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Satzes , flehe Ades.
Hadington, oder Haddmgton, lat. Hadlna, ist eine mit«telmaßige stadt in der provintz Lothian an der Tyne in der süd-lichen gegend von Schottland . Sie hat sitz und stimme in demPariement. Als sie unter Ednardi IV. reglerung von den En-
« elländern eingenommen, und nachqehends von den Schottenart belagert wurde, steckte die garnison , weil sie keine Hoffnungzum entsatz hatte, die stadt in brand, und marschirtc den i.oct. an. 1549-nach Engelland. Allein noch vorhero waren dieFranzosen unter des Mr. d'Ess- commando mit grossem vertust,gleich als sie in die stadt, welche sie ohnversehens überrumpelt,hinein ziehen wollen, wieder zurück geschlagen worden, undzwar durch list und fertigtest einer Englischen compagnie, wel-che eine canone, so man ohngefehr am thor fand, losbrannte, dieunter den Franzosen , welche gleich davor in ordnung stunden,einen grossen riß machte. Bucbananus.
Hadley, ein marck-ffecken in Cosford-Hundred, in der südli-chen gegend von Suffolk an der ost-seite des flusses Breton gele-gen , war vor zeiten berühmt wegen des tuches, so man daselbstverfertigte. Dieser ort gehört unter den Ertz-Bischoff von Can-terbury , hat eine schöne kirche, und ist unter andern wegendes todes v. Faytors, Pfarrherrn von Hadley, so unter der Kö-nigin Maria regierung der religion halben daselbst den tod erlit-ten hat, bekannt.
Hadmersleben , Haimersleben, eine kleine zwischenMagdeburg und Halberstadt gelegene stadt, nebst einem Amteund Iungfern-kloster, davon dieses in den Gröningischen Amts-kreis gehöret, jenes aber dem Dom-Capitul zu Magdeburg zu.stehet. Sie hat vor diesem eigene Herren oder Glasen gehabt,von welchen Bernhard Bischoff zu Halberstadt gewesen, unddgs daselbst noch befindliche Iungfern-kloster, Benedictiner-oc-dens, an. 961. gestiftet. An. 1262. war Werner in grossem an,sehen, und vermählte sich mit einer Printzeßin von Anhalt . Alsaber an. 1; 67. Hans in der schlacht bey Dincklar, welche derErtz-Bischoff zu Magdeburg , und die Bischöffe zu Hildesheim und' Halberstadt einander lieferten, unvererbt sein leben vcrlohr;so nahm der jetzt-gedachte Ertz-Bischoff den dritten tag hernachvon seiner Grafschafft posseßion. Ob nun wol die Herren vonEgeln , (.vielleicht als mit-belehnte) sich dawider setzten, sokam es doch endlich in der güte dahin, daß dem Ertz - Stiftdieselbe auf ewig überlasten ward. Lcuckf. antiq. Grün.Spangenb. Mannsf. chrvm Sagittar. hist. Anhalt , p. 61.preußls. Staats-geogr.
Hadran, siehe Adran.
-Hadras, werden von den Afticanischen Arabern diejenigenvon ihrer nation aus spott genennet, die in städten wohnen.Sie stammen von denen her, welche Odman, der dritte Calife,unter anführung des Generals Ocuba an. 6,1. in Africam ge-schickt , so aber, als sie das Vieh denjenigen überlassen halten,die auf dem lande wohnen sollten , sich in die städte gesetzet, ih,rem gewerbe nachgegangen, auch sich auf allerhand wissenschaff-ten gelegt, wodurch sie sich denn bey den übrigen Arabern garverächtlich gemacht, weil sie die vorige lebens-art geändert, undsich mit andern nationen vcrheurathet haben. Mannti. Afri-ca, lib. I.
t adria, siehe Adria.
adullan , oder AduUam, war eine alte und prächtigestadt in dem gelobten lande, so von Iosua eingenommen undzerstöret, nachgehends aber wiederum aufgebauet, und, zu demstamme Iuda geschlagen wurde. Zur zeit der Maccabaer wur-de sie von dem Hohenpriester Jonathan lehr erweitert. Es istheut zu tage em kleiner flecken. Gen. XXXVIII. Joj. XII.1. Macc. XII. Hterrn. in loc. Hebr.
* Häberlin, (Georg Heinrich) war zu Stnttgard an. 1644.den ,0. sept. gebohren, und wurde, nachdem er zu Tübingen studiret, Diaconus zu Leonberg , hernach zu Canstatt, fernerder H. Schrift Doctor, Profestor und Prediger bey der hohenschule und Stifts-kirche zu. Tübingen , Superintendent desFürstlich- Theologischen Stipendh daselbst; tngletchen Wurtem,berqischer Rath, des Consistorii Alsestor , der Acadenue undklöster Visitator , und Abt zu Alpirspach, worauf er an. 1699.den ao. aug. mit tode abgegangen. Man hat von ihm hrflo-rische Relation von denen in der stadt Calw der zauberey hal,der beschreyeten kindern und andern Personen, Stuttgard
» 68 ?. in 4. Specimen Theologias Practic*; ConspectumLocorum Theologicorum ; Theologiam Corinthiacam in for-ma Systematis propositam; Dezius, suo gladio quoad pun-ctum prsetensse reunionis Evangelicorum cum Romano-Ca-tholicis jugulatus, Tübingen 1691. in 8 . Philosophiam Alo-saicam de Novitate Mundi; Foedus Operum sive Naturae,ut obtinuit in statu integro ; Fasciculum Myrrhae ex Cant.I. i,. Thorum Clericorum ; Diff. de Satisfactione Chri-sti ; de Benevolentia Dei generali & speciali; de PrincipioFidei Sacra Scriptura , s. de Unione Sacramentah ; deUnione Fidelium cum Christo; Calicem Eucharilhcum ex1. Cor. XII. i;, de Sacramento Initiationis; de Juststica-tione Hominis coram Deo; Jus Dei in Creaturas; Philan-thropiam Dei cx Ezech. XXXIII. n. de Quiete ; de Chi-liasino hodierno, fidei Christian* ruina & infidelitatis Ju-daic* firmamento ; de Tolerantia Christianorum fraterna;de Generatione Plantarum ; Jahrgange ; Leich» Und andereHjstoy. Lexisen IU. Theil.
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memorabil. H. E. Tifchlim memori*
Predigten. A. CaroliTheos Würtemb.
* Häberlin, (Georg Heinrich) des vorhergehenden söhn,war gebohren zu Stuttgard den 19. may an. 1680. An. 1700.
11 aber nach Tübingen , und dispn-
lirte daselbst das jähr daraus proLicentia, An. 1705. wurdeer Ober.Raths -Secretarius Extraordinarius, an. 1709. Ordi-narius , an. 1710. Lehns-und an. 171;. Hvf-Gerichts-Secre.rarrns. welche letztere bedienung aber er an. 1719. wegen brust-beschwerung wieder niederlegen müssen. An. 1707. gieng er alSSecretarius mit dem zu der Cammer-Gerichts-visilation abqe,schickten Fürstlichen Subdelegato nach Wetzlar , an. 1710. nachseiner Wiederkunft mit einer Fürstl. Gesandt,ehafft nach Wien ,und das folgende jähr mit gleicher gelegenheit auf den Kayser«Ilchen Wahl-Convent nach Franckfurt. An. 1720. gieng er inProceß-,achen, das Fürstliche Haus betreffend, wieder nach Wetz«lar, wurde bald hernach wurckiichcr Regierunas-Rath, undan. 1722. zwTubingen Doctor Juris. Er blieb bis an. 172;»meistens zu Wetzlar , und cvntinuirte sodann seine ordinairmRegierungs-Raths-geschäffte bis an sein ende, welches erfolgteden 17. may an. 1727. Man hat von ihm im drucke: Heruminsupremo Ducatus Würtembergici Appellationum, quodTubing* est, Tribunali per 46. annos judicatarum & trans-actarum continuam recensionem; samt einer zugäbe vonstücken ergangener Hoch-Fürstlicher Refcriptomm, Hof-Gericht,licher gemeiner Bescheide und Decretorum, auch Formulariensowol von extrajud. expeditionen, als auch den modum pro,cedendi & petendi der Advvcaten betreffend, rc. Stuttgard1720. in 4. Masers erläutert. Würtemberg, rom. II. n. 14.p. 2? 8. seqq.
* Hächtanus, (Laurentius) ein Niederländer aus Mecheln ,starb zu Antwerpen an. r6oz. den 10. april in seinem 76. jähre.Er hat Mundum parvum in Versen mit bildern, Chronicoi»Ducum Brabanti* und anders mehr in seiner mutter-sprachegeschrieben, wie auch in solche Claud. Virmontii Institutionemde salutari Peccatoris Poenitentia Übersetzet. S-veertius , Athen .Belg. Witte, diar. Andrea bibl. Belg.
* Häfftenus, (Benedict) von Utrecht , ein gelehrter Beneadictiner, welcher an. 1627. zu Afflighem in diesen vrden getre,ten. Erwürbe Probst daselbst, und starb an. 1648. Seineschriften sind: Paradifus s. Viridarium Catechisticum; ScholaCordis; Panis quotidianus; Propugnaculum ReformationiaMonastic* Ordinis S. Benedicti , gegen welches buch CarvluSStyrmius, Abt zu Gent, sein Scutum inexpugnabile *qui-tatis geschrieben; Disquisitiones Monastic* ; Venatio Sacra ;welches letztere erst an. i6?o. zu Antwerpen heraus gekommen.C. Burmtmni Traject, erud.
* Hämmerlin, (Felix) flehe Malleolus .
* Hamrod, (Cornelius) ein Holländer, gebürtig aus An»sterdam, hat geschrieben Batavi* omniumque inter Helium& Flevam Gentium & Urbium Descriptionem , welches Pon»tanus l6n. in 8. zu Hardcrwick heraus gegeben. Er hat aucheinige bücher in seiner mutter-sprache geschrieben, und ist an.1599. in hohem alter gestorben. S-veertius , Athen . Belg. An,drea bibl. Belg.
Hämus, siehe Aemus.
-Händel , Hendl, eine alte adeliche und nunmehro Frey,herrliche familic in Tyrol, woselbst sie Goldrain , Jufahl undMarötzsch besitzet, hat sich vor zeiten von Impst genennet, undist mit Bertholdo an. i;oo. aus der Schweitz dahin gekommen.Christoph Sigmund hat von vorgedachren Herrschafften denFreyherrlichen charact.r erhalten, und Franciscus ist an. 1-182.Lands-Hauptmann in Tyrol gewesen. Zu ansang des XVIII.s*culi florirte Johann Caspar als Kayserlicher Cammer-Hcrr,und Heinrich als Kayserlicher Reichs-Hof-Rath. Anjetzo istwürcksich einer dieses geschlechts Kayserlicher General-Feld«Zeuqmeister.
Es hat sich ein äst von dieser familie in vorigen zeiten in Oe sterreich niedergelassen, von welchem Matthias an. 1^98. ge-storben. Dessen söhn Hieronymus von Händel auf Gabels,purg, war der landschafft Nieder-Steyermarck Ober-Buchhal-ter, wie auch Hof- und Land-Rechts-Beysitzer, nachgehends abermuste er sich wegen der Lutherischen religion nach Regenspurgretiriren, woselbst er an. 16*2. verstorben. Sein söhn, HansMatthias, nahm den Freyherrlichen titul von Gabelspurg an,und wurde wegen seines Ritter -auths Stetnhard unter dieReichs - freye Ritterschaft in Francken aufgenommen; er starbaber an. 167;. ohne männliche erben, und erlosch also mit ihmdiese linie zu Gabelspurg. Brandts, Tyrol. ehrenk. *
* -Hanichen, (Daniel) war erstlich in seiner geburts-stadtZoblitz in Meisscn, hernach zu Marienburg , und darauf zuMitwcyde Pastor. Nachgehends wurde er Superintendent zuÄnnaberg, und endlich bey dem Churfürsten zu Sachsen Hof-Prediger. Er starb an. 1619. den 2. oct. zu Prag , in dem 54.jähre seines alters, nachdem er geschrieben: Büß-und Trost-Predigten ; Scalam Jacobi; Agnum Dei in sechs predigten {Glückwünschungs-Tauf-Jnaugural-Fest- und Leichen - Predig-ten : Homilias 7. de quibufdam Articulis Fidei controverfis;Servum justum, oder 12. Predigten aus Es. bin. 4. Predigtenvom ungeralhenen Sohne; Canticum Cygni ex Heptalogo Chri-sti in cruce prolato; eine Predigt bey Versammlung der Evan-
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