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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Ethelwolf, oder Ethelwuff, der andere Monarch in En-, qelland, folgte anfseinen vatter Egbert an.,8;6. Er war einsehr freundlicher Herr, aber dabey kein guter foldat, welchesden Dänen muth machte, Engelland ferner zu beunruhigen.Ob er sie nun zwar an. 8;y. mit einer grossen Niederlage zurück»ach Southampton trieb, fo blieben sie doch in den folgendenbey Portsmouth und Mereworth gehaltenen treffen allezeit Mei-ster. Durch fo guten fortgang ihrer Waffen wurden sie zuneuen Unternehmungen mehr und mehr behertzt gemacht, daßsie des nächst-fvlgenden jahrs nach Rochester, Canterbury undfönten kamen , und gantz unerhörte grausamkeiten verübten.Hierauf erhielten sie zu Charmouth in Dorfttshire einen siegwider die Engelländer, wurden hingegen an. 84?. gar hartgczüchtiget, daß sie 6. jähr stille sitzen musten. Als sie an. 8s2.abermals eine feindliche landung thaten, hatten sie ebenfallsnicht besser glück als das vorige mal, inmassen sie erstlich beyWcggantborough , und hiernächst zu Sandwich , geschlagenwurden. Nichts destowcniger kamen sie nach diesem aber-mals in die Temfe, streiften bis nach Canterbury und vondar nach Londen . Ethelbert schreibet, daß sie beyde örter zer-störet hätten ; allein, was Londen anbelanget , so berichtet Äs-ser , daß dieser ort von ihnen nur geplündert worden. Bertuls,der Mercianische König, welcher sein Königreich von Ethel-wvlf hatte , versetzte ihnen eine» harten streich , sie suchtensich zwar zu rctiriren, allein König Ethelwolf und sein söhnEthelbald trafen sie zu Okeley in Surrey an, und lieferte»ihnen ein treffe», welches gleichfalls unglücklich vor sie ablief.Hierauf stieß der König Ethelwolf mit seinen auxiliar-troup-pen das nächst-folgende jähr 8s;. zu Burhed , dem Königein Mercia , wider die nördlichen einwohner zu Waüis zustreiten. In eben dem jähre landeten die Dänen zu Thanetan, und halten eine abermalige rencontre mit des Königsttouppen, welche auf beyden theilen gleichmäßig ablief. Da-rauf that Ethelwolf mit seinem jüngsten söhne eine reise nachRom , und blieb daselbst ein gantzes jähr, da immittelst dieDänen in seinen Herrschafflen das winter-quartier genommenhallen. Auf dem rückwege vermählte er sich mit Judith,des Königs in Franckreich , Caroli Calvi , tochter. Mittler-weile war wider ihn zu hause von Ethelbald, seinem ältestensöhne, Man, seinem vertrautesten Bifchoff, und Emils,dem Grafen von Sommerfet, eine conspiration angesponnenworden. Ihre beschwerungen waren diese, daß er Alfred,stinen jüngsten söhn, mit nach Rom genommen, um ihnallda zum Könige crönen zu lassen , auch über dieses eineausländische Printzeßin geheurathet hätte ; damit nun dasReich nicht in innerliche unruhe verfallen möchte, räumte erseinem ältesten söhne das beste theil des Königreichs ein. End-lich , nachdem er 20. jähr regreret, starb er, und wurde zuWinchester begraben, vier söhne hinterlassend, die sämtlichnach einander regierten, Ethelbald , Ethelbert, Ethelred undAlfred. Das Königreich theilte er unter die beyden ältesten ,so, daß Ethelbert Kent, Essex, Surrey und Sussex, derälteste aber alles übrige zu seinem antheil bekam. Dieser Herrwar von lugend auf sehr andächtig, und zu dem geistlichenstände gewiedmet. Er wurde auch noch bey seines vatters lebenzum Bifchoffe von Winchester ordinirt, und als sein vatter todtwar, folgte er sehr ungern in der regierung, ließ sich aber end-lich, weil kein rechtmäßiger erbe vorhanden, beydes von derklerisey und dem Adel dazu bereden, Aßer, in ipsius vita. WU-ithn. Malmtsbur. Vergilius. Du Cbene, üb. VI.

* Ethelwolf, oder Lupus , ein Engelländer und Mönchaus dem erden St. Benedicti. In dem VIII. fecnlo schrieb erEgberte dem Bifchoff ein geticht in versen , von der stistung desklosters St. Peter, auch aus dem Benedictiner-orden. Er hatnoch etliche andere getichte verfertiget. Vid. Pitfeum, de script.Angl. Vojjium , de Hill. Lat. lib. II. c. 29.

Ethelwolphus, oder Ethelvoldus, Bifchoff zu Winche-ster in Engelland , lebte in dem X. feculo. Man hat von ihmverschiedeneschriften, als de Planctis & Mundi Calamitatibus ;de iua in Presbyteros Poteitate ; von den Königen , ihren Rei-chen und landschafften in Engelland , und andere mehr, derenVmcentius Bellovacensis , Anlonius Possevinus und Voßiusgedencken. Er starb an. 984. Godrein. de Episcop. Angl. Ba-l*us, de script. magn. Brit. Pitseus, de script. Angl.

Ethelwolphus, oder Eitewolph, von Stein, ein Schwä-bischer Edelmann, welcher zu den zeiten des Kayftrs Maximilia-m I. um das jähr 1494. gelebet. Er war an dem Brandenburgi-Ken Hof in grossem ansehen, und hinterließ ein werck von denHelden und berühmten leuthen. Trithem. script. eccl.

Echerianus, (Hugo) von Tofcanien, lebte zu ende des XII.l«culi. Er begab sich »ach Constantinopcl, allwo der KayserManuel Comnenus grosse Hochachtung vor ihn hatte. Er hin-miieß ein buch, wider die irrthümmer der Griechischen kirche,von ausgehung des heiligen Geistes. Es wird ihm auch nochem anderer tractat, de Anima Corpore exuta , zugeleget.Trithem. & Beilarmtn. in catalog. script. eccles. Genebrard.chron. lib. IV. Baron. t. ult. annal. &c.

Etherius, Bifchoff von Ostna in Neu-Castilien, lebte indem VIII. feculo. Die Königin Adosinda, des Silonis witt-Histor. Lncicon lu. Theil,

we, welche in den geistlichen stand getreten, berichtete ihn , daßElipandus, Ertz-Bifchoff von Toledo , die Nestorianische ketze-rey wieder aufwarmete. Diesem nun widersetzte er sich, wiewolvergebens. Sein werck stehet in der bibliotbeca Patnmi. Manhat von ihm noch das stück eines duchs wider Folmarnm, so inStewartll Auctario begriffen. *

Ethico, oder Eticho I. siehe Guelfische stamm.

Ethico II. ein söhn Henrici I. aus dem stamm der Wel-phen , soll mit einer concubme eine tochter erzeuget haben, wel-che merckwürdig, weil weiter erzehlet wird, daß Etichonls bru-der Rudolphus dieselbe einem Graubündtlfchen Edelmann vonChur, nebst ansehnlichen güthern gegeben, aus welcher eheder Adel in Churwahten, Schweitz , Hefchtzel, Uster und Rap-persweil herkommen soll. Ex chron. IVemgart. & Aventino.Feller, in der genealvg. Historie des Braunschweiq-Lüneburgi-schen Hauses p. 18.

Ethicus, oder vielmehr Aethicus, ein Philosophus , wel-cher nächst nach den zeiten veS Kayftrs Constantini AI. gelebet.Er war , nach Rhabani bericht, von geburt ein Scythe, undist wegen seiner welt-beschreibung bekannt, die aber in vielenstücken mit des Orosii überein tvmmet. Vojjius , de Hiit. Lat.lib. 111 . p. 2.; de Philolog , c. 11. §. 17.; de scient. Mathemat.c. 70. §. 1.

Ethodius I. der 25. König in Schottland , fuccedirte Cona«rv, und gab Argabo, welcher unter der vorhergehenden regie-rung Vice-König gewesen, die höchste charge unter seinem re-giment. Er befehlichte ihn auch, nachdem er gewöhnlicherMassen alle seine Herrschafflen besichtiget, die verstörer der ge-meinen ruhe in den insuln zu unterdrücken , welches ihm glück-lich von statten gieng. Allein, da diese rebellen von den Irr-lanbern verstarckt worden, erregten sie eine neue ausruhe, undbrachten es durch betrug und verrätherey dahin , daß ArgaduSgeschlagen wurde, daß also der König selbst wider sie aufbre-chen muste, sie zu demüthigen. Er schwächte sie anfangs durch ·stete einfalle, und trieb sie in ein thal, darinnen sie sich endlichmit diesen bedingungen ergaben, daß sie ihm ihren General mit200. mann, die er selbst auslase, ausantworteten, worauf erdie übrigen ohngehindert heimgehen ließ. Da nun also Erho-drus friede und gerechtigken in seinem lande aufgerichtet, mach-te er gewisse jagd-gefttze, deren etliche noch bis heut m tage be-obachtet werden. An. 194. wurde dieser tapfere Fürst in seinemschlaf-gemach von einem Irrländifchen musicanten, den er beysich schlafen ließ , um ihn bey dem erwachen durch sein flöten-spiel zu belustigen, aus raache, wegen seines von dem Königegetödteten verwandten, ermordet. Buchan. *

Ethodius II. des vorigen Ethodii söhn, fuccedirte Donal-do I. Sein gemüth war nicht so aufgeweckt, als wol zu be«herrschung eines wilden und kriegerischen volcks erfordert wur-de. Weswegen der Adel, als er solches wahrnahm, gewissePersonen in jegliche prvvintz setzte, um in des Königs nahmendie gcrcchligkeit zu handhaben, so, daß Schottland fast nie-mals besser regieret worden, als zu dieser zeit. Man giebt die-sem Könige schuld, daß er allzugeitzig gewesen. Endlich wurdeer in einem von feinen eigenen Offictrern erregten tumult er-schlagen, im 21. jähre feiner regftrung, um daS jähr 2;r.

Buchan.

Ethrigus, (Georgius) ein Engelländer, lebte an. I S84. Erhat in der Lateinischen, Griechischen, Hebräischen und Engel-ländifchen spräche einige schriften verfertiget, auch die werckeJustini Martyris aus dem Griechischen ins Lateinische über-setzet. Ausser den sprachen verstund er auch die Medicin.

Sander, in Monarch. Titfeus , de scriptor. Angl. Mir aus, descript. säte. XVI. &c.

Ethus, der 72. König in Schottland , fuccedirte seinembruder Constantino II. und wurde wegen seiner Hurtigkeit-pes genennet. Die vornehmste Ursache, warum man ihn zumKönig erwehlte, war diese, weil er den rest von seines brudersarmee, so von den Dänen zerstreuet worden, wiederum zu-sammen gebracht hatte. Zu seiner zeit liessen sich viel von der-gleichen fischen, welche man die see-monche zu nennen pfleget,an den küsten sehen, welches vor kein gut zeichen gehalten wur-de. Wie dieser Herr sich in allen lästern henim wältzete, alsofolgten ihm auch hterinnen seine soldaten nach. Allein der Adelverband sich wider ihn, forderte ihn vor sich , beschwerte sich ineiner langen rede über sein gottloses leben, und zwang ihn, dasregiment abzuschwören,welches im andern jähre seiner regierunggeschahe; wiewol einige schreiben, daß er nicht genothiget wor-den , die regierung abzuschwören, sondern an einer wunde ge-storben sey , die er von Gregorio, der nach der Crone gestrebet,empfangen, welches an. 87 s. geschehen. Buchan. tritt. Seat.Du Ckene , bitt. Angl. lib. VIII. c. 2.

* Etiennot, (Clande) ein gelehrter Benedictiner-Mönchvon der Congregation St. Mauri, war zu Varennes in derDioeces Autun an.;9. gcdohren, und begab sich in dem19. jähre seines alters in gedachte Congregation. Nachdem ereinige zeit die Humaniora zu Pvntlevvi gelehrct, kam er nachSt. Martin de Pvntoift, welcher Abkey Historie er auch be-

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