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Geistlichen darwider geeifert und geschrieben worden, wiewolumsonst, indem dicselbigen in den geeichten noch immer stattbehielten, sich auch so gar oft Kayscrliche und Königliche perso-ne» solchen proben unterwarfen. Endlich hat sie der KayserFriedrich II. durch eine besondere constitution an. irrr. unter,sagt , welche zwar nur unter seinen Constitutionibus Siculissteht, und ist daher ungewiß, ob diß verbot auch in andereländer ergangen. Jedoch weil zum theil um eben selbige zeitdie geistlichen Rechte auch mit macht auf deren Unterdrückungdrangen, zum theil nach und nach die sitten der menschen ge-schmeidiger, und in Teutschland sonderlich die fremde» Rechteeingeführt wurden, ist der gebrauch dieser proben nach undnach verschwunden. Siehe auch Duell. Du Caage, glol-sar. med. Latin. v. aqua , ferrum , judicium , vomeres.Datt. de pace pubi. Imper. lib. I. c. i. Hachenbergii German.media diis. J. §. 19. seq. Schotte/, de antiqu. quib. German.Jur. c. 28· Matthai manuduct. ad J. Can. tit. de purg. vulg.& can. Baluiit formulae antiquae exorcismorum, in tom. II.capit. Reg. Franc.
Feversham , siehe Faversham.
Feugueräus, (Wilhelmus) war von Ronen gebürtig,und lehrte die Theologie zu Leiden, kam aber von dar an. 1^79.in sein vatterland, wo er an. r6iz. gestorben. Er hat dentractat Berkrandi, de Corpore & Sanguine Christi , heraus ge-geben , wie nicht weniger eine antwort auf die frage eines See-landers, de Ecclesias Perpetuitate & Notis. Meurßut, Athen .Bat.
FEUILLANS, ist eine gewisse art von Cistercienfer-Mön-chen, so an. 1*77. von Johanne de la Barriere gestiftet wor-den. Sirius V., Clemens VIII . und Paulus V. haben ihnenverstattet, ihren besondern General zu haben. Sie sind Barfüstser, und gehen in gantz weissen kleidern. Es giebt auch Non-nen von diesem orden, die man Feuillantines nennet. Der näh-me kommt von dem Wort feuille her , weil in der kirche ihresersten klosters ein Marien-bild zwischen blumen und reifern vonbäumen abgemahlet ward. Die erste Abtey dieses nahmensliegt in Languedoc 2. stund von Rieur und hat joooo. pfundeinkommens. Siehe Larriere, und Benedickmer-orden.
Bonnani catalogus Religiöser. *
FF.UILLANT, (le Petit) siehe Montgaillard.
Fevinus, ( Petrus ) ein Probst zu Arras , und Brodt-Ver-wahrer des Königs Caroli VII., starban. 14;). Man legetihm die Historie von den kriegen zwischen den Hausen, Orleansund Burgund bey. Andr. bibl.
'Fcurborn , ( Justus ) wurde zu Hervorden in Westphalenan. 1^87. den i z. nov. gebohren. Nachdem er den gründ zuden wissenschafften an diesem seinem geburts-orte geleget, wur-de er »ach Lemqow geschickt, die Rechte daselbst zu erlernen.Allein sein innerlicher trieb führte ihn mehr zur Theologie, wes-wegen er sich auch, nachdem er die Humaniora svwvl an letzt-gedachtem orte als zn Statthagen getrieben, an. 1612. nachGiessen gewendet, da er unter Menzero, Helvico und Finckioder Theologie fleißig obgelegen. Ob er gleich das folgende jährGiessen wegen der pest verlassen muste, so qieng er doch nachkurtzer zeit, in welcher er Mayntz, Franckfurt und Cöln bese-hen hatte, wieder aufs neue dahin, und nahm an. 1614. dieMagister-würde an. Hierauf sieng er seldsten an, in der Phi-losophie zu lesen, und verheurathete sich an. 1616. den 28. oct.mit der tochter des gedachten Menzeri, welcher ihn an ebendem tage zum Doctor in der Theologie machte. Gleich nachder Hochzeit berufte ihn der Landgraf Ludwig zum Hof-Predi-ger nach Darmstadt , und gab ihm kurtz darauf die ausseror-dentliche Profession der Theologie , wie auch die stelle einesPfarrers zu Giesten. An. 1613. wurde er nach dem tobe D.Helvici Professor ordinarius der Theologie, welches amt er bisan. 1624. verwaltet, da ihn der Landgraf Ludwig nach Mac,purg berief, um daselbst die stelle eines Professoris und Predi-gers zu übernehmen, welche er auch bis an. 1649. bekleidet.In diesem jähre schickte ihm der Landgraf Georgius eine voca-tio» nach Giessen zu, bey ihm dem amte eines Hof-Predigersvorzustehen. Das folgende jähr wurde die Universität Giessenwiederum zu stande gebracht , und er zum ersten Rectore ,Theologi# Professore primario und Superintendenten der kir»chen und schulen in dem Marpurgischen antheile, gemacht.Ernsten wurden ihm von Franckfurt, Altdorf, Jena , Straß burg , Willenberg und andern orten vocationes zugeschickt,die er aber sämtlich ausgeschlagen, und zu Giessen bis an sei,nen tob, der an. i6;6. den 6. febr. erfolgt, ausgehalten.Seine schriften sind: xivu>tn?qa<pU ; Sciagra-
phiae Theologicae Dissertat. 9. de Christo ; Disputat. Theolog,de Quaestionibus : 1.) An in Infantes actualia cadant Peccata?2.) An Deus Posteros & Filios puniat ob Majorum & Paren-tum suorum Flagitia? ;.) An impetrata Peccatorum Remissioper subsequentia Peccata fieri postit irrita ? Dissertat. Theolog.Biga, a) de Electione & Vocatione ad Vitam aeternam; / 3 )de aeterna Christi Deitate; Fasciculi 6 . Differt.; ExamenConfessionis Joan. Combachii, Pros. Marp. de Persona & Offi-cio Christi; Sacrarum Disquisitionum Syntagmata 2. in qui-bus beata iv3mva<ria , Christiana Chrematistica, sacra J. C.Ccena , &c. explicantur ; Fundamentalis Deductio contra
fev 467
afA»ißa.nt Cafellana; Anti-Enjedinus posthumus; Anti-Osto.rodus; de Natura & Gratia contra Amyraldum &c. Witte,niem. rheol. dec. IX. SpizeL tetnpl, honor. Flehet.
Me Scoce de Laumartin, ein berühmtes Französischesgeschllchr, aus welchem ver,chiede»e wohlverdiente leuthe ent-sprohen, hat von einem gewissen Johanne le Fevre, Herrnvon Caumartin und Visiers, seinen Ursprung , der einen söhngleiches nahmens verließ. Dessen söhn LndovicuS ward unterHenrico IV. und Ludovico XIII. in wichtigen angeleqenheiten,die er mit grosser gefchickiichkeit und redlichkeit ausgeführet,gebraucht , auch von dem letztgedachten Könige an. 1622. zumSiegel-Bewahrer gemacht , starb aber das jähr hernach im 72.jähre jetnes alters, und verließ Franciscum , Bischoff vonAmiens , von dem ein besonderer art. folgt; Ludovicum, wel-cher an. 1624. da er als Ambaffador nach Venedig gehen woll-te , starb, und ein vakter war Ludovici. Dieser Ludovicus,ein sehr verständiger und ehrlicher mann , war ein besondererfreund des Cardinals von Netz, hatte auch mit desselben Hän-deln viel zn schaffen, und starb an. 1687. als Staats-Nath.Sein ältester söhn, Ludovicus Urbanus le Fevre, Herr vonCaumartin, Marguis von St. Ange, Graf von Moret, In-tendant der Finanzen und Staats-Rath, starb an. 1720. oh,ne erben. Der andere, Ludovicus Franciscus , starb an. 1722.und verließ Antonium Ludovicum Franciscum , der an. 1722.Requetenmeister ward. Der dritte, Johannes Franciscus Pau-lus , Doctor der Sorbonne und mitglied der Französischen Aca-demie und des Infcriptions, ward erst Bischoff zu Bannes, her-nach zu Blois . Der vierte, Paulus Victor Augustus, Herrvon Argognes, und Ritter des Maltheser-ordens, commandir-te in dem Marländischen kriege die galioten auf dem Po. Desobgedachlen Siegel-Äcwahrers Ludovici jüngerer söhn, Jaco,bus, Marquis von Cailly, Requetenmeister, Staats-Rath undAmbaffador in der Schweitz , starb an. 1667. und verließ nebsteinigen andern söhnen, so Maltheser-Rstter waren, Ludovi-cum Franciscum, Marquis von Cailly, von dem keine männli-che erben vorhanden. Johannis II. le Fevre anderer söhn, Fran,ciscus, zeugte Ludovicum, Herrn von Mormant, welcher an.1657. starb. Dessen geschlecht ist mit seinem söhn Francisco an.1711. ausgegangen. Von Johannis II. jüngstem söhn, Antonio,stammet Carolus Nicolaus, Herr von Mondcment, und Mar-cus Antonius, Herr von Lintel, her, so beyderseits ohne erben ge-storben. Du P/eix. Mem. de BaJJömpierre, de Reiz. AnJ'elme,bist. des grands Officiers de la Couronne. Nobiliaire de Picardie >
Fevre, (Ludovicus le) Herr von Caumartin und Boißi,der älteste söhn Ludovici, Königlichen Siegel-Verwahrers, soan. 162;. gestorben, und ein bruder des gleich folgenden Fran-cisci. Er wurde anfangs Rath in dem Grand-Conseil,nachmalS Requetenmeister , President des requetes du Palais,Staats-Rath und als Ambaffador nach der Schweitz , inglei-chen an die Repndlick Venedig gcsthickt. Nachdem seine erstegemahlin ohne kinder verstorben, heurathete er Magdalenamvon Choisi, und zeugte mit ihr Ludovicum Franciscum, Herrnvon Caumartin, Boißi, Argouges, Maizy, rc. Dieser wurdeanfangs Parlemcnts-Rath und Requetenmeister. Der König gabihm an. 1666. die sieget bey den grossen Gerichts-tage» in Au->vergne in Verwahrung. Hierauf wurde er Intendant überChampagne, und ordentlicher Staats-Rath. Er bekleidete auchzu ziveyen malen die stelle eines Commissarii bey den Ständenvon Bretagne mit deren grossem vergnügen, und starb an. 1637.den z.mertz, 2. söhne, die gleichfalls hohe bedienungen bey ih,rem Könige erlanget, hinterlassend. Memoires hißoriques.
* Fevre de Laumartin , ( Franciscus le) Bischoff vonAmiens , 'war ein söhn Ludovici, der unter dem König Ludovi-co XIII. Siegel-Bewahrer gewesen. An. 1617. ward er Coad-jutor von Amiens , worauf er nach Rom reiste , und von Pau,lo V. zum Bischoff von Hierapolis ernennet ward, auch die bul-len zu dem indessen erledigten Bißthum Amiens erhielt. Beyder Visitation seiner Diceces ward ihm so schimpflich begegnet,daß der Papst das gantze Bißthum mit dem interdict belegte,und der König die Urheber solcher beschimpfung mit dem lebengestraft wissen wollte, welches aber der Bischoff nicht zuliesse,daher sie blos mit einer geld-strafe angesehen worden. Er führ-te hierauf sein amt mit grosser erbauung, und starb an. 16*2.
Sammarthan. Gall. Christ.
* le Fevre, von Ormesson, Eaubonne und Lezeau, einFranzösisches geschlecht, so viel wohlverdiente leuthe hervor ge-bracht , von dem vorhergehenden aber gantz unterschieden ist.Oliverius le Fevre, Herr von Ormesson, Eaubonne , Inten-dant der Finanzen, verließ Oliverium, von dem Andreas Ro-bertus le Fevre, Herr von Riszeis , Requetenmeister und Prä-sident im grossen Rath, ein vatter Andrea Gervasii und An-dreä, abstammt; Nicvlanm, Herrn von Lezeau, der an.iügo.über r oo. jähr alt, als Doyen der Staats-Ralhe, starb, undeine lebens-beschreibung Johannis Morvilliers, Bischoffs vonOrleans, und Siegel-Bewahrers von Franckreich, inaleichenMichaelis von Monluc, auch verschiedene andere schriften, soin mannscrwt vorhanden, hinterlassen, und Andrcam, wel-cher als Requetenmeister, Intendant zu Lyon , und Staats-Rath über 60. jähr gedienet, und an. 166;. starb. Sein soh»Oliverius, Requetenmeister, Intendant von Amiens und Soiffsons, ward wegen seiner gcschicklichkeit zu entscheidung der
wich-