har
auch ohne Zweifel sein leben gekostet haben. Bumeti hist. Re-form. P. II.
Harling, eine von den vornehmsten adelichen familien inNieder«Sachsen . Anton von Harlingen bekleidete um das jährr?;?. bey dem Grafen von Oldenburg die stelle eines Raths.Dessen enckel, Christian, war zu ansang des XVII. fkxuii Olden-vurgischer geheimer Rath und Land - Drost, und zeugte AntonGünther, der an. i6z;. als Braunschweigischer Hof - Rath,Hof - Gerichts - Assessor und Land - Drost der Grafschafft Dicp-holt, mit Hinterlassung etlicher söhne , gestorben. Von dessenNickeln war Heinrich Christoph auf Bienenbüttel an. 1690.Braunschweigischer Capitain, und ein vatter Sibyllä Elisabeth,welche an. 170;. Aebtißin zu Ebsdorffworden. WinckelmannsOldenburgische chronick. Hamburgische remarqueu,an. 170z.
harlingen , lal. Harlinga, eine grosse, reiche und vestehanoelS - stadt m West-Fneßland, bey dem anfange der Süder-fee, hat einen vortreflichen Hafen, der wohl bevestiget ist, undran schwerlich eingenommen werden, weil sich das land umherUnter Wasser setzen laßt. Guicciardini Belgium.
* Harlingen » (Mart. von) ein Niederländischer DoAorTheologie, wurde an. 1668. alsProponent nachRenswoudem der provintz Utrecht , an. 1669. nach Rvßwlck , unweitHaag, an. 1671. nach Amersfoort , an. 1674. nach Drift,und an. 1677. nach Horn beruffen, woselbst er endlich an.1721. in dem 78. jähre seines alters gestorben. Er hat unterandern eine erklärung des Urim und ssummim , ingleichen einheroisch getichte unter dem titul: Heroica Belgarum Expedi-tio pro reparanda Protestantium in Anglia übertäte ^ susceptaheraus gegeben , und Witsti buch de Eoederibus übersetzet.Gelehrte Zeitungen , an. 2721. p. 259. Grassens Jubel-Priester - histvr.
Harlington, ein flecken in Middlefex, siehe Arlington.
UARAlAAlAXA , eine art von wägen, dergleichen vornem-lich die weiber gebraucht. Bey den Persern pflegte man maul-thiere davor zu spannen. Btißomus, de Regn. Pers. üb.II. p. 259.
* Harmarus, ( Joh.) gebürtig von Glocester, war erstlichan einigen orten Rector, bis ihm Cromwel die stelle eines Pro-fessors Regii der Griechischen spräche auf der Universität Ox ford anverkrauete, welche er aber unter Caroli II- regicrungwieder einbüßte. Er starb an. 1670. und hinterließ Vitam Ci-ceroni , Oxford 1662. Lexicon Etymologicum Scapuhe ad-nexum, Londen 16)7. Sententias & Similitudines e Chryso-stomo decerptas, ib. 1622. in 8. Januam Linguarum , ibid.1626. in 4· Praxin Grammaticam ; Libellum de Lue venerea;Orationes; Poemata Grsca & Latina. Wooi.
Harmas, eine Griechische stadt in Böotien. Sie wird alsogenemiet, weil der Wahrsager Amphiaraus samt seinem streit-wagen daselbst von der erde soll verschlungen worden seyn, wes-wegen dieser ort mit Pfeilern umgeben war. Man giebt vor,daß weder die vögel darauf ruhen , noch die wilden thlere dasgras, so auf derselben weyde gewachsen, haben fressen wollen.■Stepbavus , Lexic. hist. *
Harmenopulus, (Constantinus ) Richter zu Thessalonichim XII. feculo, hat einen tractat de Opinionibus Hxreticorum,Eidei Professionem und Promptuarium Juris hinterlassen. Cave.Du Pin. Olearius &C.
* HARMISCARA, eine gewisse strafe der Teutschen Frau«cken, welche darinnen bestanden, daß die Herren einen Hund,die dienst - leukhe einen sattel, die land - leuthe ein rad von einerGau in die andere, oder aus einen gewissen weg tragen müssen,wenn sie untreu worden, oder etwas wider die gesetze verbro-chen. Ca.nillus Peregrinus erkläret Eiberum Harmiscara, durchtragung eines Hundes und sessels. Voßius hat vor Harmssca-ra, Ariscada oder ehren - schaden gelesen. Veit Amerbach adCapit. Caroli M. hat gemeynet, es wäre so viel als arm - scheer.Gundlinq leitet es von Harm oder kummer , und scheeren oderverspotten her, weil solche leuthe , welche dergleichen schand-zeichen getragen, nicht wenig verspottet worden. Guna/mgiana ,stück XXX. 7 - P- 49 ?· scqq.
Harmodius, ein Athenienfer, siehe Aristsgiton.Harmonia, eine tochter Martis und Veneris , siehe Her-mione.
Harmonidas, ein Trojaner , welchen die göttin Pallasdermassen liebte, daß sie ihn alle geheimnisse der Bau-kunst lehrte.Eben dieser war es, welcher die schiffe bauete, worauf Paris in Griechenland segelte. Homer . Iüad. V.
* Harnionius, war ein söhn Bardesanis. Sein vatterunterrichtete ihn nicht nur selber, sondern schickteJhn auch nachAthen , wo er die Griechische spräche lernete. Seine schriftensind aber fast alle in der Syrischen spräche geschrieben. Er ex-cellirre hauptsächlich in der Mnsic und Poesie, und ist der erstegewesen, welcher solche, wie Sozomenus VI. meldet, in Sy-rischer spräche excoliret, aber auch zugleich dadurch das giftvon seines vatkers ketzerey wider seinen willen den Syrern ein-geflösset, indem sie sich durch seine fliessende und wohl - klingen,de verse so einnehmen lassen, daß auch Evhraem noch zu seinerzeit, um diesem übel abzuhelffen, unter des Bardesanls verseeinen andern und reinen tact legen müssen. Struntz. hist. Bar-des. §. ai.
har 1031
HARMOSTJE, war ein Magistrat zu Lacedämon, welcherin urbanum und externum getheilet ward. Der liarmosta , sofür die stadt erwehlet ward, wird von Dionysio Haücamasseomit dem Römischen Dictatore verglichen, und soll nur in solchenzelten erwehlet worden seyn, wann der zustand des gemeinenweseus eine. ausserordentliche gewalk erforderte. Es war al-so nur eine person, und scheinet er nur für eine gewisse und kurtzezeit erwehlet worden zu seyn ; dann was Meursius aus dem al-ten Scholiaste Pindari von einer anzahl 20. dergleichen Harmo-starum schließen will , ist ohne Zweifel falsch , und hat entwederder Schoüastes darum gefehlet, oder dieser muß von den Har-mostis extemis , deren zahl sich in gewissen zeiten gar wohl auf20. hat erstrecken können, verstanden werden. Die Harmofta:extemi sind fast mit gleicher gemalt über die insuln und städie,welche unter der Lacedämonier botmäßigkett stunden, als Gou-verneurs gesetzt worden, nur daß sie denen, so zu Lacedämon dasregiment führten, wegen ihrer Handlung rechcnschafft gebenmusten ; in der zeit, da der Spartaner ansehen am grösten war,haben viel ausländische sonst mächtige Stände zu zetten der,gleichen männer von denselben begehret, um ihre fachen einrich-ten zu helffen; welche alsdann diejenige gewalt hatten , so die,se fremde Stände für gut befanden ihnen zu geben. Wie dieseHarmostse extemi zugleich mit der ausser Peloponneso ausge-breiteten gewalt det Lacedämonier aufkommen, nemlich in demPeloponnesischen kriege und durch die stürtzung der Atheniensi-schen macht, also nahmen sie auch mit deren ihr ende, so daßnach der Leucterischen schlacht, darinn der Lacedämonier Herr-schaffk zu boden fiel, nichts mehr von ihnen gehört wird, und sieblos i 4 . jähr mögen gedauret haben. Dion. Ha/ic. eEjcbm. defalf. leg. Piut. Eys. Paus. in Boeot. Dkd. Sie. Suidas . Cra-gius , de Rep. Laced. Mt urßus , misc. Lacon. *HARMOSYNI, war zu Lacedämon ein Magistrat, welchersorge tragen müsse, daß sich das frauenzimmer fein erbar undreinlich in kleidern aufführte. Er hatte auch die aufsicht über diegantze aufführung des frauenzunmers , als welches daselbst inden gesetzen eben nicht sehr eingeschränckt war, und ziemlich fteylebte. Daher muste er bey ihren spielen, tantzen und lustdarkeitenseyn, indem diese jungfrauen sich meistens nackend in dem tantzen,laussen, ringen und andern kämpf-spielen, auch so gar in ge-genwart der manns - bilber, oder wol mit denselben zu übenpflegten, damit gleichwol sonst nichts ungebührliches dabey vor-gehen möchte. Ciagrts , de Rep. Laced. Mturßus , Attic. lest. ** Harnex, (Martinus) war zu Amsterdam den 6 . may an.r 6 ; 4 . von Römisch - Catholischen eitern gebohren, und trat an.1650. zu Brüssel in den Prediger-orden, wurde darauf an.1669. Magister , und an. 1Ü70. wie auch an. 1671. Regens pri-marius feines Profeß - Hauses daselbst. Er war ein eiferiger an-hanger der lehre D. Thoma , und vertheidigte solche sowol pri-vatim als öffentlich, welches er auch schon von an. 1660. anzu Löven gethan, allwo er an. i 66 ;. des Petr. de Alva buch,so zu Antwerpen 1661. unter dem titul: Nodus indissolubilisheraus gekommen , darinn dem v. Thomä grosses unrecht ge-schehen , in drey Lateinischen orationibus gründlich widerle-get , auch auf dessen deswegen zu Rom angebrachte klage dieabsolutoriam erhalten, und da selbiger mit Worten und schrif-ten den D. Thomam zu verfolgen fortgefahren, eine EpistolamApologeticam an ibn, zu Brüssel an. 1664. in 4. gedruckt ab-gehen lassen, darauf Alva weiter nichts dargegen vorgebracht.Sonsten hat unser Harney etliche mal der ordens - Versammlungzu Rom , und noch an. 1677. als Definitor generaüs beygewoh-net, und ist nach verwalttmg verschiedener anderer chargen zuLöven als Professor primarius den 22. april an. 1704. gestor-ben. Ausser obgcdachten drey Lateinischen reden, von denennoch nicht wissend ist, ob sie gedruckt worden, hat man nocheine von ihm in Raudem S. Thomse , Brüssel 168;. in 12. Fer-ner Obsequium Belgii Catholici rationabile de S. Scriptura lin-guis vernaculis legenda , Löven 169}. in 12. Orat. in ExequiisMart. Steyaert. ib. 1701. in 12. Ecbard , bibl. Domin. tom. II.p. 765.
Harnland, siehe Harnen.
Haro , eine stadt in Alt - Castilien am flufi Ebro unweit Mi-randa gelegen, hat an. 141°. von König Johann II. den tituleiner Grafschafft empfangen, zu gunsten D. Pedro FernanderFeria de Äelasco. Ste. Martbe , Etat de l’Esp. p. 270. *
Haro, ist ein altes berühmtes geschlecht in Spanien . Es hatselbiges seinen Ursprung von Zurio Bianca , sonst Fortunio Lo-pez genannt. Dessen söhn Jnigus Lopez, genannt der lincke,wie Alvarus Fereira schreibet, Graf und Herr zu Biscaya undTumca, und dessen ur-enckel Lopez Jniquez, ober wie Argotade Molina ihn nennet, Lopez Diaz, der erste Graf zu Biscayagewesen, und im XI. feculo nach Christi geburl gelebet, vonwelchem die nachkommen den nahmen Haro angenommen»Diego Lopez Juan von Haro , Herr zu Sorbas und Lobrin,Königs Ferdinandi Catholici Vice - Kömg in Gaüicien, brachtedurch seine Heurath mit Beatrtce von Solomayor die HerrschafftCarpio an sich, dessen sohns Ludovici söhn , Diego Lopez vonHaro und Solomayor, an. 1599. von dem Könige Philipp» II. in Spanien zum ersten Marggrafen zu Carpio creiret worden.Well aber seine männliche lmie ausgestorben , so erhielt des od-qenannten Vice - Königs in Castilien andern sohns Diego Lopezenckel, Ludovicns Mendez von Haro , durch heurath semerdluts, verwandtin Bealricis von Haro die Marggrafschafft
Haro,