Buch 
Handbuch für Autographensammler / Eugen Wolbe
Entstehung
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Wahllos oder systematisch ?

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Graphiker Bernd Ehrlich in Berlin (0.17, Hohenlohestraße 14)Autographenschildchen, auch bereits gummiert. Die Buchbindereivon Fritz Merker in Charlottenburg (Goethestr. 72) ist in derAnfertigung von dauerhaften, zweckentsprechenden Handschriften-sammelbüchern geübt.

Den Schluß des Albums bilde ein Inhaltsverzeichnis.

Hat der Sammler das Autograph einer Persönlichkeit erlangt,für die er keinen Platz im Album vormerkte, so bringt er diesdennoch an passender Stelle unter: der Nachzügler, für den derPlatz eigentlich berechnet war, muß sich dann falls alle Blätterder betreffenden Abteilung schon gefüllt sind mit einem Plätz-chen auf einer linken Seite begnügen! Besitzt der Sammler ein

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Abb. 62. Rafael Santi (eigenhändige Quittung).

Stammbuchblatt von der Hand einer Berühmtheit, so wird er eineneigenhändigen, inhaltreichen Brief von ihr gewiß nicht ablehnen.Dieser Dublette wird ein Platz neben dem Kartonblatt, welchesdas aus einem Stammbuch übernommene Widmungsgedicht oder-Sprüchlein trägt, angewiesen, also auf dem linken Blatt.

Wenn hier und da noch eine Lücke gähnt, deren Anblick in demAlbumbesitzer jedesmal einen Seufzer unerfüllten Wunsches aus-löst, so verliere der Sammler nicht die Geduld: wie der Marken-sammler nicht alle Felder seines Albums gedeckt hat, so kann derKunstsammler nicht Dürer , Raffael, Tizian , Murillo, Velas-quez, van Dyck, Rembrandt und Watteau Zusammentragen,er müßte denn über ein Millioneneinkommen verfügen.

Unvollkommen bleibt selbst die größte Sammlung. Wer dieklangvollsten Namen der deutschen Literatur im Autograph fest-hält, dem fehlen sicherlich Christian Günther, Friedrich von