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Mschöffen aus kybien und Egypten wider ihn gehalten' /und seinelehre daraufverdammt wurde. So dielt man auch hieselbst wegendes mit den Arrianern stets im streit begriffenen Athanasii drey-mal , nemlich an. 342, 33° und;ü2 Laneiiia, ingleichem an. 399wider die Origenisten, und an. 4;° wider Ncstorium. In der heil.schrifft wird diese stadt Noph genannt- Sie ist auch sonst ein vor»nehmen Patriarchalischer sitz gewesen, der durch unterschiedene be-rühmte leute besessen worden, Mirüus de bello Alexandr, Curtius 1 .4.Strabo I. 17. Pün. I. 5,c. io. Amm. Marcett I. *. Sanul. 1 . 9. Io.

Leo & Marina!, descr, Airic* 1 . 2, Dass er Jkevcnot, S. Athan. inapol, Tbeodoret instit, 1 , 4. c. 54. Mtrai bibl, eccl. & not. Episc.orb. llermant. in vit. Athan. Binius Sirmond. Labbe in concil.

Alexandria oder Alessandria / mit dem beynamen den»Paglia, lat. Alexandria Sranellorum oder ütatellioruin, eine Di»schdffliche stadt im Meyllmdischen, zwischen den stüssen Tanaround Dvrmiba,ward an. >>78 von den emwohnern zu Cremona ,Placentz und Meyland, so die Parthey Alexandrini. wider Kay-ser Fridericum Barbarossam hielten, erbauet. Einige sagen, derKayser habe ste zum schimpf Alexandria deiia Paglia genennet,weitste ihre mauren nur vvu siroh und keimen, so über holtz ge-stochten, zusammen gefügt hatten; andre baden hiervon andereMeynungen. Doch hielten sich hernach die einwohner hinter diesenmauren so tapffer, daß der Kayser, welcher sie belagerte/endlichabziehen muste. Im is seculo hat diese statt viel erlitten. Heutezu tage ist sie wohl befestiget, und tonten ihr der Printz Conty undHertzvg von Modena , als sie selbige an. >6;? belagerten, nichts ab»gewinnen. An. 1707 wurde sie samt den dazu gehörigen lande»reyen als ein Reichs-Iehn von dem Kayser, mit genehmhaltung Kö-nigs Caroli > > >. in Spanien , dem Hertzoge zu Savoyen durch ei-nen tractat überlassen. Biondus l. 1 s. bitt. Voiatem 1.4 geogr. Pla-tin, in Alex. II I. Mtruia bitt. I, }. Corio bitt. Medio], Albert» ItaJ.Ghilini annalidi Aleffandria.

Alexandria / am Caspischen meer, siehe Derbent.

Alexandria/ eine feste stadt in Indien , siehe Landahar.

' Alexandria / eine stadt in Sustana , darinnen Dionysius ,der Gevgraphus, gebvhren worden, wie Pliuius berichtet 1.6. c.16- 2; 2s 2 c 2 6. &, Cart. 1 . 7. Piutarch. in Alex, M, Vajf. dehist.Gr.

Alexandria / eine stadt an dem puffe Lanais, welche in die60 stadien im umkreiß gehabt, und von Alexandra erbauetworden. Q. Curtius der ihrer Meldung thut, gedencketauch nochanderer dieses namens, welche Alexander^. in Indien und au»derswo erbauen lassen, l. 4 ,7 & 9 .

Alexandrow/ eine Pohlnische stadt in der BraclavischenWoywodschaffl in Podolien, nicht weit vom -usse Bog, s meikxn^ vonBraclaw.

Alexandrum/ ein castell im Halden stamme Manasse , gegenabend am Jordan gelegen, in welchem sich Aristodulus, der»den König, an Pompejum M. übergab, lofipbus 1. ij.anuq. c. 32.& de bello Jud, 1.1. c, 5,6.

Alexas / von Lavdicea, ist derjenige, welcher Antonium zuder Cleopatra liebe gebracht, auch dahin vermocht, daß er Octa»viam, des Kaysers Augusti schwester, von sich geschieden, weß.wegen ihn hernach Augustus zu gebührender straffe gezogen, unge»achtet er unter dem gefolgt des Königs Herodis zum Kayser kam,und also Verzeihung zu erlangen hoffte. Man glaubt, daß dieser derAlexas sey, welchen Josephus Alexander nennet. Piutarch. in

Anton. Joseph . de bell, Jud. I. i. c. is.

Alexas / ein Jude, war ein grosser freund Herodis M. derihm ferne schwester Salvme verhei,rathete, wiewohl nicht mit jh»rem willen, (weil sie sonst einen Araber, namens Sillaus liebte,)sondern vielmehr auf recommendation derKayserinLivia. AlsHerodes auf seinem todt»bette lag, ließ er den Alexas und seine ge»mahlin, die Salome , für sich kommen, und beschwur sie bey allerder liebe, die er zu ihnen getragen,daß sie so fort, wann er den geistaufgegeben,eine grosse anzahl vornehmer versöhnen,die er im gros-sen renn»kreiß gefangen hielte, erwürgen lassen solten, welches siezwar versprachen, aber so bald Herodes verschieden war, alle diegefangene frey liessen, vorgebende, daß er es also vor seinem endegeordnet hatte, lojeph. ant. 1. 17.C. 1, 8> 10.IAlexta/ Allst/ Alesia , eine Frantzösische stadt im Hertzvg»tzhum Burgund, liegt bey Flavigny an dem abhänge eines klei»uen berges, bey welchem die beyden fiusse Lvze und Ozerain in dieTrenne fallen. Vor zeiten war sie die Haupt-stadt der Mandubier,und durch des Casaris belagerung berühmt, welcher sie, obnge»achtet der Gallier hefftigen Widerstandes, die derselben unter demVercingetorix einen starcken kuccurr zugefuhret hatten, emgenvm»inen und ruiniret. D»e gegend daherum heist jetzo Auxois. Dioder.

Pasar, Lrmus. du Chejne. Senfen. Paradin See.

Alexicacus/ ein name, welchen die Alten dem Apollini, nach-dem er das Attijche land von der pest befreyet, gegeben , undveist ein vertreiber des dose». Hernach hat man ihn auch demHerculi beygelegt, weil er das land von vielen ungeheuren gerei-

lüget. Paujan, I. 1, Cal. Rhtdig. ant, lect. J, 3, c, 52.

Alexis, ein Griechischer Comödien-schreider und enckel desMenaudn, lebte zu der zeit Alexandri dtt. in der > u. Oivmp. undverfertigte unterschiedene schrifften,deren bey den alten offt gedacht

Wird. Voßus de Poet. Grate. c. 8 . de bitt. Grate.

. Aleris/ ein junger und schöner knade, welchen Asinius Poüivdem Virgilio verehret, und von welchem Birgiliuö feine andere-ciogam soll geschrieben haben.

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Alexius ist der auior eines buches voller medictnischer ttcr«c>.rum , welches m Italiänischer spräche geschrieben und nachgehendsins Frantzösische übersetzet worden. Der »mor erzehlet in dervorrede von sich / daß er von guten Piemontefischen abel sey, undin seiner jugend Lateinisch, Griechisch, Hebräisch, Chaldaisch.Arabisch, und viele andere sprachen erlernet habe. Weil er abersonderlich begierde bey sich empfunden, die geheimnisse der naturzu untersuchen, hat er daraus 57 jähr gereiset, und deren so vielerlernet als sonst keiner, niemand aber etwas davon offenbahret,biß in sein 83 jähr, da ihm ein gewissens-scrupel vorgekommen, de»er nicht anders als durch entdeckung seiner vornehmsten secraorutnzu Heden gewust. Er hatte nemlich einen armen krankten zu May»land dahin sterben lassen, den er hatte erhalten können, wenn erdem Chirurgo eines von seinen arcani; hatte entdecken wollen.Darüber hat ihn eine solche gewissens-quaal überfallen, daß er fastein einsidler darüber geworden, und in dieser einsamkeit hat erdiesen ausbund seiner i'eererorum zu seiner beruhigung aus licht

a ller. Das mahrgen lasset sich gar wohl hören. Mcrckitn. m

en renov. Baylc.

Laysir zu Eonstanrinopel.

Alerius I. Comnenus, ein söhn Kaysers Jsaacs zu Constav»tinopel, riß die kröne an.! >°8> zu sich, nachdem er NicephorumBotvniaten den rechtmäßigen erben, ins kloster gestossen. Weilerseine brüder vor ihren beystand,dadurch sie ihm zur kröne geholffen,mit Übergebung grosser lander belohnt hatte, gebrach es ihm her-nach selbst! an Mitteln, die armeen zu unterhalten, dahero er seineUnterthanen sehr aussaugte, und weder weltlicher noch geistlicherguter schonte. Robert Gu,scard,Hertzog in Apulren und Calabrien ,nahm deßwegen anlaß, mit einer armee von >;ooo mann hinüberin Thracien zu setzen, und schlug Alexium, der ein kriegsherr von160000 mann auf den deinen hatte, worüber dieser mit demKayftr Hemicv 1V, em dündniß machte, Guiscardum zu bekrie-gen. Seine dose practiquev »vider des Hertzvg Gottfrieds vonBouillon armee, die nach dem heiligen lande zog, brachten diesel-be in grosse noth; denn er verweigerte ihr Nicht allein alle lebens»Mittel, sondern hielt es auch mit den feinden, und verursachte,daß die Christliche militz, nachdem selbige in einer schlacht bey Epi»damnus erlegt worden, an ausführung ihres Vorhabens wider dieBarbarn mercklich gehindert wurde. Er soll mehrmahls gesagthaben, daß ihm an dem streite der Francken mit den Lurchen ebenso viel gelegen sey, als an den Hunden, die sich unter einander beis-sen. Er starb an. n > 8. Seine tochter, Anna Comnena , hatdie Historie von seiner regierung in ir büchern beschrieben, ott»

prüing. Ursperg, Zcnaraf. Glycas, Baron, Besold, in bitt. Constarit.

Atexius H, Comnenus, mit dem zuuamen Porphyrogenitus,ein söhn Emanuelis Comneni, welcher ihn vor seinem ende deraufsicht seines Vetters Andronici empfohlen. Dieser aber zogdie gantze regierung an sich; und als sich des jungen Kaysers Mut-ter, Lena, dieser boßheit entgegen setzte, ließ sie Androntcus um-bringen, Alexium aber, so nur jähr alt war, an. U83 mit ei-ner fthne vom bogen erwürgen, und desselben leichnam ineinmbieyernen kästen ins meer verseuchen,worauf er Alex» hinterlassenewittwe.,Agnes, eine tochter Königs Ludovict des jünger» von-Franckreich, heyrathete. Nicetas. vvMeim. Tprius. Besold &c.

Alexius ui, ließ seinen zunamen Angelus fahren, und nahmden »amen Comnent und Porphyrogeniti an. Er war ein sehrböser mensch, der dem Jsacio, seinem druder, vhngeachtet er durchihn aus der Lurchischen dienstbarkeit loß gekaufft worden, die äu-gen ausstechen, und ihn in eingreulichesgefangniß werffen ließ.Dieses Jsaaci söhn, auch Alexius genannt,entflöhe dem tyrannen,und kam nach Venedig , allwo er die Frantzösische und Venetiani-sche trouppen bereit fand, nach Orient wider die feinde Christli-chen namens abzusegeln; denenselben klagte er seine noth und sei-nes vaters unglück, vermochte sie auch endlich dahin,daß sie sich sei-ner annahmen', und auf Constantinopel übersetzten, da sie denn dieGriechen zu Wasser und lande schlugen, und die stadt nach einer8 tagigen belagerung an. 120;hinbekamen. Sie zogen den Jsa-cium aus dem gefangnisse herfur, jagten den unrechtmäßigen be« 'sitzer Pleximn, aus dem Reiche, der hernach , als er sich durchder Lurcken hulffe wieder auf den Kayserlichen thron zu schwingengetrachtet, von seinem schwieger»fohn, Lheodoro Lascaris, zu Ni-cea ins kloster gestossen worden. N,aeta,. Besold. &c.

Alexius IV, hatte das glück, daß ex seinen vater Jfaciumwieder auf dem throne sahe, ward auch selbst zur Kayserlichen Ho-heit zugleich mit erhoben, und in der Sophien-kirche im Aug. an.ia°3 gekronet. Jsacius starb im folgenden monat Jan. da den»Alexius Ducas das Reich an sich riß, und Alexium 1V, im gefang-

niß umbrachte. Georg. Logotheta. Nicetas. Gregoras. Besold.

Alexius V, zugenannt Murzuphilus/ weil ihm die augen-bxauen tieff herunter auf den äugen lagen, ergrieff die regierungan. 1204, nachdem er Alexium IV, hingerichtet. Er war von demdurchlauchtigen Hause der Ducas/ aber ein grausamer mensch.Als er hernach mit einem zimlichen theil seiner armee ins selb ge-gangen, um den Christlichen Fürsten einen Hinterhalt zu stellen,ward er von dem Printz Heinrich, des Grafen Balduins bruder,übel empfangen, welcher der seinen eine grosse menge nebst ro vor-nehmen Offmrern erschlagen, und nicht weniger gefangen, auchalle daqage erobert; zugleich aber nebst der grossen Reichs-standar»te das beruffene Marieu»dild, so die Griechischen Kayser im tref-fen vor sich Hertragen lassen, bekommen. Cvnstantinopel warderstiegen, Murzuphilus aber nahm die flucht, und entflöhe in einemschlffleiv nach Meßinvpel, allwo er von dem alten Alexio erkannt«"«-*> der ihn so fort ins gefangniß legen, und ihm die äugenP r aus-

wurde,l theil.