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Wittqon i ein Cardinal, siehe Philippüs c>' Alettcon.
Alendorff/ siehe Allendorff.
Alcnguer/ Alenquer / oder Alanaucr/ ein ort in ievPortugiestschen provrnb Estremadura, von welchem ein ziemlichgrosser districr seinen »amen bekommt. Er liegt nicht weit vondem auslauff des flnssesTajo, zwstchen Lissabon undSantaren,und ist ordentlich den Königinnen von Pvrtugall zu einem lewqe-dinge gegeben worden, biß der König von Spanien Philippur- lii,den Don Diego de Silva, Graf von Salinas, zum ersten Marg-grafen davon gemacht hat. Manuel de faria y Sonja epit. de las killt.Portugues . P. ; c, 20. P, ; c. 2,10.
Alemackien / ein district in der Lieflandischen provintz Esth-land, zwischen dem see Peipus , und demFmnstchen meerbuien,worinnen Teutsch-Narva die Hauptstadt ist. CcUar.
Alentejo / oder Enkre Taso y Guadiana / lat. p rovin -
cia intra Tagum 8 c Anam, oder Trans Tagarja, die gVOftC PfO #
vintz in Pvrtugall zwischen den beyden flüssen Lajo und Guadiana ,ist ungefehr ;6 meilen lang, und 44 breit. Die stadte darinnensind Evora, der sitz der alten Könige, Elvas , Portalegre, Estre-mos, Beja , rc. Der boden ist sehr fruchtbar, und die einwohnervon gutem verstände. Martina bitt. Hilp. Vaficnceäos hilt. Portug.Olivera grandeza de Lisb &c.
Aleppo / Alep/ Halep/ oder Halab / wird von einigenvor der alten Berrhöa , von andern vor Hlerapolis gehalten. Ei-nige nennen sie auch Larissa und Chalybon. Sie ist eine berühm-te Handelsstadt in Snrien an dem fluß Singa, zwischen Alexan-dretta und dem Euphrak gelegen. Sie ist auf4 Hügel gebauet,auf deren höchstem ein castell mitten in der stadt stehet, so mtt stär-kten schwibbogen und gewölben befestiget, damit die erde von demberge nicht abweiche, welches schloß ohngefehr 2 Jtaliänstche me».len im umkreiß hat- Ausserhalb der stadt ist ein kleiner fluß, Core,zu bewässerung der garten, die einen Überfluß von guten pistaclen-nüssen geben. Die gebaude sind nur inwendig ausgezreret. Diegemacher sind an den mauren alle mit marmel von unterschiedenenfärben überzogen, das tafelwerck aber mit güldenen schnfften undja idwerck trefflich gemahlet. Von den allhier befindlichen 26 mos-qu en sind 7 sehr prächtig und mit bley bedeckt. Die groste war vorze'ten eine Christen-kirche, und wie man sagt, von der heil. Hele-na erbauet, Es giebt auch zu Aleppo ; coiiegia, in welchen mandie grammaric, phiiosophie und Mahometansiche religion lehret.Man zahlt 40 caravansaras oder gemeine Herbergen vor die reffendeund kauffleute, auch bey öffentliche dadstuden. Die Vorstädtesind groß und volckreich , und meistens von Christen bewohnt, die»hre kirchen allda besitzen. Die Griechen, deren bey 16000 alldazu finden, haben einen Ertzbischoff. Die Armenier haben auch ei-nen Dischoff, und machen bey nahe 12000 fielen aus. Der Iaco-biten unter ihrem Dischoffsind nicht über 10000. DerMaronitenanzahl ist nicht über 1200. Die Catholischen haben ; kirchen, undsind etwan auch nur ir biß 1;°°. Es wird allhier groß gewerdmitseiden-zeug, eamelot von ziegen-haaren, seiffen, gaffapffeinund valanede(so eine schale von eicheln ist, ohne welche die leder-bereiter ihr leder nicht wohl zubereiten können, )auch viel andern»vaaren, getrieben, daher finden sich kauffleute fast aus allen or-ten der welt. Araber, Indianer, Perser, Frantzoscn, Jtaliäner,Engel-und Holländer, welche ihre Consuis zu beschützung ihrer ge-rechtigkeiten halten. Diese Handlungen aber geschehen nicht, wieeinige vorgeben, vermittelst der beyden flüsse des Euphrats und desTngris: denn auf dem Euphrat gehet es nicht an wegen der vielenwühlen, dadurch das wasser zur befeuchtung des landes gezogenwird, und di e schiffarth verhindern, oder doch gefährlich machen.Der Tvger aber ist nicht sonderlich schiffbar, als von Bagdat nachDalsvra, und ein dämm, so unter Mosul oder Ninive selbigen) fluß abschneidet, verhindert vollends die schiffart von Bagdatnach Aleppo . Diese stadt stehet unter einem Bassa, welcher das
f ouvemement über das gantze land von Aleravdretta biß an deniuphrat führt, und gemeiniglich3°° mann zur leibwache hat.So ist auch ein Aga oder Obrister in und ausser der stadt mit 400Pferden, und noch ein anderer Aga, so 700 Janitscharen unter sichhat,und obrister Wachtmeister über die stadt-thore ist, deren schlus-sel man ihm alle nacht bringet, so daß der Bassa selbst ohne seinenwillen nicht hinein kommen kan. Das schloß stehet unter einemCommendanten, der uamitteldar von Constantinopel geschicketwird, und über 200 mußguetier, wie auch alles geschutze zu be-fehlen hat; ausser diesen ist noch ein Aga,oder Stadt-Hauptmannmit ;oo mußquetierern, samt einem Wachtmeister der schaar-wa-chen, die alle nacht in den Vorstädten die ronde thun. Aleppo istso volckreich, daß an. 158; innerhalb3 monaten 120000 mann ander pest daselbst gestorben. Es ist in dieser stadt ein sehr grossergetreyd-handel, und das lgnd herum trägt viel korn,oliven, maul-beer-bänme und seiden-wurmer. Der Hafen Scanderona ist;lage-reisen davon. Sie hat 6 Italiänische meilen in umkreiß,thore und grosse Vorstädte, ist mit wällen, und an etlichen ortenmit graben umgeben, doch nicht so vest als das castel. An. 637nahmen die Mahometaner diese stadt den Christen ab. Mangoder Tartar-Cham, verstörte sie an. 1260 biß aus den gründ. DerTürckische Kayser Selim eroberte sie an. i;i;, und bekam daselbsteinen unglaublichen schätz. Sie wird nach Constantinopel undCairo vor die reichste stadt im gantzen Türckischen Reiche gehalten.Die caravanen nach Mecha und Medina kommen hierauf zu, undder Sultan hat sich öffters in dm Persischen kriegen hier aufgehal-ten. Tavern. Herbelot. reiseb. I. 2 c. a bibl.
Äleran / des Kaysers Ottoais > schwester-sohn, wmde durch»hn, wie einige vorgeben, zum ersten Markgrafen zu Salnzzv ge-
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»nacht; wiewo! man in den glaubwürdigste« Nachrichten wedervon semer mutter noch von ihm selb st etwas findet.
Aleria / eine alte stadt auf der insul Corsica, mit einem Di-schoffthum. Sie liegt jetzv zerstört, und hat der Dischoff seinensitz zu Cervlon mitten in der insul. Bey den rurnen dieser stadt ge-het ein fluß vorbey, gleichfals Aleria, von Leandro aber Tavignanogenannt, welcher Ptolemm Rothanus zu seyn schemet.
Alesa / eine stadt in Sieilien, heutiges tages il borgo di Tosagenannt in dem thal Demona, nächst dem fiusse Alesns, ietzv Pit-tineo. Sre hatte den namen von einem brunquell, welcher diewunderliche beschaffenheit an sich gehabt haben soll, daß desselbenwasser, wenn man dabey auf einer flöte gespielet, sich almahlichbeweget, und gleich als wenn es durch die music getrieben wurde-immer weiter herauf biß an den rand des brunnen gestiegen, daßes endlich gar ubergelauffen. Soim. c. n des«. sicü. cimtr,
eil. antiq. I, 2.
Alesbury/ siehe Ailesbury.
Alesius / (Alexander) von einem kloster, namens Haies,in der Engelländischen Grafschafft Ehester, darinnen er erzogenworden, alio genannt, Francrscaner ordens, sonsten bey den icvo-latticis Oodtor irrekragabilis betitult. Er lehrte zu Paris die pbi-lokopbie und ibeoiogie, und hatte die heil. Bonaventuram undThomam von Aquino unter seinen schülern. Seme schrifften »derdie 4 bucher der sententien Lombardl, die auslegungen über diePsalmen und episteln Pauli, über die offenbahrung und andere dü-cher der heiligen schrifft, das leben 8 . Thomä von Canterbury, undKönig Richards; die 4 bucher der merapb>iic, eines von derseelen, von Mahomets leben, und andere mehr, sind von ihmvorhanden. Er starb an. 124; zu Paris , allwo er in der Franci-scaner-kirche begraben liegt. Henr. Gandav.de. ser. eccl. c.46.Willst Athen. Franc.. VVadding ann. Minorjt. Baiaus. Bttfeusde scr. Angl du Boulay bitt. univ. Par. tom. z. Bellarm, Pefevm,Miraus. Gesner .
Alesius/ (Alexander) war zu Edenburg in Schottland den napr. an. gedohren. Er legte sich auf die rbeomgiam icboiaM,esm. und widersetzte sich nebst andern der lehre Luther,, zerfielaber mit den geistlichen, deren laster er bestraffte, und wurde vonihnen hefftig verfolget. Weil er nun um eben diese zeit zu gedachterlehre.durch die unerschrockenheit, welche Patricius Hamilton inseinem tobe erwieß, eine grosse zuneigung bekam, gieng er nachTeutschlanb, trat nach einigem bedencken auf Lutheri feite, undbegab sich von Edlln nach Wlttenberg. An. 1 n 1 aber wandte ersich wieder nach Engelland, weil durch die heyrath Henrici VUI,mit der Anna Bolenia der Lutherischen religion eine thür geöffnetzu werden schien, und erhielt durch Cramerum, Latimerum undThomam Lromwel, bey denen er in grossem ansehen stund, daßer öffentlich lehren durffte. Nachdem aber diese gefallen,,kehrte erwieder nach Teutschlanb, und wurde von dem Churfürsten zuBrandenburg an. 1540 als Pros. theoi. nach Francksurt an der O-der beruffen^ Zwey jähr darauf verfiel er in den streit: ob die weit-liebe Obrigkeit die hurerey zu straffen schuldig sey? welches er mitMelanchthone behauptete, und als man die fache nach seiner mev-nung auszumachen verzog, begab er sich nach Leipzig , und erhieltdaselbst eine geologische proftßion, welche er mit ausschlagung dervocation nach Königsberg , die ihm an. 1544 angetragen wurdenbiß an sein ende verwaltet. Er hat den meisten co^oqu,«, die da-mals der religion wegen gehalten wurden, beygewohnet, ist auchin Vorschlag gekommen, daßer nach dem Tridentinischen Conciiiogeschickt werden solle. Man hat von ihm unterschiedene schrifften,
als commentarios in evang. Johannis & in utramque epittolam adTimoth. expolitionem in psalmos Davidis ; de justificatione contraOfiandrum ; de SS; trinitate cum confutat. erroris Valentini Gen-tilis, Thomas orat. 14. de Alex, Alesio, Observ. Hallenjh t. 7. obs. 2t,ßayle.
Alessandrta/ siehe Alexandria .
Alessano / Aleranum, eine kleine stadt im Königreich Neapo-lis, in der landschafft Otranto , nahe an den vorgeburgen s. Dia-ria di Leuca gelegen, hat ein Bißthum nach Otranto gehörig, und»st vermuthlich eben derjenige ort, welcher dev Printzen von Cassa-no, aus dem Hause von Aierbe, unter dem titul eines Hertzog-thums zustehet.
Alesso/ oder Aleßic»/ bey den alten Lyssus oder Lvssum,eine Mt in Albanien , an dem flusse Drin, nicht weit von demDenetianischen meer-busen, unter den Dischoff von Durazzo ge-hörig , ist durch des tapfferen Scanderbegs grabmahl, der daselbstan. 1467 gestorben, berühmt. Die Turcken besuchen diese grad-stättc mit allem respect / nehmen ein stucklein von dem gradsteine,'oder von der darauf liegenden erde, und hengen solche als eine kost-bare reliquie an den halß, in der eindildung, daß sie dadurch imkriege behertzt werden, Lucan. i. S . pharsai. Mar. Bani. >. -
& 10.
Aletb/ an der Aude, eine Frantzösische stadt in Languedoc ,mit einem unter Nardonne gehörigen Bißthum, welches Johan-nes XXH an. in-fuodiret. Sie lieget i6 Frantzösische meilenvon Carcassone „und 4° von Narbonue. Lateinisch heist sie Alcctaoder Electa, und muß weder mit Aletha, welches S. Mülo inBretagne ist, noch mit Alesia , welches diestadt Alais in Languc-doc bedeutet, vermenget werden. Maßn. Sammanh .
Alethcs / des Hippotas söhn , welcher mit des Herculisnachkommen in Peloponnesum eingebrochen. Dieser einfall istfahr nachdem ersten zuge geschehen, welchen Hyüus, Herculis«nd Dejanirä söhn, 24 jähr nach verstorungder stadt Troja - wie-
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