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An. u47. verglich er sich mit Adelberonc dem Ertz-Bischoff,daß er die Graffchafft Stade von der Ertz-kirche, gegen dasland Ditmarfen,davon er nach des vatters und bruders tode dereinzige erde war, erhielte. Krantzius, Metrop. VI. 18. Sta-phorst, I. c. P. I. band I. p. 550. An. 1148. wurde er unterdem nahmen Hartwici l. znm Ertz-Blschoffe von Hamburg und Bremen erwehlet, da er denn die drey in seinem Spren-gel gelegene Bißthummer, Aitenburg, Ratzeburg und Meck-lenburg wieder anrichtete, weil er die abgegangenen Suttra-ganeos der Hamburgischen strebe in Dänemarck, Schweden und Norwegen wieder herzustellen nicht vermochte. Sta-phorst, I. c. P. 1 . band I. p. i;z. M 4 · Heimoidus , chron.Slavor. I. c. 69. 70. ap. Leibnitium , in script. rerum Bruns.tom. II. p. 59}. 594. Weil nun Hartwicus ohne vorwissenHeinrichs des Löwei solches gethan, so muste er, um denselbenzu besänftigen, die lehen bey ihm nehmen. Heimoidus, chron.Slav. 69. p. 59}. seq. Albert. Stadenßs , ad an. 1148· k>. 165.Hiß. Arcbiep, Brem. p. 91. ap. Lindenbrog. Krantz. Metrop.VI. c. 25. Harenberg. hist. eccl. Gand. dipl. diss. II. p. }1}.An.1151. verglich er sich mit der stadt Bremen über die gemein-schafftliche vieh-weyde, davon eine Urkunde bey dem Staphorst,I. c. P. I. band I. p. 155- desindlich. Das folgende jähr warHartwicus Päpstlicher Gesandter bey dem Kayser Conrado III.wie das creditiv Papst Eugenii III. beym Harduino Concil.P. I. tom. VI. p. 1245. ausweiset. Dem ungeachtet zerfiel ermit dem Papst, wegen des Ertz-Bischoffs Wichmanns vonMagdeburg , welchen der Kayser gesetzet, Hartwicus aber sol-ches als ein Geistlicher nicht verhindert, mithin das Wahl-recht der Geistlichen gekrancket hatte, welcher Widerwillen sichmit dem tod Eugen« legte, und der folgende Papst bestätigtean. 1158. ihm alle rechte und freyheiten der Hamburgischenkirche, wie aus einer Urkunde beym Staphorst, I. c. P. I.band I. p. 5 s8· zu ersehen, dergleichen freyheiten, daruntersonderlich das recht zu jagen, er auch vom Kayser Friedricherhielte. Staphorst, I. c. P. I. band I. p. 558. scqq. Hei.mnldut , chron. Slav. I. 8}· ap. Leibnitium , l.c. tom. II. p.608.Oben ist gedacht worden, daß Ertz-BischoffHartwig unter an-dern Stiftern auch Aitenburg wieder aufgerichtet habe; dahinnun setzte er Vicelinum zum Bischoffe, nach welches lobeHeinrichs des Löwen gemahlin Geroldo dieselbe kirche anver-trauete, den aber Hartwig nicht weyhen wollte, sondern ihnzu vertreiben suchte, dadurch fiel er zufälliger weife in des Kay-sers Ungnade, welcher durch feine Gesandten alle seine gülherconsisciren ließ. Heimoidus , chron. Slav. I. 79. 82. ap. Leibn<t.1 . c. tom. II. p. 602. 605. Endlich vertrug sich Hartivig mitGeroldo zu Stade an. 1158. Staphorst, 1 .0. P. I. band I.p. 567. Das jähr darauf wurde auch der bisher obwaltendestreit mit Heinrich dem Löwen durch ein Kayferlich decret bey-gelegt, ingleichen das ihm von dem Ertz-Bffchoffe zu Magde burg vorenthaltene erbe versprochen. Staphorst, l.c. I'. I.band l. p. 568. An. 1160. bestätigte er die privilegien derHamburgischen kirche nach der bey Staphorst, I. c. p. 57»· be-findlichen Urkunde. An. 1164. verglich er den Graf Adolph vonHolstein mit dem Hamburgischen Dom-Capituk, welchem letz-tem er an. 1165. die freyheit zu testiern erstattete. Sta-phorst , I. c. P. I. band 1 . p. 579. An. 1164. weyhete er diekirche zu Fladern ein, wie auch das Oratorium zu Lübeck , all-wv er von Hertzog Heinrich dem Löwen wohl aufgenom-men wurde, aber auch wieder mit ihm in streit gerietst, weiler das sogenannte neue werck dem Bischoffe zu Lübeck nichtverleihen, noch auch in die wähl des neuen Bifchoffs Conradscvnsentiren wollte. Heimoidus, chron. Slavorum I. 93. 11 . I.ap. Leibnit. 1 . c. tom. II. p. 616. 618. Dazu kam noch derzanck mit besagtem Heinrich wegen der Graffchafft Stade. Obnun wol Ertz-Bischoff Hartwig entschlossen war , der jachenausgang in der stille abzuwarten, so hetzten ihn doch die be-nachbarten Fürsten auf, daß er die schlöffet Frcyburg undHar-burg bevestigen, und mit genügsamer mannschafft besetzen ließ ,auch durch öftere ausfälle dem Hertzoge vielen schaden zufügte.Als aber Hertzog Heinrich Freyburg eroberte, im Stifte Bre men übel haujete, und die stadt Bremen plündern ließ, so flö-he Ertz-Bischoff Hartwig nebst dem Bischoffe Conrado von Lü-beck, der jetzo feine partey wider den Hertzog hielte, nach Mag deburg , allwo er bis das folgende jähr 1168. verbliebe, in wel-chem er durch Kayserliche Vermittelung mit Hertzog Heinrichenwieder ausgesöhnet wurde, und wieder nach Hamburg kehre-te, aber nicht lange darnach von der weit abschied nahm, undHertzog Heinrichen, der durch dcö Ertz-Bischoffs tod die Graf.schafft Stade erhielt, gar sehr erfreuete. Krantzius , in Saxon.VI. 22. 25. }2. Scbatenius, annal. Paderborn , IX. p. 8r8. Hel-mo.’du.·, chron. Slav. üb. II. c. 1.8. 9· n. ap. Leibnit. script.rer. Bruns. tom. 11 . p. üig. 624. 625. 626. SkaphorstS Ham-burgifche kirchen-gesthichte, P. I. band I. p. 579.580. Danck-Werths Holstein , c. i}. p. 269. von Sünaus leben Kay-ser Fnedrichs I.
* hartwicus II. Ertz-Bischoff zu Bremen und Hamburg ,war von geburt aus dem geschlechte von der Lieth oder nach demDanckwerth, in der beschr. vonHolstein §. i}. p. 269. eines bau-crn-sohn aus Uthlede , und Secretarius bey HertzogHeinrich demLöwen,welchem er nachher sthr unanständig begegnet. Heimol-uus, chron. Slav. 111 . c. 12. ap. Leibnit. script. rer. Bruns.tom. II. p. 665. Meibomius , in chron. Riddagh. in script.rer. Gerih. tom. III. }g6. Er war nachgehends aber Dom-
Drobst zu Bremen , als er den 28. jan. an. 11,4. zum Atz,Biichofferwehlet wurde. Kayser Friedrich I. bestätigte ihn, undPapst Lucius III. gab ihm das Pallium. Er suchte mtt allemsietß, die unter seinen vorfahren begangene fehler zu bessern.sowol tm getst-als politischen stände; denn erstlich brachte ermcht nur von Graf Adolphen die Graffchafft Ditmarfen, ge-gen 200. maas Hader, wieder an sich ; sondern besetzte auchden Bischofflichen stuhl zu Lübeck in abwesenheit Hertzog Hein-richs des Löwen, weswegen er an. 1184. die Dom-HcrrenvonLübeck nach Hamburg verschrieb, und mit denselben die wähldeS Bifchoffs abhandelte; darauf girng er selbst nach Lübeck ,half Theodoricum erwehlen, und weyhete ihn zu Hamburg .Heimoidus, chron. Slavor. III. i}. ap. Leibnit. 1. c. tom. IIp. 665. 666 . Staphorsts Hamburgifche kirchen-qeschlchte, ? 1'band I. p. 592. An. 1186. begieng Ertz-Bischoff Hartwig ei^nen grossen fehler, nahm volck in sold, und überzog die Ditmar.ser, welche vor ihre freyheiten eine grosse summe gelbes ver-sprachen , damit er zufrieden war und heimzogt Weil ernun von seinem kriege keinen Vortheil hatte, und die völckerihren sold forderten, muste er die Bischöfflichen Pfründen an-greiffen, und solche auf}. jähr abtreten. Die Ditmarser aberkonnten das gcld nicht erlegen, deswegen fielen sie, unter demvorwande, als ob sie von Hartwigen sehr gedruckt wurden, ab,und begab en sich unter den Bischoff von Schleßwtg. He moi.
dut, chron. Slavor. 111. ri. ap. Leibnit. 1. c. tom. II. p. 670.
Staphorst, 1 . c. P. I. band I. p. 595. An. H89. gab HartwigHertzog Heinrich dem Löwen die Graffchafft Stade, wodurcher Ditmarfen wieder zu erlangen gedachte. Heimoidus , j. c .IV. 1. ap. Leibnit. 1 . c. tom. II. p. 684. MeibvMNls historiaHardewici III. script. rer. Germ. tom. III. p. 6;. sagt: Hart-wig habe die Graffchafft Stade, welche durch ein edictumCtesaris Heinrich dem Löwen sey genommen worden, ihm wie-der abgetreten. An. 1190. hatte Hartwig mit den innerlichenunruhen seines Stifts zu thun, dazu die anordnung KanferHeinrichs VI. anlas gegeben, wovon die Urkunde beym Sta-phorst , I. c. p. 596. zu befinden. In eben dem jähre wurdeer vom Kayser ins elend geiagt, da er nach Engelland gieng,und erst das folgende zahr bey Hertzog Heinriche» wieder aunsterlangte, auch den Bischoff von Lübeck Theodoricum in bannthat , Helmoldui , 1 . c. lV. 10. ap. Leibnit. I. c. tom. II. p.689.bis er endlich an. 1194. mit grossem Widerwillen der Bre,mrr wieder eingesetzet wurde, darüber ein zanck entstünde,Massen die Bremer die einkünfte, so er erlangete, ihm nichtrestituiren wollten, weswegen er sie in bann that. tteimii « ,1 . c. IV. 21. 22. ap. Leibnit. I. c. tom II. p. 699. 700. An. 1 196.stund er auf Graf Adolphs partey Wider den Dänischen KönigCanutum , Heimoidus , 1. c. V. II. ap. Leibnit. 1. c. tom. II.
£ 716. und bestätigte dem kloster Neu-Münster den zehenben inamflethen, wie aus der Urkunde beym Staphorst, I. c. P. I.band 1 . p. 199. erhellet. Das jähr darauf kam er aus demgelobten lande zurück, wohin er mit dem Kayser an. 1195. ge.reiset war, und brachte einige heiligthümmer von der Anna,ingleichen ein schwerdt, mit welchem Petrus Malcho das ohrabgehauen haben sollte. Heimoidus, 1 . c. V. C. 1. ap. Leibnit.1 . c. tom. II. p. 70} . Staphorst, I. c. P. I. band I. p. 600.An. 1199. soll Kayser Philipp II. dem Ertz-Bischoff und sei-ner kirche die Graffchafft Stade mit allem zugehör geschencketund bestätiget haben, wie denn deshalben ein diploma beymStaphorst, 1 . c. P. I. band I. p. 400. zu lesen. An. 1202.bestätigte Hartwig die kirche zu Beckesheucdr, und an. 1206.stiftete er sein gedächtnis zu Bremen an dem altar der heiligenMariä in Crypta superiori , legte die zwistigkeit zwischen demHause Brandstede und Johann von Nienhusen wegen eines ze»henden bey, und bestätigte den Dom - Herren ihre güther inGrönland , auch einige Vermächtnisse, davon die Urkunden beymStaphorst, I. c. g. 6o§. 605^ ju lesen. Zuletzt an. 1207. über-zog er die widerspenstigen Stedinger, ließ sich aber mit gelbeabweisen. Krantzius , bell. Dit. I. Er starb nicht lange dar-auf in eben dem jähre. Sonst hat er sich um das Stift wohlverdient gemacht, auch das Gollcgium St. Anscharii zu Bre men , ingleichen das kloster Lilienthal gestiftet,und reichlich begä-bet. Heimoidus, 1 . c. VII. 11. ap. Leibnit. I. c. tom II. p. 756.Staphorst, 1 . c. P. I. band I. p. 606. Danckwerths Hol-stein, i}. p. 269. Von Bünauo leben Kayser Friedrichs I.
-Aaryberg, ein Chur -Braunschweigisches schloß, vorwerckund flecken vor dem Hartz, nicht weit von Osteroda, zum Für-stenthum Grubenhagen gehörig. GrafWerner zu Lutterberg ,Herr zu Osteroda, hat an. 1029. ein iagd-haus hier erbauet,nachgehends ist es siunt Osteroda an die Hertzoge von Braun-schweig-Lüneburq gekommen, und hat zum öfter» den Heryo-gen Grudenhagisther lime zur residentz gebienet; wie denn an.1510. bey entstandenem brand Hertzog Philippus nebst seinergemahlin und iährigen Pnntzeßin, sich mit mühe in blosse nHemde durch ein fenster salviren können. Nach der zeit ist eswieder besser erbauet worden, und hat Hertzog Georg zu Lü-nedurq um das jähr i6;o. hier residiret. Der flecken hat überroo. feuer-städte, wovon an. 1647. bey 70. abgebrannt, aberauch wieder erbauet worden. Zeiier. copogr. Brunscic. p. ii<s.
'Aartzburg , ein zerstört berg-schloß und Bratinschweig«Woiffen'büttelifches Amt auf dem burg-berge vor dem Hartz,zwischen dem Ocker und Radow fluß. Man giebt vor, die bürgwär« schon ;oo. jähr vor Christi geburt gestanden, und wäre
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