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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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dis 117

dieser lands-gegend, war. Von diesem nun melden die Monchen-historien und Legenda , daß er aus beseht seines Landes-Herrn,Graf Victors, (dessen tyranney und ärgerliches leben er gestrafthabe) enthauptet worden sey; er habe sich aber der enthauptetecörper von selbsten wieder aufdie fusse gemacht, das abgeschlage-ne Haupt aufgebebt, in ein tuch gewickelt, sey damit fortgewan-dert, habe solches einer ihm ohngefehr begegnenden stauen zu-geworffen, und sey also ohne köpf zu seinem lehrmeister gekom,men, welcher ihn mit grossem schrecken und hertzleyd empfan-gen, und bey feiner zelte begraben, eben an dem ort, da er, Sieg-bert, hernach auch geruhet. Es wurde lang darauf alldorteine kirche zu der ehre Placidi erbauet, samt einem kloster, wel-ches endlich durch vergaabung und beysteur vermöglicher Ru-the an retchthuin, und dessen Aebte an ansehen, gewachsen,und in den heutigen blühenden stand gestiegen ist; sonderlich hatdie Kayserin Kumgundis, Henri« II. gemahlin, grosse vergaa-bung dahin gestiftet.

Die ersten Aebte sind in vergeß gekommen, bis an. 1048. vonwelcher zeit an folgende regiert haben.

Erchenbertus starb an. 1048 Albertus deNovezano 1129

Udalricus 1060

Adamus in o

Waltherus II. 1160

dieser wurde hernach Bi-schofs zu Chur .

Hugo n 84

Waltherus III. 1205

unter diesem hat Papst Lu­ cius III. dem kloster seinefreyheiten bestätiget,zu dieses Abts zeiten, nach der an

unter diesem hat das klosteran güthern und vermögengewaltig zugenommen.Burckardus do Valesia 129aWalfridus de ValesiaConradus 1240

Johannes de Malderon 1248Burckardus L. Baro ab-wen 1252

Henricus 1273

1268, zu Neapolis geschehenen

cnthauptung Conradini des letzten Hertzogs in Schwaben , ha-ben die Graubündtner angefangen ein frey lands-regiment fürsich selbsten zu führen.

Rudolphus de Rychenstein 129;.

Waltherus IV.

unter diesem haben an. 1912. die drey Benedictiner-klöster, Di-sentis, Pfäffers und Marienberg , eine enge brüderschasst mitein-ander aufgerichtet

Wilhelm de Planetra 1926dieser hat an. 1919. einenbund mit dem land Ury ge-macht.

Jacobus r;;c>

Martinus von Sax 194°Johannes 19^9

dieser hat mit dem land Gla-rus einen bund gemacht.Thüring Freyherr von Atting -hausen 1? S 7

er hat an. 1996. mit GrafJohann von Masox und de-nen zu Mantz einen bund ge-macht.

Johannes ZanusRüdiger 139;

unter diesem ist das klosteran. i;88. schädlich verbrun-nen.

Conradus 1999

Johannes 1401

dieser hat mit dem Grafenzu Werdenberg und Sar-gans einen bund gemacht an.1999. der ward an. 1*99. er-neuert , gleichwie auch derbund mit dem land Glarus an. 1400.

Petrus de Pultaningen 1443

unter diesem wurde der unter dem vorigen Abt getroffene kauf,(da nemlich das Gräfliche Werdenbergifche Haus, dem Abt undConvent zu Disentis , die an sich gezogene Kast-Vogtey, nebstaller gerechtigkeit, welche die Grafen bis dahin über gemeindund leuthe zu Disentis gehabt und geübt, um 1000. gold-gül-den verkauft und übergeben haben ) vollzogen , wie dann sol-cher kauf und verkauf hernach an. 1408. vom Kayfer Rupertozu Heidelberg zugleich mit allen des klosters freyheiten und gc-rechtigkeiten, wie auch an. 14;;. vom Kayser Siegmund zuBasel bestätiget worden. Hernach an. 1402. (wie Bucelinus,oder an. 1424. wie Gulerus meldet) war dieser Abt der Urheberdes obern oder grauen-Bunds, da nemlich er der Abt und seinConvent mit den übrigen gemeinden (deren 18. sind ) sich aufewig verbunden haben, mit vorbehält von feiten des klosters,der freyen wähl der Aebte und Verwaltung der kloster-fachen,wie auch des Bunds mit seinen ländern Ury, Schweitz und Un-derwalden.

Nicolaus von Marmels 14*6 Johannes von Ussenport 146;dieser war zugleich Abt zu war ein dem kloster sehr nutz-Pfäffers. licher Abt, auch beym Kay-

ser Friedrich III. wohl angesehen , der dem kloster alle seine altenrechte und freyheiten bestätiget hat an. 1459.

Johannes von Schöneck 1496.dieser hat vom Kayser Friedrich III. die freyheit des müntz-schlagserhalten an. 1466. auch die schlösser und Herrschafften St. Gvrgund Freyberg mit hohen und niedern geeichten in der gemeindWaltenspura und dahin gehörigen 7. dorfschafften, Wort, An-dest,Ruan,Gula,Sett-Echlanßund Panix , vom GrafJodocusNicolaus von Zollern, Herrn zu Rhäzünß , an das kloster er-kauft, an. 1472. So hat auch Papst Alexander VI. an. 149;.die kirche St. Johannis zu Ems, die kirche St. Johannis zuMarienfelden tm Pregel, die kirche St. Virgilii zu Davetsch,St. Martini zu Medels, St. Johannis zu Sonnwickh, St. Re-miqu zu Falera , nebst andern, dem kloster einverleibt.

Johannes Brügger 1,10.

diesem hat an. 1 902. Kayser Maximilianus I. den blut-bann unddie weltlichen regalien verliehen. So hat er auch den wild-bannvor dem gericht zu Disentis erhalten an. 190;.

Andreas von Falära an. 1923Martinus Winckler 1997

Joh. Jodocus Kreinde vonRaschem

Leonhardus Füerer 1999

Paulus Nicolai 1991

Lucius Anreich 1966

Christian, von Castelberg 1584dieser wurde vom KayserMaximilianoll. aufdem an.1966. zu Augspurg gehalte-nen Reichs - tag, als einReichs-Fürst beruffen.

Nicolaus Diron von Thrums1999

Guter. Rhaet. lib. V. p. 71. ßuct

Tschud. Helvet. antiq. MScr.

Jac. Bundi von Sumwix,lebte noch 1609

Sebastian von Castelberg er-wehlt 1614.

Augustinus Stöcklein 1634

Joseph von Sack 1641

Adalbertus Bridler 1642

Adalbertus von Medel 1699

Adelbertus von Funs 169;

N. N.

N. N.

Placidus von Castelberg, er-wehll 1714

Marianus von Castelberg, er-wehlt 1723

». Rh^t. 8. & P. pafsim. ALgid.

* Disibodenberg , oder Disenbocknberg, Disenbercf,Diesenberg, lar. Coenobium S. Disibodi, oder Disiboden-gense , ein Mönchs - kloster Cistercienser-ordens in der Graf -schafft Spanheim, unweit Sobernheim und Meisenheim , inder Mayntzischen Dioece8 gelegen. Es hat solches St. Disi-bodus als erster Vorsteher erbauet , und auch von ihm her-nach den nahmen bekommen. Ertz - Bischoff Willigisus hatsolches im iahr Christi 976. wieder verbessert , und einervon seinen Nachfolgern , Ruthardus, an. nc>8. an einenbequemern ort auf einen berg verleget, die Clericos, welchesolches eingenommen gehabt, daraus vertrieben, und anderen statt wiederum mit Mönchen besetzt. Es hat auch sonstharte fchickjale erlitten , bis es an. 1624. von Kayser Ferdi-nands restituiret worden. Bucelin. Germ. sacra P. II. p. 26.Diplomatar. Dilibodengense apud Joann. Tabular. literar.spicileg,

* Dispargum, Diöbargum, Dysporum, Desbar-«em, Hesbargem, eine stadt an den Thüringischen grentzen,woch Clodio, König in Franckreich, vestc fttzte. Oelta Kegum

Francorum. Gregorius Turonenjit , II. 9. Adv Vienne>.ßs ,chron. histor. Franc. epit. I. Aimomw , de gell. Franc. I. 4.5. Chron. Malleac. apud Labbeum , bibl. manuscr. tom. II.p. 192. Hincmarus , vit. S. Remig. 29. apud Sur/uin 1;.jan. p. 149. Sigebertus Gemblac. ad an 491.449. Wo diese

stadt gelegen habe , sind die Gelehrten nicht einig. Einigehalten es vor die Diespurg, einen sehr hohen berg m demHennebergischen, drey meilen von dem Thüringer - walde,auf dessen spitze eine grosse ebene, mit wenig bäumen besetzt, ist,an den feiten ist er mit holtz bewachsen , und unten herumliegen die flecken und dörser Helmershausen , Wallmuthausen,Erberhausen, Aschenhausen , und Obervatza. Diese meynunawird sowol durch die gleichheit des nahmens , als die lägewahrscheinlich gemacht, indem das Hennebergische ehemals zuThüringen gehört, und Clodio an diesem orte vor den einfäl-len der Bayern , Catten, Schwaben , und der ihm noch nichtunterworffenen Francken sicher seyn konnte. Ab Eckard , rer.Franc. II. 20. Einige wollen einem alten manuscript des Gre-gvrii Turonensis folgen, und anstatt Thuringorum, 'Fungrorumlesen, daher sie auch in den grentzen dieser völcker dieses schloßsuchen. Henschenius , de tribus Dagob. IV. 8. Bucberius ,Belg. Rom . XV. 10. Scburtzfteisch. ftemmat. antiqq. Francic.Th. V. histor. de vet. Regn. & Pop. Burgund . IV. §.Charact.Event. Th. VI. Comte , annal. ad an. 426. p. 99. Valefius ,Franc. III. p. 219. Scbaten. hist. Westphal. V. p. 271. Vor.burgius , ad an. 429. tom. V. p. xo. Sagietariut , antiqq.Regn. Thuring. II. 2. Wert hoff. not. Imp. enucl. I. 2. §. 80.Andre halten Thuringorum vor die rechte lection, es wurdenaber dadurch die Thulingi verstanden, ein volck, das zwischender Mosel und den Vagehischen gebürgen wohnte. Man.Cpb. Laur. monum. Rom. in Thür. P. II. c. 1. p. 28. orig.Doring. 2. Daher Chiffletius lumine I. Salico. Wendelinusnatal. sol. LL. Salic. XIV. und Henschenius 1 . c. er vor Diestoder Diestherniurn am flusse Demer in Brabant halten, welchesvon dem schlösse daselbst ehemals Diestburg genennet worden,wiewol Chiffletius in Lnastast Childer. I. c. 1. seine Meynungändert, und Duisburg in Brabant vor wahrscheinlicher hält.Andre suchen es in Westphalen , und meynen es in demjenigenort gefunden zu haben, der noch unter der Fränckischen undSächsischen Kayfer regierung bekannt gewesen, und vor dasheutige Duisburg in dem Hertzogthum Eleve an der Roer ge-halten wird. Gesta Franc. epit. V. Adamus Bremens III.50. Schalen. 1 . c. Ortelius. Pelavius , rationar. temp. VI. 19.M'treus , annal. Belg. I. Fontanus , orig. Franc. IV. 10. 11.Tephenmacher. annal. Juliac. p. 191. Tolner. hist. Palat. II.p.27. Sagittarius , 1 . c. §. 26. Wert hoff. J. c . Pfß'nger, adfitriar. Inst. Jur. Publ. I. 2. $. 10. p. 133. scq. Andre setzenHensberg in dem Hertzogthum Julich am flusse Worns. Bu-cherius , 1 . c. Noch andre meynen, es sey Dietesburg tm Bu-chen-walbe in dem Fuldischen Sprengel. B'o-mrrus , ant. Ful-dcns. I. 2. von Sunaus Teutsche Reichs-hist. ?. I. lib. II.p. 916. Gleichwie es gar wahrscheinlich, daß es in Westphalenzu stieben, so ist es auch nicht ungereimt, wenn man es vor dasschloß Desenberg in dem Bißthum Paderborn am fluß Dnmelhalten will. Gelenius , Hieroth. p. 119. von Fürstenb.monum. Fadcrb. p. 191.

Disse,