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provintzen, gar viel zur grund-legung und aufnähme seiner So-cietät beygetragen. Als er aber auf das Concilium;« Tridentbcruffen wurde, starb er an. i; 46 . an einem fieber. De Cojie,bist des hom. & dam. illustr.
lkaber, ( Philippus) ein berühmter Franciscaner-Mönch,war zu Svianata, vhnweit der stadt Faenza , von schlechtentltern gebohren. Nachdem er seine studien, welche er zu Pa-dua angefangen, zu Rom geendiget, wurde er zum Bacca-laureo gemacht, und gieng hierauf nach Venedig , daselbstdie Philosophie zu lehren. Nachmals wurde er von seinem or-den einmüthig zum General-Aßistenten erwehlet, welche würdeer auch zu grossem nutzen dieses ordens in die zo. jähr befiel»bet. Ausser diesem machten ihn seine ordens-brüder zum auf-seher der studien zu Cremona , Parma und Padua . An die,sein letztem orte wurde ihm auch die Metaphysik zu lehren auf,getragen, und nachdem er dieses amt jähr mit gutem fort-ganq verrichtet, wurde er zu der theologischen Profession be-fördert , auch zugleich mit einer pension, dergleichen keiner vorihm gehabt, jährlich versehen. Dieses bewog ihn niemals die,sen ort zu verlassen , ob ihm schon Urdanus VIII. die stelle ei,nes Inquisitaris zu Rom ertheilen wollte. Im übrigen habenihm die Scvtisten die neue aufnähme ihrer lehre, so damalsziemlich herunter gekommen war, zu dancken. Er starb an.i 6 zo. den 2g. aug. im S 6 . jähre feines alters. Er hat ver-schiedene schriften verfertiget, deren ein theil in die Hände ei-nes Professors zu Padua , Felicis Osii, gekommen, aber mitseinem tobe zu gründe gegangen. Unter denen, die noch übrigsind, findet man Opus de Prirnatu Petri & Pontificis Roma-ni adversus 4. priores de Rep. Ecclefiastica libros M. Anto-nii de Dominis; adversus Atheos ; Commentar. in 4. librosSententiar.; Metaphysicam , welche sein successor , MatthiasFerchius, mit beyfügung seines lebens an das licht gcstellel;de Censuris Ecclesiasticis, de Pra:de(rinatione &c. Th./maßn.in elog. Gbihni , th. d’huom. lett. Imperial. musa-um histor.Frrterus, in theatro.
Faber, (Tanaquill) einer der grösten Criticomm des XVII.fgeculi , war zu Eaen in der Nonnandie an. 1615. von armeneitern gebohren. Er zeigte gleich in der ersten jugend einen ge-schickten köpf, wurde daher dem stndiren gewiedmel, undvon seines vatlers bruder, einem Geistlichen, erzogen und un-terwiesen. Weil er eine schöne stimme und gutes gehör hatte,ließ ihn derselbe 4. jähr lang blos mit der music zubringen,und im raten seines alters erst anfangen die Lateinische sprächezu lernen, darinn er es aber in 6 . monaten weiter brachte,als andere in 2. jähren. Doch die allzu grosse schärfe seinesVetters machte ihn so verdrießlich, daß ihn sein vatter wiederzu sich nach Hause nehmen, und ihm einen andern Praxepto-rem geben muste. Dieser war zwar gelehrt, konnte aber nichtGriechisch, und weil der junge Faber die Nothwendigkeit die-se spräche zu lernen , schon erkannte, suchte er sich selbsten zuhelffen, und nahm auch in kurtzem darinn eben so sehr zu, alsunter seinein Praceptore in der Lateinischen. Nachdem er sichdie grammatic bekannt gemacht, nahm er, wie ehemals Sca-liqer, gleich den Homernm und die Tragicos vor die Hand.Nach anderthalb jähren ward er in die schule nach Fleche ge,. schickt, allwo er sein studiren mit besonderm rühm zu endebrachte. Die Jesuiten demüheten sich sehr, ihn bey sich zu be-halten, er aber gieng in seinem rg. jähre wieder nach Haufe.Sein vatter schlug ihm vor, in den geistlichen stand zu treten,als darinnen er bey seiner armuth am besten fortkommen könn,te; worzu er sich aber durchaus nicht wollte bereden lassen.Als er einige jähre in der Normandie zugebracht hatte, gienger nach Paris , da er bald freunde und Patronen fand. DerHerr de Noyers brachte ihn zu dem Cardinal Richelieu , derihm die aussichl über die schriften, die im Louvre gedruckt wur,den, auftrug, da er aus den variantibus lectionibus der altenauthorum die besten auslesen sollte» und verschaffte ihm einebesoldung von 200. Pistolen. Er war auch gesonnen , ihnzum Reistore des zu Richelieu aufzurichtenden Collegii zu ma,eben, da er seine vorige besoldung behalten, und noch anderewichtige einkünste darzu bekommen sollte; aber der tod des.Cardinals machte alle diese Hoffnung auf einmal zunichte. Ma-zarin fragte nicht viel nach der qelehrsamkeit, und da Faberseine besoldung nicht mehr richtig erhielt, ward er verdrießlich,und legte selbst seine bedienung nieder. Nachdem er einigejähre zu Paris vor sich geledet hatte, gieng er mit dem Mar-quis de Frankiere nach Langres , allwo er eine liebe zur Pro testantischen religion bekam. Er verließ also seinen patronund zugleich die Römische kirche , und gieng wieder nach Pa ris , und kurtz darauf nach Breuilly in Touraine , da er sicheinige jähre aufhielt. Die Akademie zu Saumur war damalssehr in flor, und wurde mit den gelehrtesten leulhen besetzt,daher man auch Fabern eine daselbst in der dritten klaffe er,ledigte stelle antrug, die er sonderlich wegen der schönen ge-qend des landes annahm, und der ihm zu gleicher zeit ange-botenen Profession der Griechischen spräche zu Niemägen vor-zog , ob gleich die besoldung darbey gar mäßig war. Diesesamt hat er viel jähr lang verwaltet, und in der zeit feine mei-sten schriften heraus gegeben. Einige monate vor seiner letztenkranckheit, berufte ihn der Churfürst von der Pfaltz nach Hei delberg ; allein der tod übereilte ihn, ehe er sich dahin bege.
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wkan yaue tyn vorher nach Utrecht und Leid«,verlangt, welche letztere stelle er auch gewiß würde angenom-men haben, wenn thu nicht ein bries eines freundes, oderwie emige wollen, die liebe zu einem frauenzimmer auf and«re gedancken gebracht hatte. Diese hat ihn noch auf anderefchwachheiten verleitet; denn als er einsmals eine reist nachParts that-suchte ihn Colbert daselbst zu behalten, that ihmsehr vortheilhafftige vorschlage , und ließ ihm ein Haus mie-then ; aber ehe sichs jemand von seinen freunden versähe, warFaber wieder nach Saumur gereist, weil es ihm nicht mög.Nch geweien war, langer von seinem frauenzimmer zu seyn >wodurch er Colberts gunst und kurtz darauf eine besoldung von;vo. thalern verlohr, die ihm der König einige jadr lang hat-te zahlen lassen. Ohngeachtet er sehr arm war, so gar, daßer auch einmal seine bibliotheckverkauffen muste, so lebte erdoch ziemlich verschwenderisch. Er war jederzeit wohl gekleidetund parfumirt, ließ auch öfters gantze kistlein mit Handschuh,seidenen strumpfen und nadeln aus Engelland, wie auch al-lerhand essentzen, rauchwerck und pondrcS von Paris und vonRom bringen, um seine freunde damit zu beschencken. Erwar von den vornehmsten leuthen hoch geschätzt , als derenfreundschafft er sehr geschickt zu unterhalten wußte. Seine de.ständigkeit in der freundschasst ist daraus zuerkennen, daß erdem Herrn Pelisson seinen Lucretium zugeschrieben, als der-selbe m der Bastille saß, und sich im unglücklichsten zustandebefand. Er war sehr mitleidig und überaus dienstfertig, konn-te hergeqen lügen und prahlen nicht leiden. Der zorn übereil-te ihn sehr leicht, gieng aber bald überhin. Er war Wohlge-stalt , von mehr als mittler grösse, und etwas starck von leibe,hatte sehr lange blonde kraust haare, und blaue überaus leb»hasste äugen. Er gieng wenig aus, und suchte sein vergnü-gen im studiren, bey feinen lindern, und in seinem garken,den er selbst angelegt, und mit allerhand schönen blumen verse-hen hatte. Wie er grosses vergnügen in Unterweisung seinerlinder fand, so versäumte er auch nicht die geringste gelegen,heil, dieselben bey sich zu haben, und wußte sie so zu eraini-niren, daß sie dadurch nicht müde gemacht, sondern überausergötzt wurden. Er aß wenig, und pstegte fast immer dabeyzu arbeiten. In der jugend hatte er sich gewöhnt lange zusitzen, aber nach der zeit ist er niemals über Mitternacht auf-geblieben , und hergegen jederzeit um 4. uhr ausgestanden.Das geringste geräusche konnte ihn aufwecken, und so bald ererwachte, stund er auf, wenn gleich andere noch nicht zu be-the waren. Diest lebens-arl und die gewohnheit, daraufihnsein Medicus seit einiger zeit gebracht halle, den wein unge.mischt zu trincken, hatte ihm das geblüte so erhitzt, daß er inseinem 57. jähre in ein hitziges fieber fiel, das ihn in u. ta»gen nms leben brachte. Ob er gleich in dieser kranckheit mei-stentheils phantasirte, so übersetzte er doch 18. fabeln des Loch-manns in Lateinische verse, die er grossen theils selbst zu va.Pier brachte. Als aber das fieber üderhand nahm, dictirteer dem Dacier, als dem einzigen schüler, den er jederzeit um
0 hatte, dieselben in die feder, der sie auch hernach drucken:n. Er starb den 12. sept. 1672., und man sagt, er seywillens gewesen, wieder zu der Catholischcn religion zu treten,wiewol sich das schwerlich mit seinem vorsah nach Heidelberg zu gehen, zusammen reimet. Er hat einen söhn hinterlassen,der viel jähr lang als Französischer Prediger in Holland undEngelland geledet, aber nachgehends wieder nach Franckreichgegangen, und die Catholische religion angenommen, inglei-chen eine tochter, die den berühmten Dacier geheurathet, undsich durch viele schriften bekannt gemacht. Von ihm hat manfolgende schriften: Epiftolas Criticas; Anacreonds & Sappho-nis Carmina cum nods; Apollodorum c. n.; Phsdri Fabulasc. n.; Lucretium c. n.; Longinum c. n.; Vies des PorterGrecs; Methode pour commencer les Humanitez; Justinumc. n.; Terentium c. n.; iEliani Historiam variam c. n.; Lu.ciani Timonem & Librum de Motte Peregrini c. n.; PlutarchiVitam Thesei; Xenophontis Convivium; Alcibiadem prioremPlatonis ; Plutarchum de Superftitione , und andere. Me,moires pour la Vie de Tannegui le Fevre par G raverol. Lts;Origines de Caen. *
Faber, (TimäuS ) ein Niederländischer Rechtsgelehrter,welcher von Leuwarden in Frießland gebürtig gewesen, undan. >62;. gestorben. Man hat von ihm ilnnotat. Juris hb.. 1 .& Disputat. anniversar. ad üb. IV. lnstit. Juitiniani. Am·dreas , bibl.
Faber , (Vitus) oder Guy du Fanr, Herr von Pibrac,Prasident^M'Parlements zu Paris , war gebürtig von Toulou-se, allwo seine familie bereits von 200. jähren her sich mit vor-nehmen Häusern durch heuralhen vereiniget, und durch deklei-dung der ansehnlichsten ehrcn-stellen grosse Hochachtung erwor-ben. Nachdem er den gründ seiner studien zu Paris gelegt,begab er sich nach Italien . Als er von dar wieder zurück ge-kommen , brachte er sich gleich anfangs bey dem Parlemente zuToulouse grosses ansehen zuwege, und wurde in dem 2;. layreseines alters bey demselbigcn zu einem Rath ernennet, gstich-wie ihm bald darauf in dieser stadt das amt e-neS Oder-Rich-ters aufgetragen worden. Einige zeit hernach gleng er mit demcharacter eines Amdassadors auf das Concilium nach Tridenr,seines Königs interesse darbey zu beobachten. Bey seiner zurück-