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*en Doctor uni Ritter, war krseror zu Ferrara an. 12VH; Fe,brianus obristerGerichts-Fendrichzu Genua im u seculo; Rai-valdus Vice Ki in Sicilttn, unter dem Kayser Friderico H;Geraldus Königs Martiniin Sicilien 6 -creranus. Von Nicolao,Pabstlichen, LMiiotbecano im Vatican , ist ein eigner articul. InSpanien kam Mattheus Aiemann des Kdmgö PhiliM ii secre-larius, und hat den Horatium IN die Spamlche spräche übersetzet,tzuch das erdichtete leben des Gusmann de 'Zilfarache verfertiget.Unter den Alemannen in Franckreich ist Ludovicus Ertzbischoff zuArles und Cardinal , von dem ein eigener artickel; Antomus deri und u. Bischbffe zu Cahvrs, Sybondus, Bischoff zu Greno-ble an. 1451, Johannes Baptist» und Lucas Dischvffe zu Masco»,Ludovicus ein fürtrefflicher Poet, und Königs Francisci 1 Gesandtteran Kayser Carolum V. Petrus aber Königs Stephan« in Polen Oder-Hofmeister gewesen. Was die Alemanner zu Magdeburg betrifft,so haben dieselben von dem i; seculo zum öfftern das Schul-theissen-Dürgermeister-und Schöppen-amt allda, wie auch ver-schiedene land-güter besessen, und sind unter die adeliche samilsenselbiges landes gezehlet worden. Jacob Alemann, J. u. D.war von an. 1603 biß 1630 Bijch'offl. Halberstädtischer Rath,Fridericus, Churfürst Johannis Georgii > von Sachsen tiecre».ms, und Johannes, Churfürst Iohanms Georgii n Berg-Rath. Johannes Aegidius, des heil. Römischen Reichs edlerPanner und Freyherr von Alemann, Erbherr auf Schmiedeberg ,war Churfürst Johannis Georqü M und l V Hof-und Appella-lions-Rath, König Augustus aber schickte ihn als Abgesandten anden Kanserlichen Hof, die lehn zu empfangen, und machte ihnZUM würcklichen geheimden Rath und v-ce Berg-Ou-e(Kor. Esssnd auch sonst noch andere berühmte leute aus diesem gefchkecht
entsprossen. Gamurrin. de Hetrur. famil. Pucenfiein. theatr . Sa-mc, 60 p. 341, SÜer. de Claris Alemannis.
Daß in diesem artickel für so gar gewiß gefetzet wird, alle Fran-tzösische, Italiänische und Spanische geschlechter, welche den nah-men Alemann, Alamanm :c. führen,muffen von denen Alemannenin Sachsen, und nahmentlich denen zu Magdeburg herkommen,hat weder in der Historie noch genealogie den geringsten gründ. Undwo man sein dessen ermanglung denen blossen muthmassungen fol-gen will, wie der Urheber vieles artickels, und die, welchen ervier gefolget, thun; so ist weit glaublicher, daß die, so zuerst aus-ftrt Teutschlands den namen Alemann gefuhret, lediglich teutichenursvrungs gewesen, und ohne daß sie schon vorher den namen Ale-mann als einen geschlechts-namen gebraucht, in denen fremdentauberen, darinnen sie sich niedergelassen, also seyen genennet wor-den, wie noch heut zu tag in dergleichen fahlen aller orten zu gesche-hen pflegt; und als sie die leute daran gewöhnet sahen, dene selbstmit gutem willen behalten, und auf ihre nachkömlinge fortgepflan-zet. Wer wolte behaupten, alle geschlechter in Leutschland, wel-che Welsch/ Walch, Turck, Holländer, Schott, Böhm, Sachs,Heß, Schwerer rc.heissen, kommen jedes von einem einigen hieroder dort schon seit ziemlicher zeit gestandenen stammen her, daman doch das gegentheil vielfältig erweisen kau. Eben also verhaltsichs mit denen geschlechts-namen, welche in ihrem ersten Ursprunggewisse amter, beruffen, handwercker rc. bedeutet haben; ober auchvon vor-oder tauff-namen hergenommen sind. Ein jeder siehet,daß in allen landeren, stadten und örteren vielerley leute diesen na-men haben annehmen können, ohne im übrigen die geringste ver-wandschafft mit einander zu haben. *
Alemann / (Cofmus) siehe Alamanni .
Alemann/ss oder Alamandus/ (LudovicnS) ein Cardinalaus Dugey gebürtig, ein söhn Johannis Aiemann,Herrn von Ar-bert und Mongiffon, begab sich in den geistlichen stand, und stiegvon einer wurde zu verändern, biß er endlich Ertzbischoffzn Arles wurde. Dem Concilio zu Costantz hatte er beyqewohnet, ehe ervochDischvffwäre. Aber Martinas Vmachte ihn an. 1426 zumkardinal, auch bald darauf zum Vice Präsidenten des PabstlichenHof-gerichts, und brauchte ihn auch, die von Siena zu bewegen,daß das concilium von Pavia in ihre stadt verleget werden möchte.Er machte ihn ferner zum Legaten von Bononien,allwo er, wie auchbey allen seinen anderen Verrichtungen,grosse proben seiner gcfchick-lichkeit ablegte. Als sich Eugenius IV das erste mal mit dem Con-ciiio zu Basel entzweuete, befände sich dieser Cardinal zu Rom deym Pabst, welcher ihne auf alle weise zu gewinnen, und bey sichzu behalten suchte. Allein der eyfer für das Concilium und die re-formation der kirchen wäre bey deme so groß, daß er nicht ohnelebens-gefahr, und fast allein davon entrann , um sich in Basel einzufinden. Bey der anderen trennung des Pabsts von dem Con-cilio , als sonderlich der Cardinal Iulianus, sonsten 8. Angel! ge-nannt, vormaliger Präsident weggezogen, an. 1438 erwehlten dievatter diesen Cardinal von Arles an dessen stelle, welche er auchvon der zeit an,mit gröster klugheit und standhafftiqkeit verwaltet,daß man ihne recht die seele dieser geistlichen verfamlung nennenmag, auch ihme das meiste zu dancken hat, so darinnen zu refor-mation der kirchen und behauptung deren Vorrechten des Condiiiwider den Pabst ist geschlossen worden. Unter seinem Praesidioward Eugenius nach Überwindung vieler hinternüssen entsetzet. Daes um eine neue Pabst -wahl zu thun wäre, und nach damaligervrdnung die wehlere oder tiefere des Pabsts von gewissen hiezu bc-stimten Personen feiten ernennet werden; Ware dieser der einige, sowegen seinen sonderbaren Verdiensten durch das Concilium selbstvoraus zu dieser wichtigen stelle erforderet wurde. Nach erwehlungAmedei Vi> i.Hertzogs von Savvyen,der sich,alsPabst,Felir V nest-le , führe er immer fort grosse dienste zu leisten, und scheuetedeswegen keine qefahr. Wie ihme Eugenius aufs hefftigstr gramwäre, begnügte er sich nicht ihne so viel in seiner macht stunde,des Cardinalats und aller anderen wurde zu eutsetzen, sondern siel-
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leteihme noch auf andere weise nach. In der wiberkunfft boteinem Reichstag zu Francksurt an. 1446 hatte es wenig gefehlet,daß er gefangen worden / Massen Grave Hanß von Ederstein,Wilhelm von Luzelstein, und andere nicht ohne vormssen der Bi-fchoffs von Straßburg , der doch dieser gesandschafft sicher geleitgegeben hatte,seine gesellschafft und bagage ohnweit Denselben imElsaß anfielen, und alles gefangen auf das schloß Franckenduraführeten, der vesten meynung, der Cardinal von Arles wäre auchunter dem Haussen,allem dieser hatte sich zu seinem grösten gluck zuBenfelden verweilet, und den troß und gefolg vorher ziehen lassen;entkäme also der gefahr, und reisete durch einen andern wege nachBasel . Er trüge keinen zweiffel, daß ihme dieses daad von Euge-nio und seinen Gesandten, wider welche er eben auf demReichstag zu Francksurt für das Concilium mannhafft gefoch-ten, nicht wäre angemachet worden; pflegte auch hernach beydem anlaß zu sagen : Unser Herr Christus wäre um jilderlingverkaufst worden; aber um thue in seinen gemalt zu bringen, hatt»Eugenius sechtzig tausend gülden aufwenden wollen. Gewiß ist,daß als der Graf von Eber stein nach dieser that gen Rom kommen,der Pabst ihne gar ansehnlich empfangen und bejchencket hat.Nachdem Eugenius gestorben, und Felix der Pabstlichen dignitatsich begeben, bestätigte Nikolaus V unsern Cardinal von Arles inallen seinen würden, und schickte ihn als Legaten nach Riede»Leutschland. Als er von bannen wieder kam,begab er sich in seinBißthum, und arbeitete an Verbesserung der geistlichen, und umternchtung des volcks, starb darauf zu Salon, oder wie andremelden, in Savoyen , in der Abtey dc Hautecomde den issept.an. i45c> im 60 jähr seines alters. -L«. S’y/v. cosmogr. & de Conc.Bafü. Urstisens Basel-chron. Acta Concil. Las. Mss. Cbron. HenriciM'noritos MS. in Bibl. Acjd Balil. Onuphr. Ciacon, Mbery, du dei-ne hist. des Cardin. Frizcn Gall. purp, Sax. Pont. Arel. Bztv.itSpcndan. annaL du Saußai Mart. Gall. Swert. Arch. Are'at. Satn-marth. Gall. Guichenon hill. de Breile. Bttyle. *
. Er war ein guter freund von Aenea Sylvio, der ihn dagegen alsden geschicktesten mann beschreibet, den man zum Präsidenten ei-nes solchen Conciiü hatte finden können, standhafft, muthig undbehertzt, von grosser lügend und grosser gelehrsamkeit, und der einwunderbahr gedachtniß besessen, alles was in den gehaltenen re-den und disputm vorgebracht worden, zu wiederhohlen. Er selbstwar von so beredter zunge, daß, als er einsmals wider die ange-maßte Hoheit und macht des Pabsts über ein allgemeines Conci-lium mit grossem Nachdruck sprach, die Patm insgesamt dermaßenbeweget wurden, daß sie theils ihn selbst, theils sein kleid mit grossser ehrerbietigkeit küsseten. Dabey wüste er sich auch anderer kunst-griffe zu gebrauchen, die gemüther durch die religiou zubewegen.Als einsmals fegten gehalten wurde, ließ er durch die Priester allereliquien der Heiligen, die in Basel zu sinden waren, in das Con-cilium bringen, und an die ledigen stellen der abwesenden Bischbffesetzen, welches einen solchen eindruck in die gemüther der gegen-wärtigen machte, baß sie insgesamt zu weinen anfiengen, als mander gewohuheit nach den Heil. Geist anruffte. Ein ander mahlhielt er selbst hohes amt, communicirte alle, die sich dabey ein-stelleten, in seinem kghlen entblößten Haupte, reichte ihnen selbstdas pacem zu küssen, und ermähnte sie, würdigllch das heiligerngeniessen, welches alles das Concilium von neuem weinen machte.In seinem vornehmen war er gantz unbeweglich. Es kam die xestnach Dasei, ein theil seiner dornest,quen finrben dahin, viele batenihn, daß er sich retiriren möchte: allein vergebens, er wolte lieberdurch seine gegenwart, obwohl mit gefahr seines lebens, das Con-cilium erhalten, als durch seine abwesenheit mit gefahr des Concil»sein leben retten. Pabst Eugenius war freylich sehr übe! auf ihnzu sprechen, weil er durch ihn den Pabstlichen stuhl verlohr. AlleinRicolaus V hat seine Verdienste erkannt, und nach seinem tode hater einen so guten rufseines Heiligenlebens und Wandels hinterlas-sen , daß er an. 1527 von Clemens VH. auf ansuchen der Canon,-corum und Cölcstiner zu Avignon , und aus begehren des Cardi-nals von Clermont als tegau a Latere ton dem Pabst bcatificiretworden. Bayle.
Alemann / oder Alamannue / (Nicolaus) PabstlicherBibliothecarius im Vatikan , im 17 seculo, war, wie insgemeingesaget wird, von gedurtein Grieche, wiewol Sibepus will, daßer vielleicht ein Venetianischer Unterthan gewesen, und deswegenein Grieche genennet worden, weil er zu Rom in dem GriechischenColiegio studiret, allwo er durch feine gelehrsamkeit der Barbari-nen, des Pabsts Urbani vm nepoten, sonderbare gnade erwor-ben, und bald in seiner jugend bey den Cardinalen Cobellatio undBurghesio Secrerarius, auch gleich hierauf nach absterben Baltha-saris Ansidei Libiiordecarius im Vatikan worden. Da er sich dendem Römischen Hofe durch feine schrifften noch mehr suchte beliebtzu machen, wie er denn an. 162c symagma de Parietims Lateranen-nbus a Cardinale Barbarino restitutis heraus gegeben UNd dtN Ca-rolingischen Kaysern die oberste gemalt m Rom absprechen wollen,darinnen ihn le Dlanc in der Dissertation de nummis Caroli M.Lothar», Ludovici&sucredentium Regum Rom* percuflis wider-leget. Ferner hat man von ihm dissertationem de dextra- lava>-que manus jrraerogativa ex antiquis Pontificum nummis, Paulum,Petro Apoiio o anteponentibus. Sonderlich slbtr hat er sich be-rühmt gemacht durch edirunq der bittori» arcan-e des Proeopii,dargegen Gab. Teivorius an. 1631 zu Paris , Th. Rivius in En»gelland, und Joh. EicheliuS zu Helmstädt apologienqefchriebcii,worunter der letztere den Alemannum lehr hart angegriffen. End-lich wurde ihm aufgetragen, beydem bau der St. Peters kirche inRom achtuna zu geben, daß keines von den grabern der Märtyrerentheiliget würde, welches er mit solcher sorgfalt soll gethan habe»,daß er darüber gestokbeu. e-ythr. Pinac. I c. 70 Stier de Ale-manne z, 4;. AI»-