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Bald daraufbemächtigtc er sich noch mehrerer Cyprischer städte,zog sich aber hiedurch die Perser auf den hals , bey denen da-mals Artaxerxes Mnemon regierke, welche dann theils aufdie bitte der Cyprier, theils auch, weil sie Evagorä anwach-sende macht mit scheelen äugen ansahen , und sich bey so gutergelegenheit dieser ihnen treflich wohl gelegenen insul völlig zudcmeistern wünschten, mit einer grossen armee in dieser in-sul anländeten. Evagvras vergnügte sich anfangs, das seinigeru schützen, hielte sich auch in Salamine, samt seinem söhneProtagora , (welchen Diod. Siculus fälschlich Pythagoram nen-net ) so tapfer/ daß die Perser mit all ihrem volck nichts davorausrichten konnten, da er hingegen selbige kurtz zuvor nurmit so. mann erobert hatte. Ein so guter fortgang frischte ihnan, weiter» um sich zu greiffen, wie er dann »n kurtzer zeit fastdas gantze Cypern in seine gemalt brachte, hernach in Phöni-cien einfiele , das land verwüstete, Tyrum einnähme, Cilicicnzum abfall von den Persern bewegte / und deren trouppenmehrmals grossen schaden zufügte. Die gröstc kunst Evagoräwar , daß er von allen , die sich vor der Perser macht forchten /entweder öffentliche oder heimliche hülffe an sich zu ziehenwußte , als von Acori dem Egyptier, von verschiedenen Grie-chischen städten , ja so gar von Hecatamno, dem Könige inCarien, der zwar selbst mit einigen hülfs-völckern im Persischenlager war, aber doch jenem unter der Hand mit grld beystun-de. Als sich der krieg bis ins zehende jähr verzogen, wurde end-lich ein friede geschloffen , darinnen Evagorä ein ziemlicherstrich landes in Cypern bliebe, nur daß er sich zu einigem tri-but verstehen muste. Sonsten hat sich dieser Fürst der Athe-nienser und übriger Griechen, da sie von den Lacedämoniern«m härtesten bedränget worden, rühmlich angenommen, vor-nemlich Cononem , als der zu ihnen geflohen, wohl gehal-ten , auch endlich viel beygetragen , dir Persische Gouver-neurs zu bewegen, daß sie sich ebenfalls der Spartaner machtwidersetzet; wie dann Evagoras zu, diesem ende nicht nurden vernünftigen rath gegeben, sie zur see anzugreiffen, son-dern auch zu einem solchen krieg zu waffer den besten theilschiffe hergegeben. Vor seinem tode sahe er seine kinder, söh-ne und töchter in gutem flor, als Fürsten und Fürstinnen,stunde aller orten in ansehen, und hatte eine ziemliche macht, so-wol zu waffer als zulande, auf den deinen. Allein, mit demallem kam er unglücklich um das leben, Massen er von ei-nem verschnittenen, nahmens Nicocle, (wie ihn DiodoruS Siculus nennet) oder besser (nach des Theopompi bericht)Thasydäo, unversehens ermordet wurde, A. M. ?6io. A. C.,74. ü. C. z«0. Olymp. CI.;. Worauf ihm sein söhn Nico-cles in dem Reich gesolget, nicht aber, wie Diodorus fer-ner meynet, der von lhm falsch also genannte Mörder undEunuchus. Dieser sein söhn ließ ihn sehr prächtig begraben,auch bey gegebener gelegenheit vielerley spiele mit tantzen, mu-siciren, fechten und wett-rennen, sowol mit Pferden als schif-fen , halten; wie dann auch der berühmte Atheniensisthe Red-ner Socrates seine zu lob des Evagorä gestellte fürtrefliche redein dieser feyerlichkeit gehalten hat. Ificr. in paneg. Evag. & inorat. ad Nicoclem. Xenoph. de reb. Grsec. üb. II. Arißot.Polit. lib. V. c. 10. Theopomp. apud Photium. Diod. Sie.Üb. XIV. & XV. Oros. lib. II. c. 16. *
Evagoras II., ein söhn des vorigen, wurde von dem Kö-nig Artaxerxe Ochs nach Cypern , allwo er vorher regieret,geschickt, daselbst die rebellirenden Könige oder Herren über ei-ne grosse stadt zu demüthigen. Evagoras nun suchte zwar,mit hülffe der Perser, sein vätterliches Reich wieder zu erlan-gen , wie sie ihm dann auch zu diesem ende den AthenienserPhocion mit einer ziemlichen macht zugaben. Aber, als es sichin die länge verzog, wurde Evagoras bey dem Könige verdäch-tig gemacht, daß er sich dadurch qenöthiget fand, zu dem Kö-nige zu reisen, und sich zu entschuldigen. Es glückte ihm auchso weit, daß er eine grosse provintz in Asien zu gonvernirenüberkam. Weil er aber diese übel verwaltet hatte, entflöhe ernach Cypern, allwo er gefangen genommen und gctödtet wor-den. Diodor. Sicul. bibi. lib. XVI. Sonst finden wir »och ei-nen dritten Evagoram bey Diodoro 8iculo, welchen dieser ge-schieht - schreiber zu einem Gouverneur der provintz Aria ,unter Anligono, kurtz nach dem tode Alexandri M. machet,ihm auch das lob grosser klugheit und tapferkeit beyleget,lib. XIX. *
Evagoras, gebürtig von Lindus , ein Griechischer scri-bent, hat eine Historie von dem Königreich Egypten , daSleben des Timagenis, und anderer mehr verfertiget. Manweiß nicht, zu welcher zeit er eigentlich gelebet. Suidas ge-denckel seiner, desgleichen thut auch Plinius von einem diesesnahmens Meldung , wiewol er von diesem unterschieden ist.Plin. lib. X.
Evagrius , ein Patriarch zu Constantinopel , welcher an.*70. durch die rechtgläubigen nach dem tode Eudoxi, so derArianischen stete zugethan war , zu dieser würde erwehlt wor-den. Der Kayser Valens , welcher die rechtgläubigen ver-folgte , schickte ihn ins elend, darinnen er auch vermuthlichgestorben. Die Griechische und Lateinische kirche setzt seinentag unter die zahl der heiligen Märtyrer auf den 6. mertz.
Gregorius Nazianzenus. Socrates, lib. VI, c. ij. 14. Baronius,
A. C. ?7®· &c ·
Evagrius , em Priester von Antiochia , lebte zu ende de«IV. i-eculi. Er wurde von dem anhanq des iünqst-verstorbk-nen Paulinr wlder Flavianum zum Bisthoff von An tmAi*an. ;88. erwehlet, lebte aber darauf nicht lang. Er (hinbingrosser Vertraulichkeit mit Hieronymo , und hat das leben Cwmi, so Athanasius beschrieben, aus dem Griechische» ins »a-telmsche übersetzt Es befindet sich zwar noch heut?, tage finVersion von dem leben des Antonii unter des Arhanasiiwer-km.ob aber solche ihren Ursprung von Evagrio haben man, wolle»einige in zweifel ziehen. Hitronym. catal. c. 12z. & epist 6&C. Ambras, epist. 78. Theodor et. lib. V. c. 2}. SVrcti.ljb V'C. H. Sozomen. lib. VII, c. iz. Baron. A. C. 572. M. ’Evagrius, Ponticus und Hyperborita , von seinem ae-burts-orte ohnweit des Ponti Euxini , zugenaimt, war ei»Mönch , und lebte zu ende des IV. feculi. St. Bastltus »er"ordnete ihn zum Lector der gemeine zu Cäsarea, und Gregor»,«Nyffenus trug ihm nach dessen tode das Diaconak auf. BonGregorio Nazianzeno, dessen unterrichcung in der heil. Schrifter genossen, wurde er zum Archidiacono der Constantinopol -tanischcn kirche gemacht. Allein er blieb kaum ein jähr da-selbst , als er wegen seiner schönen gestalt und netten aufführunain kleidern, einem vornehmen Herrn verdächtig wurde, alswenn er mit seiner frau in verbotener Vertraulichkeit lebte,da er dann dessen raachgier zu entfliehen, von einem enqelim tramne soll ermähnet worden seyn. Hierauf nun kam ernach Jerusalem , und erwehlte, auf einrathen der Melaniävon Rom , die ihn in ihr Haus genommen, das kloster-le-den, welches er in Egypten bey iz. jähr geführet, undim-mittelst den beyden Macariis, so die Verbesserung und Heili-gung des lebenü trieben , eifrigst angehangen. Nach dieserzeit versuchte zwar Theophilus Alexandrinus , ihn zu anneh-mung eines BißthUlchZ zu bereden, allein er schlug solches ab.Im übrigen hielt er sich zu des Origenis parley, weswegener auch von Hieronymo zum öftern widerleget wird. Zuwelcher zeit er eigentlich gestorben, kan man nicht sagen,doch ist dieses gewiß , daß er sein leben auf ein hohes al-ter gebracht. Man hat von ihm verschiedene fchriften:als Orationes sive Preces centum ; Gnostica Problematasexcenta ; Epistolam ad Melaniam ; Librum centum Sententiar.in Anachoretarum usum sive Elementarium libr. II. alterumad Monachos in Coenobiis degentes , ad Virgines Deo sacra-tas alterum ; Monachum sive de Vita activa, Gnosticumsive de iis, qui cognitionis munere donati sunt; Antirrhe-ticum adversus tentantes Daemones ; &c. PaBad. hist. Lau-siaca. Hieronymus , epist. ad Ctesip. praes, adv. Pelag. ep. 60.Gennad. de viris illuftr. c. n. Socrates , lib. IV. c. ig. Sozo.menus , lib. VI. c. ;o. 40. Baron. A. C. ; 88 - n. is;. Cave ,histor. liter. Du Pin, &c.
Evagrius , ein Griechischer scribente im VI, feculo, warum das,ahr tzo. berühmt, und ist von dem Evagrio Pon-tico unterschieden. Man weiß weiter nichts von ihm, ausserdaß er ein buch geschrieben unter dem titul: Altercatio 8imonisJudaei & Theophili Christiani , davon Gcnnadius schreibet,daß es zu seiner zeit allen bekannt gewesen; heutiges tagesaber ist es nicht mehr vorhanden. Gennad. script. eccl. c. \o.Honorius Augußodun. lib. I. de lum. eccl. c. 49. Mirtus ,bibi. eccl. Cave.
Evagrius Scholasticus , ein berühmter kirchen- scribentim VI. sieculo, wurde zu Epiphania , einer stadt in Syrien ,an. t; 6 . oder tJ 7 < gebohren. In seiner jugend wurde er inder Grammatic, Rhetoric, und andern wissenschafftcn wohlunterrichtet, und gab endlich einen Advocatcn zu Antiochie»ab, dahero er auch Scholasticus genennet wird. Mit demPatriarchen Gregorio zu Antiochien stund er sehr wohl, undwar sein Astestor in deurtheilung der gerichts-sachen, dienteihm auch in schreibung der briefe und predigten. Sonst warer zu Antwchien in solchem ansehen, daß, da er an. sichzum andern mal verheurathete, die stadt deswegen öffentlichespiele anstellete. Der Kayser Tiberius machte ihn zum Quarfto-re und Mauritius zu einem Praefecto. An. 589. begleitete erden Patriarchen Gregvrium nach Constantinopel, dahin dersel-bige, wegen beschulbigung vieler übelthaten, citiret worden.Die zeit seines todes ist ungewiß. Man hat von ihm »ist. Eccle-fiaft. lib. VI. darinnen er die kirchen-historie von an. 4 il. an-fängt, und bis aufdas 12, jähr des Kaysers Manritii oder bisan. ?94. continuiret. Seine übrige schristen sind nicht mehrvorhanden. Photius , cod. 29. BiUius , tom. I. obferv. sicr.c. z 8 - BeUarnvn. de script. eccl. Baron, annal. PoJJius, de Hist .Graec. lib. II. c. 2;. Miraus. Du Pin. Cave, &c.
Evander, soll, nach einiger meynnng, König in Arcadicagewesen seyn, und wird wegen seiner beredtsamkeit vor Mcrcumsöhn gehalten. Er reisete A. M. 2740. A. C. 1244. mit seinerMutter Carmenta , einer Weissagerin, in Italien . Faunus,welcher damals der Aboriginum König war, nahm ihn sehrfreundlich auf, und gab ihm eine weitläuftige landschasit cm,welche er unter seine geführten theilete; darauf bauete er einestadt auf dem berge Palatino , die er Pallanthum nennete, nachdem nahmen seines groß-vatters, und richtete daselbst Pani,dem qott der Arcadier, zu ehren eine statue auf. Er warder erste, welcher die Lateiner den gebrauch der buchstaben und ■den acker-bau lehrte. Aurtl. Victor, de origin. gent. Rom . Ja-Jtin. lib. XLIII. EVAN-