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eben dieser Gabinius Römischer Gouverneur in Syrien und Iu-däa, kurtz vor Christi geburt. Er half da Hyrcano wiederumzu der Hohenpriesterlichen würde, brachte m Judäa alles ingute ordnung, widersetzte fich dem Aristobulo , nährn ihn ge-fangen, und sandte ihn nach Rom . Darauf setzte er PtolemäumAuletem wieder in sein Königreich ein , und schlug Aleran-drum,welcher sich der Ober-Herrschafft über Iudäain anmassete;weil er sich aber des Ptolemäi wider den ausdrücklichen befehldesFathS angenommen, und auf feinen eigenen köpf mit fei-nem kriegs - Heer aus der provintz gezogen, auch , wie jedermanglaubte, sich in diesem allem mit qeld bestechen lassen, faßte derRath und alle ehrliche bürger in Rom wider ihn einen grossen.Widerwillen , rüsten ihn nicht ohne schimpf aus der provrntz zu-rück , worzu auch Ciceronis rede cke provinciis consularibus sehrviel half, als in welcher er sowol an Gabinio als Pifone einegrosse raache ausübte. Doch war dieses den eiferern für desStands ehre noch nicht genug, sondern, so bald Gabinius nachRom gekommen, geschahe wegen der aus eigenem gemalt vor-genommenen einsttzung Ptolemäi eine öffentliche klage widerihn. Cicero , der sich nun genug meynte gerochen zu haben, undvornemlich hrerinn dem Pompejo einen gefallen erweisen wollte,nahm sich zwar in diesem Handel des Gadinii an, es konnte aberweder wohlredenheitnoch gunst etwas helffen; Gabinius wurdevon den Richtern verdammt, und muste in Pas elend ziehen.<Ctc. in orat. & epist. palsim. Joseph, antiq. XIII. c. n. DioCajjius , üb. XXXIX. p. l?. *
Gabinius , Kayfers Diocletiani Vetter, bekannte sich zurChristlichen religion, und wurde dahero nebst seinem bruderCajo Dalmata , Römischen Bischofs, und seiner tochter Susan-na, um das jähr Christi -8z. zur marter gezogen. Es ist nochein anderer GadiniuS, «in Römischer Histpricus, dessen Stra,bo lib. XVII. gedencket.
Gablentz, Gabclentz, eine alte adeliche familie in Meis-sen und in der Laußnitz , welche vermuthlich von dem schlösseGablentz bey Krimmitschau in dem Meißnischen Ertz - geburgeden nahmen erhalten, wie denn Georg von der Gablentz, derbey dem Marggrafen Friderico in Meiffen in grossem ansehengestanden, an. 1221. darauf gewöhnet. Albertus ist an. 14)6.Ädt des klosters zu Altendurg gewesen, und hat das kloster Pfor-te mit reichen einkünften versehen. Georg von der GablentzanfWendischleube hat an. 1529. dem Churfürsten zu Sachsen das Burglehn zu Altenburg , auf welchem er und seine vorfah-ren gewohnt, verkauft. Christoph und Sebastian auf Wen-difthlcnbe siorirten an. 1670. In der Laußnitz und zwar in deinGörlitzisthen kreise, besitzet dieses geschlecht die Ritter - gütherHcydersdorff, Spree und Hänichen, in der Herrschafft Pför-ten aber'Kalcke. Es hat sich schon zu ansang des XV. ikculi inder Herrschafft Sorau in der Nieder - Laußnitz auf dem hauseFriedrichsdorff ausgebreitet, von welchem Heinrich an. 14;°.Plebanus zu Sorau worden, der an. 1445. St. Barbarä zu eh,ren eine capelle gebauet, und dieselbe mit gewissen einkunstenversehen hat. Nachgehends ist einer von Gablentz Probst zuDroßkau, und ein anderer Probst zu Behnau, Christoph Frantzaber, Amts - Verweser zu Sorau worden. Einer von diesemHause entleibte an. 16;1. einen gewissen vom Adel, der ihn aufder straffe bey Sorau angriff, und zog sich solches also zu gcmu-the, daß er sich selbst das leben nahm. Muüeri annal. Sax.Grössere Laußnitzische merckwürdigkeiten. Magni Sorauischechronick. Sinapu Schlestfche curiositäten.
Gablkoven, eine ansehnliche adeliche und nunmehro theilsFreyherrliche und Gräfliche familie in Oesterreich und dem Für-stenthum Gotha , hat vor zelten den nahmen Gablkover vonGablkoven geführet. Ihren eigentlichen Ursprung hat sie ausBayern , wie denn daselbst ihr stamm - schloß Gablkoven ohn-weit Dtngelsingen, zwischen der Jser und Viltz gelegen, wel-ches aber an. 14; 6. in den damaligen innerlichen kriegen zerstö-ret worden. Sie besitzet auch noch jetzo einige paherum gelege-ne lehn - güther, welche sie bereits an. irr;, von dem gedachtenschlösse und ihrer vestung Freinberg (wozu nachgehends dasschloß Wildharn gekommen) verliehen hat, und bls auf diesentag von dem ältesten dieses geschlechts empfangen, und wiederverliehen werden. Die gewisse stamm - reihe sänget man vonPaulo an, welcher sich um das jähr 148». aus Oesterreich , da-hin sich sein vatter Zacharias aus Bayern gewendet, nach Loi-ben in die Steyermarck begeben, und durch seine vier söhnenachfolgende vier linien angeleget.
Die erste linie stiftete der älteste söhn, nahmens Wolfqang,welcher an. 1,41. mit tobe abgegangen , und unterschiedlichelinder nachgelassen, davon sonderlich folgende zwey zu mer-cken. (i.) Oswaldus, der in Italien den titul eines DoctorisMedicin® angenommen, und wegen der Lutherischen lehreSteyermarck mit dem rücken ansehen müssen, da er sich dairnin Schwaben niedergelassen, und an. 1;;-. zu Memmingen verstorben. Seine söhne waren Wolfgangus,!!. und Oswal-dus II., davon jener Ooötor Theologie zu Tübingen , dieseraber Dost. Medicin* , wie auch in die ;o, jähr Rath und Leid-Medicus bey dem Hertzoge zu Würtemberg gewesen. Dieserletztere hinterließ Hreronymum , J. ü. L. Wolfgangum III.,Wurtembergischen Rath und Leib - Mcdicum , welcher sechsCenturien Curat.& Observat. Medic. geschrieben; Iohannem Ia-cvbnm, Fürstlichen Bibliothecariuni zu Stuttgard; und Chr,-ßophorum Z. U. L. und Bürgermeister zu Eßlingen , welcher an.
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i6;r. gestorben, worauf bald hernach dieser äst in Schwaben gantzllch verloschen. (2.) Franciftus pflantzete seinen äst in derSteyermarck fort, und ward ein groß - vatter Zachariä, wel-cher die wurde eines Land - und .Hof-Gerichts - Affefforis , wieauch eines Land - Raths zu Gratz bekleidet, und an. 1652. dieFreyherrltche wurde erlanget hat. Erstarb an. 167;. und ließzwey söhne nach sich; der altere, Hans Siegftied, so gleichfallsdes Landes - lind Hof - Gerichts Beysitzer, wie auch KaysctticherRath und des adeliche» Vormundschafft - amts Präsident war,gesegnete an. 1707. das zeitliche, und hinterließ Ioh. Philip«pum Antonium, und Jvsephum Ignatium, davon jener würck-licher Kayserlicher Inner - Oesterreichischer geheimer Rath, undan. 1718. in den Reichs, Grafen - stand erhoben worden. Derjüngere Georg Christian, Kayserlicher Rittmeister, stürme an.1686. mit einem Pferde, und büßte darüber sein leben ein. Seinsöhn, Hans Anton, diente ;u ansang des XVIII. feculi demKayser tn dem Ungarischen kriege.
Die andere linie legte Leonhard an, der sich zu Lochen inder Steyermarck ausgehalten, und an. 1544. das zeitliche geseg-net hat. Sein enckel, Daniel, brachte es in der Artzney - kunstso weit, daß er den titul eines Doctoris zu Basel annehmenkonnte, worauf ihm die charge eines Kayserlichen würcklichenRaths, und an. i 6 ;o. die Freyherrliche würde zu theil wor-den. Er war ein groß - vatter Johann Martins, Herrn aufSyrowitz, Altenberg , Frauenstein und Nußperg, welcher desLand - Rechts Beysitzer und an. 1682. Verordneter des grossenAusschusses in Kärndten gewesen. Er starb an. 17--0. und hin-terließ Martinum Josephum Antonium , Landes - und Hof-Gerichts - Allellorem, welcher sich an. 1701. mit einer Gräsinvon Pfaltz vermählet hat.
Die dritte linie hat ihren Ursprung von Ruperto, welcher sichan. i?yo. an dem Bodensee niedergelassen, und mit seiner ge-mahlt,, , Anna Litscherin von Rönsebach, zehen kinder gezeuget,worunter zwey söhne, Paul und Carl, gewesen.
Die vierte linie fieng Zacharias an» welcher an. i;;;. zuLoiben mit tobe abgieng, nachdem er mit vier gemahlinnen sünf-zehen söhne und neun töchter gezeuget hatte. Von den söhnenhaben die meisten ihr geschlecht fortgepflantzet, und zwar inOesterreich und Steyermarck, woselbst sie die schlösser Pötzen-kirchen, Pühel und Helffenberg, an sich gebracht. Das letzte,Helffenberg, liegt in der Grafschafft Cillen, und hat es einer vongedachten fünfzehen söhnen, nahmens Abraham, welcher an.1609. gestorben, durch Heurath an sich gebracht. Derselbe warein vatter Georg Siegfrieds zu Scalis unweit Helffenberg , derwegen der Lutherischen religion seine güther verlassen, und sichin das Fürstenthum Gotha gewendet. Sein einziger söhn Ioh.Balthasar begleitete an. -688. drey Fürstliche Sachftn - Gothai-sche Printzen auf der reise nach fremde länder als Hofmeister,worauf er die stelle eines geheimen Raths und Ober - Consisto-rial - Präsidenten zu Gotha erhalten. Er gab an. 1709. Stem-ma Genealogie Familie Gablkoverianae in fol. heraus,und lebtenoch an. 1717. im 80. jähre seines alters. Sein mit einer vonHopfgarten erzeugter söhn, Hans Siegfried, ist Fürstlich-Braunschweigischer Cammer - Juncker worden.
(Aabon, ein Königreich in Congo, darinnen die Mosonleswohnen, hat eine stadt Maceira an dem fluß Gabon .
Gabres, stehe Ghebres.
Gabriel, ein Ertz - Engel, dessen nähme so viel heisset alSGOttes stärcke. Er ist dem Daniel erschienen, dem Zacharias,da er ihn von der geburt Iohanniü des Täufers versicherte, undder heiligen Jungfrau Mariä, da er ihr das geheimnis derMenschwerdung des Sohnes GOttes verkündigte. Daniel, VIII.& IX. Luc. I.
Gabriel, ein Ertz-Bischofs zu Philadelphia , mit dem zik-nahmen Severus. Er wurde von Ieremia, einem Patriarchenzu Constantinopel , eingeweyhet, da er aber sahe, daß er wenigGriechen in seiner gemeine zu Philadelphien hatte, wendete ersich nach Venedig , allwo er der Griechen, welche in dem Ve-netianischen gebiethe lebten, Bischoff wurde, und seine bücherin Griechischer spräche drucken ließ, als da sind: ein kleiner tra-ctat von sacramenten an. 1600. und eine schütz - rede an. 1604.in welcher er wider einige Lateinische Theologe« die ehrerbietung,so die Griechen dem brödt und wein noch vor ihrer consecratiö»erwiesen, vertheidiget. Der Cardinal Perronius hat zuerst dasgedachte buch von dem Abendmahl angeführet, damit zu erwei-sen , daß die Griechen die transsubstantiation eben so, wie dieLateiner glaubten , und daß sie auch gar das Wort /utTov<riu<ncerfunden, welches eben so viel heisset, als transsubstantiatio.Johannes Claudius hat in seiner antwort, die er Antonio Ar-naldo ertheilet, dieses werck für ei» ertichtetes buch ausgegeben,weil er des Gabrielis buch nicht besaß, und der Cardinal Perro-nius die Griechischen Worte dieses Ertz - Bisthoffs nicht angefüh-ret hatte. Allein Richard Simon hat zu Paris an. 1671. diestischütz - rede Gabrielis, darauf es hauptjachlich ankam, in Grie-chischer und Lateinischer spräche, nebst einigen andern tractateneben dieses anthoris drucken lassen, worzu er noch einige anmer«ckungen gethan, in welchen er beweisen wollen, daß man diesenBischoff nicht unter die zahl der Griechen, welche sich nach derLateinischen kirche gerichtet, setzen könne, angesehen er widerdas Concilium zu Florentz geschrieben, welches er gleichfalls itt
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