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brich!T. zu Liegnitz an. 152;. aus einem alten kloster gestiftet,welches hernach unter dem Roctors Valentin Trotzschendorff/in grosses aufnehmen gekommen. Eme meile von der stadtist daS alte schloß Gratzberg, welches Uladislaus II. an. 1144.soll zu bauen angefangen haben. Lucä Schief, denckwürdig-keiten/ p. ir; 5 - logg.
Goldberg , ein städtlein in dem Mecklenburgischen Fürsten -thum Wenden, an einem sce, ohnweit Kragkvw gelegen , warvor alters der sitz einiger Fürsten zu Wenden.
Goldberg , ist ein berq über dem bekannten VeltlinifchenMa,iner-bad , allwo ein stcin-bruch ist, »araus man Laveggi,oder steinerne koch-geschirre drehet; man grübet auch daselbstviel schonen und läutern crystalt, so in Italien verkauft wird.Guter. Rhiet. üb. XII. p. 188. b. *
Goldegg , eine Freyherrliche familie , welche das Erb-Schencken-amt in dem Ertz-Stift Saltzburg besitzet / hat ihr al-tes stamm-fchloß Goldegg in Tyrol auf Jenesien / und daselbstin der gegend Lana unterschiedene güther gehabt. Arcius undGoldecarus von Goldegg / sind an. 12; 1. bekannt/ und der Gra-fen von Ultcn adcliche lehn-leuthe gewesen. Christoph hat an.144;. seinen stamm in Tvro! beschlossen/ und liegt in der von de-nen von Goldegg erbauten Pfarr-kirche auf Jenesien begraben.Vorhero aber hatte sich eine linie von diesem geschlecht inBayern niedergelassen , welche das vbgedachte Erb-Schencken-aml erlanget. Von derselben war um das jähr 1660. JohannMatthias Freyherr von Goldegg als Kayfcrlicher geheimerRath dckamit. Brandts ehren-kr. p.'-a.
Goidenberg , ist ein schönes schlößlein zu oberst in demFlaachthal/ nicht weit von Andelsingen in dem Züricher-gebiethegelegen/ denen Junckern Schmieden von Zürich zuständig.*
Golden - Traum / ein städtlein in dem MarggrafthumOber-Laußnitz an der Schlesifchen grentze , unweit dem fingQueiß / oberhalb Marck - Lissa gelegen und zur HerrschafftTzschocha gehörig , stehet denen von Uchtritz zu. Es hat we-gen der aus Schlesien sich dahin gewendeten Protestanten gar ei-nen feinen anwachs gehabt. Grossers Lausitz, merckw.
Goldingen / eine stadt nebst einem feinen schloß in Curland/an dem flusse Window / iz. messen von Mictow/ gehörte vorzelten dem Teutschen orden/ und wurde an. 1560. wegen derin dem Moscowttischen kriege aufgewandten Unkosten / denPolen abgetreten / nachgehendö aber dem Hertzoge in Cur-land wieder eingeräumet. Zeütr. pufend. einl. zur Schwe dischen hist.
Gold-Rüste von Guinea / siehe COSTE d’OR.
Goldmann / (Nicolaus) zu Breßlau an. 162;. gebohren/hat erstlich die bau-kunst aus den besten scribenten auf eine son-derbare deutliche art in ein werck zujämmen getragen , welchesLconhard Christoph Sturm zu Wolffcndültel an. 1696. unterdem Utul: Anweisung zu der Civil-Bau-kunst Nic.Goldmanns ,heraus gegeben , darzu er selbst viel figuren gerissen , die kostenaber George Böse / ein Rathsherr in Leipzig , so ein grosserliebhaber dieser wissenschafft war/ vorgeschossen. Er hat auchdes Villalpandi befchreibung des Salomonischen tempel-bauesvermehret / welche er aber gleichfalls nicht heraus geben kön,nen. An. 1662. kam sein Lateinischer und Teutscher tractat/äs Stylometris, oder gebrauch der bau - stäbe nach den 5.faulen zu Amsterdam heraus , gleichwie bereits vorhero seineArchitectura Militaris , und an. 1656. sein buch / deUsuPro-portionatorii Circuli, gedruckt worden. Er starb an. 16Ü;.zu Leiden / allwo er sich zu Unterrichtung der lugend gebrau-chen lassen / und den oerus nach Venedig ausgeschlagen.Sturm, in ipsius vita, welches abgedachter anweisung zu derCivil-Bau-kunst prämittiret ist ; Item , in tractat. de natur. &conftitutione Mathes. p. 20;.
* Goldmayer / (Andreas) war zu Guntzenhausen in Fran-sten an. 160;. gebohren / und legte sich nebst der Medicin aufdie Mathematic und Astrologie. Der Kayser ernennte ihn zumComite Palatino , und die Academici zu Straßburg trugenihm die Professionem Matheseos auf; er wollte aber diese eh-ren-stellen nicht annehmen/ sondern lebte zu Nürnberg rm pri-vat-stande , da er sich von calender -schreiben und nativität-stel-lcn nehrtc/ und an. 1664. in äusserster dürstigkeit unverehli-chel starb. Er hat des Königs Gustavi Adolphi und seinen ei-genen tob verkündiget , auch eine beschreidung der stadt Aug-spurg, Nürnberg 1644. in 4. und andere schriften nachgelas-sen. t'reber.
* Goldner / (Johannes) aus Werdau in Meissen gebürtig/war anfangs Hof-Prediger zu Waldsassen , hernach aber Pfar-rer zu Mönchenreuth , allwo er 46. jähr das Predig - amt ver-waltet/ und an. 1612. den 24. may gestorben. Seine gebeincwurden / nachdem sie schon 16. jähr in der erden geruhet/ wie-der ausgegradcn/ und in der lufl zerstreuet/ daß keines beydem andern geblieben. Mit seinen zwey weibern hat er ;2.kindcr gezeuget / welche der einige Wolfqanq Goldner alle über-lebet hat. Grossens Judel-Priestcr-Historie.
* Goldschmiedin , (Sara) eine listige Quackerin in Engel-land/ so zu Bristol durch ihre wunderliche geberdcn/ klctdungund Verstellungen das freye exercitium ihrer quackerischen reit«gion zu erhallen gedachte / sich aber / gleichwie andere / betro-gen fatrde , indem sie deswegen / als eine faljche Prophetin und
Verführerin von dem Richter ins gefängnis geworffen ward.
Craf. hiltor. Quacker. p. 176. 178.
Goldstein / eine familie in Schlesien , siehe Stwolinski.
Goldstein / oder Golstein , ein Gräfliches geschlecht inOesterreich . Es hat allem ansehen nach seinen Ursprung von de-nen von Goldstem aus dem Jülicher- lande/ welche an. >,u.dem turnier zu Ravenspurg beygewohnet , und nach ansangdes XVII. ikeuli den Freyherrlichen character erlangt haben.An. 16*7. florirte ein Freyherr von Goldstein/ als Chur -Pfäl-tzischer Oberster und Pfaltz-Neuburgischer Statthalter zu Düs-seldvrff. Heinrich Theovald , Freyherr von Goldstem / waran. 167z. als Pfaltz-Neuburgischer Regierungs-Rakh , Cam-mer-Herr und Abgesandter in Schweden bekannt. Sein söhn/Heinrich Theobald II. Graf von Goldstei»/ lebte an. 171;.als Kayftrlicher geheimer Rath und Groß - Commcnthur desTeutschen orbens in Oesterreich ; in welchem jähre auch einGraf von Goldstein / als Chur -Pfältzischer Ober-Präsident inden Hcrtzogthümmcrn Jülich und Berg florirte. An. 1718.war ein Graf von Goldstern Chur-Pfältzifcher Envoye an dieGeneral-Staaten der vereinigten Niederlande .
^n vor provrntz Utrecht hat von langen jähren her eine an-sehnliche adeliche familie von Golstein oder Goldstein floriret/welche ein zweig von dem in dem Jülichischen florircnden qe-schlecht ist. Renier von Golstein , Dom - Herr und Staats-Rath zu Utrecht , besaß nach ansang des XVII. lkeuli die Herr-schafft Doorn / so heut zu tage die Grafschafft Buren heis-set / und von Philippo von Golstein / des >etzt-gedachten Re«niers söhne/ an. 1644. an Cajum Bertrand von Bockdorf ver-kauft worden. Pußorius , Franc, rediv. Traitte de la Nobles.Je d.’ Utrecht , p. Z.
Goldstern / eine adeltche familie in Ober-und Nieder-Sach.sen / welche eigentlich aus Francken und von dem Rheinstromherstammt , und von der vorhergehenden Gräflichen familiesowvl dem Ursprung als wapen nach gäntzlich unterfchleden istSie hat sich in vorigen zetten nicht von, sondern nur dieGoldsteine geschrieben , wie solches auch von verschiedenendieses geschlechts geschiehet. Die in Sachsen befindliche linieführet ihren Ursprung von Hans Golstein des Bischvffs zuWurtzburg Hof-Marschall her, welcher ohngefehr in der mit-te des XIV. fecuü gelebet / und dessen söhn Kssian sich inSachsen gewendet. v. Kssian Goldstein/ so an. 1499. zu Ki tzingen in Francken gebohren , war ein berühmter Rechtsqe,lehrter , wie auch Sachsen-Weimarischer Rath und CantzlcrDieser hinterließ 2. söhne: i) Kssian den jüngern, welcherebenfalls ein berühmter Rcchtsgelehrter gewesen, und an.1622. als Fürstlicher Sächsischer Rath und Consistorial-Prä-sident im Henncbergischen / gestorben. Er hat Enchiridionund Practicam Proceffus heraus gegeben. 2.) Carl Goldstei»/auf Dolckau und Hohen-Prießmetz/ gebohren an. ,57°. wel.cher sich anfänglich in Kayserlichen, Polnischen und Curlän,difchen diensten in den damaligen Ungarischen und Schwedi schen kriegen , sonderlich in defension der vestung Calmar, alsKoniglich-Polnischer Oberst - Lieutenant wider die belaqerunqdes damaligen Hertzogs von Sundermannland, nachheroaber Königs in Schweden Carvli IX. ohngefehr an. iSor.bekannt gemacht , indem er die vestung in der äussersten bun,gers-noth / da die garnison in die dreu Wochen kein broM ge-habt / sondern sich mit rohen ochsen-hauten , darzu sie noch ei-nen vorrath von butter und etwas wenigs von pftffer gehabt/erhalten müssen / dennoch in erwartung des »erhofften succur-fes bis auf das letzte dcfendiret/ bis sie sich endlich bey zurück-bleidung desselben auf discretivn ergeben musten / wobey ergleich andern Officirern fast sein leben verlohren, jedoch durcheme besondere begcbenheit seines nahmens Carls und dabeygeführten Wohlverhaltens halber annoch pardonniret worden;welches ihm anlas gegeben, die Verordnung zu machen , daßalle seine nachkommen Carl heissen sollen. Nachhero hat ersich an den Chur-Sächsischen Hof begeben , und ist von demChurfürsten Chrrstiano II. sowol in Hof-als kriegs-bedienungengebraucht worden; wie denn derselbe ihn an. 1609. zumSlifts-Hauptmann z» Quedlinburg , ferner zum würcklichenObersten gnädigst bestellet , auch einige zeit das commandoin der rcsidentz Dreßden anvertrauet/ wobey er soivol beylebzeiten höchst - gedachten Churfürstens/ als auch hernach vonChurfürst Johann Georgen bey damaligen Böhmischen undTeutschen unruhen in vielen wichtigen Verschickungen und Ver-richtungen/ chnderlich an den Brannschweigischen Hof / ge-braucht worden. Er starb an. 1623. de» 14. junii. Nachhe,ro hat sich sein söhn Carl Albrecht/ nebst einigen andern diesesgeschlechts/ das ur-alte gemeinschafftliche wapen der Goldsteinenmit einem stern und einer Königlichen crone von Kayser Fer-dinande III. vermehren lassen. Unter den nachkommen diesesCarl Albrechts ist bekannt Carl Albrecht auf Dölckau undPasscndorf/ anfänglich Cammer-Juncker bey des Hertzogs zuStuttgard gemahlin , hernach geheimer Rath zu Wesssenftlsund Vicc-Virector der Rltterschasst im Stift Mcrseburg, end-lich bey dem Hertzoge von Sachfen-Lauenburg geheimer Rathund Statthalter im lande Hadeln. Er starb den iz. oct.an. iü8z. in Hamburg . In dessen noch lebenden 2. söhnenund deren familien bestehet jetziger zeit die in Oder-Sachstnund zwar im Stift Merjedurg befindliche linie. Der älteredavon heisset Carl Gottlob von Goldstei« auf Paffendorf ,2 )Y v 4 geboh»