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^Vorrede.

-erstanden werden. Wer solle sich nun einbilden, daß an statt desso wichtigen Unternehmens in der fernesten gegeud, es lediglich umdie nächst bey Roin im Lateiner-land zwischen denen kleinen flüssenUftns und Nvmphäns, landwerts oberhalb der am meer liegendenstüdt Circeii befindliche Pomptinische sümpfe , zu thun gewesen;welche so woNals das mit gleichem namen belegte pomptinischeftld in denen Römischen geschichten sehr offt gemeldet werden/ undan deren ausdrucknung auch noch von andern mehr vor und nachdem Cäsare ist gedacht und gearbeitet worden: So daß/ wer nurein wenig in der alten geographie und Historie belesen / dieseldigenimmermehr mit etwas anders/ will geschweige» / mitdergeqendin Pontus , «velche ja in besseren stand zu setzen/ der Cäsar im übri-gen bey so viel andern wichtigen geschäfften die geringste ursachnicht gehabt, verwechsle«: und confundiren solle.

So «venig als die flüsse und «noräste/ «velche Cäsar durch ablei,tungder wassern hat zu fruchtfeld machen «volle»/ in Ponto zu su-chen } eben w «venig wird man eine stadt, des namens Argiva , ir-gendivo in der «velt antreffen können. Es ist diß lediglich ein Epi-theton oder Adjectivum V 0 IN «VVkt Argi und Argos hergenoimnen ;

«velches also die Lateiner nach der eigenschafft ihrer sprach gar wohlneben ein substantivum haben hinsetzen / aber dagegen nimmermehrden namen einer stadt daraus machen können. Dannoch wann imlateinischen Lexico Hofmanni in dem art. Herodotus Megarensisdie Worte urbs Argiva stehen / mußte gleich im teutschen heulen: diestadt Argiva/ da man allein die so bekandte stadt Argos hat andeu-ten «vollen. Der name Athainas solle ja einem studierenden nicht soschivär seyn zu decliniren. Doch wann der>in«art. Ererheus vor«komint/ fetzet man der söhn ves Athamä/ an statt man hätte A-thamantis sagen sollen.

In: art. Eunapius «vird uns erzehlet, dieser scribent hattein seinem buch von denen Ravsern zuforderft das lebenproäresii geseyet. Nun ist ja Proärefius bey «veitem kein-nrischer Kayser geivesen, und müßte also etivas seltzames seyn,«vanEunapius / der ja im übrigen ein absonderliches annoch vorhande-nes buch von denen leben der Sophisten verfertiget hat/ in welchen:auch «vürcklich von Proärefio «veitläuffig gehandelt «vird , diesesmanns leben noch strner unter die leben der Römischen Kaysern ge-setzet hätte. Was meynet man aber wohl/ das zu diesern nicht ge-ringen mißverstand anlaß gegeben habe '1 Es find die rvorte Ioh.

Gerh. Vossii in dein zweyten buch de Hist. Gr*c. Cap, ig. «velchervon Eunapio redend diese «vorte gebraucht hat: idem res geitas Qx-sarum, exinde orfus , ubi deiierat Herodianus , ad sua usque tem.poraperduxit. Signac hoc opus initio vitae Proaeresii, ubiappeUat

Da musten dann die letzten «vorte übersetztwerben: Er hat zuerst das leben proäresii: an statt Vossiusandeuten wolle: das wercke Eunapit von den Rayferen wer-de von Eunapio selbst angezogen im ansang der lebens-beschreibung Proäresii/ welche nemlich unter denen VuisSo-phistarum Eunapii stehet.

Die Übereilung ist nicht kleiner,noch der sthler geringer,,van manim art. Faber (Iacobus) mit dein zunamen 8rapui-nl,s, die Wor-te ; Libri sacri so in dem Eiogio dieses Fabri durch «ammarthanumverfertiget, stehen, ohne einiges bedenckenfür die heilige schrifftnimmt; an statt alle umstände klar genug zu verstehen geben, daßSammarthanus damit alleinTheologische schrifften habe andeu.ten «vollen, «velche zu des Fabri zeiten rn druck gekoinmen. Was istdoch klarers,als diese «vorte: Nec defuere,quiseneicentetn, & librossacros (ut hominemTheologici Ordinis insignibus cohonestatum de-cebat) liberiore censura castigantem depravat* Religionis reum iden-tidem postularent. Wann'man schon anderwerts aus der gantzenHistorie des mans nicht genügsamen bericht von der Wahrheit hätte;so solle man doch nicht so leicht geqlaubet haben,, daß Sammar-thalius, der doch Fabrum eben allhier so fthr geruhmet, selbigenalso schlechter dingen einer allzufreven Lenkn über die heiligeschrifft werde beschuldiget, mrd noch gar überhaupt so frech aus-gesprochen haben; Als ob er in solchem beginnen/der genauenund eigentlichen Pflicht eines Doctom Theolog/* nachgekom-men wäre. Dergleichen einbildung wurde me platzLefunden ha-ben, wann man,wie es der gelehrte und vernunfftige Dammartha-nus in der that verstanden, die «vorte : Librosäcros, von denen,zurzeit Fabrihauffig ausfliegenden theologischen buchern, «velchenach befchaffenheit der damaligen studien allzuvoll unwahrer undabergläubische dingen waren, erkläret hätte.

Aus gleiche art verhalt es sich iin art. Falckenftein / d«e Graf-schafft, wann da die worte des berühmten Iinhoffs de Noutia Pro·cerum R. I .p. j9i. »ott Grafen Melchior von Falckenstein: Oe In.

:egra Dynaftia a Renato Duce Lotharingiae A. 1487 investitus est,

also übersetzet hat: Es ward mit der gantzen Grafschafft vonLothringen belehnet. Wiewohl man doch, was diesen letzterenort betriffhgeneigt ist zu glauben, er möchte wohl durch einen druck-fehler also seyn verderbt worden, indeme aus der gantzen rede:ward mit der gantzen Grafschafft von Renato Heryog vonLothringen belehnt / die, worte Renato Hertzog von aus u-bersehung des setzers weggeblieben. Zum beschluß die,es orts wirdvielleicht dein leser nicht unangenehm seyn, noch von z«veyen andernnainhafften fehler» dieser art berichtet zu werden, welche zwar dasteutsche Lexicon nicht zuerst aufgebracht, aber jedoch allzufleißig undgetreulich nachgeschrieben hat. Der erste ist im art. Demon, all-wo schon Moreri, oder vielrnehr Felidien und andere, aus welchenes Moreri ohne Untersuchung genoinmen, gar zu schändlich auseinein gemählde den mahler gemachet haben. Weil mans in ei-vem besondern anhang zu dem angedeuteten fehlbaren und nichti-

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gen artickel Demon selbst weitläusstig ausgeführet/ kans am bestendort nachgelesen «vcrben. Den andern sehler hat in'.ansichvergml«get, «n dein art. selbst, «vo er vorgekoinnren, mit zweyen «vorte » znverbessern, findet jedoch zu mehrerer stcherheit des Lesers gut, voffselbigem allhier genauer zu berichten, umso inehr, weil 10-' nchkrfon» pou guter und gelehrter Hand herkomint, und «nan ohne li'lcheswohl von einigen mochte angeklagt werde», als ob man sechsten daeine «vahrhaffte und richtige crzehlung verderbet habe. Es hat iiciin-nch Herr le Clcrc für sich «elbsten den art. Daunen/ so der namerst eines Haupts Albanefischer räubern, aus dem Paulo Iovio ssvewelchen namen doch unrecht Iov. Pontan. gedruckt worden) herge-nommen und dem Moreri beygefügt. Allein die worte des PaülrJovli von der merckivurdigen todes-straff, welche der lürckischeKayser Oolyman Damiano zu letzt angethan, sind ohne ziveiffel we-gen allziigrosser eyl in einem unrechten verstand genommen «vvr-den. Dann da es im lateinischen siunde ; Just, Imperator« beiiu*capt* modo discerprus est . übersetzte Herr le Clere; boliin.n !e licdevorer par une bete feroce, quil venotr de prendre , als wann Io«vius geschrieben, a fera modo capra dilcerptus est ; an statt desseneigentliche worte mit sich bringen: der Rayser hatte Dainia-nurn gleich als eilt wildes rbier / dessen er nun Meister wor-den/ zerreissen oder todtschlagen lasse-r. Nach welcher erklä-rung dann auch die teutsche ausgaben zu verbessern geivesen sind,«velche bißher dem frantzöfischen jchlcchterdmgcii gcfolqet, und alsoden Damianum ebenfalls von einein wilden thier / welcherSolyinan erst gefangen/ hatten zerreissen machen.

Noch eme fernere und dritte Claß von fehler», welche jedoch, ebenwie die z«vey vorhergehende mit gar leichter miihe und wenig ange-wendetem fleiß hatten können gcmeydek «verden, ist in der that sehrivcitläufftig, und müßte man einen nicht geringen theil deren durchsgantze Lexicon geyiachten Verbesserungen, «velche sich gewißlich aufmehrere tausend erstrecken, allhier anbringen, >vv man dieselbe vvll-kvinmen ausführen «vvlte. Man muß sich also mit gewissen abson-derlichen arten dieser fehler«: begnügen, «velche beydes für sich selbstden Leser gar zn sehr irren können, und in, übrigen bey aufsetzungdieser vorred «ich am ersten ohne grosses nachsuchen dargebotten ha-ben.

Ohne ztveiffel «virds jederman für einen sehr grossen und deneirLesern ziemlich anstößigen und verdrießlichen fehler achten, wannn«an das haupt-ivort cmes artickels aus unlvissenhcit verkehrt schrei-bet , und doch unter einem also übel verkehrten titul entiveder dengantzen bericht, so «nan von der person oder fach, «velche dadurchsolle angedeutet «verden, gesammlet hat, ausschüttet; oder auchgar «vegen dieses fehlers die fach oder person für unterschiedene undabsonderliche ssrchen und Personen anfiehet und ausgicbet, vornem»lieh in einem solchen buch, «voraus so viele die Historien lemen sol.len. Aber wie offt hat man sich doch dieses falls in denen vorigenzlvey ausgaben des teutschen Lexia verstosscn?

Für Ariarathes,,velches der name zehen verschiedener Königenin Armenien geivesen, ist da, «veiß nicht «vie, gesetzt «vorden, Arian-thes ; auch aus dieser ursach selbiger artickel, weicher denen art. de-ren ivKölligen des namens Ariarathes,gleich vorhergehen sollen,so,«vie es die ordnung der verkehrten buchstaben erforderte, entfernet rweswegen auch deue kein mensch an dem ort, wo er stehet, siichenwurde, «vaim je sonsten der art. selbst von einiger Wichtigkeit wäre.

Gleichmäßig stehet der art. des Cardinals und Ertzbischoffs vonEmbruN/Wilhelmi d'Avanxor, doppelt, und zivar meist aus un-terschiedlichen auctoribus genommen, recht, als obs zwey verschie-dene Personen wären, das erste niahl in Avancon, und das anderein Avenson.

Der bericht von dem unter der frantzöfischen gcistlichkeit zu endedes 16 secuii sehr berühmt gewesenen Sorbvnischen Theoiogo, Re-nato Benedicto wird eben al«o in zivey theile zerschräntzet, oder vicl-mehr dcr mann in ztvey nnterschicdliche Personen vertheilet,je nachder doppelten benennung, welche man ihme bald in latein, bald iirstantzösisch gegeben hat. Das eine mahl kommet er als BencdictuL(Renatus) und das andere, als Benoit (Rene) vor.

Also ist es auch ergangen mit dein unglücklichen Braune de Sem-blancay, von welchem unterm rechtgeschriebenen namen Beaune

(das geschlecht) garem kleiner und magerer bericht stehet; indemSuppiemento aber, allwo die geschichke aus Bayle «vohl und weit»,läufftig ausgeführet wird, muß der «nann Braune heissen, auch'also nach dieser falschen fchreib-art gefetzet werden, weit genug vondein ort, allivo man dcne nach feinem rechten nainen antrefstnsvlte.

Bertaud ein berühmter frantzösischer Poet, und Bischoffzu Seetzim iösecuio, wird da durch einen gleichen fehler Bertaud genen»net, und auf diesen fuß an einen ort hingesetzt, wo sicherlich dennmncn Bertaud niemand suchen wird.

Der Haupt-steckenBrieg imWalliser-land kommt auch zwey»mal vor, das erste in Brieq / nud das andere in Brig.

Wer «vird sich doch wohl in den art. Buboici finden können?Es ist unstreitig, daß nie kein iriensch dieses narnens gelebt hat.^Moreri, von «velchem dieser grobe fehler zuerst begangen «vorden,muß in seinen mit großer eyl und eonsufion gemachten auszügeaaus dem lateinischen titul einer kleinen schrifft: lob. Nicoiai Euboi-ci Liber deürigine & gestis Tut carum, den ersten buchstaben ikipnainen des manns also geschrieben haben, daß, als er nachdemedie bemeldten auszüge mit nicht mnrder eyl in sein Oictionaire zu,sammen «varffe, das E für ein b. von ihine angesehen worden, under also an statt Euboici, Duboici gelesen. Wobey er noch dieftnandern gar schändlichen fehler begangen, daß er die terminauon

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