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Mond wider König Richardum gedachter MassenL-sd tiitsftü Ditbcilicn/ rosötPiöcn tt pcrtiÄCö ^ bst sdbi^ct jucCrone kam, zu wichtigen und einträglichen amtern befördertwurde, und tu grossen gnaden bis an fernen tod verharrete,welcher an. 1321. im 12. jähre der regierung Henriei VIII. er-folgele. Sein söhn und erde, Reginald, hinterließ von Anna,des Ritters George Throckmorton von Cougthon rn Warwicks-dire tochter, Georgium, welcher 3» söhne hatte, nemlich Ro-tz rtum? Philippum und Johanne,». Mobertus vermahlte sichmit Lekrice, des Grafen von Kildare ln Irrland enckelin underdin, und zeugte mit ihr einen söhn, Robertum, welcher vondem Könige Iacobo znm Lord Digby von Geashlck in bemeld-tem Königreiche gemacht wurde, welche wurde dessen Nachkömm-linge besitzen. Von dessen söhne Johanne und enckel Georgrofolgen besondere artickul. Bayle. Camdem ßrit. p. 455. 457 ·Diabv, (Kenelmus) ein berühmter Ritter in Engelland,war aus vorhergehendem geschlechte entsprossen. Nachdem erseine iugend auf der Universität zu Oxford »tn bcm Collegio do«Glocesier zu erlernung der denöthigten wlssenschafften angewen-det, trat er eine reise nach Franckreich, Italien und in andereländer an. Nach seiner zuruckkunft wurde ihm die charge einesAdmirals über eine kleine kriegs-flotte aufgetragen. Solchemnach schiffte er im Oceano und dem Mittelländischen meer bisin Eqvvten viele monat herum, föchte auch mit einigen fein-den nicht unglücklich, dadurch er sich nicht wenig rühm er-warb. Der König Iacobus in Groß-Britannieu schlug ihnzum Ritter, dabey ihn derselbe, weil er keinen blossen degenansehen konnte, anstatt des achsel-schlages bey nahe in die au-en gestochen hätte, wenn nicht der Hertzog von Buckinghamas schwerdl anders gelencket hatte. Von einem Carmeliten,der aus Persien gekommen, erlernte er ein gewisses von Vitriolzugerichtetes pulver, mit dem er wunderbare euren bey den dles-suren anstellete, wie davon die Nachricht in seinem buche deLvmvschia zu finden. Der König Carolus I.zog ,hn in seinengeheimen Rath, und bediente sich sonderlich seiner in berath-schlagung der see-sachen; die Königin aber ernennte ihn zu ih-rem Cantzler, und die Königliche Societät der wissenschafftenzu Lonben nahm ihn zu ihrem mitgliede auf. Allein der in-nerliche krieg nöthigte ihn sein vatterland zu verlassen, daherer sich nach Teutschland begab, und sonderlich zu Franckfurtam Mayn aufhielte. Gedachte Königin schickte ihn auch nachRom mit dem character eines Agenten, da er bann mit In-nvcentio X. viele vertraute Unterredungen gehalten. Die letz-ten iahre seines lebens, welches er an. 1664. beschlossen, hielttt sich mehrentheils in Franckreich und sonderlich zu Montpel lier auf, und machte sich gleichfalls daselbst durch seine gelehr--samkeit bekannt. Er hat bereits an. 1634. der Universität zuOrford 230. volumina von auserlesenen manuscripten verehret,der gelehrten wett aber verschiedene schriften mitgetheilet, un-ter denen, ausser den abgedachten, Collocjuium cum foeminaquadam illustri de Religionis Delectu ; Demonstratio Immor-talitatis Animae rationalis , wvrinnen er VVN der statlir undwürckungen der leider, wie auch dem wesen der vernünftigenseele weitläufig handelt; anmerckungen über das buch 0 .Browns, welches den titul führet: Religio Medici ; Epistolaead Georgium Digby de Religione ; Formulae Selectae & Ex-perimentales, tumMedicae, turn Chirurgicae; Conclave , inquo variae Melicrati, Pomacei, Vini Cerasini, &c. conficien-dorum rationes propalantur; Optima Artis coquinariae Prae-xepta; Ars tragemata conficiendi; Dissertatio de Plantarum
Ä itione, &c. Er war aus einem sehr alten adelichen ar-te , und wie oben bereits gxmeldet worden, hat sein al-ter - vatter Everard Digby, mit noch 6. ferner brüder in derfiäche von Bvsworth vor Heinrichen VII. wider den UsurpatorRichard 111 . gefochten. Sein vatter, der ebenfalls den nah-men Everhard führte, kehrte sich nicht an dieses exempel dertreue, verlohr aber darüber den köpf in der pulver-conspiration,wider Jacob I. Allein der söhn löschte diesen flecken bald aus,ugd setzte sich bey diesem Könige in solche Hochachtung, daß erihm seine güther wieder einräümete. Eben so wohl und nochbesser war er bey Carl dem I. gelitten , der ihn zum General-Intendanten seiner schiffs-armeen, und zum Gouverneur desiee-arsenals zur H. Dreyfaltigkeit machte. Er gab ihm erlaub-nis, wider die Äenetianer in seinem nahmen repressalien zugebrauchen, da er denn sehr glücklich war, sich vieler schiffevemeisterte, und da sie ihn ohnweit Alexandrien mit ihrer see-macht angriffen, schlug er sich mit seiner kleinen flotte durch,und brachte seinen raub davon. In den sprachen und wissen-schaffren erwarb er sich einen ungemcinen nahmen, und wardein guter Philosophus. Er machte verschiedene Übersetzungen,und in den büchern von der nalur der cörper, und von derUnsterblichkeit der seelen, ließ er seinen eigenen verstand und Pe-netration sehen. In der Mathernatic war er sehr eifrig; aberin den geheimnissen der Chymie unvergleichlich ; wodurch erviele herrliche hülfs-mittel erfand, die er iederman gerne um-sonst , sonderlich den armen mittheilte. In Montpellier hielter eine öffentliche rede von seinem sympathetischen pulver, dieer nachqehends drucken lassen. Über seinen tractat von der Un-sterblichkeit der seelen, der an. 1631. ans licht getreten, hat ervielfältig mit Cartesio zu Paris im Collegio von Boncourt con-ferirt, und ob diese 2. grosse Philosophen zwar in der lehre vonher natur der seelen in vielen stücken sich nicht vereinigen könn»Histor. Lexicon III. Theil.
ten, hat doch keiner vor dem andern die einmal geschöpfte Hoch-achtung verlohren. Ausser diesen guten qualitäten hat mannoch feine sonderbare ergedenheit gegen die Königl. familie, auchnachdem sie vom Englischen throne verflossen worden, die ge-schicklichkeit, milderer 2. Gesandtschafften an Papst Jnno,centium X. verrichtet hat, im nahmen der verwittibten Köni-gin, der gewesenen gemahlin König Caroli I. deren Cannlerer war, und endlich seine standhaffligkett zu rühmen, mit derer vor den Parlementaristen gestund, daß er Catholisch sey,ob gleich auf solche bekänntms die confiscation seiner güther,und bannisirunq seiner person nothwendig erfolgen muste. Erwandte sich nach Franckreich, und als Carl II. wieder aufdenthron kommen war, kehrte er nach Londen zurück. Als eraber sahe, daß er sehr vom steine incommodiret wurde, bekamer einen appetit, sich wieder nach Franckreich zu begeben. Erließ sich auch zu dem ende auf einer sanfte bis ans meer tra-gen , allein es verschlimmerte sich mit ihm dermassen, daß manihn wieder nach Londen bringen muste, wo er den n. mertz,als an seinem gcburls-tage an. 1663. seines alters 60. jähr ver-storben. Seine gemahlin war die einzige tochter des RittersEduard Stanley, aus dem Hause der Grafen von Derby, undeiner tochter des Hertzogs von Norfolck, mit deren er 3. söh,ne gezeuget: allein der älteste ist, ohne erben zu lassen, beyBrantfort in einem treffen wider die redellen geblieben ; derjüngste ist sehr jung verstorben; der dritte hat nur 2. tochterhinterlassen. Buüard. Acad. de scient. Witte , diar. biogr. adan. 1663. A. Bay'e.
* Digby, (George) Graf von Bristol , war ein söhn desHernachfolgenden Iohannis Digby, Grafens von Bristol , undan. iüi2. zu Madrid gebohren. Er bezeigte sich bey dem an-fange des Parlements von an. 1640. sehr eiferig vor abstellungder landes-beschwerden, bewiese aber hernach, daß er fernemeynung geändert, als er an. 1641. eine rede zu Vertheidigungdes Grafen Strafford drucken ließ, welche auf befehl des Un-ter-Hauses durch des henckers Hand verbrennet ward. Es wur.de ihn auch dasselbe deshalben aus seinem mittet ausgestossenhaben, wann ihn nicht der König Carolus I. um eben diesezeit in das Ober-Haus deruffen hätte. Von dieser zeit an blieber der Königlichen partey beständig ergeben, und suchte unterandern dem Könige behülflich zu seyn, daß er sich von Ports-mouth meister machen möchte, hatte auch zu solchem ende zuKingston 200. Officters insgesamt zu pferde versammlet, wo-durch das Ober-Haus, so ohne diß bereits nicht wohl mit ihmzu frieden war, weil er dem König gerathen, sechs Parlements,glieder des hvchverraths beschuldigen zu lassen, bewogen ward,ihn nach Londen zu bescheiden, welches Digby zu thun sichnicht wagte, sondern nach Holland übergieng» und von dar-aus mit dem Hofe verschiedene brieft wechselte, die zum theilaufgefangen, und voller strengen anschlüge und harten aus«drückungen gegen das Parlement befunden wurden, daher dasUnter-Haus an. 1642. den schluß faßte, ihn wegen hochver.rachs anzuklagen. Indessen fuhr er nicht nur fort, dem Hofallen gütlichen vergleich mit dem Parlement auf das äusserstezu widerrathen, sondern ließ sich auch sehr angelegen seyn, denPrintzen von Oranien vor Carolum I. zu gewinnen. Als ereinsmals diesem König von seinen Verrichtungen in person Nach-richt gegeben hatte, und in geheim wieder nach Holland gehenwollte, ward er von des Parlements flotte gefangen, und zuseinem ärgsten feinde, dem Gouverneur von Hüll, gebracht,dem er sich gleichwol selbst entdeckte, und denselben durch dasauf ihn gesetzte vertrauen, und durch mancherley beredungenbewog, daß er ihn bald wieder auf freyen fuß stellte. Nachseines vatters tobe ward er Graf von Bristol . An. 1637. mu.ste er, weil ihn der Cardinal Mazarin insonderheit nicht wohlleiden konnte, nebst dcm Hertzoge von Uorck, und andern En-gelländern aus Franckreich entweichen, worauf er sich nach dmSpanischen Niederlanden wendete, und sich daselbst durch sei-nen Umgang, und vornemlich durch seine wiffenschafft in dersterndeutungs-kunst die besondere gnade des Don Juan de Au«stria zuwegen brachte. Er hatte bald nach seiner flucht ausEngelland die Catholische reliqion angenommen, und war, ober sonst gleich von dem gehorsam gegen dem Papst nicht vielhielt, dennoch bald nach Caroli 11. Wiedereinsetzung in Engel-land gar eiferig bemühet, den Catholischen glauben in diesemReich einzuführen, brachte auch den gedachten König dahin,daß derselbe an. 1662. den Nonconformisten zum besten, eineVerordnung ausgehen ließ, die zugleich den Catholicken mit zugute kam. Weil er nun besorget, es möchte der Cantzler Cla-rendon sich solchen absichten widersetzen, beschloß er denselbenbey dem Parlement anzuklagen , und also zu stürtzen, ant-wortete auch dem Könige, der ihn bat solches zu unterlassen,bedrohlich, es sollte ihn gereuen, wenn er sich seinem vorha-ben widersetzte. Er läse also die gedachte klage in dem Par-lement würcklich ab, erweckte sich aber selbst damit grossesNachtheil, indem man ihn von derselben zeit an, als ernenmann, dem nichts zu viel wäre, ansähe. Als er auch kurtzdarauf dem Ober-Hause schrieb, des Königs leben stünde i«gesahr, weil der Hertzog von Zorck eine garde hätte, so wardbesehl gegeben, ihn in verhafft zu nehmen, welches aber nichtbewerckstelliget werden konnte, weil er sich eine zeitlang ver-borgen hielt. An. 1673. gab er in dem Parlement seine stim-me vor den Test, und sagte dabey , daß er als ein mitgliedeines Protestantische» Parlements nicht anders handeln könnte.