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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Haustina, (Flavia Marima) eine gemahlin des KavserSConstaulii, welche er sich an. ;6i. kurtz vor seinem tobe beyge-Iwt. Die tochter, welche aus dieser ehe Menget worden, nndwurcklich erst nach absterben Constantini an die weit kommen,hieß Constantia, nnd ist an den Kayscr Gratianum vermähletworden. *

*Faustinopc>lis, vor altcrS eine (labt in Groß-Cappodocien,in der landschaffl Tyanitis, zwischen der stadt Tyana und demaebürge Taurus. In den Christlichen zeiten war ein Biß-thum da unter dem Ertz - Bischofs zu Seleucia. Von denBischöffen hat Daniel das Concilium Ephelinum mit unter«Grieben. Antomnus , itinerar. Hierocles , in notit. Carol. dS. Paul. Geogr. sacr. p. 246. CeDar'tus, not. orb. ant. III.8. H.xi2.

Faustinus, ein Diaconus , oder, wie andere wollen, einPurster, hielt es mit dem Ursicino wider Damasum, undnachgehends mit den Luciferianern, wie er denn auch an.,84. ein Libellum Precum dem Kayser Valentiniano, wie auchdem Theobosio und Arcadio offerirte, darinnen er den Lucife-lm Lalaritanum vertheidigte, und beweisen wollte, daß er(ich mit recht von den Bischöffen abgesondert, welche mit denAriancrn gemeinschafft hatten. Er schrieb auch ein buch deTrinitate , oder de Fide contra Ärianos , so er der KayserinFlacillä dcdiciret. Diese schriften hat unter des Faustini nah,men zuerst Sirmondus an. 1690. heraus gegeben, und sie be-finden sich in der bibliotbeca Patrum. Gennadius , de script.eccl. c. 16. Trithemius. Beüarminus. Miraur. Cave.

Faustius, ( Isaacus) Professor Theologse zu Straßburg »war daselbst an. 16; r. den 10. jun. gebohren. Er machte sichdie Hebräische und Griechische sprachen so wohl bekannt, daßer selbige fertig reden konnte, wie er denn davon sowol beyandern gelegenheiten, als in öffentlichen disputatlvnen unter,schiedene proben an den tag geleget. Nachdem er sowol in derPhilosophie als in der Theologie guten gründ geleget, be-suchte er Holland , Dänemarck, Schweden , Ober-und Nieder-Eachsen, und machte sich bey dieser gelegenheit mit Dorschaozu Rostock bekannt, welcher ihm freyen zutritt zu seiner btblio-theck verstattete. An. 1696. kam er wieder in sein vatterland,und erhielt die erlaubniS, sowol in der Philosophie und Philo-logie, als in der Theologie zu lehren. Zwey jähr hernach wur-de er in das Prebig-amt genommen, und nachdem er an.1699. seine inaugural-disputation gehalten, wurde ihm an.1661. die Doctor-würte ertheilet, auch bald darauf eine Pro-feisio Theologiie aufgetragen. An. 1696. folgte er Sebastia-ns Schmidio in dem amtc eines Prassidis bey dem Kirchen-Convent, und zugleich eines Probstes bey dem Capitul zu St.Thomas nach. Er starb an. 1702. den 3o.n0». und hinter-ließ ausser unterschiedenen disputationcn nichts, als eine exer-cilativn über das Colloquium zu Cassel, welche den titul IreneSirene führet. Nova Litter. Germern, an. 170;. mens. majopag. 187.

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* Faustulus , til, Hirte zu den zeiten des Königs AmuliiNumitoris, der dessen tochter der Rheä Sylviä zwey ausgesetztesöhne, Romulum und Remum, erzogen. Seine stau sollAcca Laurentia gewesen seyn, und sein bruder Plistinus. Li­ vius , I.4. 9. Strabo , V, p. 591. Plutarchus, in Romulo p. 19.21.25. Parallel, p. 319. JuJiinus, XLII 1 . 2. n. 6. Laciantius,div. inst. 1 .20. Macrobius , Sät. I. xo.

Faustus , ward von dem Britannischen Könige Vortigern,in der mitte des V. secuü , mit seiner leidlichen tochter inblmschande gezeugt, bey anwachsenden jähren aber, durch dieanführung eines discipels des H. Germani , so weit gebracht,daß er auf eine sehr exemplarische art sein leben an dem flusseRemnis in Glamvrganshire zubrachte. Miltons hist. ofEng-land, book IV.

Faustus , Bischofs zu Riez, gebürtig aus der provintz Bre­ tagne . Er war anfänglich ein Mönch, und nachgehends Abtin dem kloster auf der insul Lerins , da er in dieser würdeMaximo succedirte, welchem er auch an. 466. in der Bischöff-lichen würde zu Riez in Provence folgere. Er war zu seiner zeiteiner der gelehrtesten Bifchöffe, der insonderheit von SidonioApollinari sehr hoch geschähet wurde, wie auS dessen briefenl» ersehen. Doch mercken die Gelehrten an, daß er der mey-nung der Semi-Pelagianer zugethan gewesen. Er starb umsjähr 480. oder 489. > wie es von andern aesctzet wird. Un-ter seinen schriften sind sonderlich merckwurdig: de GratiaLei & libero Arbitrio lib. II. ; Epistola ad Lucidum Presby-terum ; Libellus de Creaturis, quod in illis nihil fit incor-poreum; sodann allerhand briefe, predigten rc. die in bibl.Patrum anzutreffen. Gennadius gedencket auch dessen büchervom H. Geist, und wider die Arianer und Macedonianer, dieaber langst verlohren gegangen. Sidonms Apoüinaris, üb. IX.ep. 3. & 4. Gennadius, de script. illustr. c. 89 - Honoriusdugußoduncns. de illustr. eccles. lumin. lib. II. c. 89- [ßdo.ttlS> de vir. illustr. c. 14. Ado Vimnenßs, chron. Tri-tbemius & Beilarminus, de script. eccl. Baronius, ad an. 490.Savaro & Sirmondus, ad Sidon . Apollinar. Sammartban. Gall.

II. p. 39. Barralis, chron. Lirin. p. 92. seq. Gesnerus,biblioth. Voßus, hist. Pelagian. it. deHift. Lar. UJsetius,anuq. Britan. Norißus, histor. Pelag. &c. Cave. *

Faustus , ein bekannter Bischofs in Africa von der secte derMamchaer , lebte im anfange des V. feculi. Er war ausMlevis, einer stadt in Numidien gebürtig, und nachdem erßch zu der secte der Manichäer bekannte, erlangte er unterHtstor. Lexiem UL Theil.

Aür^bald ein grosses ansehen, so baß er den titul einesBuchoffs bekam. Er hielt sich eine zeitlang zu Rom auf,meng aber wieder nach Africa, woselbst er von den rechtgläu-bigen bey dem Proconluie Africano angeklaget, und da er sichzu der secte der Manichäer bekannt, in eine insul relegirt wur-de, von wannen man ihn doch bald wieder restituirte. Ervertheidigte die lehre der Manichäer mündlich und schriftlich,dahero er von Augustino widerlegt wurde, der doch vorhero,da er noch selbst den Manichäern zugethan war, ein grossesverlangen getragen, ihn zu besprechen. Augujünus, contr.Faust. Man. HUemont , memoires pour servirä lhist. eccl.tom. XIII.

Faustus , ein Mönch von Monte Caßino , und discipul de-berühmten Benedicti , davon die Benedictiner-Mönche Herrüh-ren. Er lebte unter der regierung des Kaysers Phocä im VII.secula, und schrieb das leben des Abts Mauri, welches Su-rius und Bollandns an dem 19. jan. referiren. Leo Ostiens.chron. Cassmens. lib. I. c. 3. Sigebertus, in catal. c. 32.Es ist noch ein anderer Faustus , der ein Priester gewesen,und das leben Severini, eines Abts im kloster St. Mauricede Chablais geschrieben, welches beyde obgemeldte am 11.febr. referiren.

Faustus , (Johannes) ein burger zu Mayntz, welcher ge-gen die mitte des XV. secuü dem Johann Guttenberger inrrfindung und Verbesserung der bnchdrucker-kunst mit rath undthat beygestanden, und sich dadurch einen unsterblichen nah-men erworben. Denn als der erste ersinder dieser kunst, Jo,hann Guttenberger, sein gantzes vermögen bereits darein ge-stecket hatte, ehe noch kaum die fache recht angefangen war;so trat Faustus ihm mit seinen mittet» bey, daß das gantzewerck zu einem erwünschten ende konnte gebracht werden. Undlässet sich auch aus mehrern umständen zmr wahrscheinlichschliessen, daß, ehe Faust oder auch gar dessen diener und zu-letzt gewordener eybam Scheffer sich der fachen angenom-men, Guttenberger immer auslange auögegrabene tafeln vonholtz oder auch von zmn gedacht habe, da man hingegen, erstnachdem diese beyde dazu kommen, auf die erfindnng der son-derbaren buchstaben gefallen, in welcher doch die eigentlichedrucker-kunst bestehet. Indessen hatte Faust auch verschiedenezufälle dabey. Denn ausser dem, daß er mit Johann Gutten-bergcr, wegen der aufgewandten kosten in einige weikläustig-keit gerathen, so hat er auch zu Paris grosse gefahr ausge,standen. Und zwar so erzehlen einige, daß, da die ersten ge-druckte bücher »n diese stadt gebracht worden, und man solchedenen, so von dieser neuen erfindung noch gantz keine muth-massnng hatten, um desto mehr daraus zu ziehen, für ge-schriebene bücher verkauft, da habe sich zwar anfangs ein jederseines kaufs erfreuet, und in genauer betrachtung der so net-ten und satten schrift, dergleichen, wie leicht zu erachten, nim-mermehr aus einer feder durch ein so grosses buch hindurch,und zwar mit einer so vollkommenen gleichheit siiessen wird,für daö schönste geschriebene buch, so je zu finden, wenigst vondergleichen grösse, ausgegeben. Dadurch wären bald ver-schiedene gewette und vergleichungen oder zusammenhaltun«gen der neugekauftcn Faustischen bücher veranlasset worden.Aber hier mustc sich bte Verwunderung noch weit mehr ver-mehren, da man die so grosse und starcke bände dennoch blakfür blat, linie für linie, Wort für Wort, und endlich gar zugsür zug einander gleich fand. Kurtz; der verkäuffer, von wel-chem ungewiß, ob es einer der ersten ersinder und künstlerselbst gewesen, oder vielmehr eine andere von ihnen dazu be-stellte person, ward für einen zauberer gehalten, und wollteniemand auch aus den grosten Doctoribus und Magistris no-stris die fache für natürlich halten; so daß der gute kerl, wel-chem vielleicht die kunst selbst mochte verheelet worden seyn,und der auf solchen fall diese meynung den leuthen nicht hatsicher benehmen können, in nicht geringe gefahr liefe, zum danckvor seine schöne bücher auf den scheiter-hauffen gesetzt zu wer.den. Einen andern streit erweckten die ungleichen preise, eben-falls in Paris und anderswo. Dann als die ersten stücke»diesen büchern noch ziemlich theur und für geschrieben ver-kauft worden, hernach der preis von den «rkänssern, wie sieleicht thun konnten , um sie desto geschwinder zu verkauffen,um die helfte und mehr verringert wurde, letztlich auch gar et-was rufs von der leichten art viele exemplare zu verfertigen, un-ter die leuthe kam, wollten die, so am ersten und theursten ge-kauft, einen theil ihres gelds wiederum heraus haben; alleinmit dem allen hat Faustens glück bis an seinen tod geblühet,und ist auch die edle drucker-kunst lange zeit unter seinem enckelin dem Hause seines eydams Peter Scheffers geblieben. Chrom,con antiq. Cohn. ad an. 1490. Trttbem. annal. Hirsaug. Scin chron. Spanh. ad an. 1490. Aventin. annal. BoJ. ad d. a.Serar. chron. Mög. Mallinkrot. de ortu & progressu Typogr.De la CaiUe, hist. de lTmprimerie. TeNtzel, von der Buchdru-cker-kunst rc. WaiMus, in fab. humani generis. Siehe Luch-druckerey. *

Faustus, (D. Johannes) soll ein berühmter schwartzkünst-ler zu anfana des XVI. secuü gewesen seyn, von welchem erzeh»let wird, daß er aus Schwaben, oder aus Anhalt, oder aus derMarck Brandenburg, bey Soltwedel, eines bauren söhn gewe-sen ,' welcher ihn zu seinem verwandten nach Wiktenderg ge-schickt , da er mit grossem fleiß zur schule gehalten, und wegenseine- herrlichen Verstandes sehr geliebet worden. Im 16, jähre

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