Der Adler
Vorrede bom Adler
mit tieffen augen haben angesehen/ vnnd des fleisch Adel wie er vo: Gott sey/mit difen wappen fein abgemalet/ welche das fleisch ihm zu groffen chien hattaußerwolet oder lassen zuschreiben/ vnnd nitt verstanden das die weißen dasmicybe spotten/ Oder daß sy damit yht schand voz Gott fo redlich auffdecken/weil sy eben das seind/ das sy in jren wappen vnwissend tragen/ figuriert. Alsomüß sich der Gottloß selb abmalen/ vnd sich selbs in seinem ring vnnd wappenconterfeyt vmhertragen/ Also hofieretjm der Deher in sein eygen nest.
Derhalb frewet sich Pirzhus ein Adler genentzu werden. Antiochus ließimdes Greiffen nammen wol gefallen. Also haben die Poeten auß keiner andern visach den Jouemzu einem obersten Gott aller anderer gotter zu regieregemacht/ dann das er der gwöltigest/ alles mit gwalt vnder sich warff/ vñ alsein bertherschet/ mit so vil raubs/ ecbzuchs/ berumpt. Darüb sy jmdañdz scepter von diser Tyrañeiwegen/ zi geeygnet haben/ Auch den Donner vi pligdamit er die gang welt erschreckt.
Der Binen oder ymen Pollicey inn welcher allein der Rünig kein angeltregt/ ob sy wol von vilen wirt gelobt/ wirtsy doch von niemant angemasset/nit weniger dann Platonis gmein oder statt. Cundas ich zum Adler widerkere/ den hatt der Rhomisch rath vmb seins vilfeltigen diensts vn tugent willendoben erzelt/ dem Reiser in sein wappen/ panicrzügeeygnet. Darzu solterals ein gócclich ding vnder die stern gezelt werden/ vnd dem ein eyges amptonder den göttern zu geschriben. Das diser voz anderen de zomigen Jouidie wafkeiser vō deRhömern fen oder zoznpfeilreiche/ damit er die welt erschrecke/ vnnd das er das onschazügecygnet den mög thin. So ist der Adler nit allein vor dem plig vnd doñerschlag sicher/sunder auch mag darein wie in die Sunnen sehen/ vnd mit seinen augen auffhalten vnd trotzen.
zu eeren der
Derhalb hatt bey den Rhömern in den panieren der Adler das Primat/also das er gleich ein panner trager geacht wirdt/ so doch die Wölffdes Rhomischen volcks ernozer seind/ wiewolfy auch disen in yhzem panier füren mit denThier in der dreyen thiere/ Wildtschwein/ Roß od pferd/ vñ Minotauris/ welche vier thierdem Adler im paniernachuolgen als knecht/ vñdas panier mit disen fünff thieren geziert daher floge. Ein wenig darnach wolt der Adler auch dife nachtreternit haben/ sunder ließ sy in den gezelten vnd schweber allein an depanierinEriegen obsigende entpoz.
Rhomer
wappen
Disen Adler sprich ich/ haben die weißen allein wirdig geacht/ damitt sydes eynigen herschers der gangen welt/ hoff/ fcepter/ wappen/ falen/ kleiderngfåß/ tempeln/ zierten vnd auffmutten.Auff dise weiß wirt Labuchodonofo:Ezech.am sibentzehenden auch ein Adler genent. Jtem ein Lew/ Daniel.amsibenden/ sogar ein Rünigklich thier ist diser vogel/ Wiewolauß der Geyrenvogelgschrey das Romisch reich sein ankunfft hat/ vnd nit von dem Adler/ wechs der warsager schülgeleret hat/ das der für einen Jmperatorem folt außgerüfft werden/ auff des hauß ein Adler säße/ oder auffden er ein hut fallen ließ.Wie die thorecht Antiquitet hat genarzet/ wiewolyett vil aberglaubens istabgefallen/ doch in ein andere vill bösere/ thozechtere weiß verkert/ Also daß/ soman ettwa von dem vogelgeschtey erspehende erwartet hatt/ das selbig manyetzt von den sternguckern vnd tagerwolern, als köftlich warhafftig ding vndpropheccy annympt vnd sich darnach richtet/ so es eben ein teüfel vnder cinérandern larue ist.
Tun so mannitt allein die Poeten sunder auch die Annales eben besibet/