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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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men Eincoln's Colledge steht, auf seine kosten bauen, und istNicht lange hernach gestorben. Baiaus , de script. Angl. cent.VII. p. <7$. God-xmn. dc Episc. Angl. P. I. p. 359-

* Flemming, oder Flemmynqe, ( Robertus ) ein anver-wandter des vorherstehenden Richardi, und guter Poet in En-gelland, hat um das zahr 1470. floriret, ist zu Lincoln als De-canus gestorben, nachdem er Lucubrationes Tiburtinas ; Car-mina; Epistolas, und ein Griechisches und Lateinisches Lexi-kon geschrieben. Baiaus , de script. Angl. cent. VIII. p. 395.

Aensburg, lat. Flensburgum, Flenopolis.cinc stadt in demHertzogthum Schleßwig, mit einem schlösse und guten Hafenan einem arme der Ost-see, gehört nebst dem darunter stehen-den Amte dem Könige in Danemarck. Das schloß ist ziemlichwohl gebauet, und darauf die Königliche rcgierung angelegtworden. Das Amt ist sehr groß, und begreift 9. harden:Wvhes-Hußby-New-Uggel-und Norgoß-hardc. Die stadt istschon angebaut, und hat reiche einwohner, die ausser landesstarcke Handlung treiben. Das gemeine volck redet meisten-theils Dänisch. Es befindet sich auch daselbst ein 6ymna-fium, wozu ein bürget Naumannus Johannes an. 1546. dengründ gelegt. Ihren Ursprung setzen die meisten in das jähr1200., in welchem sie Fleno, einer vom Adel, soll erbauet,und ihr zugleich den nahmen gegeben haben. An. 1232. ge-schiehet ihrer in den Cimbrischen jahr-düchern das erste malMeldung, als in welchem ein Minoriten-kloster daselbst aufge-richtet worden. Was sonst ihre begebenheilen anlanget, soist selbige an. 12*5?. von dem Könige Erico V. in Danemarckin dem wider seine brüder Abel und Christoph geführten krie-ge erobert, geplündert und mit feuer verderbt worden. An.1271. wurde sie von dem Könige Erico VI. indem kriege mitHertzog Erico von Schleßwig eingenommen. Dessen söhnWaldemarus IV. ihr an. 1284. daS bürger-recht und anderefreyheiten gegeben, dazu er an. 1295. noch andere gethan.Um das jähr 1338. lag der Graf Nicolaus von Holstein dar-innen, und erlaubte den bürgern, um sie desto besser widerKönig Waldcmarum in Danemarck zu vertheidigen, einemauer aufzuführen. In diesen und den folgenden Dänischen kriegen, so von an. 1409. bis 14;;. geführet worden, hat siesehr viel belagerungen ausgestanden, dadurch sie bald unterdie Könige von Dänemarck , bald unter die Hertzoge von Hol-stein gekommen. An. 1482. fiel fle in der theilung zwischenKönigö Christiani l. söhnen an Dänemarck. An. 1526. hatGerhardus Sleewart, ein Mönch aus Magdeburg , daselbst dielehre Lutheri öffentlich vorgetragen, und ist darauf Pfarrerbey der Niclas-kirche worden. An. 1627. wurde die stadt vonden Kayserlichen und an. 164;. von den Schweden eingenom-men. An. 1646. hat Fridericus III. , Königs Christiani IV.söhn,, als er von dem Ertz-Stifle Bremen durch die Schweden vertrieben worden, allhier seine refidentz genommen, und dasfolgende jähr den Regierungs-Rath aufgerichtet. An. 1657.haben die Schweden diesen ort aufs neue erobert, und hatsich das jähr hernach ihr König Carolus Gustavus selbsten ei-nige zeit allda ausgehalten, welchen er bald wiederum verlas-sen müssen. Author chron. Slavici ad an. 1427. & 14} 1.Krantzius, lib. X. Sax. c. 30. & üb. VIII. Dan. c. 12. &16. & alibi. Fortran. descr. Dan. chorogr. p. 6? 6. Danck-vrerthius , chorogr. Cimb. P. II. c. 104. 105. Beierus,äe orig. atque increm. Flenopoleos. Mollerus, introd. adhistor. Chers. Cimbr. P. III. c. 3.

*FLETA ; also nennet man einen Lommentarium über dieEngelländischen Rechte, welcher an. 1340. unter Edward I. istgeschrieben worden; die authores, so ihn zusammen geschrie-ben , waren etliche Rechtsgelehrte; und dieweil sie ihn in ei-nem gefängnis gemacht haben, dahin sie wegen dem crimineconcussionis gestecket worden, welches gefängnis the Eleet hiesse,und davon noch eine straffe in Londen the Fleetstreet Heisset,so wurde auch dieses ihr werck Fleete genannt. Seldenushat darüber sich einige mühe gegeben. Dtnys Simon, hist. desaut. de Droit. Siehe auch Hosmanni Lexic. Univ.

* gleicher, (Aegidius ) gebürtig aus Kent in Engelland,nxttDoctor Juris und ein guter Poet. Er schrieb, nachdemer als Gesandter in Moscau gewesen, eine Historie von Ruß­ land , welche aber confisciret worden. Er starb an. nSio., undließ einen sohu, Phinees Fletcher, welcher auch ein guter Poetgewesen, und viele bücher geschrieben. Sein bruder, RichardFletcher, welcher Doctor Theologie, des Collegii Corporis Chri-sti zu Cambridge Mitglied, Decanus zu Peterborough und Kö-niglicher Capell-Prediger war, wurde an. 1389. Bischoff zuBristol , an. 159;. zu Worcester, und endlich zu ausgang desjahrS 1594. zu Londen , starb aber an. 1596. den it. jun. inseinen besten jähren von dem unmäßigen gebrauch des to-hacks. Wood, Athen . Oxon. Godrvin. de Episc. Angl. P. I.p. 997 · 524. & 2; 2.

Flethus, (Johannes) ein Benedictiner-Mönch aus En-aclland, welcher predigten und ein zeit-register von dem an-sang und fortgang fernes ordens zu West-Münster , allwo ersteh aufgehalten, verfertiget. Man weiß nicht, zu welcher zeiter gelcbet. Pitseui, de script. Angl.

^leurmce, eine kleine, und doch die fürnehmste stadt inder Grafschafft Gavre in Guienne. *

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* Fleuriau von ArmenonviUe, ein altes Französisches Ge-schlecht aus Tours ursprünglich. Carolus Fleuriau von Ai-menonville wendete sich an. 1634. nach Paris , und starbselbst an. 1694. in dem 90. jähre seines alters. Er vermähltesich anfangs mit Maria , einer lochtet Nicolai Lambert vonTorigny, Präsidentens beyder Rechen-Cammern, und zuwan-dern mal mit Francisca, einer lochtet Gastonis Johannis Bapti-stä Gutllelmin, des Hertzogs GastoniS von Orleans 8ecreramIn der ersten ehe zeugte er Margaretham, eine gemahlin erstJohanniS von Fourcy, Herrn von Chessy, sodann Claudiil«Pelletier, General-ConttolcurS der finanzen. In der andernehe aber 1. ) Carolum, einen Jesuiten . 2.) Iosephum Io-hannem Baptistam, von dem hernach. 3.) Ludovicum Gasto-nem, erst Bischoff von Aire, hernach an. 170S. von Orleans ,und Abt von St. Jean zu Amiens , ein eiferjger Vertheidigerder Constitution Unigenitus. 4. ) Margaretham Theresiam,eine wittwe Johannis Lndovici von Laurencn, Marquis vonMontbrun, Parlements-Präsidenten zu Toulouse . 5.) Ma-riam, eine gemahlin Francisci de Paris , Königl. Secretarii .Josephus Johannes Baptist« Fleuriau, Herr von Armenon-ville, GaS, Houx, Hanehes, Morville rc. Groß-Bailltfund Gou,verneur von Chartres , rc. ward an. 1686. Parlements-Rathzu Metz , an. 1690. Intendant der finanzen und StaalS-Rath, an. 1701. Director der finanzen , an. 1718. Staats-8ecretarius , an. 1722. Siegel - Verwahrer von Franckreich,und an. 172;. Schatzmeister der Königlichen orden, welcheletzte bedienung er aber an. 1724. wieder aufgab. So mustcer auch die Groß-Siegel-Verwahrer-würde, zu welcher ihm dieJesuiten hauptsächlich behülflich gewesen seyn sollen, undrrafft der er bey des Königs Ludovici XV. crönung, und des-selben erster« Lit de Justice des Cantzlers stelle vertreten ge-habt , an. 1727. wieder niederlegen, behielt aber die damitverknüpfte besoldung von 70000. pfund, und starb an. 1728.in hohem alter. Er verließ von Johanna Gilbert 1.)Carolum Johannem Baptistam, von dem hernach. 2. )Mariam Iohannam, eine gemahlin Johannis, Marquis vonGaßion und Alluye, Gouverneurs von Dax. 3.) MariamTheresiam, eine gemahlin Henrici von Fabryde Moncault,Grafen von Autrey. Carolus Johannes Baptista Flcu-riau, Graf von Morville, war an. 1686. gebohren, bekaman. 1702. die anwartschafft auf das Gouvernement von Char­ tres , welches er auch nach seines vatters tobe würcklich erhielt,ward an. 1709. Parlements-Rath, an. 1711. General-Procu.tator bey dem grossen Räch, an. 1718. Ambassador in Hol­ land , an. 1719. Gevollmächtigter aufdem congreß zu Cambray,an. 1722. Staats-8scretarius, anfangs bey dem see-wesen, sodann von den ausländischen geschähen, auch Staats-Rath,an. 1723. ein Mitglied der Französischen Academie, und an.1724. Ritter des goldenen Vliesses. Nachdem sein vatter an.1727. die Siegel-Verwahrer-würde niedergelegt, danckte derGraf von Morville auch das ertaats-Secretariat ab, und er-hielt davor eine jährliche pension von 20000. pf. nebst derfreyheit des eingangs in die Königlichen zimmer, wie solchedie Minister zu haben pflegen. Er hat mit Charlotta Elisa«betha, einer lochtet Ludovici von Vienne , Johannem Bapti-stam, Marquiö von Armenonville, und Obersten über ein re-giment dragoner, auch noch einen söhn und 2. töchter gezeugt.

I ettYts bißoriques a 1722. 1727. EUtSP. FaMN, tom. XXII.XXVII. Etat de la t rance , tom. IV.

Fleury, oder St. Denedict, an der Loire , ist eine stadtnebst einer berühmten Adtey, zu der rechten feite des flussesLoire , in der Diasces von Orleans , zwischen Sulli und Jar.gau. Man rühmet sich allda den corper des H. Benedicliju haben.

Fleury, lat. Floriacum , eine stadt in dem HertzogthumBurgund , am fluß Ouche, ohngcfehr ;. weilen unter Dijon ,und 4. oder 5. von Beaune .

Fleury, ein klein dorf in der Grafschafft Namnr, nahe beyder Sambre über Charleroy, welches wegen der schlachl be-rühmt ist, so an. 1690. den i.jul. zwischen den Alliirten undFranzosen daselbst gehalten wurde, worinnen die lctztern dasseid erhielten.

* Fleury, (Claudius ) ein berühmter Franzos, war zu %atris den 6. dec. an. 1640. gebohren. Er legte sich anfangsauf die Iurisprudentz und Humaniora , ward an. 16$ 8- Par-lements-Advocat, und practicirte 9. jähr lang mit gutem fort-gang. Nach deren verfliessung nahm er den geistlichen standan, und ward an. 1672. Hofmeister bey dem Printzm vonConty. An. 1680» erhielt er eine gleiche bedienung bey demPrintzen von VermandoiS , einem natürlichen söhne Königs Lu-dovici XIV. und Admiral von Franckreich, nach dessen erfolg-tem tobe ihm der König an. 1684. die Adtey Locdieu, Cister-cicnfer-ordens, in der Diceces Rvdes , gab. Eden derselbetrug ihm das Unter-Präceptoral bey den Printzen von Bour«gogne, Aniou und Berry an. 1689. auf, wovor er, als sie an.170Ü. ihre studiep beschlossen, zur belohnung die Priorey vonArgenteuil , Beuedictiner-ordens,empfieng; davor er die gemeld«te Adtey von Locdieu niederlegte. An. 1716. warb er zumBeicht-vatter des jungen Königs Ludovici XV. ernennet, wel-ches amt er aber wegen seines hohen alters an. 1722. wiedermifgab, und endlich den 14. jul. an. 172z. indem 8». whrr

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