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er sey von Lacedämon gebürtig gewesen , andre aber, von Sar-des, der Hauptstadt in Lndien. Am wphricheinlichsten ist, daßer zu Lacedämon gewohnt, und das burger-recht gehabt, unddaß die Lacedamonier einen rühm darinnen gesuchet, daß ein sotrefflicher mann von ihnen herkäme, wie er denn von seinen lands-leutcn oder der süsse genennet worden. Er hat viel verie ge-macht, davon aber nur wenige vorhanden, welche Athenaus undetliche andere Alte anfuhren. Von seiner unzüchtigen liebe, in-sonderheit von seiner conrubine Megalostrata, welche gleichfallsverse gemacht, findet man auch bey den Alten einige Nachricht.Die lause sollen ihn gefressen haben. Der Poet Alcmaon, dessenHieronymus und Eusebius gedencken, ist eben dieser Alcman; wiedenn auch diejenige zu irren scheinen, welche noch einen andernAlcman, von Messene gebürtig, anführen, und denselben von demgegenwärtigen unterscheiden. Suidas. Athen . AiHan. t. , c. 27.Vell- Patern. I. i in bn, Plut.'m Syll, Plm. l. u c. Bayle. fahrt'tii bibl. Gr. I, 2 c. 15.
Alcmena / Amphitryons, des Thebanischen Fürsten ge-mahlin, und eine mutier Herculis, welchen sie von dem Jupiter,als er m abwesenheit ihres Mannes in dessen gestalt zu ihr eingegan-gen, empfangen haben soll, davon Plautus einpyomddie geschrie-ben ; gleichwie sie von ihrem manne zu gleicher zeit den Jphiclumgezeuget. Man berichtet auch, als sie hatte sollen begraben wer-den, wäre der leichnam verschwunden, und in dem sarge ein steingefunden worden; daher Pausanias meldet, daß sie in einen steinverwandelt, DwdorusSiculusaber, daß sie verschwunden wäre.Plutarcyus gedenckt ihres begrabnisses, welches bey dem begrab-niß des Rhadamanti gewesen, den sie nach dem tobe ihres erstenMannes geheyrathet. Apüoder. Plutarch. in Lysand, Paus I. 9.Pud. Sicid. I. y, Baylr.
Alcmena / ward von dem Jupiter unter der gestalt ihres Man-nes geschwängert, indeß daß dieser wider die Teleboer zu selbe last;welcher vornehme buhler in den armen dieser schönen so viel vergnü-gen fand, daß er dieselbe nacht so lange als sonst drey andere bau-ten ließ. Ampbikryon kam auf den morgen nach Hause, wardaber nicht mit solchen freuden empfangen, als er verhoffte, indemdie gute Alcmena vermeinte, sie hatten einander schon in geheimdie vorhergehende nacht gesprochen, da er auf den morgen seinenöffentlichen einzog in Theben gehalten; wie sie denn auch aus demdamahls -genossenen vergnügen gegen ihren mann, der es, ihrermeynung nach, so gutwuste als sie, kein geheimniß machte. Am-phitryon sahe j daß er in die grosse zunfft eingeschrieben sey, undconsulirte darüber den Wahrsager Tiresias , der ihm das geheimnißeröffnete, und von der neuen schwagerschafft umständliche Nachrichtgab. Er stellte sich hierüber zufrieden, es sey nun , daß die ehre,die seiner familie hierdurch zugewachsen, oder die Unschuld seinerfrau seinen Verdruß gehoben, und legte sich zu seiner qemahlin,schwängerte sie auch von neuem, davon sie den Jphiclus zur weitbrachte. Als Alcmena einkommen solte, war neue noth vorhan-den, die wehen hatten schon? tage gewähret, und doch fönte sienicht genesen, weil die Juno Lucina aus enfersucht getrieben sich andie thüre gesetzet hatte, und mit gefchränckten bemen, in einandergeschlossenen fingern, und allerhand zauber-gebetgen die geburtverhinderte. Allein der Alcmena junge mcmd Galanthis merckteendlich, daß es mit der frau nicht richtig wäre, und als sie einstwieder heraus kam , stellete sie sich freudig und sagte zu der Juno:sie solte der Alcmena glück wünschen, sie sey entbunden. Die Ju-no meynete, es sey wahr, und fuhr auf, worüber die Alcmenades Herculis genaß. Sie hat das Unglück gehabt, ihren söhn zuüberleben, aber auch das vergnügen genossen, daß sie von Hylloseines feindes Eurysthei kopffbekommen, dem sie aus raache dieäugen ausgerissen hat. Nach ihrem tobe waren die Heraclidenzwistig, wo man sie hinbegraben solte, ob nach Argos oder nachTheben, das oracul aber sagte nach Megara. Unter diesem strei-te ließ Jupiter sie aus dem sarge durchMercurium weqpromovircn,weil sie in den Eliseischen selbem Rhadamanthi frau werden solte,daß also die Heracliden, als sie den schweren sarg eröffnet, nichtsals einen grossen stein gefunden. **»■/«.
Alcodaza/ eine stadt in Portugall, in der provintz Estre-madura, zwischen 2 kleinen flussen CoaundDaca, davon sie dennamen hat. Sie ist wegen zweyer stücke sehr merckwürdig. Erst-lich wegen der Königlichen begräbnisse, die aber heut zu tage zuDellem zu geschehen pflegen. Hernach insonderheit wegen der rei-chen Cistercienser -Abtey, welche KönigAlphonsus' gestifftet hat.Die Aebte sind meistens Königliche Printzen , oder sonst die aller-vornehmste Personen, sie habenstabte mit der völligen geist-und weltlichen jurird-Äivn unter sich: sind des Königs beständigeRäthe und Almosenier, und haben den rang nach den Bischöffenvor allen andern Geistlichen, tragen auch einen Dischöfflichen or-
Nat. Celmenar. delices de Portugal, Manriquez in annal . Cisterc.tom. 2 ad an, n 4 ?c. >7.
Alcocer / ein flecken in der Neu-Capilianisichen provintz laMancha , von welchem ein ziemlicher strich landes ei campo deAlcocer genennet wird.
Alton / ein söhn Erichthai von Athen, des Herculis gefahr«te, war ein so guter schütze, daß er seine pftile durch gar kleineund enge ringe, die andere auf ihre Häupter gesetzt hatten, ohnegefahr durchtreiben konte; auch erschoß er einen brachen, der ei-nes seiner kinderweggeraubt hatte, ohne das kind zu beschädigen.$ert<. in 9 ecl. Virg.
Alcoran/ ist das qesetz-buch, welches Mahomet mit hülffedes Bahiras, eines Jacobitischen Ketzers, und Seraii, einesNestonanischen Mimchs, zusammen getragen, Es ist voll von
ale ald
abgeschmackten fabeln, hat 4 theile, und die capitel derselben ha-den poßiriiche titul, oder aufschrifften, als: die spinne, dre kuh,die ameise, die fliege, und dergleichen. Es ist in zierlicher Ara-bischer spräche zum theil versweise geschrieben, und von Mahv-met nur stuckweise-zu unterschiedenen Zeiten hervor gebracht, abervon dem AbuBecker, der ihn in leiner flucht begleitet, zusammengetragen, und in eine rechte ordnung verfaßt worden. Unter an-dern sind einige Historien aus der didel darinnen begriffen, welcheaber Mahomet sehr verfälschet, wie aus der beschreibung der Pa-triarchen , der geburt Christi und Johannis des Täuffers, zu erse-hen. Man hält dieses buch bey den Mahometanern so hoch, daßein Jübe oder Christ, der es nur anrührt, entweder sterben oderseine religion ändern muß; ein Turcke aber mit ungewaschenenHanden es nicht berühren darff, wo er nicht in gefahr jelnes ledenskommen will. Ob auch gleich dasjenige, was er vordringt, soungereimt ist, daß es keiner Widerlegung bedarff, so haben sichdoch jederzeit gelehrte Christen gefunden,welche darwider zu schrei-ben sich haben angelegen seyn lassen, als unter denen Alten Joh.Damascenus, Petr. Pafchasius, Petrus Cluniacensis, Joh. Can-tacuzenus, der Cvnstantinopolitanische Kayser, hernach Joh. deTurre Cremata , ein Cardinal, Dionysius Carlhusianus, derCardinal Cusanus, Hieran. Savonarola und andere; unter denneuern sonderlich Lud. Marac cius in den anmerckungen/ die er sei-ner Lateinischen version des Alcorans hinzu gefugt, welcher auchin der praetakion feines prodromi ad refutat. Alcorani die übrigenanführt, von der Historie des Alcorans aber in dem ersten theil desgedachten prodromi p. 2iz seq. ausführlich handelt. Pfeiferitheologia Muhamed, dick. 6 St critic. iacra c, j 6 , £ Ikrbekt.bibl.
Qilcoy/ eine kleine, aber gar artige auch in etwas befestigtestadt, an einem flusse gleiches namens, in dem Spanischen König-reiche Valencia, zwischen Xativa und Alicante gelegen. Nach-dem sie sich in dem Spanischen succeßions-krieqe vor den König Ca-rolum in erklärt, ließ sie zu ausgange des jahrs 1707 PhilivpusV belagern, allein diegamilon von Alicante entsetzte sie. Dochdas folgende jähr den y jan. muste sie sich an des letztgedachtenPrintzen troupven nach einer achttägigen geqenwehr aufdiscretionergeben. Sie ist insonderheit berühmt wegen der daselbst befindli-chen eisen-bergwercke, welche an. i;o 4 zwerst entdeckt worden, in-gleichen wegen einer wunderbaren wasserquelle, von welcher mansagt, daß sie allemal i; biß 14 jähre in grossem überflirß wasser ge-be, hernach 14 jähr nach einander gantz trocken bleibe, und nachderen verlauf abermal anfange, auf die vorige art 14 jähr reich-lich wasser hervor quellen zu lassen. Die einwohner nennen diese
Barchel. Celmenar. delic. de l’Esp. p. 5 ;l. Mercure biß in-que.
Alcoytin / eine kleine stadt und mittelmäßige gräntz-ve-stung in dem Portugiesischen Königreich Algarbien, an dem rech-ten ufer des fiusses Guadiana , dem Spanischen ort Leres de Gua-diana fast gegen über gelegen. Die von Villa Real schreiben sichMarggrafen davon. Celmenar delic. du Portugal p. 809.
Alcudia / eine befestigte stadt auf der insul Majorca, vonwelcher auch ein kleiner meerbuien den namen hat.
Alcuinus / oder Flaccus Aldinus Alchuinus / ein ge-lehrter Engellander, war ein disapel Bedä, und nachmals Ec-berti, Ertzbischoffs zu Dorck, von welchem er in den itudüs. diezu derjelbcn zeit florirten, unterrichtet ward, woraufer Diacoou,m der kirche zu Dorck, und hernach Abt wurde. Offa, der Kö-nig von Merna, schickte ihn zu Carolo ivi. in Franckresih, wel-cher ihn an seinem Hof behielt, und ihm die Adtey 8 . Martini vonTours und andere prabenden gab, auch aufsein einrathen die Uni-versitäten zu Paris und Pavia anlegte. Er war ein Orator, Phi-losophus , Pvete, ddalbematicur. Dbeologus, UNd in allen wis-
senschafften wohl erfahren, wie solches seine wercke zeigen, so zuParis an. 1617 in folio von Andrea du Gbesne heraus gegebenworden, welcher auch das leben A lruini denselben beygefügt hat.Er starb an. 804» Ihnm·. Augußedunens de lumin. eccl. I. 4 c.2. Signiert, de vir, illustr. cap, 84. Wilhelm. Malmestur. Htutden.Trithem. Sixtus Senenf. Baron. Bellarmin. Pofevin. Gefner , Pit-Jeus. Pemfjkr, Veßus. Mir aus. Hendreieb.
Alcyone / eine stadt in Thessalien, nahe an dem Maliaci-schen meer-busen, welcher jetzt Zithon genennet wird. Sie ist andem ort gebauet, wo vor diesem die stadt Methon gestanden.J ußin .
Alcyone / eine lochtet des Neptuni, siehe Alcione.
Alcyonia / ein see, siehe Alcionya.
Aldana/ (Bernhard) ein Spanischer Capitain und Gou-verneur zu Lippa in Siebenbürgen , welchen ort er aus furcht fürdenTürcken/ nachdem selbige Temeswaran. i;;rdelagert, ver-ließ , und das schloß mit dem zeughause sprengte. Er ward des-wegen zum tode verdammt, aber auf vorditte Kaysers Marimi-liani il gemahlin, und in ansehung der Spanischen Nation ver-wandelte man diese strafe in ein ewiges qefangniß, woraus er dochendlich entkommen, und in dem zuge nach Tripoli in Aftica wie-der eine dedienung erlanget. 7 buan. 1.4 & 26.
Aldea-Galleqa / ein grosser flecken, in der Portugiesischen provintz Extremadura , an dem lincken ufer des Tago gele-gen, allwo die, so von Sevilien nach Lissabon reisen wollen, or-dentlich ein fahrzcugzu nehmen, und in 2 biß 1 stunden an demletzt gedachten ort anzukommen pflegen. Es befindet sich allhicreine schöne kirche, auch wird auf die art, wie zu Nock-elle in Iranck-
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