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Abea / oder Abä / eine stadt in der Griechischen provintzPkocis. König Philippus in Maeedonien schonte ihrer, als er dieandern Phocischen städte verheerete , weil die>e unter der anfuh-rung des Philomesi des Slpollinis tempel beraubet,die Abaer aberalleine sich desselben kirchen-raudes enthalten hatten, tost·»- *· 8.

Paüsan. >. 10 Strato, 1 . io,

Abednego/ einer von den; Männern, welche Mducadne-zar in einen ofen werffen lassen, Dan. i. siehe Sadrach.

Adel/ heisset nach der Heimischen Schnfftsoviel als Eitel-keil/ nach griechischer außsprach lo v»e! als klage und betrüb-nin/ und war der name des andern sohns Adams von der Eva.Er war ein schafer, und opfferte Gott die erstlmge semer, heerde;hingegen Cain , sein bruder, ein ackermann, brachte seine gar-ben. Gott bezeugte einen grosser» gefallen an des frommen Abelsopffer, als an Cains. Dieser tonte solches nicht leiden, und er-schlugdannenherodenselben,ungefehr am. .30 -Genes.*. *

So viel hat uns Gott von lhm wissen lassen, da aber die men-schen haben mehr wissen wollen, sind sie in fabeln und Irrthümerverfallen. Das Hierosolymitanische Targum halt darvor, daßCams und Adels erster zanck eine religions dlspute gewesen,da A-bcl behauptet, es werde ein letztes gerrchte, ein nchter, einde-lohnung vor die frommen,eine strafe vor die gottlosen seyn, itemdaß die welk aus lauterer barmhertzigkeitGottes sey geschaffen wor-den, und noch erhalten werde, welches alles Cam soll gelaugnethaben. Eutychius,der Patriarch zu Alexandnen erzehlet,Eva habemit Cain noch eine tochter, namens Azrun, und mit Abel eme an-dre, names Owain, gebohren, und also doppelte zwillmge, da dennAdam gleich willens worden, die Azrun an Abel und die Owain anCain zu verheyrathen, der aber seine zw'llings-ichwester Azrun, alsdie schöner gewesen wie Owain, viel lieber genommen hatte. Beyder Hochzeit hatten sie dem Herrn die opffer, deren m der schrifftgedacht wird, gebracht, und da der Herr augenscheinlich Abel dem Cain vorgezogen, habe diesem der teufel eingegeben, daß erseinen bruder erschlagen solle. Das habe Cain gethan, und dar-auf die schöne Azrun mit sich auf die flucht genommen. Aber washat Cain zu seinem morde vor ein werckzeug gebraucht ? Das Tar-gum sagt sehr natürlich, einen stein, andre meynen, er habe ihnMilden zahnen zurissen.Unsre mahler geben Cain einen esels-Nnn-dacken in die Hände. Andere halten es damit, daß es mit einerMistgabel geschehen. 8. Hieronymus schreibt ihm ein schwerdt zu,Irenäus eine sense, Prudentius eine sichel. Einige wollen wissen .Abel habe anfangs die oberhand gehabt, er habe Cain aufdie erde

t eworffenmnd ihm auf seine bitte quartier gegeben; allein als licham erhoben, habe er nochmals den Abel angefallen und ihn ge-tddtet. Hayle.

Adel/ König in Dänemarck, ein söhn Waldemari 11, undbruder Erici V- welcher, als der ältere, dem vater an. 1-4- in derregierung folgte. Abel bekam noch bey lebzeiten des Vaters dasHertzogthum Schleßwich; weil er aber nach dessen tod souveramdaselbst seyn wolle,gerieth er in einen krieg mit seinem bruder Eri-co V. der ihn zwang, es vor ein lehn zu erkennen. Doch als her-nach Errcus mit den Grafen in Holstein, so Abels gemahlin brü-der waren, krieg führte, und bey solcher gelegenheit Adeln zuSchleßwich besuchte, nahm ihn dieser gefangen, und ließ es ge-schehen, daß er von einigen mißvergnügten umgebracht, und seinleichnam in die Schley geworffen wurde. Hierauf bestieg Abelden königlichen thron, doch genoß er dieser ehre nicht lange, son-dern wurde von den Friesen 2-ahr hernach an. *2;-im kriege ge-tddtet. Er hat von seiner gemahlin Mechtildis/Advlphi t V Gra-fen von Holstein tochter, 2 söhne hinterlassen, WaldemarnundEricum, welche Hertzoge zu Schleßwig worden, und nach seinemrode wurde noch ein söhn Abel gebohren, welcher Swineburg undandere vätterliche guter bekommen. In dem königreich aber folg-te fern bruder Christophorus. Es ist unter dem gemeinen volek inSchleßwich der mahn, Abel hatte als ein bruder-mörder nach sei-nem tobe keine ruhe in der kirche, dahin er zu erst begraben wor-den , haben können; wie er denn auch ausgegraben, und in ei-nem nah gelegenen waid in einen morast verseuchet, und der sargmit einem psal befestiget worden. Krantz, metrop. 1. z. Buitfeid .chron. Daniae. Pontani hift. Dan, 1 . 7, Meurfii, rer. Dan, I. 4. Be-ringn Fiorus Danicus,

Abel / oder Abela / ein name ; unterschiedlicher städte indem gelobten lande. Die erste lag in dem Ammonite»lande,woJephta die feinde schlug, wrewohl einige das wort Adel Keramimauslegen: eine ebene der Weinberge. HieronymuS meldet aber,daß diese stadt, so er Abela nennet, noch zu seiner zeit ein steckengewesen, 2 kleine weilen von Philadelphia. Die andre war imstamm Naphthali, allwo die weise fraü wohnte, welche die stadterhielt, da sie dem Seba den kopff abgehauen, und iolchen überdie mauren zu Ioad geworffen. Die dritte war auf dem Wege,wenn man von Jerusalem nach Damascus reisete. iud*t, n, 33.

2 Stirn, io, i;.

Abekrrd, siehe Abatllard-

?sbele/ (Christoph Graf von) Herr inHäcking, Schivrraü,Wintersbach, und Engelstig , Kaysers Leovoldi Hof-Cammer-Präsident, und berühmter Minister, war von geburt ein Oe-sterreicher, ein söhn Christophs Adele, dessen vor-eltern an. 154-von dem Kayser Carvlo V. geadelt worden. Er war unter demKayser Ferdinands >H nnd Leopolds Kayserlicher Hof-und Com-mercien-Rath, geheimer Hof- 8 ecieiarinr, und der gesamten inner-Oesterreichischen lande Leserendariv;. wurde an. 166; den; Rov.4«at Reichs-Rttttr nut tmp**dicat edler Herr von Hackmgsser-

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ner zum Baron, und letzlich zum Grafen gemacht, und von demKayser in den wichtigsten anqelegenheiten gebraucht. Er war an.1671 einer mit von den Richtern über die- ; Grafen , Serini,Frangrpani und Tättenbach, auch Comniissarius bey des letztemexecution zu Gratz den I Dec. 1671. Er arrestirte an. 1674 denKayserlichenObristen Hofmeister,und untersuchte seine8cripmren.Er hat es auch vornemlich dahingebracht, daß der kayferl. Hof-Cammer-Prasident an. *68° von seinem amte kommen, ihm da-gegen die adminillration des cameral Wesens aufgetragen, und erendlich den 26 Apr. folgenden jahrs als Hof-Cammer-Präsidentdurch den Obristen Hof-Marschall installiret worden, welche stelleer aber nurbis an.168; behalten, da er im Mertz dieselbe wieder-um abgetreten, welche den 26 desselben monats dem Grafen An-dreas von Rosenberg aufgetragen worden, worauf er aber dochnoch ferner in verschiedenen comm'ssionibus gebraucht, und inson-derheit *684 den *-> Jao. als gevoümächtigter kayserlicher Com.missarius neb|i dem Hertzog von Lothringen , zu stiüung der redel-lion in Ungarn, mit einem gene-ai paidon nach Preßburg geschicktworden, selbigen den Ungarn zu publiciren, und ihnen wegen ,h,rer landes-priviiegien Versicherung zu thun. Endlich ist er den **Ort. an. *68; zu Wien gestorben. An. *668 da er noch Referen-darms war, hat er seine gegen-dedussion der Oesterreichifchen ju.riurn wider das fürstliche Stifft Bamberq in toiio heraus gegeben.Sein bruder Macht w Adele von und zu Menberg, f. u.d.kayserlicher ComesPaiatinus, derJnnerbergerilchen haupt-gewerck-schafft der stahl-und eisenhandlung in Oesterreich und land SteyrOber-Secretarius und mitglied der fruchtbringenden geiellschafft,wie auch kayserlicher Rath und Hof-Historicus, hat an. 1661 sts,tzamer gerichts-händel 2 theile,und an. *668 und in folgenden jäh-ren künstlicher Unordnung ; theile heraus gegeben,welche zumdff-tern aufgeleget,ja gar insHolländische,Frantzosische und Engellän-dische übersetzt worden, und welche der Kayser Leopoldus selbst zuseiner belustigung zu lesen pstegen.

Abelier/oder Abelioniter/ ketzer in Africa, in dem 5 feculo,welche in dem Hippouischen gebiete gelebet. Sie führen ihren«amen von Abel, dem söhn Adams, dessen exempel sie vermeintennachzufolgen, und von welchem sie vorgaben, daß er zwar gehey-rathet, aber keine kinder gezeuget : denn sie lehrten, daß die kin-der, welche man nicht adoptirte, vor unehrlich müsien gehaltenwerden. Sie sind aber bald in abnehmen gerathen, und haben sichwieder zurkirche gefunden, als man ihre wunderliche meynungenrecht untersucht und wiederlegt gehabt, jiugufiin de bares. c . 87.

Sander, bar. c. 90.

Um dir wunderbahre lehre dieser leute etwas klärer vorzustellen,so ist zu wissen, daß sie sich in der ehe das irrdische paradieß zuniMuster vorgestellet haben, allwo Adam und Eva diesen stand inder Vereinigung der seele geführet,odervielmehr das exempelAbels,der zwar geheyrathet habe, aber doch gestorben sey, ohne seinefrau fleischlich zu erkennen. Wer sich also zu dieser stete bekannte,war verbunden sich eine frau zu nehmen, damit er eine gehülffinhätte, die aber im übrigen ihnie zuni bäume der erkantniß gute-und böses dienen solle, dessen fruchte zu gemessen ihm aufs schärf-ste verboten war. Wenn zwey leute auf solche art beysammen wa-ren , nahmen sie zwey kinder an kindes statt an, ein bübgen undein madqen, die chre erben waren, und davor die Pflicht auf sichhatten, sich bey erwachsenen jähren nach der art ihrer vermeinteneitern zu verheyrathen, d. i. keine kinder zu zeugen, sondern wie-derum andere zwey unter gleichen dedingungen an kindes statt an-zunehmen. Wie nicht zu zweifeln ist, daß viele arme leute ihrekinder den wohlhabenden Adelianern gerne werden überlassen ha-ben , also ist sehr zu vermuthen, daß diese angenommene kindernicht leicht bey der meynung ihrer vermeinten eitern werde» ge-blieben ftyn, daher es mag gekommen seyn, daß diese secte, die ansich selbst so viel unvernunfftiges hat, kurtz nach ihrer aufkunfftwieder Untergängen. Bayie,

AbetU / (Antonius) ein Dominicaner-Mänch, Doctor

theoiogia und Abt des klosters nükre Dame de sivri en I'Aunoi.Ekist der Königin Maria be'cht-vatter, vorher aber ihr Prediger ge-wesen, nnd hat einige reden über die klag-lieder Jeremiä an.*;Lr

drucken lassen. La Cro 'tx du Maine. Verdier. Vaupr 'was . Bayie.

Abelly/ (Ludwig) Bischofs und Graf von Rhodes, danckte we-gen hohen alters ab, und begab sich in das kloster 8. Lazari, allwoer an.*6yi,n dem 88 jähr seines alters starb. Er war mit unterdenen,welche sich den Jansenisien am rneisten widersetzten,und hatunterschiedene schrifften hinterlassen, als: medu'iam theologicam;das leben Vincentii de Paulo, welcher der Urheber der congregakionde la Mission gewesen; von den grund-sätzen der Christlichen Ma-rale ; von den ketzereyen; von der tradition der kirche, betreffenddie anbetung der lungftau Maria und andere. Bayie. Rendrekh.

pand.

Abelmehola J eine stadt in dem stamm Ephraim oder halbe»stamm Manasse, von dar der Prophet Elssa gebürtig gewesen. *

Reo. 4, II. 12 . cap. Iy, 16.

Abelpheda/ dderMülpheda/ (Jsmael) oder wie sein völli-ger name heist , Omaddedin Aöulfeda Jsmael Ben Nasser/war Sultan, König und Fürst von Hamah in Syrien , woselbster nach seinem bruder Ahmed, zuaenannt Almaleck al-Nasser,deran. Hegirä 74; oder an. C. *;4? abgesetzt worden, zu regierenangefangen, da er denn alsodald den titel Al-Malec al-Salchannahm, aber diese würbe nicht langer als^; jähr behielt.Sonderlich ist er berühmt, daß er - anjehnliche docher geschrieben.Das erste ist ein geographisch werck,jehr hoch ästimieret,davon ein

Stuck Joh Gravius unter DCttl titel.’ Lboraimien & Mawaralnah-re.h, e. regionum extra iluviwn O.vum descrip ao, ex tabtilis Aliel-

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