu lohnhätten sie mich zutreten/und Missen; wäremir billig geschehen / daß ich für der zeit mir»mein leben hatte abgekürtzet/ meine bekant-n,ß wäre keinem unter den gantzen Haussennütze gewesen/ nur ärgerlich / keiner wäre»von der falschen lehre abgetreten/ mir wäre»geschadet worden/ und ihnengar nichts ge, holffcn / und viel dinge waren dahinden blie-ben durch mein unzeitiges bekennen; GOtt»wird michswolheiffen/wennich sol sprechen»züden Hohen schulen: Sie kennen CHristumnicht/ wer unbcrufft läufst / richtet nichtsstuf?. Mache mir also gar keingewissenmitdiesem unterschreiben, (p)

ik) Christlich Gespräch vom Wahren Christen'

thUM / p. 39* 4«.

meinten pofnUWeigelii. Anno 2Z. schriebJustus Peilrbornius Triadem Diisertationntnde distinctis veritatis adversariis, und in spe-cie contra Weigelium, UUC auch TheodoruiThummiusfrie impietatem Weigeiianam.uni)

Anno 27. Johannes Himmelius zu Jena feiltCollegium Anti-Enthusiasticum. UNd ZUVskAnno ai. Nicolaus Hunnius die Bctrach-mng der nenerMaracelslsthoir und Lvel-gell'nmfthen Tbeologic. Diesen sind nunnachmals hauffig andere gefolgt / als dawa-ren Johannes Crocior im Anst- Weigeliojo-hannes Hornbeckius in Paradoxis ct sictero*doxis Weigelianis- Adam SptNgltt' VtnLVeiAclürnrjcHe«» Irrthümern / Zacha.rias Theowaldus int (AründllchenBcrlchcvon Mredertäussern / JX)ei0clt4ircritmrd T^ojen-Ercnyern; Oeorgius ILostiusuit Heldeir-Bikch voit Rosen-Garteu/

Werner Stock in Exercitationibus Theolo.gleis. Johann Weber in der Censur tvidekd leLL)c lFell'nner. Johann Pecmanmis i n Ex-ercitationibus Theologicis, wie auch andere/als Ul ric, Heimius,Balth. Mcisnerus, ?)»el)l-fährer/ Stegmannus.Eannchius und andere»

49 < Die art rmd weift solcher wiederleguN-Dcrwie.gen sind von einem gefcheiden Leser selbst ausdeckzasolchen büchern zu erkennen / welche von vicicn^"^entwedcrgründlichcrundbewährter/oderauch^°'auffrichtiger/fanftmüthiger und wahrhafftigergewändschet worden / damit nicht durch dasuntheologifche und leichtsinnige schelten/ zu-nahmen /und spotten dergtgrntheil nur mehrgeärgert/und in seiner nieynung von dcmver-kehrten sinn der mektkn Prediger bestarckek

worden

IkH