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reich , viel saltz daselbst gesotten. Glmentr deijc. du Portug.

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Al-ebert/ oder Adelbert/ ein Frantzose, welcher das ge-meine volck mit vorgeben lächerlicher erscheinungen hintergieng.Er affecttrte eine sonderdahre devotion, uin die pnesterliche würdezu erlangen, und ward auch hernach Bischvff. Er rühmte sich ,daßeremendrieffhade, den Christus geschrieben, und der zu Je»rusalem vom Himmel gefallen wäre, von dar ihn der Ertz-engelMichael mir den üderbleibungen einer vortrefflichen lügend zu ihmgebracht hätte, welche er nebst seinen haaren und der unrelnigkeit,so er zwischen den nageln hervor gekratzt, unter das einfältige volckaustheilte. Er verspottete die Kirchen und die wallfahrten, ließhingegen Häuser auf dem felde bauen, und creutze bey den brunnenund wäldern aufrichten, und wolle, daß daselbst das gebet zuGOtt solle verrichtet werden. Seine und eines andern schwär-mers, namens Clementis, irrthümer, wurden an- 74; auf einemSynodo. wobey S. Bonifacius präsidirte, und an. 74 t in eineranderen Versammlung in Leutschland verdammet. tmws <£· S>r-

mond. in not, ad concil. t. VI Concil. derrar, hist. Mög,ttirm.

Aldeboroug / tat. Aidehurgom, sonst Jsurium genannt,eine Engelländyche stadt in der provintz Suffolck gelegen.

Aldebourg / ein kirchfpiel in Flandern , davon Johann vonAldebourg den namen bekommen, welcher in dem l 6 seculo eintzarmeliler-Münch war, und unterschiedene philosophische tractatehinterließ, welche Arnold. Bostius, Marc. Anton Alegre undWaler. Andrea erzehlen.

Aldegisus / Königs Desiderii lohn, siehe Adalgisus.

Awego 1 Aidegus, em fiuß m Italien , in demVeronesischengebiete, welcher sich in die Etsch ergeust,

Aldegraff/ (Albertus) ein sehr berühmter mahler undkupf-ferstecher, von Soest in Westphalen, erwarb sich um das jähri\4° durch seme künstliche gemähloe und kupfferstiche den rühmeines der besten meister. Mit der feder zu zeichnen, war er ebenso vollkommen, und in den ordinanzien fast unvergleichlich, davondasjenige buch von seinen gezeichneten rissen gnugsam zeugniß sie-bet , welches von dem Schwedischen Gesandten Spiering in Hol-land um einen hohen preiß bezahlet worden. Sandln mahkr-

afiadem. t. i.

Aldelin/ ein Bischvff der West-Sachsen in Engelland, sieheAdelmus.

Aldenaer / eine kleine stadt in dem Chur -Cdlnifchen anderZlhr gelegen.

Alvenaw 1 ein städtgen in der Eiffel, nicht weit von der vori-gen entfernet.

Aldenberg/ siehe Altenberge .

Aldenberge/ eine in dem Hertzogthum Bergen, zwischenLdlln und Dortmund , auf einem berge gelegene Cistercienser Non-ven-Adtey, welche von den Grafen von Altena nach ansang des,2 seculi gestifftet worden. &ucci. Monast.

Aldenburg / eine Holsteinische stadt in Wagrien, siehe Ol-denburg oder Altenburg .

Awenhausen, eine alte Graffchafft unter Magdeburg in derMarct gelegen, wozu die Osterburg gehöret. An. 1210 lebteSevffarth, GrafvonAldenhauien, dem MarggrafAlbrecht vonBrandenburg das städtlein und schloß Osterburg genommen. Alsan.!zwischen den Domherren und bürgern zu Magdeburg we-gen schuld-sachen ein krieg entstund, nahmen d,e bürger unter an-dern schlossern, dre dem Stifft zugehörten, auch Aldenhausenweg, und verbrenneten es. An. -Z7l verkauffte es der Ertzbi-tchoff Albertus von Sternberg. Sein Nachfolger Albertus vonQverfurt aber brachte es an. 138? wieder an das Stifft. Cbn ».

£tx. Brotuff. geneal. Anhalt, Hoppenred. stamm buch. p. i.

Awmhofen/ eine stadt in dem Hertzogthum Jülich , nahebey der haupt-stadt dieses namens gelegen.

Alderman/ oder Ealderman/ ist auf Angel-Sächsisch soviel als ein alter oder bejahrter. Vor zeilen wurden alle Gouver-neurs und Statthalter der provintzien, auch Oberrichter in denstädten also genennet, und man findet viel m den Engelländischenarchiven von dem Alderman des Königs, welchen er als einenvder-aufseher der lutstzm die lander herum geschickt, daselbst ge-richte zu halten. Heutiges lages ist Alderman so viel als einOder-voigt, Schultheiß , Amtmann oder Rathsherr. Spdmann. in

gloifar.

Aldernay/ eine insul gegen der küste von Normandie , wel-che nebst den insuln Jarsey und Garnsey, den Engeländern gehö-ret.

Aldestan / König in Engelland, siehe Ethelstan.Aldhelmus / siehe Adelmus.

Aidsbrandrni / (Hippolytus) siehe Clemens VIII .Aldobrandini / (Johannes) von Florentz gebürtig , einsohn tzsylvesirl Albobranbini, war anfänglich auckror a, Kuota inRom , hernach Bischvff zu Jmola, und erlangte endlich an. 1 >'70ton Pro V den Cardinals-Hut. Zwei) jähr darauf muste er nebsteinigen andern Cardinälen jich bemühen, das bündniß wider dieLurcken zum stände zu dringen, ward auch darauf Groß-stceM-tenuanus, und zuletzt Vrsetrct», lignaturse hrevium. Er starb zu

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Ughetl, hist. des

R0M aN. N 73 . Catrera. ViBordl. Petrmelar.

Cardin. Gumurrini dellefam. Tolcane vol. V,

Aldobrandini / (Joh. Francifcus) ein söhn Bernhardi Al-dodrandlnl eines Florentmiichen Edelmanns, gebohren an. *$4°.Seines vatters drüber, Clemens Vüi, hub ihn empor, machteihn zum Castellgn von der Engelsburg , zum Gouverneur de Bor-go, zum Capllam der Päbstlichen garde, ingleichenzum Generaldes kwchen-staats, und sendete ihn an. i$95 mit 6 oder 800c mann,dem Kayfer Rudolpho li in Ungarn wider d>e Türctcn zu hülste,nachdem er das jähr vorher eine gesandschafft wegen des Pabys inSpanien abgelegt. An. 1S 98 reifere er mit dem hab st nachrara, und empfteng in dessen namen daselbst die Spanische braut,Margarelham, Ertz-Hertzogin von Oesterreich . An. iüoi zoger zum andern mahl mit einem Päbstlichen suceurs von i° 0£)0mann in Ungarn , und begehrte, daß die vestling Canischa, wel-che die Lürcken das vorige jähr erobert, ihnen wieder entrissenwerden solle; deswegen man auch die delagerung, wicwol ver-geblich , vornahm. In währender solcher zeit ward er an einemhitzigen fieber kranck, daran er, nach einemziemlich langen lageeauf dem schlösse Warasdin an. 1601 seinen geist aüfgav. DerKayser und dessen Mimst« waren sehr übel mit ihm zufrieden. Ineben dem jähr, da er mit tode abgieng, ward seine tochter, Mar-garetha, an Rainutium l Farnesium, Hertzog zu Parniaver-heyrathet; sein söhn Sylvester aber zum Cardinal gemacht. Sei-ne übrigen kinder waren Johann Georg, Fürst zu Rossano; Hip-polytus, Cardinal; Petrus , Hertzog zu Carpinero; Octavius,Ritter und Prior von Maltha; und Helena, Antonü Caraffa,Hertzogs zu Mondragone, gemahlin. Es ist aber das gautze ge-schlechte Aldobrandini in der person Olympiä, des jetztgenanntenFürsten zu Rossano tochter, welche zu erst an Paulum Borghese,Prmtzen von Sulmona , hernach aber an Camillum Pamfilio,Jnnocentii X enckel, verheyrathet gewesen, an. 1681 erloschen,und sind die Aldobrandinische guter und herrschafften zum theil andie Dorghesische, zum theil auch,worunter Delvedere zu Frescati,an die Pamfilische familie von ihr vermachet worden. Gamurnni

delle fam, Tolcane vol, V. Lehtnanns jetzherrsch, Europa , Lettresde OJfat.

Aldreta/ (Bernhard) ein Spanier, gebürtig von Malaga ,lebte im 17 seculo, und wurde vor gelehrt in dem canonischen rechtgehalten. Er war ein zwilling mit seinem drüber Joseph, wel-chem er in der dildung des gesichts, der statur, der stimme und denzuneigungen so gar gleich war, daß man offt einen mit dem amDem verwechselte; welches dem berühmten Poeten Ludovico deGongora zu allerhand artigen gedancken gelegenheit gab. Er warCanonicus zu Cvrdova, und hernach Groß-Vicarius Petri de Ca-stro , Ertzblschoffs zu Sevilien. In der Griechischen und Hebräi-schen spräche war er wohl erfahren, hinterließ auch unterschiedeneschrifften in Lateinischer und Spanischer jprache; als: von dem Ur-sprung der Castilianischen spräche; von Spanischen antiquitäten;

phoenomena, iive de intentione martyrum. Am. bibl. Hisp.

Aldrtch / Bischvff zu Mans aus Königlichem stamm der Sach-sen , kam m dem ir jähr seines alters an Kaysers Caroli M. hos,da er denn so wol desselben, als seines sohns Ludovici affectiongewann, und dadurch leicht zu den höchsten ehren-strllen hatte ge-langen können. Er begab sich aber in den geistlichen stand, undwurde anfangs beichtvater bey dem Kayser Ludovico i, und an.8;2 Bischvff zu Mans, an. 84° aber von Lothario, des Ludovicisöhn, verjagt, jedoch von Carolo il wieder in sein Dißthum ein-gesetzt. Er wird nicht allein wegen seiner frömmigkeit gerühmt,sondern auch wegen seiner wiffenjchafft ^sintemal er ein buch hin-terlassen , worinnen er alle decreta der Vater und canones conci-üorum von dem kirchen - regiment herausgegeben. Bonjtmnct d£s

Eveque* du Mans.

Aldringer/ (Johann) Kayserl. General-Feld-Marschall,war von geringer herkunfft aus dem Hertzogthum Luxenburg , unvgieng als ein diener mit einigen Cavaliers nach Paris , die zu fort-setzung ihrer studien dahin verschickt wurden. Nachdem er sichdaselbst in sprachen und andern wissenschafften fest gesetzet hatte,begab er sich nach Italien , und erhielt bey dem Graf Joh. Gau-dentio von Madruz, der in dem Mayländychen ein regiment com-mandirte, die stelle eines Secretarii, Nachgehends kam er in desCardinals und Bischoffs zu Trident, Caroli Gaudentii von Ma-druz, Cantzelle»; wie ihn aber einige mißgünstige um dieses amtbrachten, gieng er nach Jnsyruck, mildem Vorsatz, den erstendienst, der ihm angetragen wurde, anzunehmen. Als ihm nuneinige Kayserl. Werder begegneten, ließ er sich als ein gemeinersoldat unterhalten, stieg aber bald von einer Charge zu der andern,wurde nach einander Capitain, Obrister-Wachtmeister, Odrister-Lieutenant, und an. 1622 Odrister, in welcher letztern qualitäter der delagerung vor Heydelberg beywohnte. An. *61$ würd«er von dem Kayser zum Freyherr» von Koschrtz und Groß-Lipm«ernennet, und kam als General-Lommistarius bey des Hertzogsvon Friedland armce mit in Nieder-Sachsen, welcher ihn alsCommendanten in der schantze bey Dessau hinterließ, und da eran. 1626 von Grafen Ernsten zu Mansseld darin» belagert wur-de , glücklich entsetzte. An. *627 bekam er des Odristen AdamWilhelm Schelhards, Freyherr» von Gortzenich, regiment, undan. 162g war er nebst dem von Walmerod Kayserlicher Lommis-sarius. dem Hertzog von Friedland das Hertzogthum Mecklenburg zu übergeben, befand sich auch mit bey den belagerungen vor Crem-'pe und Gluckstadt. An. 1629 war er nicht allein KayserlicherCommissari« in dem Niedeltachsijchen kreyse, wegenrestituirung

der