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Doustr, (Franciscus) der dritte söhn Iani DoufZ. Ergab an. 1600. die Epistolas Julii Caesaris Scaligeri mit seinenCommentariis in hiftotiam animalium Aristotelis , und dieFragmenta Lucilii 1597. in 4. heraus , welche er mit Noten er-läuteret hat. Andrea bibl. Belg. Svvertii Athen . Belg.
Dousa , (Theodorus) der vierte söhn Iani Donja, Herrvon Berckenstein, hatte verschiedene bedienungen, und gab an.,614. die chronick Georgii Logotheta mit noten in 8. heraus;desgleichen an. i6$8. einen tractat, welcher den titul führet:Farrago etbica variarum linguarum variorumque authorum;Lusus Imaginis jocolae &c. Andr. bibl. Belg. S'vpeertii Athen .Belg.
Doup, lat. Dubis oder Alduadubis , ein fluß in der Fran-ehe-Lomte , welcher aus dem berge Jura, ein wenig überdem dorfe la MokHe entspringt, und nachdem er bey St. Hip-polyte , Clervay, Besangon, Rochefort, Dole rc. vorbey ge-flossen , und die Louve, Doure, l'AIdua (da er den nahmenAlduadubis bekommet) und einige andere flüsse in sich genom-men , sich bey Verdun in die Saone ergiesset. Strabo , lib. IV.Ca ar, in commentar. Chijflet. Vesont. P. I. c. 4. &c.
Douzi, ein stecken an der Eher oder Chiers , zwischen Ivoyund Sedan , in der vioeces Amiens in der Picardie. Latei-nisch heisset er Duciacum oder Duodeciacum. Einige authoresaber halten dafür, daß solches Tuisy an dem flusse Vcsle sey.An. 87 r. wurde allhier wider Hincmarum von Laon ein Lonci.lium gehalten, welcher adgeieyt, und ins gefängnis geleget,darinnen ihm 2. jähr hernach die äugen ausgestochert worden.Der P. Cellot hat nach dem tode Sirmondi die acta des Oonci-lii, welche Sirmondus nicht finden können, unter dem ti-lul: Apotheea reeonditioris Doctrinae , drucken lassen. All.874. war das andere Concilien allhier wider die heurathen inverbotenen graben, und wider diejenigen, so die kirchcn-gütherangriffen, versammlet. Tom. VIII. Concilior.
Dowdal, ( Georgius) Ertz - Bischoff von Armagh undPrimas von Irrland. Er bekleidete eben damals diese würde,als unter Henrico VIII. der gründ zu der religions - änderung«leget ward. Derselben widersetzte er sich nach allem vermö-gen , so gar, daß er auch an. 1,49. den Vice-König, bey einerallgemeinen versammlung der Geistlichkeit, deswegen mit demdann bedrohele, und mit seinen Suffraganeis , ohne das ge-ringste einzuwilligen , solche versammlung verließ. Doch die-ser sein eifer wurde mit keiner genügsamen gelehrsamkeit se-cundirt, und der Ertz-Bischoff von Dublin , Georgius Brown,drang mit der religions-änderung dennoch durch. Ja, es kaman. is$i. so weit, baß unter Eduardo VI. die würde einesPrimaten von Jrrland dem Ertz-Bischoff von Dublin gegeben,und Dowdal abgesetzet ward; worauf sich derselbe ausserhalbdes Königreichs eine zeillanq aufhielt. Allein die KöniginMaria ließ ihn bald in dem anfange ihrer regierung in seineehemalige ehren-stellen restituiren, worinnen er auch an. 1558.mit tode abgieng. De Larrey , hist. d’Anglet. tom. I. p. $ 99 ·4?I. 679. 714· Yl8.
Down , eine Grafschafft in der Irrländischen provintzUlster, grentzet gegen norden an die Grafschafft Antrim , undden see Neaugh , gegen osten an das Irrländische meer, ge-gen Westen an Armagh , und gegen fliden an die GrafschafftSouth, wovon sie durch den stuß Newry abgesondert wird.Sie ist allenthalben, wo kein holtz stehet, sehr fruchtbar, undhak unterschiedene schöne see-häfen. Die Haupt-stadt darinnenheisset gleichfalls Down, lat. vunurn , liegt an dem Irrlän-dischen meer, auf einer halb-insul, welche von dem meer unddem see Cone gemacht wird, und hat einen vortrestichen Ha-fen Sie hat auch sitz und stimme im Parlement von Irrland,und ein unter den Ertz-Bischoff von Armagh gehöriges Biß-thum , welchem seit an. 1442. das Bißthum von Connor ein-verleibt gewesen. Sie ist eine von den ältesten stadten in Irr-land , welche dadurch, daß sie des heiligen Patritii, der heiligenBrrqittä und des heiligen Columbi gebeine verwahret, nochmehr berühmt worden. Ptolemäus gedencket ihrer unter demnahmen Dunum . Richardus Cox , in Hibern. Angl.
* Downham, (George) ein Bischoff zu Londondery in Jrr-land, war ein söhn Wilhelmi, Bischoffs von Ehester, und einguter Aristotelicus. Er schrieb Comm. in Rami Dialecticam ,Franckfurt 1610. in 8. und in Englischer spräche: Lectionesin Pialmum XV. Lvnden 1604. in 4. deLibertate Christiana,Oxford I6$$. in 8. und Predigten. Wood.
* Downhqm, (John) ein bruder des vorigen, lebte nochan. 1649. schrieb in dem Englischen Lectiones in quatuorcap. Hoscaj, Lvnden 1608. in 8. de Sacramento , ib. 164$.tn 8* Consolationes pro afflictis , 161$. in 4 · Wood.
Downhan, ein marckstadt in der Grafschafft Norfolck inEngelland, am flusse Ouse, worüber daselbst eine drucke ge-het. Camdm.
* Downing, (Georg) war in Engeüand von armen eiterngebohren, und brachte die erste zeit seines lebens mit unter-richtung der jugend hin. Hierauf ward er Feld-Prediger beydem regiment eines gewissen Okey, der einer von Carolr 1 .Richtern gewesen, und ungeachtet er den gründ zu Downingsglück gelegt, doch von demselben nach Caroli II. Wiederein-setzung auf das heftigste verfolget ward, und auf dej,en unge-
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stümeS ansuchen, in Holland , wohin er geflohen war, aus-geliefert werden muste. Bey dieser ersten bebienung ward Dow,'ning mit Cromwel bekannt, und weil er sowol mit predigen,als mit dem degen umzugehen wußte , bald so vertraut mitihm, baß er an dessen geheimsten Handlungen theil hatte, undals Resident nach dem Haag gesendet ward. Hieselbst verlang-te er ehren-bezeugungen, die seinem character zu hoch waren,und also von den Staaten nicht konnten zugestanden werden,daher er denn einen unvertilglichen haß gegen die RepublickHolland zu hegen anfieng, und die würckungen davon, so lan-ge Cromwel und dessen söhn regierten, bey verschiedenen qele-genheiten aufdas heftigste blicken ließ. Ob er nun gleich binnendieftr zeit in Holland dem Stuartischen hause alle ersinnlicheschwach angethan, und dem Hertzog von Zorck persönlich aufdas schimpflichste begegnet war, so wußte er sich doch bey demGeneral Monck sowohl einzuschmeicheln, daß er auf desselbenrecommendation an. 1661. als Ambaffador nach dem Haaggesendet ward , wie man meynt in der absicht durch ihn denGeneral-Staaten, mit denen man in Engelland nicht wohl zufrieden war, Verdruß zu erweisen. Solcher zweck ward auchvollkommen erreichet, indem Downing nach seiner ankunft inHolland wegen des ceremoniels viel ungegründete forderungenauf die bahn brachte, sich durchgehends trotzig und stoltz auf,führte, bey allen gelegerrheiten die härtsten und empfindlichstendrohiingen wider die Staaten ausstieß, die Könige von Dane-marck und Schweden , ingleichen den Churfürsten von Bran-dend,>rg wider sie aufhetzte, und den König von Engellandselbst aus blossem ergennutz, weil ihm die Staaten eine geld-forderung nicht gut machen wollten, die er an sich gehandeltgehabt, zu dem kriege, welcher ihnen hernach angekündiget ward,anmahnte, und durch seine räncke die meisten städte wider denPensionariurn Wltt schwürig machte, auch dessen Untergangbefördert haben würde, wenn ihn nicht die verhafftung seinesSecretarii, und eines seiner vertrauten, die der Staat an. 166;.gefangen setzen lassen, veranlasset, bey nacht aus Holland heim-lich wegzugehen. Dem ungeachtet ward er im ansang desjahrs 1672. an des Ritters Temple stelle wieder dahin abge-sendet ; da er denn zwar vor seiner überkunft alles, was zudes Staats Vereinigung mit der Cron Engelland dienen könn-te , beyzutragen verhieß, solche Versicherung aber, als solchesvon ihm begehret ward , nicht schriftlich von sich stellen wollte,auch selbiger gar schlecht nachkam, indem er, da man ihm keinefteyheil von der ordentlichen accis gestatten wollte, weil sol-ches den Holländischen Gesandten in Engelland auch nicht wi-derfuhr , abermals schmähliche droh-reden ausstieß, sich wiederallerdings nach seiner alten weise aufführte, und weil man ihmauf seine ungebührliche forderungen, in der kurtzen zeit, die erdazu vorgeschrieben hatte, nicht antworten konnte, den daraufgefaßten entschluß , als man ihm solchen kund machen wollte,unter dem vorwand, daß ihn sein König bereits zurücke aeruf-fen < nicht hören wollte, sich aber doch eine ordentliche abschieds-audrentz ertheilen ließ, auch das gewöhnliche geschenck von denHerren General-Staaten annahm. Indessen hatte zwar Ca-rolus II. aus beysorge, die Staaten möchten aus diesem be-zeigen des Downing die feindseligen anschläge, mit denen mangegen sie umgieng, zu zeitig innen werden, ihm durch einen ei-genhändigen brief befohlen , noch länger in Holland zu bleiben,und die Handlung auf die lange banck zu schieben. Allein der-selbe war, als dieser brief in dem Haag anlangte, bereits vonpar nach Engelland aufgebrochen, allwo er nach seiner zurüek-kunft wegen seiner aufführung in das gefängnis geworffen, undaller ehren - ämter entsetzet ward. Es war dieser Downingein falscher, tückischer und unverschämter mann, der es allezeitmit der stärcksten partey hielt, aber es mit niemand aufrichtigmeynte, sondern die am ersten betrog, denen er am meisten er-kenntlichkert schuldig war. Bey allen seinen räncken und heim-licher list besässe er doch keine wahrhaffte klugheit, und warüberhaupt geschickter, seinem Herrn neue Verdrießlichkeit zu er-wecken , als die alten beyzulegen. Basnage , annal. des Prov.unies tom. I. & II. Bumet , hist. des dem. revol. d’Anglet.tom. I. p. 210. Wiquefart , memoir. touchant les Anstaltp. 19$. The compleat history of England, tom. III.
Dornt de Morez, (N.) Kaiserlicher General - Feld - Mar-schall-Lieutenanl, war ern gebohrner Schweitzer, und aus demCanton Bern gebürtig. Er trat anfänglich als IngenieurinKayserliche dienste, und legte bey allen gcleqenheiten, abson-derlich an. 1716. bey der belagerung von Temeswar , seine ae-schicklichkeit an den tag. Nach diesem muste er die bevesti«gung zu Wien , Belgrad und an andern orten in vollkomme-nen stand fetzen. An. 17$$. wurde er zum General-Feld-Wachtmeister erkläret, und an. 17$4. in die Schweitz gesen-det , um vor den Kayserlichen Hof einige geld-summen ausm-machen, welches er auch glücklich bewerckstelliate. An.wohnte er dem feldzuge in Ungarn bey, und stund in solchemansehen, daß man ihm im sept. anstatt des kranck gewordenenGenerals von Leurrum , das commando in der kurö vorher er-oberten vestung Rissa anvertrauete, und ihn zu gleicher zeitzum General-Feld-Marschall-Lieutenant ernennete. Er genosteaber diese ehre eine kurtze zeit: denn weil er den ihm anver-trauten ort den iü. vct. ohne gegenwehr den Türcken mit ac-cord übergab, so wurde er bey seiner ankunft in Belgrad jogleich gefangen genommen, und daselbst den 20, mertz an. 171*·