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ihrem fanatischen geiste nach fast der bekannten Bur,gnon,abey, ausser, daß sie mehrere qedancken von dem tausenb-iahrr-gcn Reiche als iene heget. Man findet ein buch von ihr unternachstehendem titul: Evangelium vom tausend - jährigen Rei-che Christi, und noch ein anders von der Juden gnaden - wähl.Zu Amsterdam soll sie einen schild mit dieser Überschrift: Hierwohnet eine tausend-jährige Prophetin, welche heißt Eva Ma-ria Frölichin, ausgehangen, auch überall in der welt herumgerecht, und ihre lehren ausgestreuet haben. Rangon , Suectaorthodox. P. III. ar. p. ;;a. Tentzels monatliche Unterredungad annum 1693. p. 524. Colberg. Christian. Plat. p. aöi. Jun-ckett cent. fern. lllustr.
* ^röreistn, (Jsaac) war in seiner geburts-stadt Straß-burg boöior Theologi«, Professor und Prediger, und starbau. 1 6 ; a. in dem 4;. jähre seines alters. Seine schriften sind:Lcruünium Panoplise Bellarminianse %. vol. StknDurg 1622,seqq. in 8· Apocalypsis Antichrist!, ib. 1634. scq. Anatomiaseu Exauctoratio Draconis fanatici; Fax Catholic* Veritatispro invenienda vera militante ecclefia ; Hierogymnaimata Aca-demica, ib. 1623. Differtationes contra Weigelianos; deAu-gustana Confeflione, &c. Witte , diar.
* Frösche!, (Sebastian) ward zu Amberg an. 1496. ge-bohren, und von seinen eitern fleißig zur schule gehalten, unddarauf nach Leipzig auf die Universität geschickt, allwo ergleich zur selben zeit Magister wurde, da Luthcrus mit Ecciodas Lolloqurum hielte. Er wandte sich auf die seile Lutheri,und vertheidigte desselben lehre, wiewol er sich dadurch nichtwenig Verdruß auf den hals gezogen. Er ward an. 1520. zuWittenberg Diaconus , da er auch 4;. jähr in seinem amte ge-standen , und im decembr. an. 1570. im 74. jähre seines altersverstorben. Unter seinen schriften sind folgende: Philipp! Me-lanchthonis ausgelegte desinition vom Königreich Christi, miteiner starcken vorrede, Wittenberg i;66. in 4. Predigtenvom Priesterthnm über Philippi Melanchthonis drey Detini.liones, Wittenberg 1565. in 4. Bonden heil. Engeln, teu-fein, und des menschen seele, Wittenberg i;6,. Conciones inEvangelium Matthasi habitae, Wittenberg 1560. in 8. Un-schuldige Nachrichten, 1717. p. 22. leqq. und 1734. p. 68».seqq. Nachricht von dem leben Sebastian Froschels,Leipzig 173a. in 8.
* Frohne, (Joh.Adolph) ward zu Eigenröde an. r 6 ;r.den i i. jan. gebohren, und von seinem vatter, welcher Pastordaselbst, und nachgehends Superintendent zu Mühlhausen war, bis ins n.jahr seines alters zu Hanse unterrichtet, undfrequentirte hernach bis an. 1669. das Gymnasium zu Mühlhau-fen. Von dar wandte er sich zwar auf die Academie nachJena , wartete aber daselbst nicht lange, sondern zog an.1670. im aug. nach Erfurt , da er das folgende jähr unterProfessor Neubauern disputirte. An. 167a. begab er sich nachhause, und das folgende jähr wieder nach Jena , da er ineben diesem jähre den Magister - titul erhalten. Von dieser zeitsieng er an, den studirenden mit collegiis zu dienen, und di-sputirte 57. mal über Hundeshagens philosophische schriften,und sechs mal über einige von ihm selbst ausgearbeitete philo-sophische Materien. Überhaupt hat er in Jena 8z. Disputa-tiones gehalten; denn nachdem er an. 1676. zum Adjunctoerkläret worden, bisputirte er nicht allein pro loco , sondernauch über dieses noch 31. mal als Präses. An. 1678. wurdeer Rector zu Lemgo , und an. 1680. Prediger an der St. Ni-colai-kirche daselbst, an. 1684. aber als Diaconus zu St.Blasii, und än. 1691. eben daselbst Superintendent, woraufer zu Giessen an. 169;. den Do<stor-titul annahm, und in sol-chem amte bis an sein den 13. nov. an. 171;. erfolgtes endetreulich verharrele. Unter seinen schriften sind: Theologia Defin.Franckfurt 1707. in 13. Recht des geistlichen Priesters; Kö-niglicher Regent in 6. Raths - Predigten, 1707. Neuverthei-digter Doctor Luther wider E. Baumannen, Jena 1698. in 8.mit Dr. Luther übereinstimmender heutiger Lutheraner, Mühl-haustn 170a. in 8. Evangelischer Communieante, Mühlhau-sen 170;. in 8. Augapfel GOttes, ibid. <703. in 8. O/ear.lyntagm. rer. Thuring . P. II. p. igi- Unschuldige Nachrich-ten , 1729· P· 76;. seq.
* Froidmont, ist ein schloß in der Niederländischen Graf«schafft Namur . Es liegt auf der nördlichen feite der Sambre,und zwey gute stunden gegen abend von der stadt Namur .
Hroila I., oder Fruela, König zu Oviedo , Leon und Astu-rien in Spanien , war ein söhn Alphonsi I., fieng seine regierungan. 757. an, und regierte n. jähr und einige monate. Er wi,versetzte sich den einfallenden Saracenen, und schlug an. 7; 9.Jusaph, oder nach andern Omar, einen Printz der Saracenen,in Gallien , so, daß $4000. Barbar» auf dem platze blieben.Er ließ seinen bruder Vimoranum hinrichten, weil er in er-sehung der grossen gunst, welche das volck sowol wegen seinerschonen leibs - gestalt, als guter aufführuna zu ihm trug,sich des Reichs wegen von ihm besorgte. Jedoch reuete ihnhernach die that, und solche einiger Massen zu büssen, bestimm-te er des getodteten söhn Veremundum zu seinem Nachfolger.Er zwang auch die Priester seines Reichs sich der ehe zu enthal-ten , welche ihnen lang vorhero seit der regierung Witizä freygestanden war. Svnsten soll er auch Oviedo erbauet, und dasdortige Bißthum gestiftet haben. Er ward von stinem dritten
bruder Aurelw um das leben gebracht, Weicherauch nach ihmden thron besttegcn,ohngeachtet Froila beydes vbgemeldtenNm-mundum an kindes-statt angenommen, und selbst einen sobnAcphonsum Gastum hinterlassen hatte. Mariana. Vafaus. «
Froila II. , zugenannt der grausame, »«keusche un»aussatzMe, riß an. 898. nach dem tobe seines bruders Qrdo-nii das Reich an sich, obschon dieser söhne nach sich gelassenEr hat nicht langer als 14. monate regiert, und sich durchnichts , als diejenige laster, wovon seine zunahmen zeugen kön-nen , bekannt gemacht. Ob er schon söhne hatte, wurde dochdas Reich Alphonso IV. des Ordonii söhn gegeben. VaUus.
Mariana &c. *
Froissard, siehe Frossardus.
* Fromageau, (Germanus) ein Französischer Theolog,war zu Paris aus einer angesehenen bürgerlichen familie ge-bohren, und wurde an. 1661. ein Mitglied der Sorbonne, wor-auf er an. 1664. auch den titul eines Do<storis erlangte. Erwar in allen theilen der GOttesgelehrtheit, insonderheit aberin der Moral-Theologie treflich bewandert, daher» er auchnach dem Mr. Delamet die vorgefallene cakus consdentis zuentscheiden erwehlet wurde. Verschiedene Prälaten boten ihmin ihren kirchen ansehnliche bedienungen an , er schlug »derselbige insgesamt aus, und starb zu Paris den 7. ott. an. 1705.nachdem er ein ziemliches alter erreichet. Seine Dedlioneisind nach seinem tode gesammlet, und ein theil derselben un-ter dem titul: Pvesolutions de Gas de Conscience touchant laMorale & la Discipline de l’Eglise aus licht gestellet worden;weil es aber etwas schwer geschienen , das noch rückständigein eine gehörige ordnung zu bringen, hat man sie endlich zu-sammen , auch die bereits gedruckten nicht ausgenommen, demDictionnaire des Cas de Conscience einverleibet, welches an.17?3. zu Paris in 3. fol. heraus gekommen. Mimoim du
tems.
* Hroment, (Antonius) Prediger in der kirche dHvonan indem Pais - de - Vaud , aus dem Dauphine gebürtig. Fa-rel, welcher ihn und seine frömmigkeit deswegen wohl kenne-te, dieweil er sein lehrmeister gewestn, und auf feinen rei-sen diejen sroment vielfältig um sich gehabt hatte, begehrte anihn, daß er sich nach Genf begeben sollte, um allda die Re-formation , die er, Mr. Farel, angefangen hakte, fortzusetzen.Froment nahm endlich nach langem anhalten Farels die auf-getragene last an, und fand von ansang so viele Hindernis-sen , baß er die stadt wieder zu verlassen dachte, wo er sichnicht em gewissen gemachet hätte, die Hände, so er an den pflüggeleget, so bald, nur aus Überdruß, wieder abzuziehen. Des-wegen bediente er sich des mittels, welcher ihm Farel ange-rathen, welcher sich zu Aigle mit wenigem geräusch in derstille bey dem volck beliebt gemachet. Er ließ nemlich öffent-lich anschlagen, daß er meinem Monat wollte auf Französischlesen und schreiben lehren. Dieses zog ihm in der geschwin-de eine grosse menge lehr-jünger zu , allein anstatt sie mit demversprochenen aufzuhalten, brachte er ihnen die grund-sätze derreligion bey , die er in dem hertzen hatte. Unter ander» warder von einem, gewissen Mönche, Christoffel Boguet genannt,wacker unterstützet, hingegen schrien ihn die andern Geistlichenfür einen zauberer aus. Eine gewisse Dame , Claudine ge-nannt , welche eines theils dessen auch beredt worden, undandern theils ihn gerne gehöret hätte, um zu wissen, was danndieser verschriene mann für fachen lehrete, wagte es zu ihmzu kommen, zuvor aber versähe sie sich mit allen erdencklichenMitteln wider die bezauberung, die der aberglaube selbigerzeiten herfur bringen konnte. Da sie ihn aber gehört, wurdesie sehr heftig gerühret, begehrte ein Neues Testament , lastdarinnen, schlösse sich in ihre cammer ein , und nach reifteÜberlegung nöthigte sie ihr gewissen, die Reformirten Meynun-gen zu ergreiffen, und ihrem mann und kindern auch dazu an-leitung zu geben. Den r. jan. an. 15 t;. predigte Boouet, wel-ches so viel würckte, daß alles dem Froment zuzulauffen begun-te; sein saal wurde zu klein, die menge der zuhörer zu fassen,deswegen wagten sie es, eine änderung zu treffen, und erwehl-ten einen öffentlichen platz, Molard genannt, wo Froment aufbäncken anfieng zu lehren; er erklärte den tert über Matth. VII. 15. & 16. Da der Rath zu Genf wind davon bekom-men , ließ er es dem Froment verbieten, bekam aber keineandere antwort, als: Man müsse Gevtt ehender als denmenschen gehorchen. Dieser ungehorsam entrüstete denRath, daß er soldaten ausschickte, ihn gefangen zu nehmen:er entgieng ihnen aber, und entwischte naher Pvonan, wo ernachmals Prediger worden. Etwas zeit hernach kam er wie-der nach Genf , und fand sich eben auf der Rhone »-brücke,da eine proceßion vorbey gieng, und entkam den weibcrnmit genauer noth, welche «hn in den fluß stürtzen wollten, die-weil er die knie vor dem Aüerheiligsten zu beugen sich weiger-te. An. 1554. kam er mit Farcllo und Bireto wiederum da-hin , hatte aber, da er unter dem schütze der Herren Deputir,ten von Bern gewesen, keine gefahr. Dicke kamen den Gen fer » anzusagen , daß sie die dem Stande Bern schuldige sum-men abzahlen sollten, widrigen falls hätten sie befehl, ihncudas dündnis aufzukündcn. Ihr anderes begehren war, daßsie den Mönch Furbiti, welcher die Berner gelästert hatte, zur
f cbührcnden strafe ziehen sollten. Man hat übrigens zweyücke von diesem Froment, weiche in der form eines bricfcs
gefchrtrbm