Buch 
Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
JPEG-Download
 

Zum Geleit.

Daß es ein Autor unternimmt, nahezu sieben Jahrzehnte nachdem Erscheinen des ersten deutschen „Handbuchs für Auto-graphensammler“, abermals mit einer Enzyklopädie des ge-samten Autographenwesens an die Öffentlichkeit zu treten, dürftekaum als ein kühnliches Unterfangen erscheinen.

Zugegeben, jenes erste Handbuch (von Dr. Joh. Güntherund Otto August Schulz, Verlag von Otto Aug. Schulz, Leipzig 1856) sei „veraltet“; kommt das Erscheinen eines zweiten — oben-drein im Zeitalter unerhörter Papierknappheit — einem unabweis-baren Bedürfnis entgegen?

Nach den vielen Zuschriften aus Sammlerkreisen zu urteilen,muß ich diese Frage unbedingt bejahen.

Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts hat sich der Interessenten-kreis erheblich erweitert. Zeitungen und Zeitschriften öffnen demAutographenwesen willig ihre Spalten. Die Fachliteratur fürSammler verbucht gewissenhaft die Vorgänge im Reiche des Auto-graphen und wirbt unserer geist- und gemütbildenden Wissen-schaft neue Freunde, während Versteigerungen und bedeutendeEinzelverkäufe die Aufmerksamkeit weitester Schichten der Be-völkerung erregen.

Fürwahr, eine dankbare Aufgabe, in einem „Handbuch“ dieStrahlen des vielgestaltigen Lebens in der Autographenwelt auf-zufangen !

Ohne Zweifel hat den Verfassern jenes ersten Handbuches einähnliches Ziel vorgeschwebt. Daß sie ihre Aufgabe nicht voll-ständig lösten, nicht restlos lösen konnten, ist weniger in der Dürftig-keit des ihnen zu Gebote stehenden Materials, als vielmehr in ihremmangelnden Eingehen auf die Interessen der Sammler, namentlich

i