behauptete, das recht zurCrone stehe auf ihrer feite, so Wirf*,, chx Olympias ein schwerdt, einen langen seidenen strick, undimi decher voll gift, mit dein befiehl,, daß sie ,.ch eme art»es todes unter solchen erivehlen mochte , welche sie ivoll-, Eurydice ließ sich durch diesen grausamen andlick gar nichtschrecken, sondern bat zuerst die götler, daß Olympias dermal-ins in gleiche noth gerathen mochte, nahm hierauf den strick,und stranqulirte sich selbst, A. M. j 666 . A. C. ;i8· U. O 436.DlvmD. CXV. 3. Diodorui, lib. XIX. c. n. 32. Curt. lib. X.
c. 7 · 7 #»· lib · X111, c · ?· & xlV * c · Ba 2 /e · *churrdice, war des Orphei liebste, welche er so inbrünstig ge-liebch daß er, wie die Poeten lichten, sich nicht gcscheuel, sie nachihrem tobe aus der Hölle zu holen. Virgt . in georg. Dmlar.Sicu! lib. XIX. Ovid. metam. lib. X. Siehe Orpheus.
Eurydice , ist der nähme einer Jllyrifchen Dame, welchevon Plütarcho, wegen ihrer grossen vegierde zu erlernung derniissenfchafften, damit sie ihre kinder darinnen unterrichtenkönnte 1 sehr gerühmcl wird. Er führet auch eine aufschriftnn , welche sie den Musen gewiedmet. Piutanh. de educat.liber. Bayle.
* Euryganea , oder wie andere schreiben, ’zvpvyivti *,des Hyperbantis tochter, mit welcher Oedipus den Eteoclemund Polyniccm zeugte, vor deren Mutter sonst andere auch dieJvcastam oder Epicasten angeben, Apoüodorus, III. 3. §. g. soaber auch von den dritten mit allem ernst widerleget wird.
Plutarchus, IX. 3.
* Eurrlochus, gicnq mit dem Ulysse von Troja zurück, undda sie an die inful der Circes kamen, wurde er mit 22. andernabgeschickt, zu sehen, was es vor ein land sey. Sie trafen da-her die Circen in dero pallast an, und wurden mit grosserHöflichkeit empfangen, und in selbigen hinein geführet, weilaber Eurylochus sich einer Hinterlist beforchtete, blieb er vorder lhüre 'stehen, und sahe was es werben wurde, und weiler denn endlich wahrnahm, daß seine cameraden zwar gar herr-lich iracliret, allein darauf auch in schweine verwandelt, undin eine» stall gestecket wurden, risse er aus , und brachte dieNachricht davon gantz ausser sich selbst gesetzel , dem Ulyßi.Homerui, Odyff. K. 20?. Ovid . metam. XlV. 287. Als sieaber hernachmals an die insul Trinacriam kamen , vermochteer den Ulyssem, wider dessen willen an dieselbe anzuländen , undda sie wegen widrigen Windes in einigen tagen nicht wieder da-von wegkommen konnten, immittelst aber ihren Proviant ver-zehrten , war er auch der rathgever, der jonnen rinder anzu-greifen und zu schlachten, welches ihnen aber so schlecht bekam,daß als sie wieder zu schiffe giengen, sie ein schrecklicher stürmüberfiel, in welchem auch endlich Jupiter ihr schiff mit demdonner in trümmern zerschlug, daß von ihnen allen niemand,als der einige Ulysses , davon kam, und folglich er der Eurylo-chus auch mit ersauffen muste. Homer m, 1 . c. M. 278.
* Eurylochus , ein König der Phlegianer, welcher die stadtTheben zuerst erbauet. Vielleicht mag es der seyn, der Crissamin Phocide zerstört, 5 r^-,IX. p. 641. unter dessen regierungauch die Amphictyone« wett-rennen und kämpfe angestellet.Strabo , IX. p. 645.
* Eurymachus, einer der mächtigsten zu Thebes , welcherPlatäam durch vcrräthcrey eingenommen; da sich aber alle ein,wohner wider ihn erklärten, wurde er seinen feinden lebendigüi die Hände gespielet < und von ihnen in der wüth umgebracht.Thucydidei. ' Solisten führte auch einer von den liebhabern Pe-nelopes diesen nahmen. Ovid. lib. 1 .
Eurymedon, ist ein stuf; in Pamphylia, so anjetzo Jercon undZacuth genennet wird. Er entspringet aus dem gedürge Taurus,durchstießet Pamphylien , und läuft bey den mauren der stadtAspendum vorbey. Nachdem Cimon , der Alhenienser General,des Terpis flotte A. M. 3514. A. C. 470. U. C. 284. Olymp.LXXV 11 . geschlagen, verfolgte erden flüchtigen feind bis andie gegend , da sich dieser fluß ins nrecr ergeußk, wiePomp. Mela und Thucydides berichten.
* Eurynomus, ein höllen-gott, welchen die Delphier ver-ehrten ; er fraß, wie sie sagten, das fleisch der verstorbenen, undließ nichts als die gebeine übrig. Pausanias in seinen Phocai-cis beschreibet ihn schwächlich, und fast fliegen - färbicht, undstellet ihn vor auf einein geyers-fell sitzend, und mit zähnen ble-ckend. Siehe ein mehrers von diesem abscheulichen gotl undseinem blldnis bey CaHai , imagini delli Dei.
* Eurypon, oder Euryphon, ein söhn Soiis, und ein en-ckel Procll, des Königs der Lacedämonier, welcher dem geschlech.tc, so nach ihm das Eurypontidische genennet worden, dennahmen gegeben. Er fieng an zu regieren 1029. jähr vor Chri-sti geburt. Du Pin, bibl. univers. hist. profan.
* Eurypylus, des Evamonis söhn, gab einen freyer um dieHelenam mit ab , Apoiiodorm , III. 9. §. g. und gieng hernachauch, mit 40. schiffen seiner leuthe, von Orchomeno, Hygin. fab.97· oder vielmehr von Ormenio mit vor Trojam. Homerm ,lliad. B. 738. Denn er halte einen theil von Thessalien innen,Strabo , IX. p. 66;. 663.669. auch muthmasset Strabo IX.p.66i.daß seine leuthe Phthii genennet worden. Er bekam aber bey er-cherung der stadt Troja ein käsigen zur ausbeute, worinnen desBacchi bildnis war, den dessen erblickunq er aber auch «(sofortunsinnig wurde, und nur dann und wann wieder zu sich selbst
Htstor. Lexicon 111 . Theil.
kam. Er fragte daher den Apollinem zu Delphis um rath,welcher ihm denn befahl seinen kästen da zu lassen, wo er einsgantz besondere art zu opfern antreffen wurde, welches er her-nach zu Arve that, als er sahe, wie man da der Dianä Tri-claria; einen knaben und Mägdlein abschlachten wollte, wodurcher denn nicht nur von seiner unsinnigkeit befreyet wurde, son-dern auch damit besagtes grausame opfer, nach dem Oraculo,seine endschaffl bekam, er aber die ehre erlangte, daß ihm nach-her die Patrenser auch jährlich nach des Bacchi fest seine beson-dere parentalia abstatteten. Pausanias , Achil. 19.
* Eurypylus , des Telephi und der Astyoches, einer toch-ter des Prlami, söhn. Strabo , XIII. p. 87;. Er wurde »achseines vatters kode König in Mysien , und als er von seinen nach,barn mit krieg angegriffen wurde, ersuchte er den Pergamum,des Neoptolemi söhn, um hülffe, erhielt auch gegen seine feindedie oderhand, und erbaute hernach demselben zu ehren die stadtPergamum , und nach des Apollinis orakel die stadt Gry-num, der er diesen nahmen von seinem söhn dem Gryno gab.Strabo , XIII. p. 877 · 9 1 S · Servius, ad Virg. eclog. VI. 72. In-dessen soll er vorher noch den Peneleum, General der Grie-chen vor Troja, Pausanias, IX. 5. wie nicht weniger auchselbst den Machaonein erleget haben, daher auch dessen nähmein dem tempel des Aesculapii zu Pergamo , als des vatters desbesagten Machaonis, nicht einmal genannt werben durfte. Pau-sanias, III. 26. Jedoch soll ihn auch Neoptolemus oder Pyr-rhus endlich vor Troja erlegt haben, Homerm, Odyss. -. 319.Hyginus, fab. 112. nachdem er sich zwar lange nicht von demPriamo bewegen lassen wollen , ihm dahin zu hülffe zu kom-men , als aber derselbe dessen gcmahlin, Eriphylä, einengöldenen weinstock zum geschencke zugesendet , habe diese ihnendlich dazu zu bewegen gewllßt; Scholiaßes Juvtnal. satyr.VI. 654. wannenhero denn dessen Historie vor andern ziemlichverwirret ist.
* Eurysaces, des Ajacis Telamonii söhn, wurde nach diesesfeines vatters tobe Herr der insul Aeginä, und endlich nachfeinem tode so fern göttlich verehret, daß er auch selbst zu Athen seinen besondern altar hatte, ohne die ehre, welche er mit sei,nem vatter in gedachter inful genoß. Sein söhn war der Phy-läus, welcher von den Atheniensem zum bürger ihrer stadtmit aufgenommen wurde, wogegen er ihnen Aeginam verehrte,die sie hernach auch beständig besessen. Pausanias, I. 33.
* Eurysthenes, ein söhn des Aristodemi , war nebst seinembruder Procle der hauptsächliche Urheber der stadt Lacedämon.Strabo , VIII. p. 360. 362. 397. Herodotus, IV. 147. VI. 31.$2. VII. 204. Sein söhn hieß Agis, Strabo , VIII. p. 361. undüberhaupt waren die Lacedämonier aus banckbarkeit besorgt,daß dieses manns geschlechte nicht untergehen möchte. Hero-dotus, V. 39. Dahero die Könige aus dem ersten HeraciidischenKönigs-stamm zu Lacedämon, gleichwie von Agide Agi das , alsovon diesem Eurystenide» genennet werden.
Eurystheus , König von Myccnä in Peloponneso , Sthenelisöhn, welcher, um der erzürnten und gehäßigen Junoni widerHerculem einen gefallen zu erweisen, denfelbigen zu den härtestenund schweresten arbeiten und grösten gefahren, als er nur erden-cken konnte, antrieb und ausschickte. Apollodorus. Piin. &c.
* Eurytion , des Actoris söhn, söhnete den Peleum wiedermit den göttern aus, als er den Phocum seinen stief- bruderhingerichtet hatte, und gab ihm nicht nur seine tochter, dieAntigonen, zur aemahlin, sondern trat ihm auch den dritten theilder Herrschafft uber Phthiam mit ab. Apoüodorus. III. 12. §. 2.Als sie hernach beyderseits sich mit auf die jagd des Calydoni-schen schweins begaben, versähe es Peleus abermal, und in-dem er besagter destie eines versetzen wollte, traf er solchen sei-nen schwieger - vatter, daß er sofort mit dem leben bezahlte.
* Eurytus , des Melanei söhn, König zu Oechalia. Pausa-nias, IV. 8. Strabo, VIII. p. 322. IX. p. 669. Antonius Libera lis , met. 4. Er versprach seine tochter Jolen dem zu geben,welcher ihn und seine söhne im schiessen überwinden wurde; un-geachtet aber solches Hercules hernachmals bewerckstelligte, sowollte er doch sein Wort nicht halten , weil er beförchtete, etmöchte die mit ihr erzeugten kinder auch wie die, so er mit derMegara bekommen, umbringen. Apoüodor. II. 6. §. 1. Es kamdahero mit der zeit zwischen ihnen zu einem offenbaren kriege,in dem Hercules mit beyhülffe der Arcadier , Melienser undLocrorum Epicnemidum die stadt Oechaliam eroberte, und denEurvtum mit allen dessen söhnen niedermachte, die Jolen aberals seine sclavin gefangen mit wegführte. Pausanias, II. 13.Diodorus Siculus , IV. 38. Scbo'.iaßes Sophoclis , Trachin. 268.333. Apoüodor. 1 . c. §. 7. Es waren aber die söhne solches Eu.ryti, Toxeus, Molion, Pythius, Dhdor. Sic. IV. 33. undIphitus , von welchen zwar der letztere nach einigen des Herculisparken hielt, Apoüodor. I. c. §. 1. nach andern aber nach Tra-chine kam, um zu sehen, ob nicht Hercules seines vatters viehwegtreiben lassen, worüber ihn derselbe an besagtem orte voneinem thurn hinab stürtzte, Diodar.Sicul, I. c . 31. sich aberdagegen auch auf drey jähr der Omphalä zu einem knechteverkauffen lassen muste. Wogegen Eurytus mit der zeit alsein Heros oder halb - gott verehret wurde. Pausanias , II.26. 33. IV. 8* Burmann. catal. Argonaut . Vul.Flacc. prae-
fix. h. v.
Kk »
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