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Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
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102 Zweites Kapitel.

heit zuwider! — in seinem „Jud Süß“ in so düsteren Farbengeschildert (Abb. 25).

Jedem Sammler — er sei Anfänger oder erfahren — ist dringendzu raten, alle ihm zugehenden Autographenkataloge zu sammeln.

Versteigerungskataloge versehe man mit den erzielten Preisen,um über den Kurswert der Sammelobjekte immer auf dem Laufen-den zu bleiben. Je mehr sich freilich die Reihe der angesammeltenKataloge weitet, desto größer ist der Gegensatz der Preisnotierungenvon Einst und Jetzt, eine Dissonanz, die der minder bemittelte

Abb. 25 . Finanzminister Süß Oppenheimer .

Sammler nur mit einem aus Neid und Wehmut gemischten Gefühlefeststellt. Geradezu bedrückt fühlt er sich, wenn er in einem mitden Reproduktionen kostbarer Autographen geschmückten Kata-loge, wie dem von Alfred Bovet, blättert und ihm die Unzuläng-lichkeit seiner Mittel das Eingeständnis abnötigt: die Originaleder hier abgebildeten Stücke sind für mich unerreichbar!

Wenn auch die Hoffnung auf eine Preissenkung im Autographen-wesen gering ist, so liegt dennoch auch für den bescheiden bemitteltenSammler kein Grund zum Verzagen vor. Ein Zufall wirft ihm manch-mal nicht nur einzelne wertvolle Stücke, sondern sogar ganze Samm-lungen in den Schoß. Er darf freilich die Geduld nicht verlieren,ln seinem Bekanntenkreise spricht sich das Vorhandensein seiner