\ II. Katalogisirung der Autographen.
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jenige System gebracht, das der Neigung und dem Geschmacke des Samm-lers am meisten entspricht. Wir wählen zur Veranschaulichung dieS. 125 angeführte y. Radowitz’sche Methode. Sind alle Klassen hinrei-chend vertreten, so hat man 23 Autographenconvolute (Klasse D in3 Abtheil, a — c) zur Verzeichnung vor sich. Die Bemerkung mögenoch Raum finden, dass auch hier die alphabetische Zusammenstellungam geeignetsten und der chronologischen jedenfalls vorzuziehen ist, weilman dadurch in den Stand gesetzt wird, augenblicklich den gesuchtenNamen schnell und sicher zu finden und das Hinzufügen neu ankom-mender durchaus keinen Schwierigkeiten unterliegt 1 . Das Numerirender Handschriften verwerfen wir, indem dadurch nichts bezweckt wird;will man die vorräthige Anzahl kennen lernen, so dürfte schon dieS. 140 Anm. beschriebene Einrichtung einigermassen befriedigen, amgenauesten aber wird man durch eine Aufzählung im Hauptkataloge,die keine grosse Mühe verursacht, davon unterrichtet werden.
Zur Aufzeichnung des Inhalts eines jeden Convoluts, die sehr leichtist, wenn man sich mit den einfachen Namen und der nöthigstun Cha-rakteristik zur Unterscheidung von ähnlichen begnügt, benutzt maneinzelne Bogen eines dauerhaften linirten Schreibpapiers in kleinFolio und beginnt die Arbeit in folgender Art 2 :
A. Regierende Häuser.
Anhalt,
Bernburg, Dessau, Köthen u. Zerbst.
Johann Georg I., Fürst (1586 —1618).
Leopold, Fürst v. Anh.-Köthen (1603—50).
Bayern.
Ludwig, König (1825 — 48).
Maximilian I., Kurfürst (1597 —1651).
1. Wem es inzwischen um den chronologischen Standpunkt zu thun ist, der mag immerhindiese Ordnung beobachten.
2. Die Ueberschriften kommen auf die Mitte des Bogens zu stehen , die Namen jedoch auf dielinke Seite, die rechte muss für die Nachträge frei bleiben, welche nicht mehr in die hinter jedemNamen offen gelassenen Zwischenräume zu bringen sind.
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