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fanlhius, Marimus, SvrianuS, ProcluS , Marianus, He,aias, ftfidorus, Damascius , Alclepiodotus, Slmpliciusund andere, so insgemein Platonici gencnnet werden, weil- viel ans des Plawnis Philosophie behalten, »nb sich die-sl rt zu Philosophien, welche Weisels ohne die vernunftlg-sic ist, bedienet haben. Ja, es ist solche nicht nur unter denbeyden beliebet worden, sondern , des obengedachtcn AmmonitSacca zu geschweige», haben sich verschiedene Kirchen-vattersolche gefallen lassen, wie man insonderheit an dem exempeldes Clementis Alexandrini und Origenis Adamantii siehet. Die«elegenhcit zu dieser secte (wenn es anders eine secte heisse» kau,wenn man zu keiner secte blindlings schwöret, sondern überall dieWahrheit suchet, wo sie nur gefunden werden kan,) hat »»sonder,heitder 8cepciciünus und Epicureisinus gegeben. Denn die 8ce-ptici oder Pyrrhonici . wie sie genennet werden, suchten ausnifammenhaltung der widereinander streitenden lehr-sätze einerjeden secte der Welkweisen zu erhärten, daß es in keinem dingeeine gewißheit gebe, daher denn die Eclectici sich an keinenkllilokoxkum banden , eines jeden meynungen unparleyischuntersuchten, und, >vo sie mit einander vereiniget werden könn.ten, vereinigten, das andere aber verivarfen. Den Epicu-rern zu begegnen, die alle religion vor fadel-werck und ader-glaüben auSschryen, suchten sie die Heydnischen fabeln von dengöttern mystischer weise zu erklären, ivozu sie auch zugleichvon den Christen veranlasset wurden , die ihnen die groben irr-lhümmer und absurditäten vorwarfen, so in den schriflen derHeydnischen Weltweisen vorkommen. Von ihrer Philosophiejollte es schwer fallen ein accurates systema zusammen zu brin-gen, weil sie sich einer allzu grossen freyheit im philosophirenbedienen. Die Pythagoräischen und Platonischen lehr - säheprädominiren in ihren schriften, nächst dem haben sie denEgyvtischen und Chaldäischen Welt-iveisen , wie auch selbstder Christlichen religion vieles abgeborget. Den Christen stun-de diese art zu philosophiren um so viel eher an, »veil sichkeine einzige secte in allen stücken mit der Christlichen religionconiportirte, und sie auf solche weise das beste aus allen neh-men konnten. Es ist aber dem Christenthum hierdurch mehrschaden als Vortheil zugewachsen, indem daher so viele ke-tzereyen entstanden, und die allegorischen und mystischen aus-leguugen der heiligen Schrift daher rühren , von welchen Ori-genes Adamantius ein grosser liebhaber gewesen, welchen dieandern Patres zu derselben und folgender zeit öfters, zu gros-sem Nachtheil der Christlichen religion, gefolget. Man wur,de sich übrigens betriegen, wenn man alles , was man beydiesen Eclecticis findet, ihnen selbst, oder andern HeydnischenWckiveisen, zuschreiben wollte, indem es unstreitig ist, daßsie den Christen und der heiligen Schrift selbst vieles entwandt,und damit geprangek» Oieariu<,ds Philof. Eci. ad Staulei. *
Ecluse, (Carolus de I') siehe Llusrus.
* Ecmon, (Eduard) ein berühmter holtzschneider in demXVII. feculo , wußte sonderlich die kupferstiche des berühmtenCallot in holtzschnitten künstlich nachzuahmen. Papillon , «al-le manuscr. de la gravüre en bois.
*EcnibaIus, der erste unter den Richtern zu Tyrus , wel-cheallda an. $77. vor Christi geburt auf die Könige gefolgetfind, nachdem Nebucadnezar die alte stadt der Tvrier zersto-rct halte. Er regierte nur zwey mvnat, und hatte Chelbem zueinem Nachfolger, und nach io. monalcn Abbalum den Hohen-priester, und nach ihm Myrgonum und Gerastratem. Dieregierung dieser Richter währete aber in allem nur 8. jähre,und Balatvrus foigeke ihnen, unter dem tilul eines Königs ,an. zLy. vor Christi geburt. Anaal. lyr. ap. Jofepbum con-tra Appionem. Du Pin , biblioth. univ. hist. profan.
* Ecoliers, (Val des) eine Abtei, in der Dioeces von Langres ,iß das Haupt von der Congregation der Canonicomm regn-lamm S. Augustini. Wilhelmus, zugenannl Anglicus , undRlchardus äe Narcejo, begaben sich an. 1212. nebst einigenandern Doctoribus von Paris mit des Bischoffs von Langres ,Wilhelmiäe Joinville, erlaubnis an diesen einsamen ort, wo-hin ihnen bald sehr viel Studenten von besagter Universitätnachfvlgeten , weswegen der ort Val des Ecoliers ober dasCtudenten-thal genennet wurde. Hierauf vermehrte sich diesegesellschafft von tag zu tage, so daß sie in 20. jähren 16. hau.str halten. St. Ludovicus stiftete das St. Catharinen. Hauszu Paris ; da denn »mmitlelst noch andere in Franckreich und inden Niederlanden gestiftet. wurden. Clemens Cornuol, Ge»«eral-Privr dieser Congregation, erhielt um das jähr 1540. vondem Papst Paulo III. den Abts-titul für sich und seine nach«solger, da die Vorsteher des klosters und ordens zuvor nur Prio-reswaren genennet worden. An. 16z;. wurde dieser ordenmit der Congregation der Canonicomm regularium von St. Genevieve in Franckreich vereinbaret, indem der letzte Abt,rammt Michel, dem General-Superior der obbesagten Conqre-gaiivn seine gehabte geistliche jurisdiction und würde abgetre-ten; von welcher zeit an das klostcr zwar den titul einer Abteyverlohren, aber gleichwol die Vorsteher desselben, so alle drey>ahr in der general-versammlung der Congregation erwehletwerden, den nahmen Aebte behalten. Aibericus , in chron.Smmmhanus , Gall. Christ. Du Molinet, descript. für lesnabits des Chanoines reguliers, Defer. biß. & geogr.4 e Fr.
Wdk. Lexieon Hl. Theil.
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Ecron oder Accaron , eine stadt im gelobten lande. He.rodes dauere sie wieder an , brachte neue einwohner dahin ,und nennete ye Casarea, nach dem Kayser August», dem erwohl zu flattlren wußte, und sich auf seinem thron zu bevesti»gen. Sie liegt drey meileu von dem meer, und fünf vonJaffa , wäre auch vor zelten eine der stärckesten und vestestenstabte. Heut zu tage ist sie nur ein schlechter flecken, undwachset da herum nichts als tamarniden und palmen DieAccaroniten wurden vor zeilen von GOlt mit heimlichen pla.gen gestraft, weil sie die lade des bundes genommen, i. Sam.IV. & VI. Hieronym. de loc. Hebr. Joseph, üb. XV. XVl.'Bochart.
Edam , eine Nord-Holländische stadt an der Süder-see ,drey meilen von Amsterdam , und zwey von Horn entfernet.Sie ist die i;de unter den städten, welche in der Versammlungder Staaten von Holland sitz und stiinme haben, und wirdwegen der guten käse, so daselbst verfertiget oder verkauft wer-den, wie auch wegen der vielen schiffe, so man in dem alldabefindlichen Hafen bauet, vor andern angcmerckt.
. * Edam , (das land van ,) eine gegend in Grönland ,m dem 76. grad latitudinis feptentrionalis gelegen. DieHolländer entdeckten es an. 16$;. und nenneten es also. Ma-ty , Dictionnaire .
Edbald, ein Sachse und König in Kent, war Ethelberti,des ersten Christlichen Sächsischen Königs soh». So bald seinvalter gestorben , fiel er wieder zum Heydenthum, und heu-rathete dessen andere gemahlin , als seine stief-mutter. Nachdiestm seinem exempel richteten sich sehr viel von dem volcke,daß sie nemlich auch wieder von der Christlichen religion ab-traten. Hierauf soll der König von einem bösen geiste ge.plagt seyn worden, daß er darüber in eine rascrey gefallen,aber doch endlich wieder zu seinen sinnen kommen, und so,dann seinen blutschänderischen ehestanb zertrennt, auch nebstseinem volcke die Christliche religion wieder angenommen ha,ben. An. 640. starb er, und hinterließ das Königreich seinemsöhne Eucomberto, den er mit Emma, des Königs in Franck.reich lochter, gezeuget halte. Bedu, bist. üb. II. c. 4. seq. Po.lytl. Vergil. üb. III. bist. Anglic.
Eddert, der 12. König von Kent, fuccedirte Withredo, undregierte 2;. jähr, darinnen er aber nichts merckwürdigeS aus,gerichtet.' Verg. üb. IV.
* Edrccm, ein vornehmer Hunnischer Kriegs-Oberster, unterdem König Attila, welcher sich durch seine im kriege erwiesenetapferkeil, sonderlich aber durch seine treue grossen rühm erwvc.ben. Denn als er an. 44*. in Gesandtschafft nach Constanti,nopel gicng, um daselbst bey dem Morgenländischen KayserD)eodvsio dem junger»!, theils wegen einiger vorgefallenen ir-rungen , theils auch wegen auslieferung einiger zurück gehal.teuer Hunnischen überläuffer ernstliche Vorstellung zu thun, ver,suchte man ihn Umzukauffen , und zur ermordung des Attiläzu bereden. Er willigte auch zum schein darein, und nahmunter der Kayserlichen Gesandtschafft einen mit, der einen theildes vor diesen dienst versprochenen gelbes bey sich hatte. AISer aber bey seinem Herrn angelanget war, offenbarte er dengantzen Handel, welchen auch der Gesandte durch harte bedro-hungen zu gestehen gcnöthiget ward, deswegen Attila den Kay.fer mit kriege bedrohete, und sich anders nicht als durch gros-se geld-summen besänftigen ließ. Dieser Edecon wird von ei-nigen vor dcS Odoacri, Königs der Heruler und Turcilin,gen, vatter gehalten. Prisci excerpt. de Legat. p. ,7. seq.von Bünaus Teutsche Reichs-hist. P. I. üb. III. §. lZo.
р. 880. Eckbart , rer. Franc. II. n.p. ?i.
Edelard, fuccedirte um das jähr 7*7. dem Wcst-SächsischenKönige Ina, und fand anfangs grosse schwierigkeiken darin-nen, indem sein anverwandter, Oswald, mit gewalt ein besseresrecht zu der Cron prätendirte. Allein zuletzt behielt er die ober-hand, und starb an. 741. in gutem friede, worauf ihm Cu«thred, sein bluts-freund, in der regierung nachfolgte. Mtl.ton’s hist. of England book IV.
* Edelav, eine kleine stadt auf dem wege von Aleppo naherSidvn in Svrien, so noch gut genug ist, und wohlqezierteHäuser hatz die bäume,, so darum gepflantzet sind, verschaffenihnen eine angenehme küble. Es residiret ein Aga und andereTürckische beamte dorten, um den ort zu gouverniren, unddes Kaysers einkünfte zu besorgen; man hat allda kein an,ders als cisternen - wasser, welches doch ohngeachtet aller Vor-sorge immer sehr unrein ist, und daher die vielerley kranckhei«ten verursachet »verben, damit die einwohner mehr als an-derswo behafftet sind. Carre, voiage des Indes Orientalet.
Edelfried, ein söhn Edekrici, Königs der Nord-Angeln , er-hielt viel siege wider die Brillen, wurde aber hernach durch Edui,num von dem throne gejaget, welchem sein valter selbigen ge,nommen hatte. Er starb zu ansang des VII. Gccuü. Beda, üb. L
с. ult.
* Edelinck, (Gerhard) einer der berühmtesten kupferstecher,war zu Antwerpen um die mitte des XVII. facuü gebohren.Nachdem er die anfangs-gründe seiner kunst in seiner vakter-stadt erlernet, verfügte er sich nach Paris , und gab allda vonseiner geschicklichkeit so sonderbare proben an den tag, daß er
S i endlich