Vorrede.
Im att. Hierocles- Präsident m Bychynien, ist ein grober undhandgreiflicher druckfthler aus Bayle behalten worden. Dannilachbeme man gemeldet, dieier Hierocles hätte zu ansang des vier«ten secuii gelebt,wird so gleich beygefügt: Er wäre der vornehm-ste Urheber der Verfolgung wider die Christen muer demKaffee Domitiano geweien / da es offendarlich DiocletianoheWn solle.
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deren ju wissen, was für so wohl grosse als kleine fehlere bey dieserneuen auflag ausgemustert worden; der kan mir eine ausgab mitder anderen zusammen halten. Was man iminer für einen buch.stabcu auslesen wird, soll man gewißlich nie % oder; blarter um«kehren, ohne gantz klare und nainhaffte proben davon anzutreffen;wicwohlen hieven noch im folgenden ein wort zu reden seyn wird. '■Im übrigen hat der Geneigte Leser, aus blosser aiischauung
'Im art. Hunnius (Aegtdius ) wrrd unter du Theologen, so der vorher angezogenen exempeln und proben von sich selbst abueh-
fo mit diese»» mann strertschrifften gewechselt,auch gezehletGrotms; men können, daß solche ohite einige außnahn, allein aus denen zwey
welches doch nicht nur falsch, sondern auch in anschung der zeit gar ersten bänden des Lewa hergeholet seyen. Wie nun fast nicht zuunmualich ist. Der rechte name, so dahin gehöret, und welcher, zweifeln, daß auch die zwey folgende bände nicht viel besser und
da dergleichen qezancke der gelehrten eben nicht allezeit gar lange corrccter sey,» werden, in allen denen orten, welche aus gleichen
. >. . ... .... ..geflogen, mit gleicher cyl und nachlaßiqkeit üderfttzt, oder
uimmmptt <i#tesl*n-n tinh · also ist leicht zu erachten, daß sichwie mau dißher angebracht, noch
da dergleichen gezancke der gelehrten eben Nicht allezeit gar lange corrccter seyn werben, t« allen oenach deren tod sonderlich geachtet, noch deren darüber ausgegebene ftdcrn geflogen, mit gleicher cyl u>bücher mit gröstem fleiß aufbehalten werden, eben nicht mehr allzu fonsten zufainmen getrageii sind; abekannt, ist Grabius. .. die zahs dergleichen musteren, wi
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Im art. Isthmus, da man besondere sorge hat tragen wollen, dieGriechische namen,wodurch so wohl die erzeugen, als die Meer-engen / bedeutet ivcrden, «»zuführen, hat man diesclbtgen justvermischt, und von einer meer-enge, hingegenvon der erd-enge/ erkläret; da beyde grad das wiederspiel be-deuten.
Am ende des art. Jupiter, wird unter denen namen der aucto.rum, aus welchen die vjelerlcy von dieser heydnischen gottheit mit-getheilten berichte hergeholet worden, auch Mezerai in Ovidium an-gezogen. Wie nun Mezerai sein gantzes leben mit Untersuchung de-ren alten und neuen Frantzösischen geschichtei, zugebracht j dagegen«nit studicrung deren Heydnischen und Poetischen zablen sich nienialdie geringste mühe gegeben, vielweniger über einige wercke dcsOvi-dii erklärungen gemacht; so werden sich abermal verschiedene lesernicht allzuleicht dabey zu helffen wissen. Es hat aber anstatt Mezeraisollen Meziriac heissen, und bedeutet es den Claude Bacher Sieur deMeziriac, welcher, da er eben noch nicht durchaus absonderlich inTeutschland bekannt ist, als er gelehrt gewesen, wurde man wohlnicht übel gethan haben,wo man Vene nach seinem gantzen und voll-ständigen namen angerogerr hätte, aufweichen fall dann auch derrrnaeschstchene druckfehler nicht so viel hätte irreir mögen.
Im art. Justus, Ertz-Bischoffvon Lyon / wttb erzehlet, dieserPrälat wäre von seinen mitbrüdern aus Franckreich gen Aquileja gesandt worden, um des palladii und Secundiani / zweyerAfticanischer Bischöffen/ircthümec zu widerlegen. Gleich-woken stecket auch darinnen kein geringer druckfthler. Dann Pak,labius und Secundianus ihre Bißthümer gar nicht in Afrika , son»der» der eine in Dacien,der andere inMvefieu,gehabt haben.ES hataber anstnttAfrtcanische Btschöffe gedruckt werben sollen,Arri-anische Blschöffe, als welcher Irrthümern die beyde angeklagt,und ob sie schon weder heiter sich deswegen erklären, noch auch dasansehen des Conciiü erkennen wollen, zuletzt dannoch verdammtworden sind.
Zum beschluß auch dieser art von fehler» wollen wir nur »och eincxcmpel anfuhren, aus welchem der verständige leftr beurtheilenkan, wie viel Verwirrung dadurch möge verursachet werden, woman bey zusamenlesurrg deren artickeln eines sothanen wercks, wiedas gegenwärtige t-exicoo ist, gar zu unsorgsam verfahret, und sel-bige ohne einiges nachsinnen oder untersuchen lediglich auszuschrei-ben, oder zu übersetzen sich unterstehet. Die 2 vorige teutsche ausga-ben melden von FlorentipoV, Grafen in Holland : Er hätte mitden rebellischen Graubundneren kriege geführet. Nun kanja gleichwol »temanden imbekannt seyn, der nur den geringsten be-griffvon der geographie und Historie hat, daß eines theils dieses Her-ren land und gebiet bey 200 teutscher Meilen von Graubündten ent-fernt gewesen, anderseits auch selbiger nie den geringsten anspruchan die letstere kandfchafftachabt,.noch auch gcmachet, habe. Wiehat er dann mit denen Graubundneren krieg führen können?Oder wie mögen dieft als gegen ihne rebellisch/ angezogen wer-den? Indessen kommet alle diese Verwirrung in der Historie undgeographie von einem druckfthler her, der sich schon in den Morerieirraeschkichen,da man durch Veränderung eines einigen buchstabens,an statt Friftns, welches wort die Frteßländer bedeutet, so sich inder that gegen den gemeldten Grafen empöret haben, und von ihmedeshalben bekrieget worden sind, einmahl Grisons gedrucket hat,wodurch man heut zu tag bekannter Massen dieGraubündner an-deutet. Der lächerliche druckfehler ist tm teutschen für bekannt an-genommen, und also gleich blindlings übersetzet worden, sollte auchohne zweiftl, wo n,an dene jetz nicht verbesseret, so wohl als mehrandere von gleicher art, künfftighin noch mehrmalen von andernnachgeschrieben, und immer weiter ausgebreitet werden. Dochwir müssen auch von dieftr gattung fehleren,oder vielmehr Verbesse-rung der fehlern, welche man bey dieser neuen außgab unternom-men hat, einmahl beschließen.
Gleichwohlen »st es noch ferne, daß alles vbgemeldte einen genüg-samen begriffgeben sollte von veme, was man bey gegenwärtigerneuen auflag zu Verbesserung des vorhanden habenden Wercks ge-than hat. Was bißhcr gesagt worden,hat nur diejenige fehlere undcorrectionen betroffen, welche sich eines theils am süqlichsten untergewisse Classen bringen liessen , und dann auch anderseits am be-quemsten waren, die allerpartheylichste gleich aufder stelle zu über-weisen, daß, um dieses buch denen Leseren rechtschaffen nützlich zumachen, noch gar viele arbeit erforderet werde, und, ivas etwanfür Verbesserung bey solchem vorzunehmen ist verjprochen worden,weder für eine unnothige fach, noch auch vielweniger für ein blend-
f oerck hätte sollen ausgeschryen werden. Welchen einige lust an-vmmt, etwas genauer und gleichsam von einem articul zum an«
gar vielfältig daraus wurde vermehren, oder,' besser'zu sagen , ver-doppeln lassen. Man hoffet aber, die bißher erweckte geftyrcy wer-den sich nach so vielen und starcken dargelegten bewcjßlbumen, nungar bald von selbsten legen; wornach man auch anderseits viellieber davon schweigen will, und sich begnügen, dem Wissens-be-gierigen Leser jeden artickcl so gut, corrert, und vollkommen, alses bey so vielen beruffs-qcschaffken, und anderen imiimgänglichenVerrichtungen, nicht minder auch bey der schon von langer zeit hergcniessenden sehr schwachen gesundheit mügtich ist, auszuliefferen;ohne sonst in einer neuen vorrede neue proben und mustere von glei»cher art auch aus denen zwey folgenden bänden darzulegen.
Es ist aber nun noch ferner ein ivort zu sagen von dein übrigen,so man bey dieser neuen ausgab geleistet hat, und noch ferner bigans ende des wercks zu leisten qevenckct, wo es Gott dcnr Herrengefallet, biß dahin leben und gesundheit zu fristen. Es ist zuvorderstan die orthographie, oder rechte schreib - art deren namen allermügliche fleitz gewendet worden. Man hat schon oben aus ande,rem anlaß gezeiget, und durch verschiedene excnipel erläuteret, wieviele Verwirrung die darwidcr begangene fehler bey denen zwey vo-rigen ausgaben verursachen müssen. Das schlimste ist, daß der-gleichen fehlere gar vielfältig ftlbst in denen Hauptwörtern oder li-tuln deren artickeln, das ist, an dem vrt, wo man dieselbige ei-gentlich aufzusuchen hätte, gcmachet worden, und folglich mehre-re artickel fern genug von demjenigen platz stehen, da sie stehen sol-len. Wodurch es dann etwanir geschehen kan / daß solche im nach-suchen auch denen allcrgefthicktesten entgehen müsicn, und also Mgewissem verstand schier gantz unnütz werden.
Ohne jetzt von denen anderivartS herrührenden namens-befchrer- ‘düngen zu melden; fo darff man sich nur dessen erinneren , ivasdroben von der so übel besonnenen Nachahmung der Frantzösifthenschreib-art in denen alten namen angcmcrcket worden, um zuer-kennen , wie viele schlimme folgen daraus haben entstehen muffen.Nachdeme die Diphthonei M oder OE so wohl als der buchstab ¥in denen alten Griechischen iind Lateinischen „amen so gemein,Moreri und Bayle aber die zwey erstere fast iininer in ein schlechtesund einfaches E, den dritten buchstab aber oder das V mit einemschlechten l abwechslet!; so maq jeder vcrnünfftiger leicht schlicsscn,was für Unordnung und Verwirrung in einem teutschen llexicc»entstehen müsse, wo man darinnen, was dieft schreib-art der na-men betrifft, dein Moreri irnd Bayle gar zu leicht und offt gefolgek
^^Nu« ft ist dann auch in diesem stuck aller fleiß vorgekehret »vorden,daß alle dergleichen fehler weggehoben und verbessert würden; wieman dann allein aus dieser ürsacb gewißlich viele tauseud namennur durch die zwey erste, aujetzo herauskommende, Bände umge-schrieben hat. Indcsien, da, >v,e schon gedacht, ans dieser fälschestbnchstabirung oder schreibimg der namen mancher artickel an garunrechte brter ist versetzet worden: so hatte man zwar gewünschet,einen jeden derftlbigen auch an den Platz, wohin er nach seinerrechten Otthographie gehörctc, übertragen zu können. Es istauchim ansang mit verfthiedenen artickeln also versuchet worden. Wei.Im sich aber bald einige gefahr blicken steift,, daß hiedurch bey dembesten vorhaben und größer anwendenden mühe dannoch einige ar-tiefe! könten in der Druckerey verlohnn oder vergessen werden;hat man zwar hernach rnit dem versetzen deren artickeln inngehal,ten, aber doch zugleich nicht allein beydem tituljedenartickelsdiebeaaogene fehler der Orthographie, und wie der name recht zuschreiben ftye, angezeigt, sondern auchso viel man gekonnt, andem vrt, wo solche artickel in der that hatte» stehen sollen, die an-zeigung gethan, wie selbige dannoch aufgesuchet »verden müssen.Da gleichwohl solche Renvois oder Weisungen bey so vieler andereran der gegenwärtigen ausgab gehabter arbeit bißlveileii unterlassenworden, kan es jedoch dem Leser, welcher jedesmal beym ansangdergleichen artickeln die rechte Orthographicrung des tituls oderHaupt-worts, in corriairung des darinnen durch die vorige ausga-ben begangenen fehlers/gewißfinden wird, nicht gar schwär fal.le«, die nöthige anzeigung au dem behörigeii ort mit der ftder selbst
^^e^uppiemenrs oder zugaben, welche dem zweyten der vorigenDrucken in ziemlicher anzahl am ende sind angehänget worden,hat man hier alle an ihre eigentliche platze eingerücket; welches denLeser keiner geringen muh« überheben wird. Nur ist es geschehen,daß in denen ersten Wochen, da man diese cinruckung, weilen diefach sehr leicht schiene, der Druckerei) überlassen, einige wenige zu,gaben, doch an der zahl kaum 2 oder; aus benienigen, so zu de-nen schon würcklich un Lexico befindlichen artickeln gehöreteu ,dem unrechten artickel sind beygefüget worden. E>n erempel kan
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