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wol ohne glück vorgenommen. Er bemächtigte sich der siädt Co»nnthus^-^.2952) und war der erste Kvnig daselbst bey ;; jährlang. Pausan. i. 2. Rufet. in chron. siehe Heraclides.

Aletides/ war der name eines gewissen vpffers, welches dieAthenienser dem Jcario und der Erigone zu ehren thaten,nachdemdie Atheniensischen junqftrn in die Wahnsinnigkeit gerathen,daß ih-rer fthrmel, um der EngvNe nachzufolgen, sich aufgehencket hat-ten ; worüber dasoraculum , auf befragen, ihnen befohlen, lolchvpffer anzustellen, und dabey gewisse kleine siguren aus erde zu bil-den, wie solche vor allers Plutom geopffert morde». Eigen. fab. 130.

Geralde bitt. deor.

Aletium / siehe Lecci.

Alets/ siehe Alais.

Aletschthak / ist ein thal in Wallis , durch welches der Masa-« aus einem Gletscher fliest, und zwischen Monol und Naters sich in den Rhodan ergiest, wodurch dieser, sehr vergrössert wird. *Alevas/ wurde auf den Lhessalischen thron erhoben durchaunstseines vettern, welcher zuwege brachte, daß chn das oraculwürdig dazu erklärte; wormtt der Vater, welcher einen natürlichenabscheu vor diesen seinen söhn hatte, nicht zufrieden war. Dienachkommen dieses Alevas, nach der Griechen gewohnheit Aleva-da genannt, haben sich dadurch einen grossen schandflecken ange-hänget, daß sie neben den nachkommen des Pisistrati die vornehm-ste anstiffler des kriegs gewesen, wodurch Xerxes gang Griechen-land zu überziehen getrachtet, wie sie dann auch selbigem widerden willen ihrer untergebenen der Thessalieren beygestanden, undnoch in der Platerensischen schlacht für dessen feldherren Mardo-vium wider dieGriechen gefochten haben. Herod.L.vn & ix.Paus.

L, VII. Plut. de amore fraterno. *

Aleuse König in Arcadien,fuccedirte dem Aepyto, und mach-te sich durch den tempel, welchen er der Minerva zu Tegea bauenließ, berühmt. Erhalte ; f'ohne, und einetochter, Augaam,welche Hercules schwängerte, als er einsmals nach Tegea kam.

Pausan. 1. 8-

päbste.

Alexattdex I. von geburt ein Römer, folgte auf Evaristumau. -19 Er soll das weyh-wasser zu austrerdung des teuffels,dasungesäuerte drod im abendmahl, und die Vermischung des weinsmit wasser, um dadurch die Vereinigung Christi mit der kirche an-zudeuten, verordnet haben. Er ist unter dem Kayser Adrianv ge-martert worden , nachdem er ic> jähr, r monat und 20 tage aufdem heil. stuhl gesessen. Rufet. 1. 4. bitt. e. 4. A*guß. ep. 161.

Irenaui I, 4 c. 3. Anajlas. Platina. Baren. &c:

Alexander II. zuvor Anselmus genannt, folgte Nicolao N.an. 1061. * Er war von Meyland gebürtig, und Blschvff zu Lucca .Die Italiänisch « Bischbsse, so von Kayser Henrico I V secundirtwurden/widersprachen seiner wähl, und gaben ihre stimmen Ca-dolo, dem Dischoffzu Parma , mlcher aber in einer schlacht über-wunden wurde, und Alexandro den Römischen thron überlassenmuste. Dieser entzog hierauf den layen das recht der mvcttimr.und die Vergebung der geistlichen ämter, nöthigte auch Richardumund Wilhelmum, Fürsten von Apulien , durch hülffe der GräfinMathildrs, daß sie der kirche wieder geben musten, was sie ihrentzogen. Er starb an. 107;. Naucler. Volaterran. Onuphr. Sige-lert- Platina. LeoOßiens, Genelrard. Baron , ad, an. 1061-1073.

Alexander , war von Siena gebürtig, und hieß zuvorRoland, sein vater aber Rainucius. Er wurde canomcu; zu P»-sa, und hernach Cardinal, ingleichen Cantzler der »Römischen kir-che, worauf er Adrians IV, der ihn in wichtigen gefandschafften ge-braucht hatte, an. 11 succedirte. Er hatte nicht allein; gegen-Pädste, Victoren« lV, Paschalem Iil, und Calixtum iu. sondernKayser Friedrich Barbarossa selbst war ihm entgegen; dem abervhngeachtet behauptete er gegen sie den Päbstlichen stuhl. Nach-gehends hielt er das dritte Lateranische Concilium, und starb an.n8i. Dir Worte, da er demKayserden fuß aus den halß sollgesetzet haben, siehe unter Fridericus Röm.Raysex. Platina

GeneirarJ. Volaterran. OnupLrtus. Nat. Alexander.

Alexander IV. folgte auf Jnnocentium IV an. i»;4. Zuseinerzeit war Italien durch die tactiones der Gueiphen und Gidel-liner mit mord und blut erfüllet. Nach seiner wähl setzte er sichManfreds, des Kaysers Friderici natürlichem söhn, entgegen,brachte aus Engelland viel geld auf, und wolle die Türcken mitkrieg angreiffen, wenn nicht der zwischen den Denetianern undGenuesern eingefallene krieg solches verhindert hätte; worüber erendlich für letdwesen an. 1261 starb. Er hat auch die parthey derso genannten Mendicantium gehalten, und ihnen zu gefallen Wil-helmum de 8. Amore verdammet, worüber er mit der Universitätzu Paris ziemlich zerfallen. Onupbr. Genebrard. Maßn. de Epifc.urbis. du Lhesne bitt. des Papes, die Boulay bitt de univ. Paris ,t. 111. &c.

Alerand.er V, vorher Petrus Philargi genannt, war aasCandia gebürtig, und gieng in seiner jugend betteln, indem ervon sehr armen eitern war. Ein Franciscaner-Münch abernahm ihn mit ins kloster, und unterwiese ihu in der Lateinischen und Griechischen spräche, biß er nach Oxford in Engelland ver-schicket wurde. Von bannen gieng er nach Paris , und ward all-Da Oottor. Seine beredte predigten und gelehrte schxissten mach-ten ihn sehr beliebt, so daß ihm Gaieacius Visconti zu Meylanddie erste stelle im geheimen rath gab und zum Dißthum zu Novara ,auch folglich zum Ertzbißthum zu Meyland beförderlich war. Jn-tiocenlms Vu machte ihn zum Cardinal, und endlich ward er aufvem conciiio zu Difa, welches zu endigung des damaligen schis-müs in der kirche angestellet war/ und darauf die beyden Pädste

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Gregvrivs xn und Denedictus xm abgesetzt wurden,an derselbenstelle zum Pabst erwählet, aber von ihnen in bann gethan, unddas schisma gar nicht gehoben. Er war gegen arme und wohl-verdiente leute so gutthätig, daß er fast nichts vor sich selbst übrigbehielt; dannenhero er gegen seine freunde im schertz zu sagenpflegte; er sey ein reicher Dischoff, hernach ein nvthdürfftiaerCardinal, und endlich ein armer Pabst worden. Er starb zu Bo-nonien, 10 monat nach seiner wähl an. 141°, Sein Nachfolgerwar Johannes XXIlt. Platin , Velateran, Spend. Riattnb. bist. dugrand. schisme.

Alexander Vi. hatte, wie die meisten davor halten / seinesvaters namen und wapen Vnzvli (so eines der grösten Häuserim Königreich Valencia) verändert, und den geschlechts namenseiner mutier, des Padsts Calixti m schwester, von Dorgia an-genommen, und soll sem vater Godvfredus Lenzoli geheissen haben,wiewol Caspar Escolanus, einValenzischer geschichtschreidcr, mitdem es auch Jmhof hält, erwiesen, daß Alexanders vater ebenfallsaus dem Hause Borgia gewesen. Er selbst hieß anfänglich Rode-ricus, wurde von Calixto li 1 aus Spamen nach Italien gebracht,und zu den studiis angehalten. Als er noch gar jung war, ernen-nete er ihn wegen seiner geschicklichkeit zum Ertzdischoffvon Valen-cia in Spanien , und bald darauf an. 145; zum Cardinal. Erhatte auch noch andere wichtige bedienungen bey der kirche, undnachdem Jnnvcentius Viii gestorben, drang er sich durch un-rechtmäßige stimmen auf den stuhl. Im ansang seiner regierung.gab er heilsame gesätze zu devbachtung der gerechtigkeit, so daß sich'jedermann drüber erfreute, aber der erfolg legte bald ein andersan den tag. Er hatte mit einer Römischen dame, Danvtia ge-nannt , 4 söhne und eine tochter gezeugel / von welchen der artickelBorgia nachzusehen. Zu diesen seinen natürlichen kmdern trug ereine gantz blinde liebe,und warff alle geietze ubern hauffen,um seinensöhn,Cäsar Borgia,zu einem Kayser in Italien zu machen. Er legteauch dem König Ferdinand von Äragonien, den namen des Catho-lischen bey,und theilte zwischen ihm und dem Könige von Portugal»dteJndianischen lande,nur damit er sie zu ausführung seines Vorha-bens desto geneigter finden möchte. Er verkauffte die kirchen-ämter,machte Cardinäle um geld, trachtete den Pabstlichen stuhl erblich zumachen,trieb einen offenen Handel mit den geistlichen amtern,zog dievon andern lenten der kirche vorgeschossene gelber an sich, und wersolches mißbilligte, muste sterben. Endlich nahmen alle diese Un-ordnungen ein betrübtes ende. Alexander und sein söhn Cäsar wa-ren willens , etliche Cardinäle hinzurichten, und ihre guter an sichzu bringen, luden dannenhero selbige zu gaste, wobey sie demmundschencken eine flasche mitvergifften wein absonderlich zugestellthatten,um daraus den Cardinälen emzuschcncken;aber aus versehenward Alexandro undCäsari aus der gifft-flasche emgegossen,darüberder alte 72 jährige Pabst den 18 auq.an.r;°; die äugen zuthun mu-ste; Cäsar Borgia aber kam noch mit dem leben davon, wiewol er

gantz comraÄ blieb. GbXctiard. bitt I. j & 2. Marian. 1.26 c. i.Jcv tSpondan. Platina. Yolater. anthropol. 1 . 32. du Prrau. bitt ecc! duLheßie bitt. de Pap Maßn. de Episc. urbis. Gratiani de caiib. viror.illustr. p. 3. feg Leti vit. di Ces. Borgia. Nat. Alexand. H E. fec. XV&XV r I. Specimen bist, arc.de vita Alexand, Vl exterpr. ex diarioJe. ßurebardi.

Alexander VH. aus dem Hause Chigi von Siena, ein söhnFlavii Chigi und Lama Marsigli, wurde an. 1599 gedohren undFadius genennet. Er machte sein glück unter Urdano Vin, bekaman. 1652 die Cardinals-wnrde, und gelangte an. 165* den 7 apr.aus den Pabstlichen stuhl nach Jnnocentio X, dessen Secretariu« ergewesen, um sich in dessen verichiüunaen nach Malta, Ferrara ,Cölln und Munster auf dem friedens-schlvß wohl gehalten hatte»Er halffden Venetianern mit geld und volck wider dreTürcken,schoßauch grosse Mittel her, der stadt Rom , sso durch pest und wasser-fluth ziemlich wüste worden, wieder aufzuhelffeu. Die Corse»verbanncte er auf inständiges begehren des Königs in Franckreichnach langwieriger Weigerung auf ewig aus Rom , ließ auch darü-ber eine gedachtniß-pyramide aufrichten, wegen des dem Frantzö-fischen Gesandten de Crequi angethanen schimpffszcanonisirte Tho-mam von Villa nova. Ertzbischoffvon Valencia , und Franciscumde Sa les, Dychoffvon Geneve; tauffte den König von Marocco »that einen ausspruch wegen der unbefleckten empfängniß der heil.JungfrauMaria; zierte Rom mit seinen gebäuden, und machtesich sonst um die kirche wohl verdient. Zu seiner zeit wandten sich,unterschiedene hohe Personen zu der Catholischen religion,worunterinsonderheit die Königin Christina von Schweden war, die sichauch nach seinem namen Alexandra nennete. Er wird sonst wegenseiner gelehrsamkeit gerühmt, und hat sich den gelehrten durch seineverse bekant gemacht, welche zusammen gedruckt worden. Erstarb an. 1667 den 22 may nach geführter 12 jähriger regierung.

Cornaro relat. delacour deRome, Conclave d Aldi' Vli. Des-tnarais histoirc des Demelez de la cour de France avec la cour deRome. Bayle. Heidegger &c.

Alexander Vnr, ein Denetianer aus dem geschlechte Ot-toboni. Urbanus VHI machte ihn zum Gouverneur von Terni .Rietti und Citta Castellana, gab ihm auch dabey eine stelle unterden Auditor, di Ruota. Jnnocentlus X creirteihn an. 1632 zumCardinal, 2 jähr hernach wurde er Dischoff von Brescia , nach-mals unter Alexandro VH Datarms, und endlich nach dem tobeJnnocentii xi ben ö octobr. -^89znm Pabst erwehlet. Er that sei-nen verwandten viel guts, so daß man das Ottobonische hauß in-nerhalb jahrs-zeit an Reichthum und Fürstlichen würden mitVerwunderung zunehmen iahe. Er war aber nicht so freygebig wiesein Vorfahr,in herschiessung der.sudsidien zum Türckeu-krieq, undschien mehr für Franckreich als für das Römische Reich und des-0 r im