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Handbuch für Autographensammler / bearbeitet von Dr. Joh. Günther und Otto Aug. Schulz ; mit Holzschnitten und einer colorierten Tabelle
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\ I. Aufbewahrung und Erhaltung der Autographen. 135

quetten jedoch vor dem Uebersclireiben von dem Buchbinder auf dieUmschläge ziehen, weil sie sonst leicht dem Beschmutzen, der Ver-wechselung oder dem Zerfliessen der Schrift ausgesetzt sein können.

Die eben beschriebene Manier der Aufbewahrung sichert aber nichtgegen die Nachtheile, welche den Handschriften durch das Begreifen,Herausfallen u. s. w. beim Beschauen drohen. Es ist daher viel zweck-mässiger, wenn man das Autograph an der linken Kehrseite mit zweioder drei Streifchen Papier versieht und auf die innere rechte Seite desUmschlags durch Gummi oder besser Buchbinderkleister in der gehö-rigen Proportion zum Format der Art passend befestigt, dass es aufge-hoben und niedergelegt werden kann. Ein gleiches Verfahren beobach-tet man mit den etwaigen Beilagen von Bildnissen u. s. w. auf der innernlinken Seite 1 . Hierdurch werden nicht nur die erwähnten Nachtheilesorgfältig vermieden, sondern das Ganze gewinnt auf diese Weise auchein sehr freundliches Ansehea, wie aus dem nachstehenden Bilde, welchesrechts einen so bearbeiteten geöffneten, links einen geschlossenen Um-schlag mit seinem Inhalte undEtiquette darstellt, zu ersehen sein wird 2 .

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Nach dieser Vorarbeit kann zur Real- oder Kreiseintheilung derAutographen, wie sie der vorige Abschnitt andeutet, ganz der Neigungdes Sammlers entsprechend, geschritten werden. Sind die verschiede-nen Abtheilungen formirt, so bedürfen sie einer angemessenen dauer-hafteren Umhüllung, damit die nöthige Sicherung geboten Wird. Umhierbei Geschmack mit Zweckmässigkeit möglichst zu verbinden , sind

1. Nicht anzurathen ist, diese Gegenstände mit Papierstreifen der ganzen Länge nach zuversehen und anruheften.

2. Ara zweckmässigsten ist es hier mit der Anfertigung des Hauptkatalogs (S. 14Ü) zubeginnen.