oulum Ecclesi* , welcher in der bibliotheca Patrum zu finden.Sein leben ist von einem alten aucbore beschrieben, welche-bey dem Vincentio Bellovacenli üb. XXXI. c. 67. seq. undSurio lib. IV. stehet. Antonin. tit. 19. c. 10. Btrchir,s,tonihistor. Archiepisc. Cantuar. apud Whartonum in Anglia sacra,c. 1. p. 10. Bellarm. de script. eccles. Baron, in martyrol.Spondan. A. C. 1240. n. 6 . Vergdius , hist. Angl. &c.
Edmund oder Eadniundus Gryme, ein Engelländerund Hans-genosse Thomä von Canterbury , lebte an. u8°. undschrieb dessen leben. Voßus , de Hist . Lat. lib. II. c. 52. p. 424.1 itfiut &c.
* Edobinchus, oder Edovicus, Edobecus, Edobec-cus , Ecdobicus, ein gebohrner Francke, und des GallischenTvrannen oder Gegen-Kaysers Constantini Kriegs-Oberster, nö-thigte an. 407. des Honorii Feldherrn Sarum, die belage-nitig von Valence aufzuheben , woselbst er Constantinum schoneine zeillang eingeschlossen gehalten harte. Zsimui , VL 2. $·-gorn·!! , Imp. Occid. X. p. 171. XI. p. 184. Von BünausTeutsche Rcichs-Hist. k. I. lib. III. §. 161. p. 868. Aber an.410. da er Constantino eine armee von Francken und Aleman-nen zuführte, traf er mit derselben auf die Kayserlichen so un-glücklich , daß er geschlagen wurde. Er flüchtete sich vor seineperson zu eniem seiner vertrautesten freunde, nahmens Ecdi-cius, dem er vorhin viel gutthaten erwiesen hatte. Allein die-ser begieng an ihm die untreue, daß er ihm den köpf abhieb,und selbigen dem Feldherrn des Honorii übersendete, welcheraber über solche that sein mißfallen bezeugte. S'nznmenu :, IX.15.14. Gregnrius Turontnsis , II. 9. Von Bünau, 1 . C.p. 869 Mascou, geschichte der Teutschen VIII. 52. Ab Eckbart,rer. Franc. II. 2.
* Edolo , lat. Edulum, eine kleine stadt an den grentzendes Veltclins in der Venelianischen prvvintz Bresciano beymUrsprung dM flusses Oglio . Gu!er. Rha:t. XII. p. 176.
Edom , eine gegen» nahe bey dem stamm Juda» ward alsogenennet von Edom , welches der zunähme war, den Esa«von dem rothen linsen-gerichte, vor welches er seine erst-geburtan den Jacob verkaufte, bekommen. Es hieß auch dieses landJdumäa, und war ein theil von Palästina, welches am mei-sten gegen mittag lag. Genes. XXV. Joseph, lib. II. antiquit.Judaic .
Edon, oder Aedon, (Stephanus) ein Enqeüänder, Ca-nonicus regularis S. Augustini, lebte an. 1529. in einem klvsterin der prvvintz Horck. Er hatte eine grosse liebe zu seinem vat-terlande und zu seinem Könige Eduardo II. dessen Historie er mitgrosser aufrichtigkeit beschrieben. i.eUmdus & Pitseui , de script.Angl. Vojßui, de Histor. Lat. lib. II. c. 65.
* Edone , oder Aedone, die gemahlin des Königs Zethes,eines bruders Amphionis. Sie bezeigte eine seltsame eifer-sncht wider ihren schwaaer, dieweil er sechs, und fie nur ei-nen söhn hatte, und dessen schwächliche gesundheit sie noch überdiß in beständige furcht fetzte. Es geschahe auf eine zeit, daßsie sich vornähme des nachts den ältesten dieser sechs vetlcm um-zubringen, und im versehen diese gottlose that an ihrem eige-nen söhn vollbrachte, welchen sie Jlnlum geheissen hatte: diesesbrachte sie in solche Verzweiflung, daß sie sich selbst das lebenzu nehmen gedachte. Die görtcr aber hatten mitteiden mit ihrund trugen rechnnng ihrer reue, die sie über ihre unthat bezeu-get hatte, und verwandelten sie in einen distelvogel, welche nochimmer ihr Unglück beweinen; dann das gesang dieser vögel,so lieblich es auch ist, hat doch immer etwas trauriges an sich.
Booace , liv. V.
EDONES, EDONI, war ehemals eine berühmte nationin Thracien , und zwar insonderheit zur lincken feiten des Stry-monis, oder jetzigen flusses Jscar , nahe bey dessen ausfluß.Nachgchends wurde diese gegend zur sogenannten Macedoniaadjecta gerechnet, weil Philippus, des Alerandri M. vatter,nachdem er dieses land erobert, es von Thracien abgerissen,und alles land, bis an den fluß Nestus, zu Macedonien ge-schlagen. Sie hatten ihren nahmen von Edono, einem bru-der des Mvgdonis, und besassen die gegen», wo jetzo Peraa,Empali, Scotussa und Philippi in Macedonien liegen. DieAthenienser trieben sie ziemlich in die enge, allein sie setztensich wieder in die freyheil, welche sie auch zum theil unterden Römern behielten. Herod. Tbucyd. Ptolem. Plin. Pomp.Mela. *
Edred, König von Engelland, war Eduardi des älternsöhn , Ethelstans bruder, und Edmundi seines nächsten vorsah,ren vetter, welchem er an. 946. folgte, weil desselben söhnenoch kinder, und untüchtig zur regicrung waren. Denn dieerbliche und gerade succeßion achtete man damals so wenig, daß,wenn der nächste erbe zur regierung nicht vor tüchtig gehaltenwurde, man das regiment gemeiniglich der geschicktesten Per-son von dem Königlichen geblüte aufzutragen pflegte. AlsEdred Northumberland unter seine unumschrenckte gemalt ge-bracht < und so dann die Schotten ihm freyivillig den eyd dertreue geleistet hatten, sielen nicht lange darnach die Northum-berer von ihm wieder ab, und erwehlten Ericum , einen Dä-nen zu ihrem Könige, jedoch letztlich begaben sie sich wiederumunter seinen gehorsam. Einige scridemen beschreiben diesenKönig, als einen sehr abergläubischen Herrn , der sich von Dun-stn», dem Abte von Glassenburg, in allem habe regieren las-
sen. Er regierte ungefehr neun jähr, und wurde nach feinemtobe zu Winchester begraben. , Er hinterließ zwey söhne, vonwelchen aber keiner in der Königlichen regierung folgte, altwelche wiederum zur rechten linie kam, nemlich auf Edui-num, des Königs Edmundi ältesten söhn. Du cbine hiitd’Anglet.
Edric, war ein söhn und nachfolgn des Königs von Susisex, Edelwalks. Seine zwey Generals , Autune und Beriune,halfen ihm eine zeitlang das vätterliche Königreich behauptenAllein Kedwalla, König der West-Sachsen, behielt endlich dieoberhanb, und beraubte ihn an. 684. sowol der Crone, als detlebens. Beda. Wilb. Malmesbur.Tbe compleett htjt. of Englandvol. 1. p. 4S· '
Edric, mit dein zunahmen 5 trecma, das ist, der Erlan,ger, war von geringer ankunft, fand aber durch das grosse ver-mögen , so er durch seine beredtsamkeil, und durch allerhandränckc sich zuwege gebracht, bey dem Engelländischen KönigeEthelrcd eine so sonderbare gnade, daß derselbe ihm scme ivch-ter Edgld zur gemahlin, auch zugleich den tilul eines Hertzogsvon Mercia gab. Sein bruder, Bithric, kam durch ihn gleich-falls hoch empor, verursachte aber durch fälschliche anklaaun,Wulnolhs, Gouverneurs von Sussex, daß derselbe von demKönige abfiel, und ihm zur sce grossen schaden zufügte. Edricselbst handelte noch viel schlimmer, indem er zwar das Gencra-lat wider die in Engelland eingefallene Dänen übernahm,wenn es aber zu einem treffen kommen sollte, sich kranck stellte,und auf diese oder auf andere art ihnen den sieg in die Händespielte. Er war auch - zu seinem eigenen Vortheil, Urheber vonder beschwerlichen schatzung, welche die Engelländer unter demnahmen des Danegelts erlegen musten, und endlich, nachdemer zwey Edclleuthe zu sich lade», hernach aber unter dem fcheineiner verrälhcrey ermorden lassen, fieng er an, dem Königli-chen Erb-Printzen , Edmundo Ironside, welcher des einen vondiesen Edelleuthen tochter geheurathek hatte, nach dem lebe» zustellen. Ja zuletzt schlug er sich öffentlich zu den Dänen, undhalf nebst ihnen das land verwüsten ; dannenhero ihin von dengeschicht - schreibern der nähme des falschen oder treulosenbeygelegt wird. Als ein jähr nach des Königs Elhelred abster-ben sein Nachfolger, der vorgebuchte Edmund Ironside , eben-falls , und zwar sehr plötzlich , mit tode abqieng, so hielt mandavor, daß entweder Edric selbst, oder dessen söhn , Hand anihn gelegt. Noch in unterschiedenen andern doshafftigen an-schlägen ließ er sich von dem Dänischen, und nachmals auchEnglischen Könige Canuto, gebrauchen, der ihn zwar anfangsüber die landschafft Mercia setzte, aber nicht lange hernach sichselbst vor ihm zu fürchten anficng, und ihn dannenhero an.1017. zu Fönten in seinem pallast entweder stranguliren oderenthaupten, den cörper auf das selb (oder, »ach andern, indie Temse ) werffen, den köpf aber auf den höchsten thurn derstadt stecken ließ. The compleat biß. of E'igland , vol. I. Mil-ton’s , hist. of Engl. book V. Camdeni Britannia.
EDRISI, 1 al) ein berühmter Arabischer Geographus , son-sten Scharifol Edrifi genannt, d. i. durchlauchtigster Edrisi:Ins besondere hiessen die Araber allein Kcherilin, die, welcheihr geschlecht Herführen von Mohammed , oder demselben sonstverwandt sind. Sein geschlecht war adelich, und haben feinealt-välter in gewissen theilen von Asrica regieret. Er lebte zuzeiten Rogerii II. Königs von Sicilicn, auf dessen befehl er seineOeographiam , genannt Noshatol Alostac i. e. Obledtatio ani-mi curiosi , ausgefertiget; damit wollte er dem König auslegenseinen 400. ratet oder pfund wägenden, und aus purem sildergemachten globum terrestrem : daher auch sein buch ctwan ge-nannt wird Liber Rogerii. Die sogenannte Geographia Nu-bienlis , welche von Sionita und Hefronlta ins Latein übersetztworden , und zu Paris unter gleichem »ahmen heraus kommen,ist nur ein schlechtes Lompendium von Edrisi wcrck , welcheser laut eigenem zeugnis absolvirt im jähr der Hegira ,48. undChristi u?). Dem ansehen nach ist zwar dieser Edrisi eben der,welchen Leo Atricanus in MSct. nennet Esseriph Allachalli,und also beschreibet; er sey in Massare, einer stadt in Sieilien,aus adelichem geschlecht gebohren; in Philosophie, Medicina,Astrologia und Cosinographia unvergleichlich grübet gewesen,habe auch eine Geographiam , mit nahmen Xuskat al Absar,Ddeflatio Otul rum beschrieben, und sie nach den sieben di-matibus eingerichtet; nach vollendetem werck, als Rvger in Si«cilien eingefallen, und eine stadt nach der andern eingenommen,haben die von Mazara ihn als Gesandten an den König ge-schickt , willens sich ihm zu ergeben, Esseriph habe ihm itingeographisch werck präsentirt, und von demselben, welcher da»werck sehr hoch geschätzt, zu bclohnung ein gantzes casteum er.langet rc. Rogerius hade dieses werck allezeit vor den Handen ge-habt, und, da seine Räthe ihm Ptolemäi Geographiam vor die-sem recommendirt, Habe er ihnen geantwortet: Plolemaus batnur von einem theil der weit, Esseriph aber von der gantzen weitgeschrieben ; er sey gestorben im jähr der Hcgira z 16. d. i. > irr.in Civitat mit Hinterlassung einer ansehnlichen familie. Wanndiese zeit-rechn»ng nicht irrig , (,wie dann Leo oft mit andernArabischen scribeiiten keineswegs übereinkommt, ) so kan ohn-geachtet aller übrigen gleichheiten, dieses nicht obiger Edrni ge-wesen seyn; ohne zweifel haben mehr als ein ^uthnr an vocgc-meldtem geographischen wcrcke gearbeitet. Sonsten ist auchzu wissen, daß durch den Edris die Mahomelaner insgemein