V. Anordnung- und Zusammenstellung der Autographen. 127
Jedes der 40 Hefte ist mit einem gleichfarbigen Zettel mit der be-treffenden Nummer versehen, so dass die Hefte sich sogleich nach die-ser Farbe unterscheiden und leicht einordnen lassen.
Die Handschriften liegen hei den Dichtern und Gelehrten (Abth. Iund II) nach dem Alphabet, bei den Praktikern (Abth. III) nach derChronologie oder einer anderen Reihenfolge.
Wofern ein Name mehreren Fächern angehört, so ist derselbemittelst erlangter Doubletten oder doch durch Facsimile in allen re-präsentirt; sind weder Doubletten noch Facsimile zu erlangen, so wirdvon einem Fache auf das andere verwiesen.
Einen Anhang zu Preusker’s Sammlung bilden 1) Bücher und Auf-sätze über Autographensammlungen und Chirographignomik; 2) Facsi-mile und 3) Autographenauctions- und Verkaufskataloge 1 .
7. Const. Karl Falkenstein, Oberbibliothekar an der königli-chen Bibliothek zu Dresden (f 18. Januar 1855), bekanntlich einerder eifrigsten und unermüdlichsten Sammler Deutschlands, hatteseine umfangreiche und werthvolle Sammlung grösstentheils nachdem von Radowitz’schen System mit einigen Veränderungen, die ihmgeeignet schienen, geordnet, doch empfiehlt er 2 , insbesondere fürumfangreiche Sammlungen, als ganz vorzüglich auch die Anord-nung nach
welthistorischen Gruppen oder Kreisen,welche, je vollständiger die Sammlung ist, einen höchst interessantenund belehrenden Ueberblick der berühmtesten historischen Personengewährt, die in die Weltgeschichte in verschiedenen Jahrhundertenthatkräftig eingewirkt haben.
1. Preusker schreibt unter dem 12. October 1855: ,,Als ein Seitenstück zur Handsehriften-sammlung gilt meine Sammlung zur Schriftkunde in 4 Abtheilungen und zwar 1) allgemeineSchriftartensammlungen } Alphabete, Gedichte u. dergl. in allen oder doch mehreren verschieden-artigen Sprachen,* 2) deutsche und lateinische Schriftkunde und zwar a. Manuscripte und Ur-kunden aus dem Mittelalter (bis zur Reformation) nebst Facsimiles solcher und Schriften überdiese Gegenstände; b. Schriftproben aller Jahrzehnte von 1500 —1800; 3) orientalische und an-dere fremde Schriftarten, in Original und Nachbildungen; 4) Belege zur Buchdruckgeschichte;Druckschriften des ersten Jahrhunderts dieser Kunst; seltene neue Schrift- und Druckarten,ungewöhnliche Papierproben und Aehniiches zur Schrift- uud Druckkunde. — Eine Sammlungvon Münzen und Urkundensiegelabdrücken dient nicht minder zum Studium ungewöhnlicherSchriftarten.“
2. Nach dem Manuscript, das von ihm auf Anregung des Verlegers gegenwärtigen Werkeszusammengetragen worden war, um den Autographenfreunden einen Führer zu geben, welchesaber nur ein Fragment geblieben ist.