mensiusse der Aller und Ist gelegene stadt und Amt Giffhornmit den darzu gehörigen 2. Graffchafften und z. Vogteyen,nebst dem kloster Jstnhagen. Worauf er an. 1926. in demgedachten Giffhorn feine residentz ansthnlich erbauen, und nachart selbiger reiten, mit rondelen und grüben wohl bevcstlgenlassen. An. 1547. hatte er das Unglück, mit einem sehr bö-sen schaden an dem fusse befallen zu werden, welcher ihm end-lich , als der kalte brand darzu geschlagen, abgenommen wur-de , daran er auch den 2z. nov. an seinem geburts-tage an.,949.qestorben. Mit seiner gemahlin Clara, Hertzogs Magni zuSachstn-Lauenburg tochter, mit welcher er an. 1547. den 29.sept. beylager gehalten, hatte er r.töchler, Catharinam und Cla-ram gezeuget, davon die erstere an. 1,64. an Burggraf Hein-rich zu Meisten, Herrn zu Plauen ; die andere an. 1569. anFürst Bernhard von Anhalt , und nach dessen tode an. 1972.an Hertzog BogiSlaum XIII. in Pommern vermählet worden.Büntings Braunsthw. chron.
Heryoge von Sachfen-Eauenburg:
Francifcus I., war ein fohn Magni II., Hertzogs von Sach-stn-Lauenburg , aus dem Äscanifchen stamme, und Cathari-nä, einer tochter Hertzogs Henrici deö ältern zu Braunschweig .Nachdem er die regierung angetreten, widersetzte er fich an.19,7. den Wiedertäufern, die sonderlich das Blßthum Mün ster beunruhigten, mit grossem eifer; so erregte er auch wie-derum die pratension des Sachsen - Lauenburgischen Hausesauf die Sächsische Chur, und brachte eine Commißion aus,welche von Kayser Maximilians II. den Hertzogen von Meck-lenburg Ulrico und Christophoro, die damals ihrer gelehrsam-keit halber berühmt waren, aufgetragen wurde. Ob nungleich diestlbige an. 1977. unter Kayser Rildolpho II. wieder-um erneuert wurde, gieng sie dennoch beyde mal fruchtlos ab,worauf Francifcus I. mit dem Churfürsten Augusto von Sach,sen einigen vergleich traf, und versprach, die Chur-schwerd-ter aus dem wapen zu lassen, woran sich doch seine nachkom-men nicht gekehret, sintemal insonderheit Hertzog Julius Fran-ciscus die prälension wiederum hervor gesuchet, bis die facheadermal durch einen vergleich an. 1671. beygeleget wurde.Francifcus danckte endlich die regierung alters halber ab, undübergab sie seinem söhne Francisco II. , worüber aber zwischendemselben und dessen ältesten bruder Magoo grosse Uneinig-keit entstund, so gar, daß der vatter selbst ausserhalb der stadtLauenburg in grosser bekummernis auf einem borst die übri-ge zeit seines lebens zuzubringen gezwungen wurde, in wel-chem zustande er auch an. 1981. im 8z. jähre feines alters ge-storben. Mit seiner gemahlin Sibylla, Hertzog Heinrichs desfrommen zu Sachsen tochter, hat er 9. söhne gezeuget, Ma-gnum, Franciscum II. , Henricum, Mauritium und Fridc-ricum. Unter denselben hat Francifcus II. den stamm fort-gevflantzet, die andern aber sind wegen ihren verrichteten tha-ten, ww auch glücks-und Unglücks - fällen sehr merckwürdig.
Chytraus , chron. Saxon. Spener. sylloge p. 781. Imhof, N. P.
&c. von Ambeer , Sachsen-Lauend. stamm-fall.
Francifcus n., ein söhn des jetzt-gedachten Francisci I. undder Sibyllä, wurde den io. aug. an. 1947. gebohren, undan des Churfürsten von Sachsen , Augusti, Hof zu Dreßden auf-erzogen. In dem »9. jähre seines alters an. 196s. that ereinen kriegs-zug in Ungarn , und an. 1967. wohnte er der be-lagerung und eroberung der stadt Gotha bey; worauf er sichan. 1969. in Svanifche kriegs - dienfte in den Niederlandenunter dem Hertzog von Alba begab. An. 1974. trat ihm seinvatter die regierung ab, worüber sein älterer bruder Magnus,der in Schweden lebte, und Königs Iohannis schwester ge-heurathet hatte, aber wegen einer concubine mit dein Königezerfallen war, und Schweden verlassen müssen, sich sehr mo-virel, so gar, daß er auch vor Ratzeburg rückte, doch die be-lagerung des schlosses, wegen schleunigen auszugs der Nieder-Sächsischen kriegs. völcker', nachdem er vorher» die stadt plün-dern lassen, aufheben muste. Hierauf continuirte Francifcusseine dienste in den Spanischen Niederlanden , und wurde vorden König in Spanien ein regiment, mit welchem er nochan. 1978. unter dem commando des Hertzogs von Parma stun-de , da im gcgentheil sein bruder, Hertzog Mauritius , unterdem Pfaltzgraftn Johanne Casimiro den vereinigten Nieder-landen diente. Danncnhero, als dieser letztere seine völckerwiederum nach Teutschland führen wollte, brachte ihm Fran-ciscus von dem Hertzog von Parma an. 1979. einen freyen paßzuwege. Endlich, als fein vatter an. 1981. gestorben, maß-te er sich der völligen regierung des Herßogthums Sachsen- Lauenburg an, welche ihm aber sein bruder Magnus aber,mal dispntirlich machte, und selbige mit gewalt an sich ziehenwollte, worinnen er aber seinen endzweck nicht erreichen konn-te; denn es wurde dieser Magnus an. 1988. mit list vonFrancisco ertappet, und zu Ratzeburq in harter gefängniS bisansein an. 160;. erfolgtes ende behalten. Beyseiner regie,rung stellte er die erste kirchen-visitation an, baute unterschie-dene kirchen, und ließ eine policey-und Hof-Gerichts-ordnungpubliciren. An. 1994. that er einen kriegs-zug nach Ungarn wider die Türcken, dahin er ein eigen geworbenes regimentführte, auch in abwefenbeit des Marggrastn Carls zu Bur-gau die armee commandirte. Er starb endlich an. 1619., nach,dem er mit seinen beyden gemahlinnen, Margaretha, HertzogsPhilippi in Pommern, und Maria, Hertzogs Iulii zu Braun,
schwerg tochter , 19. Ander gezeuget, unter welchen JuliusHenricus merckwürdig, als der ein vatter Iulii Francisci ge-wesen , mit welchem der Sachsen-Lauenburgische stamm aus-gegangen. Cbytraus , chron. Saxon. Spener iylloge. Imbof.N.P. von Ambeer, Sachstn-Lauenburg. stamm-fall rc.
Francifcus Carolus, ein söhn des erst-gemeldten HertzogsFrancuci II. und Mariä, wurde den 2. may an. 1994. geboh-ren. Bey entstandenem ;o. jährigen kriege nahm er die Schwe-dische partey an, nachdem er eine zeitlang auch in Chur -Säch,fischen kriegs-diensten gestanden, wurde aber an. 16,0. von demKaystrltchen General Pappenheim mit seinen geworbenen völ.ckern bey Ratzeburg ertappet und gefangen , und weil sich seinbruder Augustus neutral verhalten, sich auch seiner nicht anneh-men wollte, muste er in der gefangenschafft bleiben, bis er sichentschloß, die Catholische reliqion anzunehmen, worauf er öftters nach Italien reisete, und endlich an. 1669. starb. Sei.ne erste gemahlin war Agnes, Churfürsts Johann Georgiizu Brandenburg tochter, Hertzogs Philippi Iulii in Pommernwittwe; die andere Catharma, Churfürst Johann Sigismundizu Brandenburg tochter, des Fürsten Bethlen Gabors rn Sie.bendurgen wittwe; die dritte Elisabeth, Gräfin von Mechov,Christophori Adolphi, Baron Teuffels, wittwe. Spew>. syl-log. P· 789. Imhof. N. P. Caroii , memorabil. eccl. sa:c. XVII.üb. IV.
Francifcus Albertus, war gleichfalls ein söhn des vorge-dachten Francisci II. und der Mariä, und wurde den oct.an. 1998. gebohren. Nachdem er erwachsen, begab er sich inKayserliche dienste, die er aber bey angehendem ;o. jährigenkriege verließ, und fich zu der Schwedischen partey schlug.Hierauf wohnte er an. 1692. der fchlacht bey Lützen bey, da-bey er aber in grossen verdacht kam , als wenn er' den Königvon Schweden getödtet, welches man unter anderm darausbeweisen wollen, weil er mit Wallenstein und andern Kaystr-lichen Generalen in grosser Vertraulichkeit gelebet, sich auch kurtzvorhero von dem Kayser gebrauchen lassen, den Churfürstenvon Sachsen von der Schwedischen partey abzuziehen, wiedenn auch fein kleid mit dem blut des Königs besprüht gewe-sen , anderer umstände, woraus man es schliessen wollen, zugeschweige». Dieses ist gewiß , daß er bald nach der Lützner-fchlacht Chur - Sächsische dienste angenommen. Er ließ sichaber mit dem Kayserliche» General Wallenstein in gar zu ge.naue freundschafft ein, so, daß man glaubt, er habe an dengefährlichen anschlagen, deren man den Wallenstein beschuldi.get, auch theil gehabt. Danncnhero, als er von diesem Ge-neral nach Regenspurg zu dem Hertzoge von Weimar , Bern.hardo, geschickt wurde, und eben im rückwege begriffen war,gerieth er an eben demselbigen tage, an welchem Wallensteinzu Eger umgebracht wurde, den Kaystrltchen in die Hände,und wurde von ihnen nach Wien gebracht. Endlich kam erwiederum auf freyen fuß , da er dann Kayserliche dienste an.nahm. Hierauf wollte er an. 1642. die stadt Schweidnitz inSchlesien, die von dem General Königsmarck eingeschlossenwar, entsetzen, die feinde aber wurden solches zu bald innen,dahero sich der General Torstensohn mit dem Königsmarckconjungirte, so, daß Hertzog Francifcus Albertus, ohne sichin eine schlacht einzulassen , nicht zurück weichen konnte, wel-che auch für ihn so unglücklich ablief, daß er nicht allein denkürtzern zog, sondern auch schwerlich verwundet, und nebstvielen Generals-personen gefangen wurde, worauf er nach wc.nig tagen den ;i. may an. 1642. zu Schweidnitz seinen geistaufgab. Seine gemahlin war Christina Margaretha, Her tzog Johann Albrechts zu Mecklenburg tochter, mit welcherer keine kmder gezeuget. Pufendorf. de reb. Suec. Üb. IV.§. 6z. lib. XIV. §. 14. 19. Spener. syll. Ludolffs fchau-bühne,tom. II. Imhof. N. P. lib. IV. c. 10.
Francifcus, Hertzog in Pommern, war ein fohn Bogis-lai XIII., den er mit stiner ersten gemahlin Clara, HertzogsFrancisci zu Lüneburg tochter, gezeuget. Er wurde den 24.mark. an. 1977. gebohren, und machte alfobald in seiner ju»gend wegen seinen ungemeinen leibs - und gemüths - gaabengrosse Hoffnung von sich. Er unterließ auch nicht, sich selbstmehr und mehr geschickt zu machen , weswegen er sich in sei-ner jugend erstlich an dem Dänischen, nachgehends an demChur - Sächsischen , und endlich an feines vatters bruders,Iohannis Friderici, Hofe zu Stettin aufhielt. An. 1994.that er, unter der aufsicht seines Hofmeisters Caspar Flem,mings, eine reise nach Oesterreich, Ungarn und Italien ,und im folgenden jähre nach Dänemarck, da er sich bey dercrönung des Königs Christiant IV. befand. An. 1602. wur,de er, mit bewilligung seines vetters, Hertzog Casimirs,der das Stift Cammin besaß , zum Coadjutor erwehlet, wor-auf er nach dessen an. 1609. erfolgtem tobe die völlige poststßion bekommen, und seine residentz nach Cöslin geleget,woselbst er die schloß - kirche schön ausgezieret hat. Hier-auf that er eine reise nach Preussen, Licfland und Curland,und da an. 1606. sein vatter mit tode abgieng, wurde ihmdas Amt und die stadt Bütow durch einen auf 8. jähr langgerichteten brüderlichen interims-vergleich eingeräumet, da erdann die zwischen diesem Amte und dem Polnischen Amte Mir,schau entstandene grentz-irrungen beylegte. Es wurden ihm
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