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Hub eb« so wird eine der Musen in einer müntze des alten Rö,Sn aeschlechts Pomponia . welches den zunahmen Mulawl>w s ^ xjnen fuß in der tust als tan-
Ovid. lib. II.panth. myth.
tniq , vorgestellt, mit dem . , .
«nb / und eine leyr m der Hand haltende.
Ze arte amandi. Proei. in Hestod. Ponuy
^ Emtosthenes, von Cnrene , ein difcipul Aristonis Chii,«nd des Poeten Callimachi, wurde in der CXXVI. Olymp,um das zahr 4?8..derstadt Rom , A. M. 37°8. A. C. 376.aebobtcn. Ptolemaus Evergetes zog ihn zu sich m EgYPten,um die bibliotheck zu Alerandria zu verwalten. Er war dererste, welcher sich, die erde in ihrem umkreis auszumeffen,unternommen, und befand, daß sie 2 $ 2000 . ftadia groß sey ,weswegen ihm dann der zunähme Erdenmesser beygelegtworden. Er hinterließ auch von allerhand arten der wrssen-schafftm einige fchriften, darum er den nahmen eines Philo-loei bekam. Etliche nennten ihn den kleinern Platonem;und da er auch eben , weil er sich auf allzu viele wissenschaff-tcn gelegt, in jeder derselben einige über sich hatte, die ihmnoch an kunst vortrafen, so wurde er zum schimpf Vera genen-nct, welches der andere buchstabe des Griechischen Alpha-bets ist, und einen mann andeuten mag , der nirgend der er-ste ist, und in nichts sonderlich vortrift. Er starb in dem«i. jähre feines alters. Strato , lib. I. II. &c. Sujdas. Piutar.chui , in Lycurg. Alexanclr. Demosth. &c. Cafar , de belloGall. üb. Vl. c. 24. Meurßus , not. ad Hcsych. & Nicom.Voßus , de Hist. Gr. lib. I. c. 17. *
Eratostratus, siehe Heroftratus.
I'Eraur, oder Erraud , lat. Arauraria , Araurius undRhauraris , ein fluß in Nieder-Languedoc , entspringet aufdemberge Aegnal in Sevennes, und ergiessct sich in die Mittelländi-sche see, nachdem er die Wasser Arre, Buegue, Solonbre,Peine , rc. in sich genommen. Strubo. Ptolemaus. Catel. Mas.jm. &c.
ErbÄiniguna, ist ein ewiger friedens - vergleich zwischendem Durch!. Haus Oesterreich und den Schweizerischen Can-tvnen aufgerichtet, krasst dessen kein theil das andere, an sei-nen landen und leuthcn beschädigen, noch dessen feinden hülsvdn Vorschub thun , sondern eines dem andern vor schadenseyn soll. Der erste gründ hierzu wurde gelegt an. 1474. zuCostantz durch die imt Ertz-Hertzog Sigmund gemachte Ver-einigung wider Hertzog Carl in Burgund , deren innhalt beySimler und Waldkirch zu lesen ist, welche an. 1477. i» Zürich erläutert und besser bevestiget worden. Nach geendigtemSchwaben -kriege und dem an. 1499. zu Basel crfolgtem frierdens-schluß (welcher bey Waldkirch E. B. H. P. I. in append.p. Ijv in forma zu lesen ist) hat der Kayser Maximilian I. we-gen deren erneuerung bey den Eydgenossen ansuchung gethan,es konnte aber, wegen verschiedenen, von Franckreich darzwi-schen gestreuten, Hindernissen, nicht ehender bewerckstelligetwerden bis an. 19 n. da sie zu Baden erneuert, und in ein offeninstrument gestellt worden, welches in forma zu sehen ist beyWaldkirch d. loc. p. 100. & scq. krasst dessen solche Erb-Eini-gung auch auf das Spanische Burgund erweitert worden ist.An.iz <57. wurde sie mit Kayser Ferdinando I. gleichfalls erneuert.An. 1,9«. und 97. erschienen Burgundische botfchafften vorden zu Baden versammleten Eybgenossen , wegen beschirmungdieser freyen Grafschafft, und begehrten sonderlich erläuterung,über die in der Erd-Einigung enthaltene wörtlein, treues auf-sehen , als welche sie auf leistung thätlicher hülffe ausdeutenwollten. Sie erhielten hierauf diese antwort: Man wollediese wörtlein, samt der gantzen Erb-Einigung, durchaus beydem einfältigen duchstaden und verstand, wie von alters her,verbleiben lassen. Jm fall aber diese Grafschafft wider rechtund billigkcit angegriffen, und der König in Spanien , zu de-ren lediger beschützung, volck begehren sollte, so wolle manihm, jedoch in feinem kosten, darmit an die Hand gehen.Eine gleiche antwort und abfchlag thätlichen zuzugs,, erhieltean.i«22. Ertz-Hcrtzogs Leopolds und an. i 6 ;y. des Königs inSpanien Gesandter Don Diego di Savedra. Stettier. Rah».Waldkirch , *
* Erbendorff, ein berg-städtlein in dem Pfaltz-Neuburgi-schcn, so zwischen Neuburg und Sultzbach gemeinschafftlichist, und an der Nabe lieget.
Erbermaim, (Vitus) rvar an. 1997. in dem Stift Bam-berg gedohren, und begab sich an. 1620. in die Societät IEsu.Er starb an. 1679. zu Mayntz , nachdem er an diesem orte fo-wol als zu Würtzburg gantzcr 27. jähr gelehret , auch mitEalixto, Cvnringiö, Musäo, Wrqando und andern Luthera-nern viel streit-schristeu gewechselt hatte. Aleg. bibl. S. J.
* Erbland, oder Herbland , latein. Hermelandus , oderErmelandus , ein Heiliger im 7. jahrhundert, ward zu Noyon von sehr adelichen eitern an. «;y. gebohren. Da er seine studien«dsolviret, warb er an den Hos geschickel, um dort fein glückzu suchen, und wurde bald Clotario III. so angenehm , daßer das amt eines Großschencken von ihm erhielte. Nach derHand sollte er sich mit einer perfon verehelichen, welche seineslindes und amtes wegen ihm angestanden wäre. Da aberlchon alles auf den Hochzeit-tag fertig war , so verließ er denHof, und verfügte sich m das klostev St. Vandrille, in demlande Caux, und that daselbst sein gelübde ungefehr an. 66z.
Histor. Lexico» IU. Theil.
Einige zeit hernach wurde er dem Priester-orden zugethan, zuwelcher stufen ihn St. Ovenus, Ertz - Bifchoff von Rouen ,einweyhete. An. 67;. erbaute St. Pascharius, Bifchoff vonNantes , ein kloster zwey stunden von dieser stadt, in einer insulauf der Loire , so man PAmre , oder die höle nennte. Da-hin wurde Erbland nebst -2. Mönchen geschickel. Clotarius III.accordirte diesen Mönchen, auf begehren St. Erblands unddes H. Pascharii, Königliche briefe und siegel, worinnen er diestiftung dieses neuen klosters bestätigte, und dasselbe unter sei-nen schütz nahm. St. Erbland hatte das vergnügen nochwährend seinem leben, dieses kloster (welches nun Aindre heis-fet) in solchem aufnahm zu sehen, daß es schon zu seiner zeitunter die vornehmsten des Königreichs gezehlt wurde, fowolder frömmigkeit und menge feiner anhäwger wegen , als umder reichthümmer willen, so demselben von allen orten her zu-flössen. Da er nunmehro alt geworden, legte er die Abtey nie-der , und überließ diese ehren-stelle Adelfredö; und da auch die-ser vor St. Erbland abgestorben, machte er Donatum zu sei-nem Nachfolger. Einige scribenten setzen Erdlands tod in daSjähr 700. andere aber auf an. 720. Er ward in der kirche St.Pauli, und zwar in der capeüe St. Vandrilli beygesetzet, vonwannen ihn 19. ober 16. jähr hernach sein U 4 id Äonaki Nach-folger , der Abt David, in die kirche St. Petri versetzet hat.Sein fest fällt, den meisten Martyrologiis zu folge, ausden29.mertz , welches der tag seines todes soll gewesen seyn. InBretagne , wo er gefeyret wird, wird ihm auf den 29. nov.und zu Paris auf den 18. octob. diese ehre angethan. Anony-mus ap. Bollandum. Afia SS. Benedifii. Bulteau. P. le Cointe,Henjchmius. Baillet, vitse Sanct.
Erbmänner-streit, im Stift Münster , siehe Münster .
Erb-Vereinigungen, sind zweyerley.Wenn sie unter fteun-den und bluts-verwandten geschehen, heissen sie pacta famili*,oder gefchlechts-vergleiche, und kommt der innhalt aufder con-trahircnden parteyen belieben an. Wenn aber nachbarn undandere eine solche erb-vereinigung unter sich aufrichten, betrist esdie hülffe und beystand, so sie einander im nothfall thun wollen.Hiervon sind nun wohl zu unterscheiden die Erb - Verbrüde-rungen , welche über dieses noch ein erdschaffts - recht geben,so baß nach abgang des stammes die erö-verbrüderten succe«diren. So ist auch dieser mercklichc unterscheid, daß die erb-veretnigungen von dem Kayser keine bestätigung brauchen, sin-temal jedem Stande das recht bündnis und allianzen zu schliej-sen, frey stehet, da hingegen bey erb-verbrüderungen der Kay.ser wegen der lehns-eröfnung um bestätigung angesucht wer-den muß. Ein deutliches exempel haben wir noch jetzo aaden erb - vereinigten und erb - verbrüderten Häusern Sachsen ,Brandenburg und Hessen . Denn als Heinrich der erleuchte-te aus Meiffen mit der Sophia von Brabant sich endlich an.1242. dahin verglich, daß sie Hessen vor ihren söhn Heinrichendas kind haben sollte; wurde kurtz darauf an. 126;. eine erb-vereinigung , um das gute Verständnis beyder länder zu erhal-ten , aufgerichtet, und von Kayser Rudolphen bestätiget. ESist aber darinnen von dem erbfall nichts gedacht gewesen, bisan. 1,7,. Landgraf Ludwig der eiserne seines bruders söhnHermannen aus dem Stift zu Magdeburg zur erb-folge undsortpflantzung des geschlechts abforderte, welches Hertzog Ot-ten von Braunfchweig zu solchem Verdruß brachte, °daß erden Hermann mit geivalt zu entsetzen drohete. Diesem übelvorzubeugen, richtete der Landgraf zu Hcffen mit den Meiß-ner» im besagten jähre die erb - Verbrüderung aus, welcheKayser Carolus IV. bestätigte. Als nun Brandenburg sahe <wie dieses ein herrliches Mittel sey , die länder mit guterfreundfchafft an einander zu knüpfen , hat es in solche erb-ver-einigung und erb-verbrüderung mit eingenommen zu werdengesucht, welches endlich an. 1497. S« Naumburg erfolget.Krasst dieser erb-vereinigung und erb-verbrüderung sind nundie parteyen einander nicht allein beyzustehen verbunden , son-dern haben auch die mutuelle erb-folge auf einander. Ein je-der hat in des andern vestungen das öfnungs-recht, und nimmtin der erb-verbrüderten lande die Huldigung von den Untertha-nen. Eines jeden Vasallen müssen die eventual-huldigung andie erb-verbrüderten bey lehns-empfängnis leisten, weswegenauch ein erb-verbrüderter des andern Vasallen und diener unsernlieben getreuen schreibet, da eS gegen fremde nur unsern liebenbesondern heißt. Endlich, wird auch vor alle zusammen inallen kirchen gebäten. Lunigs R. A. part. spec. cont. t.abs. 4. abf. 2. n. 1. winckelm. beschr. Heffenl. p. 92;. Mar-purg. succeßions-acren, p. 2 6.
* Erbury, (William) ein Engelländer, diente zuerst alsFeld-Prediger unter dem Grafen von Essex, war nach diesemallezeit gegen die Königliche partey,, machte sich durch seltsamemeynungen bekannt, dlsputirte in öffentlicher kirche wider dasPredig-amt, und starb an. 1694. Man hat von ihm Mysteriummagnum Divinitatis , de Regno Christi; de Ministris pro deci-mis , non Ministris , &c. Wood , Athen . Oxon.
* Ercambaldus, oder Ercanbaldus, Erchanbaldus,Erchenbaldus, war anfangs Notarius bey Carolo M. welcherihn an. 801. in Lignrien schickte, wo er vor die ausrüstung derschiffe, welche die Kayserlichen Gesandten und den vomKönig in Persien dem Kayser geschenckten elephanten überbrin-gen sollten, sorgen muste. Man findet seinen nahmen oft inCaroli AI. diplomatibus, und ist er vermuthlich auch Cantzlcr
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