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an. 1666. Seine gemahlin war Margaretha Philippina vonCambout-Cvislin, Antonii, Hertzogs von Puy-Laurent wtt,tib, und Caroli, Barons von Pontchateau, Ritters der Kö-niglichen erden und General -Lieutenants in Nieder-Bretagne tochter, so an. 16; 9. vermählt worden, und an. 1674. gestor-ben , nachdem sie gezeugel Ludovicum, von dem hernach;Philippum, ehemals der Ritter von Lothringen genannt, so011.164;. gebohren, Marechal de Camp, Ritter des heiligenGeistes, nachgehends Adt zu St. Jean de Vignes zu Svissonswar, und de» 8. dec. an. 1702. starb, einen natürlichen söhn ,ie Chevalier de Beauvernois zugenannt , welcher an. 1690. inKayserliche dienste qieng, hinterlassend; Alphonsnm Ludovi-cum, Chevalier von Harcourt, so gedohren an. 1644. ward Ge-neral der galeeren zu Malta , starb aber an. 1689. Rairuun-dum Berengarinm, der an. 1647. zu Barcellona gebohren,den geistlichen stand annahm, und Abt zu St. Faron de Meanxan der Loire , insgemein der Abt von Harcourt genannt wurde,und Carolum , von dem hernach; wie auch eine tochter, Ar-mandam Henriettam, gebohren an. 1640. Aebtißin de NötreDame zu Soissons . Der älteste söhn hiervon, Ludovicus, undder jüngste, Carvlus, haben das geschlecht fortgesetzt. Ludovi-cus, Graf von Harcourt-Armagnac, von Charny und Brlvn-ne, Vicomte von Marsan, Neubland, Couliege und Btnand,Pair und Groß-Stallmeister von Franckreich , Groß-Erb-Se-neschall von Bourqogne, Gouverneur der provintz Aniou, wieauch der stadt und des schlosses Angers und von Pont-äe-Ce ,Ritter vow orden des heiligen Geistes, war den 7. dec. an. 1641.gebohren. Seine gemahlin war Catharina von Neufviste, Ni-colai,Hertzogs von Villeroy, Marschalls von Franckreich tochter,welche den 7. oct. an. 1660. vermählet, und an. 1707- verstor-ben. Von welcher Hcnricus Harcourt, Hertzvg von Harcourt,Marquis von Thury und l» Mothe-Harcourt, Marschall vonFranckreich, (ernennt den 14. jul. an. 170;.) Ritter der;. or-den des Königs , Capitain der leib-garden, General-Lieutenantvon der Normandie , und Gouverneur des alten pallasts zuRouen . Er ist den 1nov. gebohren, und hat die anwartschafftals Groß-Stallmeister von Franckreich, wie auch von den Gou-vernemens der provintz Aniou und der stadt Angers . Seine ge-mahlin ist Mademoiselle von Epinvy, Ludovici von Epinoy,Marquis von Bron tochter, vermählt den 2;. dec. an. 1639.von welchen der älteste Graf von Lambesc gebohren den i;.febr. an. »692. Die übrigen kinder Ludovici sind: Marga-retha , gebohren den 17. növ. an. 1662. des Nunno Alvarezde Mello, Hertzogs von Cadaval in Portugall, dritte gemah-lin , vermählt den 2;. jul. an. 1675. Franciscus Armandus,gebohren den 17. febr. an. 166;. Äbt von Chateliere, St.Faron, Royaumont und Montirande; Camillus, Printz vonFamilie, Marecbal de Camp der Königlichen armeen, ülellrede Camp eines regiments der cavallerie, und oberster Hof-meister des regierenden Hertzogs von Lothringen , zu Nancygebohren den 26. jan. an. 1666. Maria, Mademoiselle vonArmagnac, gebohren an. 1667. vermählt den 14. iun. an.1688. an Antonium Grimaldi, Hertzvg von Valentinois;Ludovicus Alphonsus Ignatius, Ritter von Malta, Baillivon Armagnac genannt, den 24. aug. an. 167;. gebohren;Charlotte, Mademoiselle von Armagnac; Anna Maria Jo-seph von Lothringen, Graf von Charny; Carolus von Lo thringen , den 22. febr. an. 1684. gebohren. Henrici jüngstersöhn aber, Carolus, Graf von Marsan , Ritter des ordensdes heiligen Geistes , ist an. 1648. gebohren. Seine erste ge-mahnn war Maria Francisca von Albret, Caroli Amandi,Grafen von Miossens Wittib, und Cäsaris Phöbi, Marschallsvon Albret tochter, so an. 1692. verstorben. Die andere, Ca-tharina Theresia, Gräfin von Matignon, des Johannis Bapt.Colberts, Marquis von Seignelay, Wittib, mit welcher ersich den 22. febr. an. 1696. vermählt. Sie starb aber den7. dec. an. 1699. Von dieser letztern sind: Carolus, Printzvon Pons, welcher den 29. nov. an. 1696. gebohren; Jaco-bus, Chevalier von Lorraine, welcher den 27. mart. an.1698. und eine Printzeßin, so an. 1699. gebohren worden.imhof. geneal. Gall. Souverainen von Europa .
* -Aarcourt, (Henricus von) Armagnac und Brienne, Vi-comte Marsan, Ritter der Königlichen orden, KöniglicherOber-Stallmeister, Seneschall von Bourgogne und Gouver-neur von Aniou. Er war Caroli von Lothringen , Hertzogsvon Elböuf, anderer söhn, welchen er von Margaretha Chabothatte, von denen er an. 1601. erzeuget würbe. Er verlohr sei-nen vattcr den 4. aug. an. 160;. und wurde dahero von seinermuttcr erzogen, welche doch nachmals durch ihr an. i6;6. auf-gerichtetes testament von ihrer erbschafft ihm nicht ein gerin-ges entziehen wollen, weshalben er auch vor dem Parlcinentezu Paris einen proceß angestellt, und selbigen erhalten. Erqienq in seinen jungen jähren in den krieg, und diente wider dieProtestanten , ließ sich auch in der schlacht vor Prag den 8. nov.an. 1620. am ersten sehen. Bey seiner rückkunft in Franckreichdiente er in den kriegen wider die Hugenotten als Freywilliqer,und wohnte den belagerungen von St. Jean d'Angeli, Mon«tauban, der insul Re und Röchelte bey. Auch hielt er sich an.1629. bey eroberung des passes Susa wohl, worauf ihm Kö-nig Ludovicus XIII. an. >6;;. die Königlichen Ritter-orden gab.Er war aber dennoch , weil damals fein gantzcs Haus an demFranzösischen Hofe in Ungnade stund, in keinem sonderlichen
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«"sehen, als ihm an. i6;6. der Cardinal von Richelieu , wideralles sein vermuthen , das commando einer flotte auftrug, mitwelcher er die insuln St. Honore und St. Margaretha denSpaniern abnahm. Auch hielt er sich bey andern geleqen-hetten wohl, als in der schlacht bey Quiers in Piemvnt an.i6;y. bey dem entsatz von Casal, bey der belagerung von Tu-rin an. 1640. und bey der eroberung von Coni an. 1641.Die belagerung von Turin war eines der merckwürdigstendinge, indem die Franzosen die belagerten wegen Mangel anProviant in die äusserste noth gebracht, die Franzosen hingegenerlitten auch nicht viel weniger in ihrem lager, so, daß mandem Grafen rieth, sich mit den belagerten in tractaten ein-zulassen ; worauf er aber zur antwort gab, daß er die belage-rung nicht eher aufzuheben gesonnen wäre, als bis seine pferdealle fourage des landes, und seine soldalen seine pferde aufge,fressen hätten. Dadurch geschahe es, daß er die belagertennöthigte zu capitulircn, nachdem sie zwanzig ausfälle gethanhatten. Der König suchte hierauf seine grossen dienste zu be,lohnen , und gab ihm an. 1642. das Gouvernement vonGuienne, und an. 164;. die stelle eines Ober-Stallmeisters,dagegen er obiges Gouvernement wieder abtreten muste; an.164;. wurde er als Ambassador in Engclland geschickt, umzwischen dem Könige und Parlement einen frieden zu stiften.Nachgehends wurde er an. 164c. zum Vice-König von Cata,ionien gemacht, da er denn Roses belagerte, und die Spa-nier bey Camerosa, auch den 12. jun. an. 164;. bey Norlensschlug. Wenige zeit darauf eroberte er Balaguer, und er-hielt einige andere Vortheile, war aber bey belagerung derstadt Lerida an. 1646. gar unglücklich, indem er davor alleseine bagage und gefchütze verlohr. In eben diesem jähre ge.rieth er auch in lebens-gefahr, indem die Spanier einen meu.chel-mörder auf ihn erkauft, der sich aber selbst verrieth. Ergieng nachmals im anfange des iahrs 1649. in die Norman die , um selbige provintz bey damaligen Unruhen in Königli-chem gehorsam zu erhalten, hatte aber weder geld noch völckenug, um den Hertzvg von Longueville aus Rouen zu vertrei-en. Er belagerte sodann im junio Cambray, war aber, stknem vorgeben nach, durch die untreu der Teutschen völcker ge-nölhiget, die belagerung aufzuheben. Hierauf bekam er dasGouvernement vom Elsaß und Brisach; als aber der Cardinal Mazarin das Königreich Franckreich zu räumen genöthigetwarb, begleitete er selbigen um mehrerer sicherheit halben.Bey seiner zurückkunft in Paris war er bey dem pöbel in le,bens-gefahr, welcher den argwohn schöpfte, als wenn er denKönig und die Königin gleichfalls aus solcher stadt heimlichbringen wollte. An. 16; 1. führte er, als abermaliger Königli-cher General den krieg in Poitou und Guienne wider die Prin-tzen von Conde und Conty, entsttzte Coignac, so ber Hertzvgvon Rochefoucault belagert hatte, und brachte Rochelle wiederunter Königliche devotion, bey welcher gelegenheit er sich ge,gen den Commcndanten der thürne, so den Hafen schlicffen,überaus grausam bezeigte. Er warb zwar von dem Printzenvon Conde geschlagen, hatte aber sich an dessen bruder, demPrintzen von Conty, bey Tonnay-Charante gar bald wieder ge-rochen. Da auch solcher krieg in Guienne auf Königlicher feiteglücklich lief, und die stadt Bourdeaux sich nach einiger belage,rung wieder sudmittiret hatte, so würbe von einigen geringenPersonen eine neue factio», die Ormisten genannt, erreget,bey welchem werck er gar behutsam verfuhr. Nach bicsem de«gegnete ihm einiges Mißvergnügen an dem Königlichen Hofe,indem man ihn beschuldigte, als hätte er die einwohner vonGuienne durch grosse geld-schatzungen mehr auf den Printzen zuincliniren veranlasset, und weil er sich besorgte, der CardinalMazarini möchte sich bey seiner entsernung'der vestnng Bri-sach als seines Gouvernements bemächtigen , zog er an. 16^2.mit des Königs »mgnade, welcher ihn auch arrestiren zu lassen ge,meynet war, mit sieden Personen aus Guienne nach Brisach,und ließ seinem vetter, dem Grafen von Lille-Bonne, dascommando über die armee, bis auf anderweitige Königlichevcrordnung. Zu Brisach nahm ihn der Commendant daselbst,der General-Major Charlevois , auch auf, und Harcourt fiengdarauf an mit dem Kayserliche» Hofe wegen der Übergabevon Philippsburg und Brisach zu tractiren. Weil man diesesin Franckreich merckte, und mit gütlichen Handlungen, diedas gantze jähr 165;. und den ansang des folgenden hindurchwährten, nichts ausrichten konnte, so rückte endlich der Mac-schall von la Ferte-Senneterre, nachdem er, um de» Grafendesto enger cinzuschllessen, sich der stadt Befort bemächtiget/gegen ihn an, nahm Ensisheim , Thann und andere örter imElsaß ein, und bewegte ihn zu nähern tractaten , die sein bru-der, der Hertzvg von Elböuf, seinethalben zu Paris angefan-gen , und der nach Brisach gesendete Marquis von Castelnau,zu einer völligen richtigkeit gebracht, durch welche er vollkom-mene abolitio», erhielt, aber Brisach räumen, und dem Cardi-nal Mazarini, von dem der Marquis St. Genie hinein ge-legt worden, solches Douvernement überlassen müssen, jedochbehielt er die aufsicht über das Elsaß, nebst dem Gouvernementvon Philippsburg , auch monatlich ;ooo. cronen. An. 16;;.kam er wieder nach Paris , quittirte auch sein Gouvernementim Elsaß , und lebte eine zeitlang mißvergnügt, bis er an.1660. das Gouvernement von Anjou erhielt. König Alphon-sus VI. in Portugall trug ihm »ach diestm das Generalat wi-der Spanien unter den herrlichsten cvnditionm an, so er aber