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laſſen? Sollt feine unzaͤhlbare Bein Geradan dir verloren ſeyn; Das hieß das Lebenhaſſen. Ey, mein Schaͤflein, Komm undwende Dich behende Zu den Wunden, Diedein Hirt für dich empfunden
8. Man hat wohl auch ein bißgenSchmach, Und ein und anders UngemachBey dieſem Herrn zu leiden. Doch iſtsnicht werth der Ehr und Freud’, Die eruns ſchon von Ewigkeit Gedachte zu berei-ten, Kronen, Thronen, Hoſianna, Himni—liſch s Manng, Siegespalmen, Folgen aufdie Kreuzespſalmen.
9. Ja, liebe Seele, denk daran! Esſteht ſo lang nicht einmal an; Schon hierauf dieſer Erden Soll dir, bey jedem Trittund Schritt, Troſt, Friede, Licht undLeben mit. Zum frohen Pfande werden.Kräfte, Säfte, Honigfuͤſſe Liebeskuͤſſe, Ta-borsblicke Stralen oft auf uns zurůͤcke.
10. Von Stund an kann ich nimmermein, Des Teufels und der Sünde ſeyn,Die mich bisher gebunden. Mein Herr,den ich ſo ſehr betruͤbt, Der aber mich viel-mehr geliebt, Der hat mich überwunden.Nimm mich Gaͤnzlich, Meine Freude, Dirzur Beute, und zinn Lohne Deiner hlut genDornenkrone!