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^ergus linder 6;. König in Schottsand, succedirte EugenioVIIF, und ließ zu ansang seiner regierung zwar einige proben dertugend sehen, die er aber hernach durch die lasier völlig vcrdun-ckelle. Nachdem ihn seine gemahlin oftmals wegen seiner mai-treffen gestraft, und dennoch an ihm keine besserung sahe, stran-gulirte sie ihn des nachts im schlafe im dritten jähre seiner regie-rung. Viele wurden darüber zur Marter gezogen, daß sie ent-decken sollten, wer den König ermordet hatte. Weil nun derKönigin so vieler unschuldigen Personen leiden zu hertzen gieng,bekannte sie selbst von freyen stücken die begangene Mordthat,und damit sie nicht mit etwa einer öffentlichen strafe möchte be-legt werden, erstach sie sich selbst an. 767. üuchuvan.
Heria, eine kleine stadt, mit einer guten fbrteressc , in derSpanischen landschafft Eptrcmadura, 4. Meilen von den Portu-giesischen grentzcn und 2. Meilen von der stadt Albuquerque gele-gen. Don Gomez Suarez de Figueroa besaß sie mit dem tituleiner Grafschafft ; allein der König Philippus II. erhub sie an.1S67. in besten favor zu der Haupt-stadt eines davon genanntenHertzogthums. Colmmar , delic. del’Esp. p. 570.
Feria, (Don Gomez Alvarez de Figueroa v Cordova, Her«tzvg von) gebohren den ;o. dec. an. 1587. In seiner jugendlegte er sich mit besonderm fleiß auf die staats-wissenschafft, undsolches mit so gutem succeß, daß er erstlich als Spanischer Ge-sandte an den Papst Paulum V., und nachgehends an die ver-wiltwete Königin in Franckreich Mariam de Medicis , geschicktward. Hierauf erhielt er an. 1616. die stelle eines Vice-Königsin Valencia , und an. 1618. succedirte er dem Don Pedro vonToledo i» dem Gouvernement von Mayland. Wiewol nunsein vorfahr die wegen des Hertzogthums Montferrat mit demHertzvge von Savvyen entstandene streitigkeitcn durch einen or-dentlichen frieden beygelegt hatte, so gab es doch bald wiederneue unrnhe. Erstlich zwar griff er wegen des Veltlins dieGraubündter an, vertrieb sie aus selbiger landschafft, ließ diegegend von Chiavenna besetzen, erlegte die feinde in einer blu-tigen activ«, und nahm Bormio nebst andern örtcrn ein, musteaber endlich, weil der Papst, Franckreich, Venedig und Savvyensich der Graubündter annahmen, alles in den vorigen standsitzen. Nachgehends war er der stadt Genua wider den Hertzogvon Savvyen behülflich, und setzte durch herbeybringung einergrossen macht diesen in furcht, das Maylandische aber in sicher-heit. Die Franzosen trieb er von der gegend Chiavenna zurück,nöthigte deren besatzung in Acqui, sich nebst dieser stadt an ihnzu ergeben, ingleichen den Printzen Victorem Amadeum, daßer bey Bestaqno sich mit vertust retiriren muste, und ob ihmgleich der anschlug, welchen er auf Asti , wie nicht weniger aufVerua gemacht hatte, nicht von statten gieng , so that er den-noch mit seiner armee nicht geringen schaden in Piemont, ver-hinderte auch den Französischen General Lesdiguieres, welchersich mit den Savoyischen trouppen conjungirt hatte, seine des-seins auszuführen. Wiewol er nun wieder nach Spanien be-ruffen, und das Gouvernement von Mayland einem andern ge-geben ward, so schickte man ihn doch bald wieder dahin zurück,da er denn eine schöne armee zusammen brachte, und mit der-selben nach Teutschland gieng. Nachdem er sich mit dem Kay-serlichen General Aldringer vereiniget, befreyete er die stadtCostnitz von der belagerung , welche die Schweden unter demGeneral Horn vorgenommen hatten, nahm Rheinfelden ein,entsetzte Brisach, und trieb die feinde aus dem grösten theilvom Elsaß . Nachgehends marschirte er in Bayern , allwo mantheils wegen der guten disciplin, welche er unter seinen soldatenhielt, theils auch wegen des Nachdrucks, womit er sich denSchweden widersetzte, sehr wohl mit ihm zufrieden war. Alleiner muste nach und nach fast feine gantze armee zerschmeltzensihen, woran vornemlich der Hertzog von Friedland schuldwar, als welcher entweder darum, weil er nicht unter seinemcommando stehen wollte, oder weil er seinen geheimen anschlü-gen sich widersetzte, einen heftigen Widerwillen gegen ihn hatte,auch unter andern durch den obgedachten General Aldringerihm unter der Hand viel tort anthun ließ. Nichts destowenigerbrachte er es wieder dahin, daß er nebst dem Hertzvge vonBayern neue kriegs-operationen vornehmen konnte; er starbaber darüber an. 16,4. den 12. jan. Ausser dem rühm einesguten Feldherrn hinterließ er auch noch diesen, daß er ein gutermiticus, und sowvl selbst gelehrt, als auch ein liedhaber derGelehrten gelvesen. Man rühmt hiernächst an ihm hauptsächlich«n unvergleichliches gedächtnis, indem er, wenn ctiva von einer'.andschafft geredet wurde, alle winckel und die unbekanntestenorter ihrer läge nach angeben, und mit ihren besondern nahmenNennen konnte. Lor. Craffb, clog. di Capitani illustri p. 11;. LeXß w -> hist. de Louis XlII. liv. XXXIV. Ripamnnt. de belloWant. lib. III. imhof. geneal. 20. ill. in Hisp. famil. p. 62.
* FERIiE , waren gewisse feste bey den Römern, wo allearbeit aufhöreke, und odschon bey andern fest-tagen man auchvon der arbeit abließ, so waren diese Feria; nur darauf ab,gesehen, daß man nicht arbeiten sollte. Die Römer hattennemlichgattungen tage, die einten waren den göttern ins be-sondere geweyhet, und hiessen Dies festi. Die andern warenden menschen gewiedmet zur arbeit, wie unsere wercktage, undwurden Profelti genennet. Endlich hatten sie auch tage, diehalb und halb zur arbeit, und theils zu einer gewissen religiö-sen «remonie bestimmet waren; wann diese vorbey, so börsteein jeder an seine arbeit gehen, wie bey den halben feyertagen;
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diese wurden Intercisi geheißen. Die Dies festi waren wiederviererlcy. i). Wo man öffentliche opfer oder facristcia hielte.2.) Wo man den gottern zu ehren banquete oder epulas machte.
Wo man derselben wegen spiele oder ludos anstellete, undendlich 4.) wo man den göttern zu dienen nichts thäte, und nurvon aller arbeit feuerte, und dieses waren die eigentlich soge-nannten Feria:. Daß man aber auch bey den andern drey obge-meldten gattungen heiliger tagen von der arbeit abgestanden,erhellet zuin theil daraus, weil sie alle insgesamt Dies fenatisind genennet worden. Der Ursprung des Worts Feri« ist ziem-lich ungewiß, einige leiten es a feriendis victimis her, worinnensie sich doch zu betriegen scheinen, dann ob man schon in denDiebus feriatis geopfert, so waren doch die Feite nicht eigentlichzu dem opfern gewiedmet, gleichwie auch die opfer nicht wegendem nicht arbeiten angestellet worden; zu geschweige» , daß esFeite gewesen, woran man nicht zu opfern gepfleget. Deswe-gen leiten es andre lieber ä fetendis epulis her, an welchentagen die freunde einander banquete zu geben pflegten. Wirlassen es dahin gestellt seyn. Noch andre holen das bemeldtcWort Feite von leite her, und Fest« soll von Feite, und dieseswiederum von Fettes kommen, welches doch auch sehr gezwun-gen heraus kommt, zumal da der buchstabe r in keiner sprächein ein s oder st, und s in ein r verwandelt wird, und keine buch«staben ejuFdem oigani sind.
Diese Fente waren auch von vielerley gattung. Es warenöffentliche, welche von dem gantzen volck gefeyret wurden, undwaren auch besondere Feite, welche etlichen geschlechtern eigengewesen. Also hatten die Gentes , Claudia, JEmilia &c. ihresonderbaren Ferias, welche nach ihrem nahmen Claudia.-, JEmi-lte &c. Feite genennet wurde». Ja es waren noch Privat-personen , die aufihren leib besondere Feiias stifteten, als dengeburts-tag, gewisse söhnungs-tage, je nachdem einem ein Un-glück von dem donner, tobe oder andern fachen begegnet. Dieöffentlichen Feiias theilte man wieder in vier gattungen. Erstlichdiejenigen, welche jährlich auf einen gewissen tag in dem^jahrcelebrirt wurden, und dieweil nichts daran abgeändert wurde,nennten sie dieftlbcn stativas. Darunter sind zu zehlen dieAgonalia, so man im januario zu ehren Jani hielte, wie Ovi-dius es haben will, oder nach Festi bericht, einem gott, Agon ge-nannt, zum angedencken. Die Lupeiealia, welche in den febr.zu ehren Pans fielen, sind auch unter diese stativas zu zehlen;die Priester dieses hirten-gotks liefen unter dem nahmen derLupercorum nackend in der stadt herum, und feyerten also dieseFeiias. Zweytens gaben es dergleichen Feite, welche in der thatjährlich gefeyert wurden , aber nicht auf die nemliche zeit.Sie wurden gehalten , je nachdem es der Römische Magistratoder die Priester für gut hielten. Doch waren sie in dein Ca-lendaiio, welcher deswegen alle jähre gemachet worden, ange.zeigt, und giengen unter dem nahmen der Feiiaium conccpti-vatum, gute concipipbantui quotannis a JVlagiltratibus velSaccrdotibus, dahin gehörten nach Macrobio die Feite Lati-n®, ( davon unten ) die Feite Sementin *, darinnen manden gottern um den fegen über die angesäeten selb - früchtengute worte gab, die Paganalia, worinnen die Ceres, die göttinder erden, um erhaltung aller gewächse angeflehet wurde, dieCompitalia, von Serviv Tulliv angestellet, um die straffen undcreutz-wegesicher zuhalten, zu welchem ende die Dii Laies dasgebät erhören sollten rc. Drittens gab es Feiias imperativasoder indictivas, also genannt, dieweil der ConFuI oder Pnetordieselben anbefahl, je nachdem er sie einer sonderbaren bege-benheit wegen nöthig erachtete, und einige haben sie zu deneoneeptivis gerechnet. Endlich waren die marckte oder mes-sen (Nundin® ) die vierte gattung der ferien, welche öffent-lich waren, und sind zu gunsten der Römischen bauren undfeld-Ieuthe eingeführet worden, auf daß sie diese tage durchihre waaren aus dem öffentlichen marckt verkauffen, und hin-gegen das nöthige einkauffen könnten; sie wurden bekanntlicha nono die also genennet, dieweil sie allemal auf den neuntentag gehalten wurden. Doch behaupten etliche Rechtsgelehrte,und unter andern Trebatius und Modestus, daß es keine würck-liche Fette gewesen seyen.
* xxE IjE , eine benennung, damit man die tage in der wo«che zehlte» in der Römischen kirche eingeführet; einigehaltendafür, der Papst Sylvester habe dieses wort zuerst gebraucht:doch ist auch gewiß , daß schon bey Tertulliano die Mittwocheund der sreytaq die vierte und sechste Feria genennet wird. Esist bekannt, daß das erste fest unter den Christen die Osterngewesen. Wie nun die Jüden, wann sie Ostern feyerten, die-selbe sieben tage lang hielten , so wollte auch die Christlichekirche, da sie noch in ihrer ersten Hitze gewesen, das Oester-festgleichfalls sieben tage lang gehalten wissen. Dahero, da sie dieOstern auf den sonntag gehalten , auf welchen das Haupt-festsiel, wurde dieser tag der tag des HErrn genennet, dertag daraus hieß Feria fecunda , der dritte rertia und so fort-an bis auf den fonnabend. Wenn denn der sonntag wiedergekommen, auf welchen tag sie sich allemal wieder der aufer-stehung Christi erinnerten, so gewohnten sie sich nach und nach,den montan Fertem Feeundam, den dienstag rertiam, und soweiter die übrigen tage bis auf den siebenden zu nennen. Zudiesem hals noch der haß der Christen wider die Jüden, wes,wegen sie auch in diesem ihnen nicht gleich seyn wollten, undob sie schon an Heiligkeit und feyrung der tage zahl, die Ostern
betreffend,