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Sechstes Kapitel.
Wäre doch dies Blättchen größer!Sagt’ ich mehr und sagt’ es besser;Da es aber gar zu klein,
Sag' ich nur: Gedenke mein!
Weil so viel zu sagen war,Wußt’ ich nichts zu sagen,
Ob die Blätter gleich ein JahrMir vorm Auge lagen.
Jetzo, da Du sie entführt,
Mag die Feder walten:
Denn es bleibt, wie sichs gebühr,Immerfort beim alten.
Milde zum VerständlichenWird die Mutter mahnen,Deutend zum UnendlichenAuf des Vaters Bahnen.
Für Walter von Goethe (April 1825):
Unter einem Spruch von Jean Paul „Der Mensch hat hier dritt-halb Minuten: eine zu lächeln, eine zu seufzen und eine halbe Minutezu lieben; denn mitten in dieser Minute stirbt er:“
Ihrer sechzig hat die Stunde,
Über tausend hat der Tag.
Söhnchen! Werde Dir die Kunde,
Was man alles leisten mag.
Für Carlyle und Frau auf eine zierliche Visitenkarte (Weimar ,den 20. Juli 1827):
Augenblicklich aufzuwarten,
Schicken Freunde solche Karten;
Diesmal aber heißt’s nicht gern:
Euer Freund ist weit und fern.
Für Caroline Ulrich, die spätere Gattin des Geheimen Hof-rats Riemer, verfaßte Goethe die folgenden Verse, welche unterder Aufschrift „Stammbuchsweihe“ Aufnahme in seine Werke
fanden: ,, ,
Muntre Gärten heb’ ich mir,
Viele Blumen drinne,
Und Du hast so einen hier,
Merk’ ich wohl, im Sinne.