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»Epping , oder Epping-Street, em Englischer flecken undmarckl, in dem weistlichen theil der Graischafft Esser, so Wal-tdam heisst. Es sind wöchentlich zwey grosse vieh-märckte da,unt) freylags ein inarckt für victualien und andere». Er liegti;. malen von Londen .
Eppingen , ein städtlein im Graichgau in dem PfältzischenAmt Breiten an dem fluß Elsaß . Ehedessen hat eS den Grafen von Eberstein gehört, welche es an die Margqrafen von Badenverpfändet. Diese haben es wieder an die Pfaltz versetzt. End-lich aber hat Marggraf Carl an. 1468. den ort an statt der ran,jion vor seine gefangenschafft an Churfürst Friedrichen denneahasscen gar überlassen, bey dessen nachkommen er verblie-ben. Tolner. H. P. p. 66. und 72. Springer. Lucern. p. ;ro.Lehmanns chronick, lib. VII. c. 106.
* issovlinus , (Othmarus) gebürtig aus Schwaben, warjm ^vk. iseeulo Primnrmx zu Görlitz , woselbst er nebst andernöffentlichen anstaltcn auch die leichcn-predigten zu erst eingefüh-ret. Weil man ihn beschuldigte, er habe zu gleicher zeit zweyweiber gehabt, auch mit beyden kinder gezeuget, wurde er an.1554. im monat december abgesetzet. Das folgende jähr den7. jan. begab er sich nach Preussen, da er vom Marggraf Al-brechten zum Hof-Prediger angenommen wurde, und endlichzu Königsberg starb. Er hat Poitillam Patrum oder seiectio-nim Patrum Judicia de Pericopis Evangeliorum , Königs-berg i?6o. in fol. II. tom. und einen Catechismum geschrieben.Funckens leben der Geistlichen zu Görlitz . Grosser» Lausitz ,merckwürd. th. II. p. ;6. Tir»y, fä*.-
Epponina, von Plutarcho Empone genannt, war JuliiEabini, eines vornehmen Galliers ehe-weib, die wegen ihrerehelichen liebe und treue sonderlich berühmt ist. Als ihr manngegen ende der regierung Ncronis und in den nachfolgendenVerwirrungen des Römischen Reichs neben Julio Vindice sichempöret, wurde er geschlagen, und genöthiget, in eine unter-irdische höle seine zuflucht zu nehmen , nachdem er zuvor seinHaus in die asche gelegt , um den Wahn beyzubringen , alswann er im feuer umgekommen wäre. Anfangs meynte dieEppvnina selbst, ihr mann wäre todt,weil er sich nur zweyen frey-gelassenen knechten wegen diesem vorhaben geoffenbaret hatte.Ader als er durch einen derselben vernommen, wie kläglichsie sich deswegen stellte, daß auch ihr leben darüber in gefahrliefe, ließ er ihr die fach entdecken, jedoch mit bitte in der trauerfortzufahren, damit sein tod von jederman desto vester ge-glaubet würde. Welches sie auch gar wohl verrichtete, undnachgchends nur selten des nachts zu ihm kam. Aber als manschon seiner völlig vergessen, brachte sie in dieser höle, wie Plu-tarchuS den ort nennet, fast alle ihre zeit bey Sabino zu. Nurreifete sie, nachdem dieser in vielerley weise, sonderlich an haa-ren und gesichte sehr verstellet war, mit ihm nach Rom , um zusehen, ob einige anzeigung, daß Vespasianus, der unterdessenzu ruhigem besitz des Reichs gelanget war, ihm gnade erzei-gen wollte. Als diese Hoffnung verschwunden, begab sie sichwieder mit tzabino in seine kruft, und gebahr ihm da zweysöhne, ohne sich einer heb-ammen hülffe zu gebrauchen , nurnus forcht, daß dadurch einiger argwohn von ihres Mannesleben entstehen möchte. Beyde diese söhne haben noch langenach ihnen gelebt, llm ihre schwangerschafft zu verheelen inder zeit , da sie mit den andern frauen im bade erscheinenmnste, pflegte sie ihren leib mit einer gewissen salbe zu be-schmieren , die ihn gleich dicke machte, daß man ihres schwän-gern leibeS davor nicht gewahr werden konnte, als welchersonst leicht die leuthe auf ihr nachtheilige gedancken hätte brin-gen können, daß sie sich entweder nicht ehrlich gehalten, oderdaß ihr mann, den man für todt hielte, noch am leben wäre.Endlich wagten sie es im letzten jähr Vespasiani, und stelltensich diese beyde eheleuthe mit ihren zwey söhnen vor ihm, inHoffnung der gnade. Aber dieser, welcher eigentlich hierinnendie unbarmhertzigste that verübt, welche man sonst je von ihmgehöret, ließ beyde hinrichten , und verschonte nur denen, erstnach Sadini empörung erzeugten söhnen ; mnste aber vonEppvnina, als die alle Hoffnung verlohren, diese freye undhertzhaffte werte vernehmen : Sie hätte in ihrer wüsten undsinstern unterirdischen höle weit vergnügter gelebt, als da sieIhn auf dem thron sehen müste. Plutarcb. in eroticis. Taci-tui, hist. Ich. IV. Xipbil. in Vespas. *
Epsham, oder Epfom, ist eine stadt in der qegend Cop-thorn oder Effinqham genannt, in der Graffchafft Surrey,it von Londen . Diese stadt hat gute lust, und liegtlehr lustig. Ihre mineralischen wasser bringen ihr nicht wenigrorlheu, indem deswegen eine grosse menge volckS, beydes ausrat stadten und vom lande zur sommers-zeit dahin kommt. An-fänglich brauchte man rö nur zur Heilung äufferlicher schäden,nachgchends aber fieng man auch an , es innerlich zu brauchen.Epstein, eine ReichS-freye Herrschafft in der Wetterau , wel-an daS Chur -Mayntzifche gebieth grentzet, und aussert unb Dem sc&lpflt gleiches nahmens, unterschiedlicheF? en Un ^ dvrfschafften in sich halt. Sie hat einen fruchtbarengute essen-bergwercke, und schöne wälder, daruntergenennet wird. Von gedachter stadt svwolSn öeMt Chur-Mayntz die helft«, das übrige aber
dsim*««« zu Hessen-Darmstadt zu. witt-
aelmanns beschreib. Hessen , p. 14,. Tremtd.
Histor. Lexicoit m. Theil.
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Epstein , Eppenstein , eine Freyherrliche familie in derWetterau , welche m dem XVI. s^ulo ausgestorben. Sie hat-te ihren Ursprung von dem Gräflichen geschlecht Muertzthal inder Steyermarck, den nahmen aber von dem in selbiger gegendunfern Judenburg gelegenen schlösse Epstein, davon heut zutage nur noch die rudera zu sehen. Von hier hat sie sich in dieWetterau gewendet, und daselbst das vorher erwehnte schloßEpstein angeleget. Vor etlichen 100. jähren führte sie den ti-tul der Waldgrafen oder Waldboten in der Wetterau , ver-möge dessen sie gehalten war , die wälder in selbigem districtezu beobachten, die wild-bahnen und das gehöltze in gutemstände zu erhalten, wie auch jährlich ein ober-forst-oder wald«aericht anzustellen. Ohngefehr zu anfange des XIII. sieculibrachte sie die Grafschafft Königstein an sich, und führte nach.gehenbs davon den Gräflichen titul. Unter andern sind vondiesem ansehnlichen geschlecht folgende bekannt gewesen. Em-merich wohnte an. 942. dem turnier zu Rotenburg an derTauber bey. Gottfried gieng am 976. mit tode ab. Wie-deradus, Abt zu Fulde, richtete an. 106;. das blut-bad zuGoslar an, und starb an. 107;. Zu dem Ertz-Stift Mayntzgelangte an. 1059. Siegfried I. an. 1200. Siegfried II. an.1228. Siegfried III. an. ia?i. Gerhard!, und an. 1288.Gerhard III. Eberhard, der siebende Graf zn Königstein undHerr zu Epstein, stund bey dem Kayser Maximiliano I. ingrossen gnaden, und starb an. 1^44. ohnvererbt. Seine gc-mahlin, Catharina von Weinsperg, gestgnete an. 15;?. daszeitliche, (siehe Asnigstein.) Spexeri hist. insign. l,uz>us, demigr. gern. k 2H. Hennings geneal. P. II. SpangenbergsAdel-spiegel, P. I. üb. IX. c. 15. Lucä Grafcn-saal, x. 226. seq.winckelmanns beschreib. Hessen .
Eptingen , (von) eine uralte adeliche familie im Biß-thum Basel . Ihr stamm-haus ist Rauchen-Eptingen im Basel ,gebieth gelegen. Es sind diesen Edellenthen viel örter im Sißgöwzugestanden, als Liechstall, Sissach , Prattelen, Zyfen, Bi.schossstcin, Wildenstein rc. Sie waren aber gar in viel linien zer-theilet , die alle zwar den Eptingischen schwartzen adler geführt,aber sich , mit dem kleinod auf dem Helm, von einander un-terschieden. Also waren i.) deren, die sich einfältig von Ep tingen schrieben, und 2. gelbe hirschen-hörner auf dem Helmführten. 2.) Die Eptinger von Blechmont, führten einenschwartzen feder - dusch mit weissen läublinen auf dem Helm.;.) D»e Marolffen von Evtingen, führten einen weissen Bi-schoffs-hut mir rothen knöpfen. 4.) Die Eptinger von Prat-telen , führten auf dem Helm einen halben schwartzen areys-fen mit einer göldenen cron. 5.) Die Eptinger von Sissrch,führten den feder-busch und adler. 6.) Die Eptinger vonLiechstall führten den feder-busch mit einer weissen streifezwerch dadurch. 7.) Die Huser von Eptingen führten einarmloses , gehärtetes, gelb-bekleidetcs männlein, mit einemspitzigen Hut. 8.) Eptinger, die Glurren , führten ein weiß-bekleidetes männlein. 9.) Die Eptinger von Madien führtenauf dem Helm ein schwartzes wie ein schwanen-hals für sich ge-bogenes Horn, daran vornen der adler in einem gelben rina-lein. io.) Die Eptinger von Hünrngen führten zwey weiffespitze Hörner mit vielen knöpflein. u.) Die Eptinger vonRheinfelden führten eine aufgestellte wanne. 12.) Die Eptin-ger von Zyfen führten zwey gelbe hintersich gekrümmte, undmit einem rothen band zusammen gebundene Hörner, i;.)Eptinger die Sporer, führten auf dem Helm einen göldenensporen. 14.} Eptinger die Puliant , führten einen aufrech,ten gelben flügel mit dem adler darinnen rc. Gottfried vonEptingen war Reichs-Vogt zu Basel an. 1262. Matthiaswar Bürgermeister allda an. 1274. Hartmann war Raths-herr an. i?6o. Hans Puliant war Bürgermeister an. 1,77.zu welches zeiten zwischen der hohen Stift Bafel und derstadt ein grosser streit , wegen den Kayserlichen freyheitengewesen ist. Cuntzmann Svorer von Eptingen war Cano-nicus der hohen Stift zu Bafel an. i;;o. ' Es sind derenetliche in der Sempacher sthlacht an. i;86. erschlagen worden.Das geschlecht grünet noch im Sundgow. stumpf, üb. XII.
p. }8J. Urßis. lib. 1. p. 34· *
EPULONES, waren Priester zu Rom , welche gewisseschau-sprele und vpfer, nebst den dabey vorfallenden gastmäh-lern auf Obrigkeitlichen kosten anstellen musten. Es ist falsch,was einige meynen, daß, wann wohlhabende leuthe in ihremletzttn willen öfters verordneten , daß jährlich nach ihrem todeauf ihre kosten ein gastmahl gehalten werden sollte, die Epu-lones sorge getragen, daß die erben das ihrige thun mästen,und woferne diese es versäumten, ihre güthcr eingezogen, undden Epulonibus zugetheilet worden. Es geschahen wol der-gleichen Vermächtnisse in Rom und anderswo; aber diß giengdie Epulones nichts an, und bestellte ein jeder die in seinemtestament, welche dafür sorgen sollten. Sie kamen U. C. ^8-auf, und waren ihrer anfangs nur drey, nachgchends aberthat man noch vier hinzu, da sie denn auch 8eptemviri Epulonesgenennet worden. Ihr Lollegium war eines der vier oberstenLvIIegiorum der Priester zu Rom , und hielten es die vornehm-sten Römer jur eine grosse ehre dasselbige zu tragen. Dio Cajf.lib. LXXX1II. Infcr. vtt. Cic. de Har. resp. Gyraldut, synt.Deor. Roß», antiq. Pitiscus. *
Epulus, ein Printz von Jstrien, welcher, nachdem er von denRömern überwunden worden, sich stlbst den tod anthat.
C c * Eguico-