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AtManttier / wurden etliche v'olcker in Teutschland genen-Net , wovon hernach die gantze Teuljche nation den namen dekom-wen; gestalt denn die Frcmtzosen,Jtaliöner und Spanier die Teut-schen noch heutiges tages asio nennen. Es hat einigen fast scheinenwollen / als waren diese Alemanaier ein gantz unterschiedenes vvlckvon den Teutschen gewesen, weil Anton,nus Caracalla, zu dessenzelten der Alemannier am ersten gedacht w,rd, den zunamen Ale-niannicus angenommen, alser sich schon lange zuvor Germauicumhatte nennen lassen; es ist aber dieser umstand vielmehr aus derRömischen Kayser eitelkeit in unndthiger hauffung der beynamenzu erklären. Stephanus Byzantinus bezeugt zwar auch, daß dieAlemannier nicht eigentliche Teutsche gewesen, sondern an dieTeutschen angegrüntzet hörten. Allein ausser dem, daß auf diesesfremde zeugniß nicht viel zu bauen, so kan er auch wohl sein ab-sehen aus diejenigen Alemannier gerichtet haben, welche sich nachverlohrner schlacht gegen die Francken bey Lolbiach unter Ost-go-Ihischen schütz begeben. Sonst ist unstreitig, daß sie zwischen demRhein, der Donau und dem May«, und also in Teutschland voralters ihren fitz gehabt, und vermeynen diejenigen, so dem Ast-nio Quadrato bey dem Agathia nachgefolgt, daß ihr name daherrühre, weil sie aus einem zusammen aelauffenen volck von allerleyMännern entstanden. Einige aber ziehen, den namen von ihrertapfferkeit her, weil sie alle vehertzte mariner und kriegs-leutegewesen. Andere haben noch andere meynungen hiervon , welcheMich. Beutherus anführt. Von P. Diacono, Walafrido, Rhe-nano und andern werden die Schwaden insonderheit darunter ver-standen. So viel ist gewiß, daß sie zu einem sehr mächtigen undgrossen volck durch ihre tapfferkeit erwachsen, und daß von ihnendie gantze Teutsche nation Alemannen, auch deren gesamte landetzusammen Aiemannia genennet worden. Denn nachdem sie sichdurch so viel krieae hervor gethan,sind sie nicht allein über benMayngegangen/ und haben ein gut theil von der Mattiacorum und Car-len lande an der Lahn biß an den Vogelsberg eingenommen,sondern haben auch über den Rhein gesetzt, und durch Überzie-hung der Rauracer und Helvelier, (so die heutigen Schwei-ger) so wohl als anderer noch weiter hinunter an der linckenleitendes Rheins liegender völckern ihre sicghaffte waffen sehrausgebreitet, so, daß sich durch den glantz ihrer thaten-der na-der übrigen vielfältigen Teutschen nationen gleichsam hatmüssen unterdrücken lassen. Mit den Römern und Galliern ha-ben sie unterschiedene kriege geführt, sind aber samt ihren Köni-gen Chnodomario und Vestralpo, wie auch ihren schutz-genossenan.3 m oder 360 bey der stadtStraßdurg von Juliano hart geschla-gen worden ; nach welcher Niederlage sie sich aber bald wieder erho-let , Gallien durchstreiffet, und den Römern nicht geringen scha-den zugefügt. Diese aber haben sie etliche mahl erleget, und eintherl von ihnen hat des Käufers Valentiniani General Theodosiusin Italien geschicket, allwo man ihnen ein stück land mn den Po,unter jährlichem tribut zu bewohnen, eingegeben. Als sie endlichmit ihren Königen, AUreichen und Adelgir, bey Cdlln über denRhein giengen , alle statte biß an das Alpen -gebürge eroberten,und die Francken gar aus Gallien vertreiben wollen, sind sie vonClodovao, Könige inZranckrrich, an. 496 meiner schlacht nichtweit von Cölln bey Toldiach, in der libier lande, (heutiges tagsZülch genannt) aufs Haupt geschlagen, und guten theils dienstbargemacht worden; da dann ein theil derselben zu der Ost-GothenKönige, Theodorico, m Italien entfiohen, andre in ihrem altensitz jenseit des Rheins verblieben, und einen gewissen-tribut erlegenmüssen; die meisten aber sind von denen Francken in dienstdarkeitgehalten worden, haben aber nichts desto weniger so wohl den grö-sten theil ihrer alten Wohnungen in Teutschland, als die zur andernfeiten des Rheinstroms liegende länder,die sie vorher» überschwem-met hatten, besessen, wie es dann scheinet, ob ftye ihnen hauptsäch-lich zuzuschreiben,daß in der Schweiß, Elsaß , Pfaltz, in Tnerischenlanden rc. an statt der zuvor allda geübten Römischen oder hernachaus dieser und der Teutschen zusammengetragenen Frantzösischensprach annoch teutsch geredt wird. Andre halten dafür, daß derAlemannier lönder durch seidige grosse Niederlage, wovon des Kö-nigs Theodvrici schreiben bey Caßiodoro i. r. var. ep. zu lesen, der-gestalt verödet worden, daß sie wieder mit Fraptzösischen oderFränckischen colonien haben angebauet werden müssen. Marcel.

Ttn. Paul. Diacen. in Mauritio. VValafrul. ~abh. Augsp. vita S.Galli. Aventin . Spangen/). Mansf, chron. Guleri Rh*tia. Beuther.animad. histor. c. n. de origine Germ. & Alem. H, Vales Her.Francic- 1 . 6 8c Obrecht ') prodr, rer. Alsat. Hachenberg, Germ,media diss,3. Werthes not. S.R. 1 , 1 .1 c. r. Zeiler. inner. Germ.c. 3. Verbürg &c. *

Alm/ eineReichs-stadt in Schwaben, siehe Aalen .

Alencastro / eine familie in Pvrtugall, so vonMnigS Io-hamris ii in Pvrtugall natürlichem mit JohannaMendoza erzeug-tem söhn Georgio herstammet. Seidiger war an. 1481 gebohren.Sein vater machte ihn zum Hertzog zu Coimbra , Herrn von Tor-fes novas und Aveiro , wie auch zum Großmeister des ordens 8.Jacob und von Avis, wolle auch gar die succeßion des Königreichsaufrhn dringen, weil er sonst kerne kinder hatte. Als er an. 1495gestorben, wurde dieier Georgius von dem Könige Emanuel ausden Reichstag beruffen, und aller gnaden, als wenn er sein Va-ter wäre, versichert. Er vermahlte sich mit Beatrix de Melo,Alvarii Portugalli Grafen von Tentugal tochter, und zeugte mitchr verschiedene kinder, welche zum andencken ihrer auftauen Phi-lippa von Lancaster, Königs Iohannisi gemahlin, ttn zunamenvon Lancaster oder Alencastro angenommen. Die söhne waren

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de von dem Könige Emanuel zum Marggraf von Torres novas .und von dem Komge Johanne in. au. 153» zum Hertzoq vonA-vriro gemacht. Sem ältester söhn Gevrgius, der andere sbcrtzoazu Aveiro , blieb in der schlacht bey Alcazar in Aftica am - 578 ,

Johannes, r Alphonsus, 3 Ludovicus, so das geschlecht fortge-pfläntzt, und 4 Jacobus, Bistbvffzu Skpta. r. Johannes wur-

und hinterließ eine tochter Julianam, so an ihren Vetter Alvarumverhenrathet wurde, und weil der andere lohn Petrus Dionysiusauch nur eme tochter hatte, so endigte sich diese llnie. 2. AlphonsuSaber hinteriieß eine längere descendenz, sonderlich durch leinensöhn Alvarum, so durch seine gemahlin die odgedachte Juliana,der dritte Hertzvg von Aveiro wurde. Von seinen söhnen sind zumercken 0 Georgius, der vierte Hertzog von Aveiro und Torre*novas. so den 8 jept. 1631 gestorben, von seiner andern gemah-lin Anna Maria Manrique,Dernardini vonCardenas, HertzogSvon Maqueda und Najara tochter, nach sich lassend Naimundum,sünfften Hertzog von Aveiro, welcher, weil er an. 1661 nachSpanien gieng,wegen des Processes um das Hertzogthum Manque-da, so ihm wegen «einer mutter gehörte, ,n Pvrtugall alle seinegüter verlvhr, und zum tobe condemnirt wurde; in Spanien hin,gegen gab »hm Philrppus i v den titel als Hertzog von Ciudadreal,und genügsame einkunffte zu seinem unterhalt, er obtinirte auch daSHertzogthum Maqueda , wurde Spanischer Admiral. starb aberzu Cattr den; dec. an. 166; ohne erden, und seine schwester, Ma-ria äe Guadalupe, 10 an Emanuel Ponce de xeon , Hertzog vonArcos, vermählt, und aus Pvrtugall bannisirt war, machte nachihres vckters Petri an. 1667 erfolgtem absterben prütension aufA-veiro -) Alfonsus, ein söhn obgedachten Alch««fi., war Groß-Comi enthur des ordens 8. Jacob, und wurde von Philippo IVzum Marggrasen von Porto Seguro und Hertzog von Abrantes ,wie auch zum Grand-gemacht. Durch, seine gemahlin wurde erMarquis de Val deFuentes, und stls diejeibe an. 1649 starb , ließer sich in Castilien nieder, begab sich in den geistlichen stand, be-hielt aber doch die dlgnitat als Grand-, nur nicht m der capelle >und starb den 28 Mark. 1654. Sein söhn Augustinus , der ande-re Hertzog von Abrantes , hat mrt Johanna d-Noronna, Fertt-nandi HertzogS von Linnarez tochter, Ferdinandum und andrekinder mehr gezeuget. 3-Petrus , der dritte söhn AlptMss-, warBischofs zu Guarda undGroß-inquistcor von Pvrtugall,und nahm,da seines bruders sohu, Raimundus, sich aus Pvrtugall begeben,den tüul als Hertzvg von Aveiro an, und starb an. 1673. 3. xu-dovicus, Georgii von Pvrtugall, HertzogS von Coimbra, drittersöhn, wurde Comthur des Ritter-ordens von Avis, und brachtediese dignitat erblich auf leine nachkommen. Mit seiner gemahlinMagdalena von Grenade, so von den alten Königen von Granada herstammte, zeugte er nedst 4 tbchtern -) Ludovicum, Groß-Com-thurn von Avis, und r) Johannem, dem er die commenderie vonCoruche gab. Ludovici söhn war Franciscus Ludovicus , gleich-fals Größ-Comthur von Avis, welchen Philippus 1V an. 163jzum Grafen von Alcannede machte, er starb an. 1662, und wa-ren seine mit Philippa vvn Mendoza, Emanuelis von Vasconcel-los rochier, erzeugte 5 söhne, Petrus von Alencastro, so ttn titulals Grafvon Frgueiro qefnhret, ein Vater Ludovici, der sich Grafvon Villa Nova genennet. Antonius wurde ein Münch des ordens

Christi, und Carolus ein Llericuv. Venifirtuis de Alencailro ward

Prcmdent der inquisition zu Lissabon , hernach Groß-knoEor inPortuqall, Ertzbischoff zu Braga , und Primas, auch an. csgäCardinal, er starb den 13 dec. 1692 im 8- jähr seines alters. Jp-sephus bekam an. 1678 das Bißthum zu Leira, wurde an. 169 zGroß-lngmMor von Pvrtugall, und gieng >m sept. an. -706 mittobe ab. 2) Johannes, der andere söhn des obgedachten Ludovici,warCvmthurdes ordens von Avis zu Coruche , undIardim.i6i4.Sein söhn Ludovicus succedirte ihm in dieser dignitat, und verließdieselbe seinem söhn Roderico, welcher Laurentium gleichfallsComthurnzu Coruche, einen vater Roderici, und Johannem, derV>ce-RL in Brajilien gewesen, und dem von Man« von Portu-gall, Petrivon Almeyda erd-tochter, Petrus de Almeyda geboh-ren worden, gezeuget. Manama !. 26 c. 13. Carillius de originemagnatum Castelioe 7 p. 77. de Caßrode fam. Laranat. II. p, 222.Jmhofii stemma Luiitan. p. 46 seq. Kjuidrm recherche des Grand*dEspagne p. 2 & iZ.

Aleneon / eine grosse und schöne statt in Normandie an demfluß Satte / mit dem Hertzoglichen titul, ist sehr alt, und auf ei-nem ebenen und fruchtbaren felde gelegen. Man siehet in der Pfarr-kirche nötre Dame die degrädnisse der Hertzoge von Alencon . Siehat im i6 seculo viel erlitten; doch hat Mr. Matignon, der her-nach Marschall von Franckreich worden, noch verhindert, daß an.1372 das blut-bad wider die Hugenotten nicht vor sich gegangen.Sie hat unterschiedene Herren gehabt, biß aus Robertum Rotrou,dessen jchwester Elie solche an Philrppum Augustum verkauffte,Nachgehends wurde sie Ludwigs des heiligen söhn Petrv,mit demtitul einer Grafichafft zu theil , und bey dessen erdlosen abgangean. 1283 mitderkrone wieder vereiniget. Hieraufhat sie Philip-pus der kühne seinem söhn Carolo Valesio überlassen, bey dessenposteritat sie auch biß auf Carolum IU beständig verblieben. Alsnun dieser an. ohne kinder starb, wollen sich seine schwestern

des Hertzogthums als eines erbtheils, anmassen, so aber vvmHose widersprochen, und endlich dahin verglichen ward, daß sichdes verstorbenen schwestern mit einigen andern ländereyen abfindenliessen, Alenxon aber der kröne anheim fiel, da es denn in folgen-den zeiten abermals eine apannage Francisci Valesii, Hertzogsvon Alen^on, ward. Nachdem aber auch derselbe keinen erbenhinterließ, hat es die kröne wieder zu sich genommen,und HertzvgFriedrichen von Wurtenberg wegen gewisser anforderungenpfands-weise auf eine^eitiang übergeben, ciergenehift. duPerche& d Alencon. Sammarth, Nist. de Ja maison de France, du Chesrcantiqu, des villes, Thitan, Spentr syllogc,

1 theil. O a

Älen-