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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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»i« FracastoriuS mit den vornehmsten leukhen seiner seit eorre-Aondentz gehalten, also war er insonderheit des CardinalS Bem-bi vertrautester freund, welchem er auch seine getichte von derNeapolitanischen kranckheit, unter dem titnl Siphylis zuschickte,worauf es derselbe wiederum andern mittheilte, die es sämtlichmit grossem vergnügen gelesen: es ist auch gewißlich ein werckvon ungemeinem geiste und von einem treflichen Lateinischen ftylo , bey dem er zugleich eine sonderbare poetische eindilbungs-krafft zeiget. Kurtz vor seinem ende begab er sich auf ein land-guth ohnweit Verona , und legte sich hauptsächlich auf dieSternseher-kunst und Welt-beschreibung. Er soll der Königinin Franckreich Catharinä de Medicis Unfruchtbarkeit, durchseinen guten rath, den er ihrem Leib-Artzt Ferne! gegeben,vertrieben haben. Endlich starb er zu Padua am schlage an.

im 7i. jähre seines allers, und ließ verschiedene schriftennach sich, als da sind: Homocentrica , seu de Caulis critico-rum Dierum ; de contagiosis Morbis & eorum Curatione; Al-con seu de Cura Canum venaticorum ; de Sympathia & Anti-pathia ; Naugerius sive de Poetica &c. Nach seinem tobe ließ«hmdiestadt Verona zu ehren an. iy;y. eine statue auftichten.

Tbuanus , hist. lib. t. Imper. in rauf. Saraina & Qnupbr. hist.Veron. Gbtlini theatr. Freherm. *

Frachet, ( Gerhardus) ein Dominicaner - Mönch ausFranckreich, welcher in der mitte des XIII. feculi gelebet, undeinen tractat von den berühmten leuthc» seines ordens verferti-get. AJiraui , in auct.

Frachetta, ( Hieronymus ) ein Jtaliäner, welcher zu endedes" XVI. und anfang des XVII. feculi gelebet. Er war vonRovigo gebürtig, und begab sich , nachdem er guten gründ inder gelehrsamkeit geleget , auf einralhcn seiner freunde nachRom , allwo er sich an des Spanischen Ambassadors, des Her-tzogs von Sessa, Hof begab, auch in solch ansehen brachte,daß ihm verschiedene wichtige angelegenheiten dieser Crone auf-getragen wurden. Doch der allzu grosse eifer vor seine parteynöthigte ihn endlich Rom zu verlassen, und sich nach Neapoliszu retirtren, allwo er auch gestorben , nachdem er einige schrif-ten, als: Seminario di Governi di stato & di Guerra; Di-scorso della ragione di llato , und andere zum druck befördert.Gbilmi theatr,

Fränckmg, eine alte adeliche und nunmehro Freyherrlicheund Gräfliche familie in Oesterreich , Bayern und Ost-Frießland.Ulrich lebte an. 1214., und hatte 2. söhne, Ulricum und Otto-nem, davon jener in Oesterreich , dieser aber in Bayern seinenstamm fortgepflantzet hat. An. 1712. war Leopold Joseph An-ton , Graf von und zu Alten-Fräncking, Dom-Herr zu Regen-spurg. Zu anfang des XVII. saeculi ließ sich eine linie in Ost-Fneßland nieder, von welcher Johann Siegmund, Herr vonund zu Fräncking, als Dänischer Oberster, Commendant undReqierungs-Präsident zu Jever , an. 1664. gestorben. Er hatunterschiedene Gcsandtschafften abgelegt , und etliche kindernachgelassen, von denen Philipp Siegmund die charge einesStatthalters zu Jever erhalten. Bucel. stemm. P. III. p. ioy,rvinckelm. Oldenb. chrrm.

Fraga , eine stadt in Aragonien , zwischen Moncon und Me-quinenqa, an den Catalonisthen grentzen. Sie liegt in einer un-ftuchtbaren gegcnd, zwischen hohen gebürgen, und ist durch dienatur einiger massen bevestigt, indem sie vor sich den fluß Cincahat, dessen hohes ufer den zugang schwer macht, und hinter sicheinen kleinen bcrg, welcher verhindert, daß man mit grobe», ge-schütz nicht füglich zukommen kan. An. u;4. den 7. sept. wardAlphonsus I., König von Aragonien , indem er diesen ort bela,aerte, von den Mohren getödtet. In dem Spanischen succes-swns-knege hat bald die eine, bald die andere partey selbigen ein-genommc». Mariana, hist. de Espanna, lib. X. c. 15. Col.säen. delic. de lEsp. p. 694. Merc. bißorique.

Frago , welcher unter dem nahmen Pedro de Frago bekanntist, war Blschoff zu Huesca , und von Uncastillo in Aragvnien ge-bürtig. Er studirte Paris , und brachte sich sowol in den spra-

« en als auch in der Theologie ziemliche wissenschafft zuwege.

der dieses war er ein guter Poet, und verfertigte an. ,560.der Königlichen Printzeßin Jsabellä von Franckreich, welche demKönig Philippo II. in Spanien vermählet worden, ein getichte.Bald darauf erhielt er beförderung zu dem Bißthum Urgel,und an. 77. zu dem zu Huesca . Er starb an. 1584. Man hatton ihm eine zu verschiedenen malen wiederum aufgelegte rede,welche er an. 1. auf dem Concilio zu Trident gehalten. Mi-»v.'ü , de fcript. saec. XVI. Anton. bibl.

Fragoso , ( Baptista) ein Jesuit aus Portugall, welcher ztrLisabon und Evora mit rühm gelehret, und an. 16)9. im 87.jähre seines alters gestorben. Nach seinem tode ist unter seinemnahmen heraus gekonunen Regimen Reip. Christian® in dreyentheilen. Alegambe , bibl. S. J. Anton, bibl.

Fragoso , (Johannes) von Toledo , ein Leib-Medicus undWund-Artzt Philippi II. in Spanien , hat verschiedene nützlicheschriften t>a' gelehrten weit mitgetheilet, als: de Chirurgia &Antidotario; de Succedaneis Medicamentis ; de Medicamen-torum Compositione; Discursos de las Cosas Aromaticas , Ar-holes, Frutas , y Medicinas de la India ; Erotem. Chirurg. &c.Mttcklinus , in Lindenio renovato. Anton. bibl. &c.

Fragstem, eine Freyherrliche familie in Schlesien, welche.»»» dem alten akelichen geschlechte Fragstein aus dem Hause

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Niemsdorff in dem Fürstenthnm Ratibor herstamtnet. JohanüChristoph hat um das jähr ,6-6. die Freyherrliche würde erlan-get , und ist an. 1682. als Kayserlicher Rath und Ober-AmtS«Cantzler in Ober-und Nieder-Schlesien gestorben. Von seinensöhnen war an. 1706. Johann Anton, Kayserlicher Cammerer,und Schlesischer Ober-Amts-Rath; Carl Maximilian von Frag-stein aber ist Dom-Herr zu Breßlau , und Cancellarius bey demDom-Stift. Luca Schles. chron. p. ,7)4.

* Fraguier, (Claudius Franciscus) einrnitgliedderFran-zösischen Academie, ingleichen der Academie des Inscriptions,war zu Paris den 28. august. an. 1666. aus einem vornehmenund adelichen geschlechte gebohren. Er legte den gründ seinerstudien bey den Jesuiten zu Pariö, begab sich auch selbst umdas jähr 168;. in ihre Gesellschafft, und lehrte hiernächst zuCaen vier jähr die Humaniora , worauf er nach Paris zurückkam, und noch vier andre jähr die Theologie studirte. Als eraber hernach sich entschliessen sollte, entweder einen Predigerabzugeben, oder die scholastische Theologie zu lehren, trat erwiederum aus der Societät, und trieb nebst andern schönen wis-senschafften insonderheit auch die Französische spräche, worinnncn er sich durch den Umgang mit einigen geschickten leukhen ,vornemlich aber mit zwey berühmten fraueuzimmern, alö derMadame de la Fayette , und der Ninon de Lenclos , einemännliche und nette schreid-art angewöhnte. Ohngefehr umdiese zeit tnm ihm auch der Abt Bignon auf, an dem Journaldes Savans mit zu arbeiten , wozu er sowol wegen seiner trefli-chen beurtheilungs-krafft, als auch, weil ihm die alte und neueregelehrsamkeit bekannt, und er über biß in dem Griechischen, La­ teinischen , Spanischen , Italiänischen nnd Engltschen gar wohlbewandert war, genügsame geschicklichkeit besaß. An. 1705.wurde er in die Academie des Inscriptions , und an. 1708. in dieFranzösische Academie als ein mitglied aufgenommen; als eraber m dem folgenden jähre den damal noch ungedruckten Com-mentarium des P. Harbuini über das Neue Testament von dem-seldigen entlehnet, und einige nächte hinter einander ausgeklei-det , und bey einem etwas offen stehenden fenster, darinnenstudiret, bekam er davon eine solche lähmnng an dem hals, daßes ihm von dieser zeit an nicht mehr möglich war, den kopsauf»gerichtet oder stät zu halten. Indessen lebte er, wiewvl in gros-ser schwachheit, und unter vielen schmertzen, annoch 19. jähre,indem er allererst den z. may an. 1728. an einem schlag-flnffemit tode adgieng. Seine schriften sind: Carming, welche derAbt Olivet nebst einigen von dessen dissertationen an. 1729. zuParis heraus gegeben, wobey doch sein Santolius Poenitens ,den er zu Caen gleichfalls in Lateinischen versen geschrieben,nicht befindlich ist. Ferner unterschiedene kleine abhandlungen,als: Le Caractere de Pindare ; für Ia Cyropedie de Xeno-phon ; für FUsage , que Platon a fait des Poetes; de lEclo-gue &c. welche insgemmt in den Memoires de lAcademie desInscriptions anzutreffen. Sonsten war er auch noch willens,alle wercke des Platonis, den er wohl gelesen hatte, von neuemin das Lateinische zu übersetzen , daran er aber durch seine nn-vermuthete kranckheit gehindert worden. Sein leben ist bey sei-nen getichte« anzutreffen.

* Fraherty, (Rodericus) ein Irländischer Ritter, ließan. idgy. ein chronologisches werck ausgehen , worinnen er dieantiquitätcn des Königreichs Jrrland hervor gesuchet, und andaö tag-licht gegeben. Der titul des buchs heisset: Ogygia,seu rerum Hibernicarum Chronologia, ex pervetustis monu,mentis fideliter interse collatis eruta, atque 6 sacris & pro rfanis Literis , primarum orbis gentium, tarn genealogicis quanichronologicis, suffulta praeGdiis. Er dedicirle dieses werck demHertzoge von Borck, welcher seit dem König in Engelland unterdem nahmen Jacobi II. geworden. Er fanget bey der sündfluthan, und gehet bis ungefthr an. 428., zu welcher zeit die migta-tiones gentium waren. Es ist aber das werck in drey theiltgetheilet, davon der erste von der insul selbsten, ihren einwoh,nern, verschiedenen nahmen, von ihrer grösse, von ihren Koni,gen und der wähl derselben rc. handelt. Der andere theil ist einegattung Parallelum Cbronologicum der Jrrländischen geschich-te und anderer völcker, welche er gegen einander haltet. Derdritte aber begreiffet mehr, und ins besondere die Jrrländischefachen und einrichtungen , so die insul allein angehen. Anstatkeines anhangs hat er sehr wohl ausgearbeitete fabeilas Chro-nologicas aller Christlichen Jrrländischen Könige von an.428.bis an. 1022. beygefüget, und noch eine abgekürtzte erzehlungvon allen merckwurdigkeiten , die während ihrer rcgierung sichaufder insul zugetragen, darzn gethan, welches er hernachmalsbis auf die zeiten Caroli II. und zwar das jähr 1685. fortgefüh-ret hat. Das werck ist in 4. und macht ein inäßiges buch auS.Zu ende daran ist noch ein Poema Chronologicum beygefügt,welches bis auf Carolum II. gehet , und eine abgekürtzte Historievon Jrrland ist, und gar zuletzt folget ein catalogus Der altenEchottländischen Kömge, welche über die Britannischen insulngeherrschet haben. Übrigens hat dieser author einige stücke auSder alten Historie dieser lande wohl erkläret; seine Untersuchun-gen sind tiefsinnig, und nicht gemein, welches sonderlich auSdem qeschlecht-register der familie der Stuarlen erhellet, welcheer ursprünglich aus Jrrland herholet, der stylus aber scheinetetwas zu kurtz für einen geschicht-schreiber zu seyn. Memoiret

du tems.

* Frain, (Johannes) Eruier, Herr vonTremblai und Ia

Mori-