roli VI. wider die Engelländer grosse dienste, bekam auch Viasund Besinn in der viooeea Agde gelegen, zur Verehrung. Erwar Königlicher Rath und Cämmerer, Seneschall und Gou-verneur von Rovergue, rc. und verrichtete an. 14^4» eine Ge-sandtschafft in Castilien . Seine gemahlin war Johanna vonPourpieres, Frau von Lugarde und Vernines, von derenkindern nachgehends soll gesagt werden. Bec oder Begvnvon Esteing, Gouverneur der stadt und vestung Pezenas ,hat mit seiner gemahlin Johanna von Lestrange verschiede-ne kinder genüget. Unter den söhnen ist Johannes II. Vi-comte von Esteing , von Delphin «, welche er sich an. 146;.beygeleget, ein vatter Catharinä worden, die aber ohnver-heurathet gestorben. Ihr vatter Johannes machte vor seinemende an. i<;oo. ein testament, darinnen er Wilhelmum, Gil-lot genannt, zum erben eingesetzet, welcher aus den nach-kommen Wilhelmi, eines sohns Johannis I., war. Denndieser Wilhelmus, Johannis I. söhn, vermählte sich, wieschon gedacht, mit Johanna von Pourpieres, die ihm ver-schiedene kinder gebahr, darunter Caspar I. von Esteing,Herr von Lugarde, Vernines rc. Seneschall und Gouver.neur von Rovergue, rc. zu mcrcken. Er vermählte sich an.,4^. mit Johanna, Freyin von Murvl, die ihm gebohrenLudovicum, Wilhelmum, Gillot genannt, Antonium undFranciscum, welche beyde sich in den geistlichen stand begeben.Von Antonio siehe in dem folgenden artickul. Sein bru-der Franciscus, Bischoff zu Roden, Abt von St. Chaffre,ward anfangs Dom-Herr und Graf zu Lyon . In Italien legte er guten gründ in den studien , und nachdem er in dengeistlichen und weltlichen Rechten grosse wissenschafft erlan-get, nahm er an. 1488. den I)o<stor-titul an. Nach seiner zu-rückkunft in Franckreich wollte ihn Carolus VIII. zum Parle-ments-Rath zu Paris machen; allein er schlug dieses aus,um dem Kirchen-staat desto bessere dienste leisten zu können.Darauf wurde er an. 1501. zum Bischoff zu Rodez erweh-let, davon er aber wegen Caroli von Tournon, der daraufPrätension machte, nicht eher als nach jähren besitz nchmcnkonnte. In eben diesem jähre gienq er als Ambassador nachRom , da ihm Julius II. die regierung über die stadt Avi-gnon und Grafschafft Venatßin aufgetragen. Er starb zu Ro dez an. 1519. in dem 69. jähre seines alters. Wilhelmus,Gullot zuqenannt, wurde von seinem vatter vor dem erstarrbohrnen söhne Ludovico, welcher blind war, zum erben sei-ner güther eingesetzt > auch durch Johannem II. wie gedacht,zum Vicomte von Esteing ernennet. Er starb über in sei-nem söhn Caspars II. wiederum aus. Ludovicus, der erstge-bohrne , welcher blind war, Herr von Vernines, Anual undTötende, vermählte sich an. 1489. an Margaretham von Com-vorn, die ihm nebst Carolo, Priorn von Parisot, rc. Johan-ne , Dom-Herrn und Grafen zu Lyon , Groß-Capellan zu Ro-de; , Gabrielem von Esteing gebohren. Dieser war Herr vonMurol, Vernines, rc. und nach dem tode seines vettern Ca-sparis II. Vicomte von Esteing. Er vermählte sich an. 1518.Mit Charlotte von Arpaion , die ihn zum vatter machte Fran-ctsci I. Vicomte von Esteing und Cabars, rc. wie auch Rittersdes Königlichen ordens. Dessen gemahlin, Catharina vonChabannes, gebühr ihm Johannem III., so einer von denberühmtesten Capitaincn seiner zeit worden. Er hielt sich zuder Ligistischen partey, und nahm verschiedene Plätze in Rover-gue und Auvergne ein. An. i6ri. befand er sich bey derbelagerung von Montauban , starb aber noch zu ausgangedes gedachten jahrs, von seiner gemahlin, Gilberka von Ro-chefoucaut, hinterlassend Johannem Ludovicum, FranciscumII. Joachimum, Abt von Jssoire, und nachgehends Bischoffvon Clermont, so an. 16^0. gestorben; Rrtler von Malta und Commandeur von Morlan, Ludovicum Freyherr» vonSalmiech , rc. Bischoff von Clermont und verschiedene ande-re. Johannes Ludovicus, Graf von Esteing, rc. wardHauptmann über 100. leichte Pferde, und starb in der be-sten dlüthe seiner jähre an. 1628. nur 2. töchter nach sichlassende. Sein bruber Franciscus II. aber pfiantzte das ge«schlecht fort. Er war von der Königin zum Capitain-Licute-nant über 200. mann gemacht, und der Koniq selber ernenn-te ihn an. 16z;. zum Ritter seiner orden. Er starb an. 16?7.zu Troyes in Champagne , Joachimum Grafen von Esteingnach sich lassend. Dieser brachte sich sowol durch seinen ver-stand als tapfcrkeit grossen rühm zuwege, und zeugete mitseiner gemahlin Claudia Catharina, einer tochter Petri, Mar-quis von Jnteville, ersten Präsidenten des Parlements zuBourgogne, und nachmals in Dauphins, Franciscum Mar-quis von Esteing, und Dionysium, Abt von Esteing genannt.Ülemoir. MSC. de la mais. d’Esteing. Sammartb. Gall. Gual.terius , in chroH. Du SaujJ'ay , martyr. Gall. Ugbell. Ital. sacr.Aubery , Cardin. &c.
* Esteing , (Antonius d') ei» söhn Caspari l. d'Esteing, er-hielt nach und nach verschiedene geistliche würden, und an.i,o6. das Bißthum Angouleme , nachdem ihn Ludovicus XII.in der ehe-scheidungs-sache mit seiner gemahlin Johanna, alsseinen General-Procurator gebraucht halte. Auf dem Conci-lio zu Pisa nahm er sich der freyheiten der Französischen kirchcmit grossem eifer an, und war sehr bemüht, die verfallene kir-chen-zucht wieder herzustellen. Er starb an.iwie man sagt,
am gift. Sammarthanus , Gall. Christ.
Estella , eine alte stadt im Königreiche Navarra , und zwar die
Haupt-stadt m einem kleinen ländgcn, welche- la MerindadEstella genennet wird. Sie liegt am flusse Ega, ist ohnqefthr«oder 7. merlen von Pampelvna entfernet, und hat ein gut castel,'
Estella , (Didacus) ein Franciscüner-Mönch in dem XVI fo’culo, aus Portugaü, oder wie andre wollen, aus Navarra mbürtig. Einige «eben auch vor, daß er eine Bischbffliche würde beses-sen. Man hat von ihm : Commentaria in Luc* Evang. ■ Rhe!toricam Ecclefiasticam live de Ratione concionandi; Exnll·/tionem Psalmi CXXXVI.; dc la Vanidad del MundoSeotur & Anton. bibl. &c. · ’
* Estcpa , lat. Astepa , eine kleine Spanische stadt in Anda lusien , nahe an der grentze des Königreichs Granada aus einemberge, 6 . oder 7. meilen von Eccia.
Esterhasi, eines der ältesten und Mächtigsten geschlechterdurch gantz Ungarn . Man giebt vor, daß solches, gleichwie derHertzvge von Croy ihres, in unverruckler ordnung von Adam bisauf gegenwärtige zeiten könne hergeleitet werden. Esteras solldaraus um das jähr 969. gelebrt, den Christlichen glauben undvornahmen Paulus angenommen, seinen vorigen nahmen aberanstatt des zunahmrns behalten haben. Man machet ihn zu ei.nrm söhn des Euri, eines Hunnischen Fürsten, und führt dessenUrsprung von Attila her, der von dem Nimrod abstammen sollUm das jähr 1070. hat sich Ludovicus Esteras, der von dem Kö-nige Salomon in Ungarn zu seinem General gemacht worden,hervor gethan. Sein söhn, Michael Estcras, ahmte dem vatterin, dem rühm der tapferkeit nach, und erhielt deswegen von demKönige Ladislao Sancto in Ungarn *u seinem wapen einen ge-krönten güldenen greif, der in der vordern rechten klaue einenblossen sabel hielte im blauen selbe. Er hatte nebst einer tochterChristina r. söhne, Franciscum und Ändream. Der letztere da-von zeugete Sigismundum, so an. 1112. das leben eingebüsset,Labislaum und Matthiam. Ladislaus wurde ein vatter Etc,phani, dessen 2. söhne, Georgius und Franciscus, beyderseits dasgeschlecht fortgepflantzet, wiewol der letztere in seinem söhnePaulo, so sich in den geistlichen stand begeben, und an. ngs. zumAbt des Benedictiner-klosters zu unserer lieben Frauen auf demberge Mainant erwehlet worden, wiederum ausgestorben. Gtor-gius aber, so an. 1159. des Königs Bela General worden, undwegen vielfältig erwiesener proben seiner tapferkeit den zunah-men des kriegers bekommen, hinterließ einen söhn Ludovicum,der ein vatter Demetrii und Johannis worden. Der letztere da-von zeugete Petrum, dessen söhn Emeritus den König Andreamin dem zuge in das heilige land begleitet, und an. 1218. in derbe,lagerung der stadt Damiate das leben eingebüsset, Matthiamhinterlassend, welcher Emericum und Johannem gezeugel, da,von der erstere ein vatter Petri worden, so an. 1296. gestorben.Sein söhn BenedictuS Esteras wurde an. i z ro. zum Freyherr»von Galant«, sein söhn Andreas zum General, gleichwie seinenckel an. i z86. von dem Kayser Sigismundo zum Eguire au.raro gemacht. Er kam an. 1 196. vor NicopoliS um, Nicolaumhinterlassend, der Franciscum gezeuget. Dieses letzter» söhnStephanus, Freyherr von Galanta , war ein tapferer Held, undverlohr an. sein leben in der schlacht bey Mohaz, die erdem Könige Ludovico II. vergeblich mtßrathen hatte. Seinsöhn, Martinus Esterhasi, zeugte Benedtctum und Stephanum,unter welchen dieser in der schlacht bey Kerest an. 1 zyö. blieb, je.
gang gezeuget, von dem andern GeorginS Cajvar, ThomasSiglsmunduS, Michael, Ericus, Johannes und Daniel, unterwelchen Sigismundus, Michael und Ericus verschiedene kinderhinterlassen. Der dritte söhn Francifci, Paulus, hat Franci»scum, Nicolaum und Alexandrum gezeuget; der viertelndmerckwürdigste wurde den 8. apr. an. 158;. gebohren, er fuhrt«den tilul eines Grafen von Beregh, worzn er an. 1617. von demKayser Matthia gemacht worden. An. 1622. wurde er Kayser,licher Cammer-Herr, und ;. jähr hernach Paladmi, des Kö-nigreichs Ungarn, und Ober-Gespan deS Oedenburger. Comi-tats, auch endlich an. 1628. Ritter des göldcnen Vliesses, wieer denn dem Kayser in der unruhe mit dem Bethlen Gabor sehrwohl zu statten kam. Er schlug an. 1624. die Türcken, als sieeben in die quartiere ziehen wollten, und bekam viele,beute.Nachgehends trug er zur erwehlung deS Kayftrlichen ältestenPrintzen, Ferdinandi, zur Ungarischen Crone nicht wenig bey ,und starb an. 1644., nachdem er von seiner andern gemahlinChristin« Niari von Bedcg, Emerici Grafen von Turzo wittw^ein vatter verschiedener kinder worden. Unter den söhnen hat sichStephanus, Graf von Beregh, mit Elisabeth, Gräfin Turzovon Bethlenfalva vermählet, die ihm Ursulam, so eine gemah-lin seines bruders Pauli, Palatin, in Ungarn worden, und La,dislaum , welcher sich in den geistlichen stand begeben, geboh,ren. Der andere söhn Nicolai, Ladislaus, wurde an. 16*2. vonden Türcken erschlagen; der n'ingst-gebohrne, Franciscus, warbCommendant zu Papa, und hinterließ Antonium, so Oberst.Lieutenant unter den Kayftrlichen Husaren worden. Vor allenbrüdern aber ist zu mercken Paulus, des heiligen RomiswenReichs Fürst Esterhasi von Galanta , Graf in Frackno und Be-regh , Herr in Eiftnstatt, Kayftrlicher würcklicher geheimerRath, Palatinus des Königreichs Ungarn, Obcr-Gespan desOedenburger - Comitats, General - Oberster des KönigreichsUngarn, und Ritter des göldenen VliesseS. Er ward an.gebohren, und an. 1637. in den Reichs, Fürsten ,