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an. 1496. einer, Jerg von Freyberg zu Stußlingen zu Hirbogenennet, welche alle zusammen Eistnbergische neben - linienseyn können. Johann von Freyberg zu Schwartzenberg wirdan. 1520. angeführt, und Wolf von Mickhausen war an. 15)0.im Schwäbischen bunde, woraus zu sehen, was vor schonegüther dieses gcfchlecht ehedessen müsse gehabt haben, die esjedoch guten theils noch jetzt besitzet. Lazius , de migr. gent.lib. VIII. p. 470. Guleri Rhaet. chron. p. 5. HektzOgS Elf.thron. lib. VI. Rittersbus. gen. Hunds Bayer, stammv. P. II.Spangenb. Adelsp. k.II. p. 2,5.
freyberg, eine adeliche familie in Francken und Anhalt ,welche an. ^942. auf dem turnier ru Rotenbnrg erschienen.An. 1504. ließ sich Peter in dem Furstenthum Anhalt nieder,und erhielt bey Fürst Wolfgang die stelle eines Hof- Mar-schallö. Sein söhn Wolfgang war Hauptmann zu Koßwick.Ernst auf Elsdorss, ein enckel des letztem, war Anhältischergeheimer Rath, und gieng an. 1626. mit tobe ab. Vondessen söhnen ist der älteste, Hans Ernst, Fürstlicher Hofmei-ster und Witthums-Rath zu Dessau , an. 1669. ohne erbengestorben; der jüngste aber, Wilhelm Heinrich , gesegnete an.1696. das zeitliche, nachdem er dem Hause Anhalt 50. jährgedienet, inner welcher zeit er erstlich Hofmeister bey dem Erb-Printzen zu Dessau , hernach geheimer Rath, und an. 1663.Abgesandter auf dem Reichs-tage zu Regenspurg, ferner Land-Rath und Lands-Hauptmann, und endlich gesamter Rathgewesen. Sein jüngerer söhn Äemilius Marius Albertus waran. 1708. Königlich-Preußischer geheimer Justitz-Rath, undhat sein gefchlechl mit zwey söhnen, Friderico Wilhelms undWilhelmö Augusto, vermehret. Pastorii Franc, rediv. p. 484.509. veckmamis Anhält, hist. P. VII.
Freyberg, ist ein erhöhetes stück lands in dem BißthumBa,el gegen westen gelegen, in die Vogtey und HerrschafftSt. Ursitz gehörig, hat in der höhe eine weite fläche, daraufunterschiedene dorfer und Pfarrcyen liegen, als: la Chaur,Noirmont, Breuiüe, Munaltz, Belmont, Montfalcon, laBosse, u. a. m. Es hat mehrentheils rauhes und kalteswetter, und einen so unfreundlichen schnee, daß er den gu-ten ackers-mann oft mitten in der erndte begrüsset, und daskörn sehr sparsam einsammlen lässet, dahero die einwohnerihre meiste nahrung von dem vieh ziehen müßen. BischoffJohannes von Fleckenstein hat an. 1424. mit hülffe der stadtBasel , diesen Freyberg neben St. Ursitz, Falckenberg und an-dern schlossern dem Grafen von Neuenburg wiederum entris-sen , und selbige an das hohe Stift gebracht. An. 1555. den16. febr. schickten etliche gemeinden in dem Freyberg einenausschuß nach Basel , mit begehren an den Rath, in der stadtbürger-recht ausgenommen zu werden; man vermahnte sie an-fänglich bey ihrem Fürsten nochmalige hülffe zu suchen , undbey demselben um aufhebung des 10 . pfennings, welches ihrenalten freyheiten zuwider wäre, gebührender «nassen anzuhal-ten ; sollten aber solche mitte! nicht angehen, und der Bischoffmit seinen harten prvceduren fortfahren, so wollte man ih-nen in ihrem begehren willig an die Hand gehen; sie ver-suchten nun ein solches , weil' es aber, «vie zuvor, fruchtlosadgieng, wurde ihnen das bürger-recht beivilliqet, und dereyd so«vol von dem ausschuß als den gemeinden selbsten den da-chin abgefertigten Raths-Deputirten geleistet. Urftis chron.Bas. lib. I. p. 10. & lib. VIII. p. 630. Stumpf, lib. XII. p. 40; .*
Freyburg, tat. Frrburgum, eine starcke vestung im Briß-aau an dem flusse Dresen, 2. meilen von Brifach gelegen.Ihren Ursprung soll sie von den berg-leuthen haben, welchewegen der ohnweit davon befindlichen ertz-grube viel Häuserallda erbauet, daraus Hertzog Berchtold II. von Zähringen an.n 18. eine stadt gemacht, zu deren einrichtung das Mustervon Cöln genommen «vorden. Es hat auch derselbe die neuestadt mit so vielen freyheiten begäbet, daß sie nach der zeitnicht recht mehr eine land-stadt heissen wollen. Nach ab-gang der Hertzoge von Zährinqen kam sie durch heuralh an.1228. an Graf Egon von Fürstenberq mit dem bart, welcherdabey ein schloß erbauet. Dessen söhn war Egon II., welchermit feiner gemahlin, Adelheid von Nlfften, Conradeu erzeugte.Dieser gerieth mit der stadt in streit, welche ihre freyheiten,so ihr Berchtold gegeben, «vider die Grafen behaupten wollte.Der Grafrufte aber den Bischoff von Straßburg zu hülffe,und setzte der stadt heftig zu. Doch richtete er «veiter nichtsaus, als daß an. 1293. ein vergleich erfolgte, darinn die Gra-fen versprachen, der stadt das recht der besatzung zu lassen, «vi-der sie sich nicht zu verbinden, und die stadt nicht vor ihre Ge-richte zu ziehen. Sein söhn «var Egon III., rvelcher GrafConraden verließ, der auch Landgraf im Brißgau gewesen,und z«vey söhne Friedrichen und Egon IV. hinterließ. Jenerbekam nach des vatters tobe die reglerung, und zeugte «nit An-nen , Graf Rudolphs von Sausenberg tochter, Claram. Erüberwarf sich mit der stadt, und wurde von den bürgern ver-trieben, welche nach so vielen erhaltenen freyheiten den Grafenkeinen unbedungenen gehorsain mehr leisten wollten. Wie siedenn an. 1327. ohne des Grafen «vissen mit andern städtenin bündnis getreten sind. So trift man sie auch an. 1,50.in einem bunde mit den Hertzogcn von Oesterreich «vider Zü-rich an, «velches alles zeichen sind, daß die Grafen sie nicht alsihre land-stadt so schlechterdings traetiren können. Nach Frie-drichs tode nahmen die von Freyburg seine tochter Claram,
welche an Pfaltzgraf Götzen von Tübingen verheurathet tom·zu ihrer Frau an, von welcher man »och Urkunden von «nIjs 6 · M sie sich regierende Gräfin von Freyburg «.schrieben. Es widersetzte sich ihr zwar Graf Egon IV , ibresvatters bruder, und brachte bey dem Kayser aus, daß er «bmGericht, zoll und alle Herrlichkeit zu Freyburg zu lehn übn!gäbe. Allein die burger wiesen aus ihren freyheiten des Ler.tzogs Berchtolds , daß die stadt eine Freyhcrrn-stadt und keinlehn sey , sondern auf die nähern weider, so viel die Grase,recht daran hatten, abstammen müste. Doch wurde die sackeverglichen, daß Ego vor ein stück geld nach absterben der Clararegierender Herr wurde. Dieser erheurathete mit Verena, Grä-fin von Neufchatel, das land Neufchatcl in der Schweiß Erzerfiel milder stadt an. 1366. in Händel , daß sie ihn vertrieb,und ihm seine bürg zerbrach. Endlich ward der streit berge'stalt geschlichtet, daß die bi'irger dem Grafen seine gantze Hm-schafft vor 20000. marck silbers abkauften. Weil nun Oe-sterreich solches geld darzu hergab, so haben sich die Frevbur-ger an. 1368. demselben dafür unterworffen. Nachdem aberErtz-Hertzog Friedrich auf dem Concilio zu Costnitz in den banngerieth, kam Freybürg an das Reich, muste ihm aber bey sei-ner restitution wieder eingeräumt werden. Von selbiger zeitan ist es beständig in Oesterreichischen Händen geblieben, undhat Ertz-Hertzog Albrecht an. 146;. die Academie daselbst ge-stiftet. An. 1632. ergab sie sich ohne geschlossenen accord denSchiveden , «vorauf sie zwar von dem Kayser wieder einge-nommen, von den Schweden aber an. 1634. und 1638. zwey-mal aufs neue erobert «vorden, denen sie auch bis zum frie-den verblieben. An. 1677. bekamen sie die Franzosen im här-testen «vinter durch verratherey oder zaghasstigkcit des Com-mendanten, und behielten sie auch im Niemivegischen frieden,da dann die Universität nach Costnitz verleget «vordem Alleinan. 1697. «vurde sie dem Hause Oesterreich ig, Ryßwickschenfrieden «vieder eingeräumt, und die Universität wieder dahinverlegt. Doch nahmen sie die Franzosen an. 1712. mit grossergemalt himveg, nachdem sie der Commendanl Harsch tapfer ge-nug defendiret, und «vurde mit dieser eroberung der grosseSpanische succeßions - krieg beschlossen. Dann als die win-ter-kälte schon sehr herb, und hingegen die Franzosen nochkeinen fuß-breit von den schlössern gewonnen hatten, wurdedennoch dem General Harsch ordre zugeschickt, für die schlossser einen vergleich zu machen, theils weil darinnen an mehlund holtz grosser Mangel war, theils anch, «veil die Franzosendroheten, »vidrigen falls alle vestungs-wercke der stadt zu schlei-fen, «velches man bey so nahem frieden nicht gern wollte cc-warren; denn da wurde kurtz darauf der Rastädtische friedegemacht, dadurch die stadt wieder an Oesterreich kam. Denort endlich an sich betreffend, so hat er gegen die abend-seitenach dem Rhein eine grosse ebene; von morgen aber gegenSchivaben schützt ihn ein nah-gelegener felsen, «vorauf zweyschlösser, und zwischen denselben eine veste communicativn,das Saltzbüchslein genannt, liegen, welche die gantze ebenebestreichen, und auch die feite hinter dem berge rein haltenkönnen. Sie haben, so viel der felsen leidet, wälle und mau-ren, und sind ihre zugänge unten a«n berge «nit redouten undaussenwercken versetzt. In der letzten belagerung haben dieFranzösin das obere schloß auf der Schwäbischen feite ange-griffen, haben aber mit allem ihrein geschütz keine bresche zu-«vege bringen können; ja es war der widerstand der besatzungso groß und tapfer, daß diese so gar an der spitze der feindlichenlauf-gräben gegen diesem obern schloß posto faßten, und davonbis ans ende der belagerung meister blieben. Die stadt aberist recht regulär bevestiget, und bestehet aus 10. bastions, vorderen jeder courtine ein halber mond oder ravelin lieget.Auf der feite gegen Straßdurg hat ein dach, so diirch die stadtkommt, seinen ansfluß, »vosilbsten schleussen gemacht, so daßman nach gefüllten grüben einen grossen theil der ebene unterWasser setzen kan, welches den Franzosen grossen schaben gethan.In der stadt ist das vortrefliche Münster, dessen kostbarerthurm dem Straßburgischen an die feite zu setzen, nur daß ernicht so hoch ist. Bey der letzten belagerung hat es durch einenund andern fehl-schuß, so über das schloß gekommen, ein we-nig schaden gelitten. Chron. Friburg. KnipsMld. de Jur. Civ.
р. 484. Rönigshofen, Elsaß , chron. Ludwigs Preuß. Neu-vurg. Roo. üb. III. ann. Austr. Münßer. Cosmogr. lib. V.
с. 220. Crus. annal. Zeiler. itin. & topogr. Als. p. 17. Me-moires Msc. deMr. le Comte de Hatjcb. *
Freyburg, ist die Haupt-stadt des 10. Cantons in der Eyd-genoßschafft, an der Sanen auf hohen felsen gelegen, ;. kleinemeilen hinter Bern . Ihr Urheber und erbauer war Hertzog Berchtolff lV. von Zäringen, der als Kays Statthalter in Klein-Burgund, ihro an. 1179. den ansang, und ein gebieth von ;.stunden im umkreis gegeben hat; wiewol schon vorhcro ein al-tes schloß alldort gestanden, und zwar aufdem platz, dahin an.1505. das Rathhaus aebauct worden. Er hat der neuen bur-gerschafft schöne freyheiten ertheilet, welche Kayser Friedrich I.an. 1183. bestätiget hat. Hernach, als des erbauers söhn undNachfolger Hertzog Berchtolff V. die stadt Bern an. 119°·gleichfalls erbauet, hat er in beyden städten ein bürgerlichesRegiment gestiftet, und solche, als schwestern, mit. dem engenbände eines ewigen bürger-rechts zusammen geknupfet. rlufdessen an. 1213. erfolgten todes-faü aber, wurden zwar