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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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elend geschicket hatte , wieder in ihr vatterland zurück geholetwurden. Endlich starb er ihm hohen alter, und hinterließ vonIda Cobbonem, einen Grafen, Warinum, einen Abt, Lu-dolfum, Hertzoge zu Sachsen , und Addila, die anfangs ver-mählet war, nachmals aber Aebtißin zu Hervorden wurde.

Annal. Loisel. ad an. 809. Annal. tginh. eod. Anna!. Me-tms eod. Regi». chron. II. p. 38. UJfi n vit. S. Idae apudLeibnitz , script. rer. Brunsu. tom I. p. 17a. seqq. 18a. l,eibnitz tintrod. ad tom. I. n. 8- Eccard , in vitam Hathumod. p. 29.seqq. Von Lünaus Teutsche Reichs-hist.p. 11 . lib. II. p.;88.

* Egbert, Eckpertus, Eckbertus, oder Erymbertus,Graf zu Andechs , ein söhn Bertholdi IV. war erst Canonicus,hernach Bifchoff zu Bamberg . Als Pfaltzgraf Otto zu Wit-telsbach Kayser Philippum ermordet hatte, wollte man ihmdie schuld beymeffen, als wenn er dabey intereßirt gewesen.Naurferui , vol. II. gener. 41. Er nahm daher die zuflucht zuseiner schwester in Ungarn , und kam erst sieben jähr hernachwieder in sein Stift. Aventm. annal. Boic.VlI. Doch da er mitHertzog Bernharden in Kärndten einen krieg anfieng, ward ergefangen , und auf gewisse bedingungen wieder los gegeben.Kurtz hernach sollte er aus Kayserlichen beseht die unruhe zwi,scheu Friedrichen, Hertzoge zu Oesterreich, und Ottone, Her-tzoge in Bayern , beylegen, allein er wurde abermals gefangen,und mnste die fasten-zeit durch in diesem zustande verbleiben.Endlich starb er an. ia;;. nachdem er dem Stifte ;a. jähr vor-gestanden , und wurde zu Bamberg in die St. Peters - kirchebegraben. Centur. Magdeb. XIII. 10. Erica Grafen - saal,

р. ;6. S 7 - Diplomat. Admont . n. 11. apud de Ludcwig, reliqq.manuscr. tom. IV. p. 186. x89-

Egbertus, Ertz-Bsschoff zu Porck in Engelland, lebte an.766. und soll ein bruder Egberti, des Königs von Northumber-land, gewesen seyn. Er begab sich in den Benedictiner-orden ,und wurde ein Pra-ceptor des Alcuini, welcher seiner in einembrief an Carolum M. gedencket. Er hinterließ verschiedene schrif«teil, als: de Pocnitentia Constitutiones ecclesiasticas, &c.

Egbertus, oder Echebertus, erstlich ein Benedictiner-Mönch zu Bonn , hernach Abt von St. Florin in der Dicecesvon Trier , lebte in dem XII. feculo, zu den zeiten der Kay-ser Conradi III. und Friderici Barbarossa. Er schrieb das lebenseiner schwester, der heiligen Elisabeth, Benedictiner-ordens,welches deren Offenbarungen und briesen vorgedruckt ist, auchdreyzehen reden wider die Waldenser, so er da Catharos nen-net , und welche in der bibliotheca Patrum zu sinden. Tri.tbemius & Beüarminus , de script. eccl. Philippus Bergomens.A. C. 1157. Martyrol xg. jun. Vojfius , de Hist. Lat. Üb. II.

с. 53. Coccius , de script. eccl. Cave. *

Egeln , Eglen, eine stadt, nebst einem schloß und Amt,in dem Hertzogthum Magdeburg , an der Bode, gelegen. Esist ehemals eine Grafschafft gewesen, deren besitzet einige Gra­ fen vol » Egeln , andere aber edle Herren von Hadmersledenund Egeln nennen. An. 1)57. erhielten die Grafen von Barbyvon Chur-Sachscn , als welches die lehiT-gerechtigkeit von derAebtißin zu Gernrode bekommen, die expectantz auf die Graf-schaffk, mit dem bedinge, daß sie, bey ereignendem fall, denenalsdenn lebenden weiblichen erben 2000. schock Böhmi-scher groschen zahlen sollten. Wie nun an. 14x7- der letzte,Conrad oder Curt, mit tode abgieng, und nur eine einzige toch-ter, Margaretham, eine gcmahlin des Fürsten von Anhalt,Waldemari, hinterließ, die von Barby hingegen gedachte sum-me nicht aufbringen konnten, wurde Egeln an das Ertz - StiftMagdeburg versetzet, und hernach an. 1420. vor 24000. güldengar verkauft, welches auch an. 1430. die lehens-gerechtigkeitdarüber von der damaligen Aebtißin zu Gernrode , als welchemit der oberwehnten abtretung an das Haus Sachsen nicht zu-frieden gewesen, erlanget haben soll. Es haben aber die Chur-fürsten zu Sachsen wider die verkauffung sowol, als wider dieangemaßte lehens-gerechtigkeit jederzeit protestiret, und um dasjähr x?z6. die Grafen von Barby aufs neue damit belehnet,welche nachgehends mit dem Dom-Capitul zu Magdeburg ei-nen langwierigen Proceß geführet, der sich erst durch den Os-nadrückischen frieden geendiget, als in welchem Egeln demChurfürsten zu Brandenburg übergeben, und mit dem Hertzog ,thum Magdeburg vereiniget worden. Nahe hierbey liegt einCatholisches Nonnen-kloster, Marrenstuhl genannt. Beckm.Anhält, hist. P.V. p. 118. Spangenb. Mannsf. chron. c. zog.& 322. Adels Staats-geogr. P. 1 . p. 261. Tromsd.

* Egelricus, ein Mönch oder Abt zu Peterborough in En.gestand, ward gegen die mitte des XI. fecuü Bifchoff zuDurham, trat aber an. 1036. solch amt seinem bruder Egel-wino ab, und gieng wieder in sein kloster, zierte dasselbe mitvielen neuen gebäuen, ließ auch zwischen Deping und Spal-ding einen vesten dämm, der nachgehends Elrich-rode genennetworden, aufführen, und da und dorten zu besserer dequemlich,keit brücken über sumpfichte erdreich bauen. Er vergieng sichaber auf die letzt, und ward um an. 1069. des lasters der be.ieidigten Majestät schuldig, deswegen ihn König Wilhelm I.aus dem kloster holen , und nach Wcstmünster setzen ließ, wosein den 15. oct. an. 1072. erfolgtet tod der leides-strafe zuvorgekommen. Godroin. de Episc. Angl P. 11 . p. 101.

* Ettelwinuö, ein bruder deS vorherstehenden Egelrici,ward nach ihm an. 1069. Bifchoff zu Durham , getraute sich

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aber nicht, die ankunft--qs Wilhelmi I. zu erwarten, wel.cher alles mit feuer und fchwcrdt zu verderben im anzug warweil die Northumder seine dahin geschickten 700. foibaten bisauf einen getödtet hatten. Es setzte sich also Egelwinus mschiffe, und wollte nach Cöln reisen, der stürm aber verschlugihn nach Schottland , wo er von dem Könige wohl ausgenom-men ward, der sich auch mit Margarelha, seiner schwesicr,vermählte. Nach langem daseyn bemächtigte er sich der insulEly, wurde aber, als König Wilhelm ihm den rückweg abge-schnitten , nebst andern ein gefangener, und nach Ädinglongebracht, wo er sein leben bald darauf beschloß. Einige sa-gen, er habe sich selbst erhungert, andere hingegen, manhabe ihn verhungern lassen. GoU-win. de Episc. Angl. p. v.

p. 102.

Egemon , ein Poet, war gebürtig aus dem städtlein Ale-xandria , so im Trojanischen gebieth gelegen war; er beschriebein heroischen Versen den Leuctrischen krieg, der zwischen denThebanern und Lacedäinoniern war geführt worden, auch einanderes buch von Trojanischen be^ebenheiten , so er Dardanicaintituliret. Stephmus , inAAi£aref)p«ix. AUianus , hist. ani-mal. üb. VIII. c. 11. Ein anderer dieses nahmens, und eben-falls ein Poet, trüge den zunahmen , ober Linsen, undwar gebürtig aus der insul Thasos . Er hat ausschriften aufgastereyen ; so dann Parodias , oder Veränderungen der Verse ,da er aus den Versen alter Poeten, durch Verwechslung wenigWorten, einen andern sinn ausgebracht; eine beschreibuna deskriegs der riefen wider die götter; und endlich eine cvmodie,unter dem titul Philinna , darinnen er mit ßeiß lauter schlechtePersonen, und von geringem stände, einführte, verfertiget.Arißot. de Poetica. Voßius , de Poet. Gr. *

* Egenderg, ein in Ober-Oesterreich in dem Traun -vier.tel gelegenes schloß, so das stamm-haus der Egenberacr, einervorlängst abgestorbenen adelichen familie, die eine güldene egeim blaue» selbe in dem wapen führte, gewesen. An. 1464. hates der Ritter Sigmund Kürchberger Wolfgango von Walsee . verkauft. Nach der zeit gelangte es an die Herren Fereberger,welche sich nicht nur davon geschrieben, .sondern auch das Egen-bergische wapen nebst dem ihrigen zu führen erlaubnis erhalten.An. x6;c. kaufte es Hans Ludwia, Graf von Kufstein , vondessen söhne es der an. 1703. verstorbene Abt zu Cremsmü».ster, Erndertus, nebst der dazu gehörigen Herrschafft an seinkloster gebracht. Von Hohenecks beschr. von Ober-Oester-reich , tom. I. p. ss.

* Egenburg, eine alte Landesfürstliche stadt in Nieber-Os'sterreich an der Schleinitz, im viertel Oder-Manharksderg zw>'schen Crems und Hardeg, so gar feinen weinwachs herum hgl-An. 148?. ist sie von dem König Matthia Corvino in Ungarn eingenommen worden, hat auch sonst in den kriegen viel aus.gestanden. Zeiler. itiner. Germ. c. 7. p. 183.

* Egendorf, ein schloß, nebst einem land-guth, in Ober.Oesterreich in dem Traun -viertel, an dem Sippach gelegen.Es hat ehemals der adelichen an. 1574. abgestorbenen familie,Moser zum Weyr, zugehöret, worauf es an die Herren Oster.meyr gekommen , und um das jähr 1; 80. von Floriano Oster-meyr neu erbauet worden. Um das jähr 1660. brachte es Chri-stoph Ehrenreich, Graf von Schallenberg, käuflich an sich,und übergab es an. 1667. seiner tochter, Christinä Thcresiä,und deren gcmahl, Johanni Ludovico, Freyherr» von Pvlhcim-und Wartenburg . An. 1696. kaufte es Wolf Marimilian Evil.ler von Mitterberg, und überließ es an. 1709. Johanni Gcvr-gio Adamo, Freyherrn von Hoheneck, welcher es an. 1710.dem Kayserlichen General Johanni Adamo von Wendl ver.kaufte, Derselbe starb an. 1716. und hinterließ es seinem vet-ter, Frantz Egon von Wendt, Kayserl. Hauptmann. vonHohenecks befchreidung von Ober-Oesterr. tom. II. p. 8».

S er, Böhmisch Lheb , lat. Egra, eine ansehnliche undevestigte stadt an dem fluß Eger, davon sie auch den nah.men führet, gegen die Fränckifchen grentzen ausserhalb des Böh-mischen waldes, und also auf Teutschem boden, an einemberge gelegen. Sie hat doppelte, und an etlichenl orten drey.fache mauren , weite grüben, und das schloß, worauf der Kö-nigliche Burggraf wohnet, ist sonderlich wohl bevestigtt. Des-gleichen ist sie mit unterschiedenen prächtigen Häusern, einemgrossen RathhauS, und vielen kirchen gezierel. Vor diesemwurde in der stadt herrlicher meth gesotten, dergleichen aber,wegen des überall vorhandenen weins, nicht lnehr geschiehet.Der Egerische theriac aber, so von den Nonnen daselbst ge-macht wird, ist wegen seiner güte bekannt. Zu alten zeitengehörte die stadt den Marggrafen von Vohburg , die auch fürdie erbauer dieser stadt angegeben werden, und gab sie der her-um gelegenen Grafschafft den nahmen. Nachgehends, alsKayser Fridericus I. Adelheid, Marggrafen Theobalbs obnDiebolds zu Vohburg tochter, geheuratyet, bekam er die Graß-schafft zur morgen-gaabe, und soll auch die stadt an. 117»- chrfreyen Reichs-stadt gemacht haben , woran andere aber zwei-feln wollen. Diß ist gewiß, daß Rudolphns von Habspurgan. 128;. die Herrschafft Eger und Elbogen dem Konnze mBöhmen , Wenceslao, zum heurath-guth mit seiner tochtergegeben; wicwol auch Goldast mennet, die stadt Eger jeodavon ausgenommen gewesen, welches daher wahrscheinlich